Schloss Schauenstein – Andreas Caminada – Fürstenau – Schweiz

Kulinarisches Märchenland: Eine Entdeckungsreise im Schloss Schauenstein bei Andreas Caminada

Die Schweiz ist wahrlich ein feines Land. Aufgeräumt, verlässlich und verbindlich – hier funktioniert alles wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk. Selbst vierzig bis fünfzig Zentimeter Neuschnee über Nacht bringen die Eidgenossen nicht aus der Ruhe. Die Straßen werden verlässlich mit großem, schwerem Gerät geräumt, die Gehwege freigefegt und Autos freigekratzt – und das alles mit einem Lächeln im Gesicht, die eine beruhigende Aura verströmt. Hier fühlt man sich sicher und wohl. Auch in der Gastronomielandschaft wirkt alles noch intakt. Verlässliches und gut ausgebildetes Personal, gute Produkte, die dank des starken Schweizer Frankens zielsicher ihren Weg in die Alpenrepublik finden, sowie handwerkliches Geschick verbunden mit einem feinen Gespür für Innovation, Bodenständigkeit und den nötigen Zeitgeist, sorgen für ein kulinarisches Hochgefühl, wie es nur an wenigen Orten zu erleben ist. So trug es sich im Dezember 2023 auch im Schloss Schauenstein bei Andreas Caminada zu.

Fürstenau, bekannt als die kleinste Stadt der Welt, liegt malerisch in den Hügeln des Domleschgs. Seine Geschichte reicht zurück ins Jahr 1354, als König Karl IV. der Siedlung Stadtrechte verlieh, darunter das Recht auf Gerichtsbarkeit und die Abhaltung von Jahrmärkten. Dieser Status wurde durch die Errichtung einer Burg im Jahr 1272 untermauert.

Die strategische Bedeutung Fürstenaus wuchs mit dem Ausbau des Septimerpasses ab 1387, verschwand jedoch, als die Viamalaschlucht im Jahr 1473 eine alternative Route bot. Trotzdem blieb Fürstenau ein wichtiger Ort für die Bischöfe der Region, auch während der Pestepidemien in den 1620er und 1630er Jahren, die einen erheblichen Teil der Bevölkerung dahinrafften.

Das Stadtbild wird von zwei Schlössern geprägt, die seit dem 17. Jahrhundert existieren. Schloss Schauenstein entstand zwischen 1667 und 1676, während die Ursprünge des Bischöflichen Schlosses mysteriös bleiben. Beide Gebäude wurden 1742 von einem Stadtbrand heimgesucht, doch nur ein Teil von Schloss Schauenstein wurde restauriert.

Carl Ulysses von Stampa erwarb das Anwesen zehn Jahre vor dem Brand. Von 1769 bis 1841 war es im Besitz der Familie von Planta. In dieser Zeit diente Schloss Schauenstein als Erziehungsheim. Die bekannteste Persönlichkeit unter den Besitzern war Peter von Planta, der durch den Handel mit ägyptischer Baumwolle in Alexandria zu Wohlstand kam. Er kaufte beide Schlösser und richtete 1878 das erste Bündner Landspital ein, welches bis 1895 bestand. Interessanterweise brachte er 1877 auch eine Mumie aus Ägypten mit nach Fürstenau.

Heute residiert auf Schloss Schauenstein in Fürstenau einer der begabtesten Köche unserer Zeit: Andreas Caminada. Hier präsentiert er mit seinem aufgeschlossenen und netten Team in einem modernen Ambiente eine Küche, die an so einem Ort zunächst verwundert und irgendwann aber wie in einem Märchenschloss verzaubert.

Ein Blick in den Weinkeller des Schlosses.

Schon die als Aperohäppchen bezeichneten kleinen Köstlichkeiten wie das Tartelette mit Caprinello, Kohlrabi mit Ponzu, die Karotte mit Meerrettich, das Cannelloni mit Kräutern und Rauchfisch, der Kopfsalat mit Knusper, das Taco mit Spareribs und das Tomatillo mit Landschwein und Kapuzinerkresse setzen ein erstes Ausrufezeichen an eine grandiose Handwerkskunst mit dem feinsinnigen Gespür für gelungene Kombinationen. Es geht jedoch alles so Schlag auf Schlag, dass im Grunde genommen die ganze Arbeit der Küche hier nicht genug gewürdigt werden kann.

Bei den als Einstimmung bezeichneten Vorspeisen im Schloss Schauenstein überrascht dann das sensible Gespür und der Einsatz von jahreszeitlich angebautem Gemüse auf den Tellern. Saisonal und lokal sind hier nicht nur leere Worte; diese zeitgeistigen Attribute werden hier auch konsequent umgesetzt. Dass der eine oder andere asiatische Einfluss hier noch eingebettet wird, zeigt zugleich den weltoffenen Stil und Weitblick des Hauses. Ob es nun Radicchio, Birne und Topinambur, Felchen mit Begonie und Nussbutter, Sellerie, Kohl plus Steinpilze oder Gyoza mit Ente ist oder das grandiose Sauerteigbrot – alles ist schmackhaft, leicht, verspielt und unheimlich sinnig.

Alle Gerichte haben eine puristische Balance, wirken trotz der auf den Fotos wirkenden „totalen Völlerei“ immer leicht und zeitgemäss. Keine Ecken, keine Kanten, schwebende Transparenz und ein warmer Geschmack verschaffen das nötige Wohlgefühl und den größten Respekt vor so viel kulinarischer Sinnlichkeit und Feingeist.

Zander, Quitte, Haselnuss.
Kalbsmilke, Kürbis, Weinblatt.
Saibling, Rande, Amaranth.
Feinste Schweizer Rohmilch Käse Auswahl.
Reh, Sellerie, Holunder.

Dann, weil die Weinkarte sehr gut bestückt war und auch fleißig bestellt wurde, und trotz intensivster Nahrungsaufnahme der Alkohol im Körper irgendwann seinen berechtigten Tribut forderte, ist das sicher sehr gute Dessert etwas untergegangen. Die am Abend vor Ort nicht verspeisten Petit Fours konnten am nächsten Tag aber noch die eine oder andere schöne Erinnerung an diesen traumhaften, ereignisreichen und leckeren Abend aufblitzen lassen. Es war einfach nur ein großes Fest! Danke dafür!

Sanddorn, Joghurt.

Schloss Schauenstein, Obergass 15, 7414 Fürstenau, Schweiz, Telefon: +41 81 632 10 80, https://www.schauenstein.ch/

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Rebsorten

Le Moine Clos Saint Denis Grand Cru 2020

Rotwein · Clos Saint-Denis Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Clos Saint-Denis Grand Cru Morey-Saint-Denis · Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Clos Saint-Denis Grand Cru 2020 stammt aus dem aromatischsten und feinsten Grand Cru von Morey-Saint-Denis – ein eleganter, parfümierter Pinot Noir von großer Finesse. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Clos Saint-Denis – feinster Grand Cru von Morey

Clos Saint-Denis ist ein Grand-Cru-Weinberg am Mittelhang von Morey-Saint-Denis in der Côte de Nuits, rund 6,6 Hektar groß, ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt. Seine Weine gelten als aromatischer und feiner als die des benachbarten Clos de la Roche – die Lage steht für Eleganz, Parfüm und Finesse. Der Name reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als ein religiöser Orden den Weinberg anlegte; 1927 gab er dem Dorf Morey seinen Namenszusatz.

Der Boden aus dem Mitteljura ist kalksteinbasiert, steinig und tonhaltig mit dünner, gut durchlässiger Oberschicht – mit etwas mehr wasserhaltendem Ton als im Clos de la Roche. Die östliche Ausrichtung bringt Morgensonne und Schutz vor Westwinden: Das lässt die Trauben volle Reife erreichen und zugleich ihre Säure bewahren – die Basis für balancierte, langlebige Weine.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer feinen, aromatischen Lage wie Clos Saint-Denis ergibt das einen eleganten, parfümierten Grand Cru mit Tiefe und Frische – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Clos Saint-Denis Grand Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Aus dem kalk-tonigen, ostexponierten Hang von Morey lebt dieser Grand Cru von Finesse und Parfüm: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, florale Anklänge von Veilchen und eine feine, würzige Tiefe von Unterholz und Gewürz. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und tiefgründig, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Veilchen und Waldbodenwürze, seidig und elegant mit langer, mineralischer Tiefe.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Clos Saint-Denis Grand Cru, Morey-Saint-Denis, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); Mittelhang, ~6,6 ha; kalksteinbasierter, steinig-toniger Boden (Mitteljura), Ostausrichtung
Klassifikation: Grand Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Weine

Tentenublo Escondite del Ardacho Las Guillermas Magnum 2016

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo (Single Parcel · Magnum)

Tempranillo & Viura Escondite del Ardacho · Las Guillermas Single Parcel · 0,62 ha DOCa Rioja (Alavesa) Tentenublo (Roberto Oliván) kalkhaltiger Lehm · 60+ J. Reben Magnum 1,5 l · nur 25 Flaschen ungeschönt & unfiltriert · 2016

Der Tentenublo Escondite del Ardacho „Las Guillermas" 2016 in der 1,5-Liter-Magnum ist eine echte Rarität – nur 25 Flaschen dieses Großformats wurden gefüllt. Ein Single-Parcel-Tempranillo von nur 0,62 Hektar, der trotz seiner stattlichen Alkoholwerte kühl, fein und salzig ist und ganz klar sein großes Terroir widerspiegelt.


Las Guillermas – 0,62 Hektar auf Lehmkalk

Tentenublo ist das Projekt von Roberto Oliván aus dem Gebiet um Viñaspre in der Rioja Alavesa, dem baskischen Teil der Region. Die Escondite-del-Ardacho-Reihe versammelt seine Single-Parcel-Weine, die das jeweilige Mikroterroir mit größter Detailtreue übersetzen.

Die Einzellage Las Guillermas besteht aus lediglich 0,62 Hektar, bestockt mit 0,40 Hektar Tempranillo und 0,20 Hektar Viura. Die Reben haben inzwischen ein Alter von über sechzig Jahren erreicht, fußen auf kalkhaltigem Lehmgrund und sind einem stark atlantischen Klima ausgesetzt – die Grundlage für den kühlen, salzigen und mineralischen Charakter des Weins.

Jahrgang 2016 – Rioja

2016 war an der Rioja ein ausgewogener Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die Höhenlage mit ihrem stark atlantischen Einfluss und der kompromisslos handwerkliche Stil von Roberto Oliván bewahrten Frische, Salzigkeit und die mineralische Prägung des Lehmkalkbodens. Im Magnumformat, das langsamer und gleichmäßiger reift, zeigt sich der Wein besonders frisch und langlebig.

Assemblage und Ausbau

Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (0,40 ha Tempranillo / 0,20 ha Viura), Jahrgang 2016, trocken; von über 60 Jahre alten Reben. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird kompromisslos natürlich vinifiziert und – wie immer bei Tentenublo – ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. So bleibt das große Terroir der kleinen Parzelle unverfälscht erhalten. Gesamtproduktion: nur 25 Magnums.

Im Glas

Trotz seiner stattlichen Alkoholwerte ist dieser Wein kühl, fein, salzig und spiegelt ganz klar sein großes Terroir wider. Die Fruchtaromen sind vorhanden und brillieren mit Kirsche, Weichsel und feinem Kräuterduft. Diese Aromen unterstützen die Mineralik nuancenreich und münden in einen satten, langen Nachhall. Es gibt viele Einzellagenweine aus der Rioja, aber sicherlich keinen so speziellen und großartigen Tempranillo wie diesen.

Trotz stattlicher Alkoholwerte kühl, fein und salzig – Kirsche, Weichsel und feiner Kräuterduft stützen nuancenreich die Mineralik und münden in einen satten, langen Nachhall.

Ein terroirgeprägter Tempranillo, im Magnumformat mit großem Reifepotenzial; vor dem Genuss dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu geschmortem und gegrilltem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse – ein Großformat für die festliche Tafel.


Lage: Einzellage Las Guillermas (0,62 ha), Rioja Alavesa (Spanien); kalkhaltiger Lehmgrund, stark atlantisches Klima; über 60 Jahre alte Reben
Klassifikation: DOCa Rioja; Single-Parcel-Wein aus Tempranillo mit Viura (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: kompromisslos natürliche Vinifikation, ungeschönt und unfiltriert abgefüllt; nur 25 Magnums

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Weine

Kompassus Baga Reserva 2020 tinto

Rotwein · Bairrada · Baga

Baga DOC Bairrada Reserva alte Reben (bis 90 J.) Kompassus · João Póvoa 18 Monate franz. Barrique 2020

Der Kompassus Baga Reserva 2020 ist ein reinsortiger Baga-Rotwein, der nur so vor Kraft strotzt – aus bis zu 90 Jahre alten Reben der Bairrada, 18 Monate in französischer Eiche gereift. Ein kraftvoller, tiefgründiger Ausdruck einer großen, oft unterschätzten Rebsorte.


Kompassus – Baga-Spezialist aus der Bairrada

Kompassus ist das Boutique-Weingut von João Póvoa in der portugiesischen DOC Bairrada – Augenarzt von Beruf, Winzer aus Leidenschaft. Seit 1991 erzeugt er Wein, seit 2005 unter dem Namen Kompassus; die Baga, die große rote Sorte der Bairrada, ist die Basis all seiner Rot- und Schaumweine. Die Reben in Cordinhã wachsen auf tonig-kalkigen Böden mit starker Südexposition und minimal-invasiv bewirtschaftet. Seit 2012 verantwortet Anselmo Mendes, einer der besten Önologen Portugals, die Kellerarbeit.

„Baga" ist eine autochthone Rebsorte aus Portugal, die kaum Beachtung findet. Oft wurde sie nur im Verschnitt verwendet, um dem Wein mehr Komplexität, Struktur und Farbe zu verleihen. Dieser reinsortige Reserva zeigt, welches Potenzial in ihr steckt: Das Lesegut stammt von bis zu 90 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2020 – Bairrada

Der Jahrgang 2020 bringt im Baga Reserva einen kraftvollen, dicht strukturierten Rotwein mit dunkler Frucht und der für die Sorte typischen festen Tanninstruktur. Die alten Reben und die kühl-atlantisch geprägte Bairrada sorgen dabei für Frische und Spannung, die der Kraft des Weins Balance verleihen.

Ausbau

Reinsortiger Baga aus dem Jahrgang 2020, Reserva, trocken.

Der Wein reift 18 Monate in 700-Liter-Barriques aus französischer Eiche, was ihm noch mehr Struktur, Tiefe und Ausdruck verleiht. Die Produktion ist auf 5.000 Flaschen pro Jahrgang reduziert.

Im Glas

Ein kraftvoller, ausdrucksstarker Baga: tiefe dunkle Frucht (Brombeere, dunkle Kirsche), ergänzt um würzige und erdige Noten sowie feine, vom Barrique getragene Würze. Am Gaumen dicht und strukturiert, mit der für die Sorte typischen festen, griffigen Tanninstruktur und einer frischen Säure, die Kraft und Tiefe in Balance hält.

Dieser aus 100 % Baga vinifizierte Reserva strotzt nur so vor Kraft.

Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren. Am besten bei 18 °C servieren.

Am Tisch

Zur traditionellen Bairrada-Küche (Spanferkel/Leitão), zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: DOC Bairrada, Cordinhã (Portugal); tonig-kalkige Böden, Südexposition, alte Baga-Reben (bis 90 Jahre)
Klassifikation: DOC Bairrada, Baga Reserva (trocken); ca. 5.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Baga; 18 Monate in 700-l-Barriques aus französischer Eiche

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Rebsorten

Knab Weisser Burgunder Endinger Wihlbach Spätlese trocken 2021

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Knab Weißer Burgunder Endinger Wihlbach Spätlese trocken 2021 präsentiert sich mit saftiger Struktur, fein gezeichneter Frucht und einer klaren, kalkgeprägten Mineralität. Vielschichtig, dicht und von bemerkenswerter Intensität, mit druckvollem Finish und großem Potenzial.


Baden / Endinger Wihlbach

Das Weingut Knab ist in Endingen am Kaiserstuhl in Baden beheimatet. Der Endinger Wihlbach zählt zu den historisch gewachsenen Lagen des Kaiserstuhls – bereits in römischer Zeit stand hier ein Gutshof, und unter Kaiser Probus wurden erste Reben kultiviert. Die bis zu meterdicke Lössauflage mit hohem Kalkanteil sorgt für eine gleichmäßige Versorgung der über 35 Jahre alten Reben und bildet die Grundlage für Weine von besonderer Balance.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Weißburgunder in der Prädikatsstufe Spätlese trocken, von über 35 Jahre alten Reben. Der Ausbau bewahrt die saftige Struktur, die fein gezeichnete Frucht und die kalkgeprägte Mineralität; eine zarte Reduktionsnote verleiht zusätzliche Spannung. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles bis sattes Gelb. In der Nase fein gezeichnete Frucht, allen voran Williams-Christ-Birne, mit einer zarten Reduktionsnote. Am Gaumen saftig, dicht und facettenreich, mit klarer, kalkgeprägter Mineralität, bemerkenswerter Intensität und druckvollem, nachhaltigem Finish.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 11–13 °C in großen Gläsern servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Krustentieren, Geflügel, Kalb und cremigen Käsen.


Lage: Baden, Kaiserstuhl, Endingen – Endinger Wihlbach (Deutschland); Weingut Knab
Klassifikation: Lagenwein, Spätlese trocken – 100 % Weißburgunder
Ausbau: alte Reben (35+ Jahre); Löss mit hohem Kalkanteil
Jahrgang: 2021

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Rebsorten

Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020

Rotwein · Volnay 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay 1er Cru Les Caillerets Côte de Beaune Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Volnay Les Caillerets 1er Cru 2020 stammt aus dem feinsten Cru von Volnay – ein eleganter, mineralischer Pinot Noir mit delikater Frucht und steiniger Würze. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Volnay Les Caillerets – der feinste Cru von Volnay

Volnay bringt die elegantesten, feinsten Rotweine der Côte de Beaune hervor – reine Pinot Noirs von kalkreichen, gut dränierten Osthängen zwischen Pommard und Meursault, bekannt für Finesse statt Kraft. Les Caillerets gilt als der vornehmste Premier Cru der Appellation: Der hohe aktive Kalkanteil bei vergleichsweise wenig Ton verleiht den Weinen eine seidige Textur und mineralische Spannung, die oft mit Chambolle-Musigny verglichen wird.

Bei Lucien Le Moine wird daraus ein besonders herkunftsgenauer 1er Cru: Mounir Saoumas Ausbau betont Reinheit, Textur und Mineralität – kaum ein Winzer versteht es wie er, das gebündelte Terroir des Burgunds in die Flasche zu bringen. Jeder Wein ein Unikat, voller Eigenständigkeit und Mineralität, in nur kleiner Stückzahl.

Jahrgang 2020 – Côte de Beaune

2020 brachte an der Côte de Beaune reife, konzentrierte und zugleich frische Rotweine mit tiefer Frucht, feiner Säure und großer Energie. In einem feinen Cru wie Caillerets ergibt das einen dichten, jugendlich-kraftvollen und zugleich seidigen Volnay mit großem Reifepotenzial – im texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Volnay Les Caillerets 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Sehr kleine Stückzahl.

Im Glas

Der kalkreiche Caillerets-Hang prägt einen besonders feinen, eleganten Volnay: helle rote Frucht wie Himbeere und Kirsche, florale Nuancen und eine steinig-mineralische Würze. Aus dem warmen, reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und Substanz, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur einbinden. Am Gaumen kraftvoll und doch fein gezeichnet, mit feinem Tannin, salziger Frische und einer luftigen, langen Linie.

Helle rote Frucht, florale und steinige Würze – seidig und fein, mit salziger Frische und luftiger Länge.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Geflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Volnay Les Caillerets 1er Cru, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); kalkreicher Osthang zwischen Pommard und Meursault, gut dräniert
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Frankreich

Comte de Vogüé Musigny VV Grand Cru 2020

Rotwein · Musigny Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Musigny · Grand Cru Vieilles Vignes Chambolle-Musigny 2020

Der Musigny Vieilles Vignes Grand Cru 2020 der Domaine Comte Georges de Vogüé gilt als Inbegriff des roten Musigny. De Vogüé ist mit 7,14 Hektar der größte Eigentümer dieser Lage; die Cuvée Vieilles Vignes vereint intensive rote Frucht, florale Noten und Würze mit großer Finesse.


Musigny – einer der größten Grand Crus des Burgunds

Musigny liegt an einem ost-südöstlich ausgerichteten Hang (8–14 % Neigung) auf 260 bis 300 Metern in Chambolle-Musigny. Im Südosten grenzt der Clos de Vougeot, südlich liegen Échezeaux und Grands-Échezeaux. Die Lage umfasst 10,70 Hektar in drei Klimaten – Les Musigny, Les Petits-Musigny und La Combe d'Orveau – mit rund 15 Eigentümern.

Der Boden vereint Oolith aus dem Bathonium im oberen und Comblanchien-Kalkstein im tieferen Teil; die zahlreichen Kalksteine speichern Wärme. Geschützt zwischen den Tälern Combe de Chambolle und Combe d'Orveau, bietet die reine Ostlage ein kühles, aber sonniges Mikroklima. Grand Cru seit 1936; die Familie de Vogüé bewirtschaftet den größten Teil in der 19. Generation und hält den ältesten Weinbergbesitz der Côte d'Or.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 war im Burgund ein warmer, trockener Jahrgang mit kleinen Erträgen. Die Reben lieferten konzentrierte, reife Trauben, die dennoch Frische bewahrten.

Für die roten Burgunder steht 2020 für Tiefe und Dichte bei feinem Tannin und tragender Säure – ein starker, lagerfähiger Jahrgang, der die Finesse des Musigny mit Substanz unterlegt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, aus den ältesten Reben des Guts (Cuvée Vieilles Vignes).

Der Wein reift im Holzfass, ganz im traditionellen Stil des Hauses – auf einen klaren Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Musigny gilt als der parfümierteste der großen Grand Crus: intensive rote Frucht, florale Noten und feine Würze. Am Gaumen seidig und zugleich strukturiert, mit feinem Tannin und großer Länge.

Rote Frucht, Blüten und Würze über seidigem, feinem Tannin – der Inbegriff des roten Musigny.

In der Jugend bereits faszinierend, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Federwild und Geflügel, Reh, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.


Lage: Musigny, Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Oolith/Comblanchien-Kalk, ESE-Hang 260–300 m
Klassifikation: Musigny Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Metzger Ungsteiner Herrenberg Riesling trocken

Weißwein · Riesling · trocken · Pfalz

Metzger Ungsteiner Herrenberg Riesling trocken ist ein dichter, mineralischer Lagen-Riesling vom Weingut Metzger aus der Pfalz. Er wächst auf purem Kalk und überzeugt mit Dichte und mineralischem Druck. Klar, straff und tiefgründig – wie es nur ein Riesling vom Kalkstein kann. Ein präziser Wein mit Lagencharakter.


Ungsteiner Herrenberg

Der Ungsteiner Herrenberg ist eine renommierte Kalklage in der Pfalz. Die Riesling-Reben wurzeln hier in purem Kalk, der dem Wein seinen mineralischen Druck, Dichte und Präzision verleiht.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, trocken ausgebaut. Der Ausbau bewahrt Mineralität, Struktur und die typische Frische der Kalklage.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase Zitrus, gelber Apfel und feine mineralische Noten. Am Gaumen dicht und straff, mit mineralischem Druck, klarer Säure und langem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft gewinnt der Wein an Tiefe.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Spargel, Geflügel und asiatische Küche.


Lage: Ungsteiner Herrenberg, Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: reinsortig Riesling vom Kalkstein

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Weine

Von Winning Marmar Riesling 2021

Weißwein · Forst (Pfalz) · Riesling

Riesling Marmar (Fassselektion) Forster Ungeheuer von Winning · Deidesheim kalkreiche, kühle Parzelle trocken im Holz ausgebaut 2021

Der von Winning Marmar Riesling 2021 ist eine expressive, kraft- und druckvolle Selektion der allerbesten Fässer aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der Einzellage Forster Ungeheuer. Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert, intensiv und mit unglaublicher Länge.


Marmar – Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Rieslinge vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen. Der Marmar ist eine besondere Selektion der allerbesten Fässer.

Die Trauben stammen aus einer kalkreichen, kühlen Parzelle der berühmten Einzellage Forster Ungeheuer. Der hohe Kalkanteil und die kühle Ausrichtung dieser Parzelle verleihen dem Wein trotz seiner Kraft und Konzentration Frische, Spannung und eine markante Mineralität.

Jahrgang 2021 – Pfalz

2021 war an der Mittelhaardt ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Bedingungen für einen konzentrierten, zugleich rassigen Riesling. Die kalkreiche, kühle Parzelle im Ungeheuer und der lange Holzfassausbau bewahrten Kraft, Frische und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, Fassselektion aus dem Forster Ungeheuer, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von kalkreichem Boden.

Für den Marmar werden die allerbesten Fässer selektiert. Wie bei von Winning üblich, reift der Wein im Holz lange auf der Feinhefe – das verleiht ihm Schmelz, Tiefe und Struktur, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein Riesling, der vor Kraft strotzt – konzentriert und intensiv: reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu eine rauchige Zitrusaromatik und feine Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität. Am Gaumen kraft- und druckvoll, dabei frisch und rassig; der Abgang hat Spiel und eine unglaubliche Länge.

Kraft- und druckvoll, konzentriert und intensiv – rauchige Zitrusaromatik und Kräuterwürze über kalkig-salziger Mineralität, mit Spiel und unglaublicher Länge im Abgang.

Ein kraftvoller, sehr langlebiger Lagen-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalkreiche, kühle Parzelle im Forster Ungeheuer, Forst, Pfalz; Selektion der besten Fässer
Klassifikation: Riesling, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: Fassselektion, Ausbau im Holz auf der Feinhefe; Handarbeit im Weinberg

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