Rioja Wein: Regionen, Rebsorten & Winzer im Überblick

Winzerin Jade Gross hält bei der Handlese eine Tempranillo-Traube in die Höhe – im Hintergrund der Burgberg von San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross – Naturweinproduzentin in der Rioja seit 2019, hier bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta

Rioja Wein – kaum ein Name steht so sehr für spanische Weinkultur. Und kaum einer wird so missverstanden. Rioja ist Spaniens erste DOCa (Denominación de Origen Calificada) – die höchste nationale Qualitätsstufe, verliehen 1991 als erstem Weingebiet überhaupt. Das Anbaugebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro, erstreckt sich über La Rioja, Navarra und das Baskenland und umfasst rund 61.000 Hektar in 144 Gemeinden.

Was macht Rioja so besonders? Die Antwort ist nicht ein Stil, sondern ein Spektrum: Wer einen Rioja öffnet, bekommt je nach Produzent einen beerenfrischen Jungwein aus dem Tank, einen strukturierten Reserva aus amerikanischer Eiche oder einen mineralischen Parzellenwein von 700 Metern Höhe. In diesem Guide erklären wir, was hinter den drei Subregionen steckt, welche Rebsorten zählen, was Crianza, Reserva und Gran Reserva bedeuten – und stellen fünf außergewöhnliche Winzer vor, deren Weine du direkt bei Fenskes Weine und Feinkost kaufen kannst.

Rioja wird oft als Marke verkauft. Dabei ist es eine Region mit mehr innerer Varianz als jedes andere Weingebiet Spaniens.

DOCa-Status seit 1991 Erste DOCa Spaniens – die höchste nationale Qualitätsstufe
Gesamtfläche ~61.000 ha Zweitgrößtes Anbaugebiet Spaniens, 144 Gemeinden
Hauptrebsorte Tempranillo ~75 % der Rotweinfläche, dominant in Rioja Alta und Alavesa

Terroir & Geografie

Die drei Subregionen der Rioja: Alta, Alavesa und Oriental

Rioja ist keine homogene Region. Klima, Boden und Höhenlage unterscheiden sich zwischen den drei Subzonen erheblich – und damit auch die Weine. Viele klassische Rioja-Weine blenden Trauben aus mehreren Zonen. Die neue Winzergeneration setzt dagegen konsequent auf Einzelherkunften und Parzellenausdrücke.

Alte Rebstöcke in der Rioja Alavesa mit Blick auf die Sierra Cantabria – das Wolkenband zeigt den atlantischen Einfluss auf die kühlste Subregion der DOCa Rioja
Rioja Alavesa: Das Wolkenband über der Sierra Cantabria erklärt, warum diese Subregion die kühlste der DOCa ist – und warum hier die elegantesten Weine entstehen.
Rioja Alta ~24.000 ha  ·  Haro & Logroño
Atlantisch

Westlichste Subregion, vollständig in der Provinz La Rioja. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, kühl und atlantisch geprägt. Strukturierteste und langlebigste Weine der DOCa – ideal für klassische Tempranillo-Crianza und Reserva. Haro gilt als inoffizielle Weinhauptstadt mit dem legendären Bahnhofsviertel.

Rioja Alavesa ~12.000 ha  ·  Baskenland
Kühlste Zone

Kleinste und kühlste Subzone der DOCa, nördlich des Ebro im Baskenland. Atlantisches Klima, durch die Sierra Cantabria windgeschützt. Terrassenförmige Kalkmergelböden auf 500–700 m Höhe. Elegantere, säurebetonte Weine – hier konzentriert sich die neue Terroir-Generation mit Produzenten wie Tentenublo und Sierra de Toloño.

Rioja Oriental ~25.000 ha  ·  bis 2018: Rioja Baja
Mediterran

Östlichste und wärmste Subzone der Rioja, flussabwärts näher am Mittelmeer. 300–400 m Höhe auf alluvialen Böden. Stärkerer Garnacha-Anteil, vollmundigere, körperreiche Weine. Die Umbenennung von Rioja Baja zu Rioja Oriental 2018 signalisiert den Wandel hin zu mehr Herkunftsidentität.


Rebsorten

Rioja Rebsorten: Tempranillo, Garnacha und mehr

Tempranillo ist die Königin der Rioja – sie belegt rund 75 % der Rotweinfläche. Die dickschalige, früh reifende Traube liefert Aromen von roter Kirsche, Leder und Kräutern. In Rioja Alta und Alavesa reift sie kühler und behält mehr Säure und Tannin; in Oriental entstehen reifere, konzentriertere Profile mit mehr Körper.

Klassische Verschnittpartner: Garnacha (Frucht, Körper – besonders stark in Rioja Oriental), Graciano (Säure, Frische, Tiefgründigkeit) und Mazuelo/Cariñena (Farbe, Tannin, Struktur).

Hände eines erfahrenen Winzers halten eine Handvoll reifer Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja Alta – im Hintergrund Erntekisten voller blauer Beeren
Tempranillo – Hauptrebsorte der Rioja, auf rund 75 % der Rotweinfläche angebaut. Dickschalig, früh reifend, mit Aromen von Kirsche, Leder und Kräutern.

Rioja Weißwein: bekannte und fast vergessene Sorten

Historisch dominiert Viura (Macabeo) – neutral und frisch, Grundlage des klassischen Rioja Blanco. Ergänzt durch die aromatische Malvasía Riojana und die gehaltvollere Garnacha Blanca aus Hochlagen. Die größte Rarität ist Tempranillo Blanco: eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren in einem Weinberg in Murillo de Río Leza entdeckt. Winzerin Jade Gross verarbeitet sie in ihrem Chiguita Blanco – einem der seltensten Weißweine der Rioja.


Qualitätssystem

Crianza, Reserva, Gran Reserva – was bedeutet das?

Das Reifesystem der Rioja ist eines der strengsten Spaniens. Crianza, Reserva und Gran Reserva regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten – sowohl im Eichenholzfass als auch in der Flasche. Wichtig: Das System sagt nichts über die Qualität der Trauben oder ihre Herkunft aus. Seit 2017 gibt es zusätzlich Vino de Pueblo (Gemeindeherkunft) und Viñedo Singular (Einzellage) – eine Hinwendung zur Herkunftslogik nach burgundischem Vorbild, die besonders die neue Winzergeneration nutzt.

Kategorie Gesamtreife Fassreife (Eiche) Flaschenreife Charakter
Joven Kein Minimum – – Fruchtig, jung, frisch – ideal für Maceración Carbónica
Crianza 24 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Erste Holzintegration, zugänglich, trinkbereit
Reserva 36 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Komplexität, Reife, Eleganz – der klassische Rioja
Gran Reserva 60 Monate 24 Monate mind. 36 Monate Tertiäre Aromen, Würze, großes Lagerpotenzial

Vinifikation

Maceración Carbónica – Riojas ältester Geheimstil

Wer Rioja Wein nur durch das Prisma der Eichenfassweine kennt, verpasst einen der ältesten und faszinierendsten Stile der Region. Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Zerquetschen, ohne klassischen Maischekontakt. Die Gärung beginnt innerhalb der Beere selbst.

Das Ergebnis: leichtfüßige Rotweine mit intensiven Aromen von frischer Himbeere, Veilchen und Waldbeeren, wenig Tannin und hoher Frische. Am besten jung und leicht gekühlt getrunken. Dieser Stil hat in San Vicente de la Sonsierra (Rioja Alta) eine jahrhundertelange Tradition. Abel Mendoza hat ihn mit dem Jarrarte Maceración Carbónica international bekannt gemacht.

Mehrere graue Erntekisten gefüllt mit frisch handgelesenen Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja – ein Winzer sortiert im Hintergrund
Handlese in kleinen Kisten verhindert Oxidation der unteren Trauben – Standard bei allen fünf Produzenten aus unserem Rioja-Sortiment.

Unsere Produzenten

Fünf Rioja-Winzer, die eine Region neu denken

Diese fünf Produzenten stehen für das neue Rioja: keine standardisierten Fassausbauzeiten als Qualitätsversprechen, kein Crianza-Label als Ziel. Stattdessen: Einzelparzellen, alte Reben, biologischer oder biodynamischer Anbau und minimale Eingriffe im Keller. Alle Weine sind im Rioja-Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich.

Jade Gross hockt lächelnd neben einem alten Rebstock mit reifen Tempranillo-Trauben bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross in ihren Einzellagenparzellen – alte Reben, minimale Intervention, Naturwein-Philosophie
Hände trennen reife Rotweintrauben vom Stielgerüst – manuelle Beerselektion vor der ganztraubigen Vergärung in der Rioja
Manuelle Beerselektion – bei Abel Mendoza und Jade Gross kein optionaler Schritt, sondern Grundprinzip
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 1988

Pionier der modernen Rioja. Abel Mendoza Monge und Maite Fernández bewirtschaften rund 20 Hektar mit Reben bis 110 Jahre – ökologisch, handwerklich, kleinstmengig. Ihr Jarrarte Maceración Carbónica gilt als Referenz des traditionellen Rioja-Stils und ist international einer der gefragtesten Weine der Region. Abel Mendoza ist zudem Mentor von Jade Gross.

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Tempranillo Maceración Carbónica Reben bis 110 J. Ökologisch
Rioja Alavesa  ·  Viñaspre & Lanciego  ·  seit 2011

Kleine Parzellen auf 500–700 m Höhe in der Rioja Alavesa, rote Kalkmergelböden mit Eisenschichten – sie geben den Weinen ihre unverwechselbare mineralische Note. Alle Lesen per Hand. Spontane Vergärung, Ausbau in französischer Eiche. Biologisch zertifiziert. Der Name bezieht sich auf das traditionelle Glockenläuten gegen Hagelstürme in der Region.

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Tempranillo · Garnacha Bio zertifiziert 700 m Höhenlage Kalkmergelböden
Rioja Alavesa  ·  Villabuena de Álava  ·  seit 2012

Mikrobodega mit 20.000 Flaschen pro Jahr, verteilt auf 5 Rot- und 2 Weißweine. Reben bis über 100 Jahre, Lagen über 650 m. Ausgebildet in Bordeaux, Chianti, Marlborough und Priorat. La Dula Garnacha de Altura reift in 300-Liter-Ton-Amphoren, spontan vergoren – 96 Punkte Tim Atkin MW (Jahrgang 2023). Biodynamisch bewirtschaftet.

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100 % Garnacha Ton-Amphore Biodynamisch 96 Pkt. Tim Atkin
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2019

Aufgewachsen in Hongkong, Menschenrechtsstudium in New York und London, Chefköchin bei Mugaritz (San Sebastián). Seit 2019 Naturweinproduzentin in der Rioja unter Mentorship von Abel Mendoza – als eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz in der Rioja konsequent verfolgt. Alle Weine aus Einzellagen, ungefiltert, ungeschönt, ohne Schwefelzusatz. Chiguita Blanco: unter 2.000 Flaschen pro Jahrgang.

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Naturwein Tempranillo Blanco Einzellagen Mikroproduktion
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2016

In San Vicente de la Sonsierra aufgewachsen, in der Bodega Olmaza groß geworden, vom Großvater für den Wein begeistert. Erste eigene 2.000 Flaschen 2016, heute bis zu 6.500 Flaschen aus 5 ha Hochlagenparzellen. Familiäre Beiträge aus einem wurzelechten Weinberg mit Reben bis 130 Jahre. Tempranillo, Garnacha, Mazuelo, Graciano, Viura und uralte Rebsorten. Ausbau in Zementtanks und 500-l-Holzfässern. Puristisch, fein, elegant.

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Reben bis 130 J. Zementtank Parzellenausdruck Vino de Pueblo

Häufige Fragen zu Rioja Wein

Rioja Wein – die wichtigsten Fragen beantwortet

Rioja ist das bekannteste Weingebiet Spaniens und seit 1991 mit der DOCa (Denominación de Origen Calificada) ausgezeichnet – der höchsten nationalen Qualitätsstufe. Das Gebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro und umfasst rund 61.000 Hektar in drei Subregionen: Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental. Hauptrebsorte ist Tempranillo mit rund 75 % der Rotweinfläche. Rioja produziert Rot-, Weiß- und Roséweine – bekannt sind vor allem die gereiften Rotweine in den Kategorien Crianza, Reserva und Gran Reserva.
Diese Kategorien regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten für rote Rioja-Weine. Crianza: mindestens 24 Monate, davon 12 Monate im Eichenholzfass. Reserva: mindestens 36 Monate, davon 12 Monate im Fass. Gran Reserva: mindestens 60 Monate, davon 24 Monate im Fass und mindestens 36 Monate in der Flasche. Rioja schreibt strengere Fasszeiten vor als der spanische Durchschnitt. Wichtig: Das System sagt nichts über Traubenqualität oder Herkunft aus – ein guter Joven kann einem schwachen Gran Reserva klar überlegen sein.
Rotwein: Tempranillo (~75 % der Fläche), Garnacha, Graciano, Mazuelo. Weißwein: Viura (Macabeo), Malvasía Riojana, Garnacha Blanca und die sehr seltene Tempranillo Blanco – eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren entdeckt. Produzentin Jade Gross setzt diese Rarität in ihrem Chiguita Blanco ein.
Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Maischekontakt. Das Ergebnis sind fruchtig-frische Rotweine mit wenig Tannin, intensiver Primärfrucht und hoher Trinkfreude. Am besten jung und leicht gekühlt (14–16 °C) trinken. Traditionelle Methode mit langer Geschichte in San Vicente de la Sonsierra. Der bekannteste Vertreter: Abel Mendoza mit seinem Jarrarte Maceración Carbónica.
Rioja Alta (~24.000 ha) liegt westlich um Haro und Logroño. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, atlantisches Klima – ideal für strukturierte, langlebige Tempranillo-Weine. Heimat der großen klassischen Bodegas. Rioja Alavesa (~12.000 ha) ist die kühlste Subregion: nördlich des Ebro im Baskenland, durch die Sierra Cantabria windgeschützt, Kalkmergelböden auf Terrassen auf 500–700 m. Elegantere, säurebetonte Weine – hier ist die neue Terroir-Generation zuhause.
Rioja Naturwein bedeutet: ökologischer oder biodynamischer Anbau, spontane Vergärung ausschließlich mit wilden Hefen, kein Einsatz von Korrektionsmitteln, keine Schönung, keine Filtration und keine oder minimale Schwefelung vor der Abfüllung. Jade Gross ist eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz konsequent in der Rioja verfolgt. Auch Sierra de Toloño (biodynamisch) und Tentenublo (biologisch zertifiziert) stehen für diesen Ansatz.
Alle fünf Produzenten – Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – sind im Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich. Die Auflagen sind begrenzt; bei beliebten Weinen empfiehlt sich frühe Bestellung. Direkt zum Rioja-Sortiment →

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Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – alle fünf Produzenten mit vollständigen Weinbeschreibungen, Jahrgangsinfos und Bestellmöglichkeit.

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2012

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek mit klarer Cassisfrucht, einem frischen Lift und einer wundervollen Balance, die schon jetzt großen Trinkgenuss bietet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2012 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Cassis- und Brombeerfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2012er zeigt diese Handschrift mit satter Frucht und großer Klarheit, getragen von einem feinen, eher zurückhaltenden Tannin und einer frischen Note, die dem Wein einen schönen Lift und eine wundervolle Balance verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2012, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Seit jeher einer der liebsten Noons – endlich unter Schraubverschluss, was sich direkt in der Nase mit ganz klaren Cassisbeeren zeigt, dazu etwas Rumtopfwürze. Im Mund dann satte Frucht: Cassis pur, schwarzer Fliederbeersaft, Kokosschoko, Nelke – jedoch keine extreme Konzentration, sondern ein Übergang in eine frische Note, vielleicht Minze, die dem Wein einen schönen Lift verleiht. Die Tannine sind vorhanden, aber eher im Hintergrund, dabei sehr lang; klar, dass der Wein altern kann. Eine wundervolle Balance schon jetzt.

Wundervolle Balance schon jetzt – diese Flasche war von allen als erste leer getrunken.

(Verkostungsnotiz: Jeanine Hildebrand.) Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees und Main Road, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Weine

Von Winning Riesling Pechstein GG 2021

Weißwein · Pfalz · Riesling VDP.Großes Gewächs

100 % Riesling Forster Pechstein · VDP.Große Lage Basalt, Sandstein und Kalk Spontangärung im 500-l-Fass 1,5 Jahre auf der Hefe trocken 2021

Der von Winning Forster Pechstein Riesling GG 2021 stammt aus der bekanntesten Basaltlage der Pfalz, am Hang im Norden von Forst. Spontan im 500-Liter-Eichenfass vergoren und anderthalb Jahre auf der Hefe gereift: ein dichter, intensiver Riesling mit rauchiger Mineralität – und aus einem kühlen Jahrgang, der ihm Spannung gibt.


Forster Pechstein – Riesling vom Basalt

Forst liegt im Herzen der Mittelhaardt, zwischen Deidesheim und Wachenheim, und hat mit Pechstein, Jesuitengarten, Kirchenstück und Ungeheuer einige der bekanntesten Lagen Deutschlands. Der Pechstein liegt am Hang im Norden des Ortes und ist als VDP.Große Lage klassifiziert.

Der Name verweist auf das Gestein: dunkler, fast pechschwarzer Basalt, der hier – anders als in fast allen anderen Pfälzer Lagen – einen großen Teil des Bodens ausmacht. Er stammt aus dem nahen Pechsteinkopf, einem Rest vulkanischer Tätigkeit, und liegt im Weinberg zwischen Buntsandstein und Kalk. Das dunkle Gestein nimmt tagsüber viel Wärme auf und gibt sie nachts ab; zugleich ist es mineralreich und gut durchlässig. Das Ergebnis sind Rieslinge mit Kraft und Dichte und einer rauchigen, feuersteinartigen Note, die man mit dem Pechstein verbindet.

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet. Seine Handschrift: Die trockenen Lagen-Rieslinge werden vollständig im Holz vergoren und reifen lange auf der Feinhefe – für die Pfalz lange ungewöhnlich, heute stilprägend. Der Pechstein gehört zu den Flaggschiffen des Hauses.

Jahrgang 2021 – Mittelhaardt

Der Jahrgang 2021 war an der Mittelhaardt ein kühles Jahr, wie es die Pfalz seit Längerem nicht erlebt hatte. Ein kaltes Frühjahr verzögerte Austrieb und Blüte, der Sommer blieb wechselhaft und feucht, der Druck durch Falschen Mehltau war hoch. Die Erträge fielen deutlich geringer aus als in den warmen Jahren zuvor.

Ein trockener, sonniger Herbst ließ die Trauben lange hängen; gelesen wurde spät, teils bis weit in den Oktober. Die Rieslinge zeigen eine ausgeprägte Säure, moderate Alkoholwerte und eine klare, straffe Struktur. Für eine warme Basaltlage wie den Pechstein ist das eine glückliche Konstellation: Der Boden liefert Kraft und Reife, der Jahrgang die Spannung.

Spontangärung im 500-Liter-Fass, lange Hefereife

Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Forster Pechstein, Jahrgang 2021. Vergoren wird spontan mit den weinbergseigenen Hefen in 500-Liter-Eichenfässern – größer als ein Barrique, sodass das Holz kaum Aroma abgibt, aber mehr Sauerstoff an den Wein lässt als ein Edelstahltank.

Danach reift der Wein anderthalb Jahre auf der Hefe. Die Hefe schützt vor Oxidation und gibt Mannoproteine ab, die Schmelz und Dichte aufbauen. Gerade in einem säurebetonten Jahrgang wie 2021 ist diese lange Hefezeit der Ausgleich: Sie rundet die Säure, ohne ihr die Spannung zu nehmen.

Im Glas

Kräftiges Goldgelb. In der Nase reife gelbe Frucht und Steinobst, dazu Zitrus und der rauchig-feuersteinige Ton des Basalts. Am Gaumen dicht und kraftvoll, mit Schmelz aus der langen Hefereife, einer straffen, kühlen Säure und einer salzigen Mineralität. Der Nachhall ist lang und tief.

Warmer Basalt, kühler Jahrgang, anderthalb Jahre Hefe: Kraft und Spannung in einem Glas.

Jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren. Ein sehr langlebiges Großes Gewächs, das in den kommenden Jahren an Tiefe gewinnt.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Gerichten mit Butter- und Rahmsaucen sowie zu gereiftem Hartkäse. Die rauchige Note passt besonders zu Geräuchertem – Aal, Forelle, Räucherlachs.


Produzent Weingut von Winning, Deidesheim
Rebsorte 100 % Riesling
Lage Forster Pechstein, VDP.Große Lage, Pfalz · Hanglage im Norden von Forst · Basalt, Buntsandstein und Kalk
Klassifikation VDP.Großes Gewächs · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation Spontangärung in 500-l-Eichenfässern
Ausbau 1,5 Jahre auf der Hefe
Trinkempfehlung jetzt bis 2038

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Frankreich

Domaine Sylvain Cathiard Hautes Cotes de Nuits 2022

Rotwein · Bourgogne Hautes Côtes de Nuits · Pinot Noir

Pinot Noir Hautes Côtes de Nuits AOC Côte de Nuits 2022 mehrere Parzellen · Villers-la-Faye

Der Bourgogne Hautes Côtes de Nuits 2022 der Domaine Sylvain Cathiard et Fils ist die Haupt-Cuvée des Guts aus den Höhenlagen über der Côte – ein lebendiger, saftiger und vielschichtiger Pinot Noir mit der reinen Frucht und Präzision, für die diese Vosne-Mikro-Domaine berühmt ist.


Hautes Côtes de Nuits – Höhenlage über der Côte

Die Cuvée stammt aus mehreren Parzellen in der Gemeinde Villars (Villers-la-Faye) oberhalb der Côte de Nuits. Diese Höhenlagen liegen rund 1 bis 1,5 °C kühler als die Côte, was den Weinen Frische und Spannung verleiht; Kalkstein prägt den Untergrund.

Die in Vosne-Romanée beheimatete Domaine erwarb ab 2019 mehrere Hektar vor allem in den Hautes Côtes; rund zwei Drittel ihrer Fläche entfallen heute auf Regional-Appellationen.

Jahrgang 2022 – Hautes Côtes de Nuits

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Sébastien Cathiard begann bereits am 2. September zu lesen – früher als üblich –, was klassisch proportionierte Weine mit moderatem Alkohol ergab; dieser Wein erreichte natürliche 13,6 %, für die Höhenlagen ein bemerkenswerter Wert.

Vinifikation und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022.

Sorgfältige Selektion, vollständige Entrappung und eine lange Maischestandzeit von rund 20–30 Tagen. Der Ausbau erfolgt 15–18 Monate im Fass (überwiegend Tonnellerie Rémond), mit bewusst reduziertem Anteil neuen Holzes von etwa 20–25 % auf Regional-Niveau. Abgefüllt wird ungeschönt und unfiltriert; Bewirtschaftung ohne Herbizide (nicht zertifiziert).

Im Glas

Aromen von Kirsche und rauchigen Beeren, dazu eine etwas fülligere Himbeerfrucht. Am Gaumen mittelkräftig, lebendig und vielschichtig, mit fairer Länge und saftigem Kern; eine noch junge Holznote integriert sich mit etwas Reife. Ein klassisch proportionierter Hautes-Côtes mit Cathiard-Handschrift.

Lebendig, saftig und vielschichtig – reine Frucht aus den Höhenlagen über der Côte.

Bereits jung zugänglich; Trinkfenster etwa 2025–2030. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Geflügel, Schweinebraten, Pilzgerichte oder mittelkräftiger Käse. Ein unkomplizierter, vielseitiger Begleiter für die Alltagsküche auf hohem Niveau.


Lage: Bourgogne Hautes Côtes de Nuits; mehrere Parzellen um Villers-la-Faye, Höhenlage über der Côte, Kalksteinböden
Klassifikation: Régionale (Bourgogne Hautes Côtes de Nuits AOC)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % entrappt, 20–30 Tage Maischestandzeit, 15–18 Monate Fass, ca. 20–25 % neues Holz, ungeschönt und unfiltriert · ohne Herbizide (nicht zertifiziert)

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Schaumweine

Bouvet-Ladubay Saumur Tresor blanc brut

Der Bouvet-Ladubay Trésor Blanc Saumur Brut ist die Prestige-Cuvée des Hauses. Patrice Monmousseau schuf sie 1987 als ersten Schaumwein von Bouvet, dessen Grundwein im Holzfass reift. Der Name erinnert an einen Schatz, den Firmengründer Étienne Bouvet im Tuffstein gefunden haben soll.

Im Glas

Helles Gold, zarte Perlen. Zitrus und Brioche, dahinter feine Holzwürze. Im Mund mit Tiefe und Substanz, fein gebaut und ausgewogen. Der Chenin bringt Säure und Spannung, das Fass Cremigkeit. Ein langer Nachhall. Er zeigt, wie viel Tiefe ein Schaumwein von der Loire haben kann.

Mach was draus

Brathähnchen mit Estragon, Kalbsschnitzel in Rahmsoße, gebratene Jakobsmuscheln oder ein milder Weichkäse. Er hat genug Körper für den Hauptgang und bleibt doch elegant. Ein Schaumwein für das Sonntagsessen mit der Familie oder ein Menü mit Freunden. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Trésor ist für mich der Beweis, wie gut Chenin im Holz wird. Ein großes Glas holt die Brioche heraus.“

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Kurz gefragt

Welche Fässer werden verwendet? Barriques der Küferei Seguin-Moreau, gefertigt aus Eiche des Tronçais-Forsts.

Woraus besteht er? Vor allem aus Chenin Blanc, ergänzt um einen kleinen Anteil Chardonnay.

überwiegend Chenin Blanc, etwas Chardonnay · Saumur AOP · Grundwein in Barriques (Seguin-Moreau, Tronçais) · Méthode traditionnelle · Brut · Bouvet-Ladubay, Saumur

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Spanien

Protos Reserva 2020 tinto

Rotwein · Ribera del Duero · Tempranillo · Reserva

Protos Reserva stammt aus der Ribera del Duero, wo das Weingut in Peñafiel zu den Gründern der Appellation zählt. Er wird ausschließlich aus Tempranillo gekeltert, in Spanien hier Tinta del País genannt, und verbindet dunkle Frucht mit der Würze langer Fassreife. Die Trauben stammen von südexponierten, teils über 50 Jahre alten Reben in Höhenlagen um 750 bis 900 Meter. Das Resultat ist ein kraftvoller, klar strukturierter Rotwein mit langem Abgang.


Ribera del Duero

Die Ribera del Duero zieht sich entlang des Duero durch Kastilien-León, im Zentrum die Stadt Peñafiel. Das kontinentale Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten erzeugt große Temperaturunterschiede und eine langsame, gleichmäßige Reife der Trauben. Die Lagen für den Reserva liegen auf kalkhaltigen, steinigen Böden in der Provinz Burgos, nach Süden ausgerichtet und auf 750 bis 900 Metern Höhe.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Tempranillo. Nach der Handlese und der Maischegärung im Edelstahl reift er 18 Monate in Barriques aus französischer (80 %) und amerikanischer (20 %) Eiche, gefolgt von mehrjähriger Flaschenreife vor der Freigabe. Die Eiche steuert Würze und Struktur bei, ohne die Frucht zu überdecken.

Im Glas

In der Nase reife, dunkle Beerenfrucht, dazu Sandelholz, Kokos und ein Hauch Karamell aus dem Fassausbau. Am Gaumen kraftvoll und klar konturiert, mit reifem Tannin und tragender Säure, die Frucht und Holz im Gleichgewicht hält. Der Abgang ist lang und würzig.

Am Tisch

Trinkreif, gewinnt aber durch ein bis zwei Stunden im Dekanter; bei guter Lagerung trägt er weitere acht bis zehn Jahre. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Lammbraten, geschmortes Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Ribera del Duero (Peñafiel/Burgos), Südlagen, 750–900 m
Klassifikation: Ribera del Duero DO – Reserva
Ausbau: 18 Monate französische/amerikanische Eiche, anschließend Flaschenreife

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Schaumweine

Champagne Girard-Bonnet Mon Village Grand Cru

Der Girard-Bonnet Mon Village Grand Cru ist Paul Girards Liebeserklärung an sein Dorf: Chardonnay allein vom Grand Cru Le Mesnil, aus Lagen wie Les Chétillons, Les Mussettes und Montpetins. Im Holz vergoren und mit einer fortlaufenden Reserve verfeinert.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Zitronenschale, geröstete Mandel und ein Hauch Vanille. Im Mund voll und fein gewoben, mit straffer, salziger Mineralität und klarer Frische. Ein langer Abgang. Mit etwas Flaschenreife wird er noch cremiger.

Mach was draus

Austern, Sashimi, Carpaccio vom Seebarsch, gebratener Steinbutt oder ein gereifter Comté. Ein Champagner für einen ganzen Fischgang – oder für den Abend, an dem du Freunden zeigen willst, wie Le Mesnil schmeckt. Servier ihn bei 10 bis 12 °C, nicht zu kalt, im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Mon Village öffne ich lieber etwas wärmer. Dann kommen Mandel und Zitrus schön heraus, und das Salz bleibt.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist die fortlaufende Reserve? Seit 2018 sammelt Paul Girard Reservewein in einem Fass und ergänzt ihn jedes Jahr. Rund 30 % davon kommen in Mon Village.

Wie trocken ist er? Sehr trocken: Extra Brut mit nur 1 g/l Restzucker.

100 % Chardonnay · Le Mesnil-sur-Oger Grand Cru (u. a. Les Chétillons, Les Mussettes, Montpetins) · Lehm und Kalk über Kreide · Wildhefen, Holzfass · teilweiser biologischer Säureabbau · ca. 30 % fortlaufende Reserve seit 2018 · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Girard-Bonnet, Le Mesnil-sur-Oger

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Weine

Le Moine Horizon 50 ans Beaujolais Cru Brouilly 2015 Doppelmagnum

Rotwein · Beaujolais Cru Brouilly · Gamay

Gamay Beaujolais Cru Brouilly Serie „Horizon 50 ans" Mounir Saouma (Le Moine) auf lange Reife angelegt Doppelmagnum (3,0 l) 2015

Der Le Moine Horizon 50 ans Brouilly 2015 in der Doppelmagnum ist Mounir Saoumas ernsthafte, lagerfähige Interpretation des Beaujolais – ein Cru-Gamay aus einem Ausnahmejahrgang, bewusst für die lange Reife abgefüllt. Weine, die unsere Kinder und Enkel in 50 Jahren am optimalen Genusspunkt erleben können.


Horizon 50 ans – Beaujolais, ernst genommen

Hinter dem Beaujolais steckt weit mehr als der leichte, fruchtige Beaujolais Nouveau: Vor vielen Jahrzehnten waren die besten Lagen ebenso hoch angesehen wie die großen Weine des nördlichen Burgunds. Die qualitative Spitze der Gamay-Weine wächst im Norden der Appellation – unter den Cru-Namen Brouilly, Chénas, Chiroubles, Côte de Brouilly, Fleurie, Juliénas, Morgon, Moulin-à-Vent, Saint-Amour und Régnié.

Für die Serie „Horizon 50 ans" hat Mounir Saouma – der Mann hinter Lucien Le Moine – Cru-Gamay aus Top-Lagen vinifiziert und in zwei Formaten abgefüllt: 0,75-Liter-Flaschen für den früheren Genuss sowie Magnum und Doppelmagnum für die ganz lange Lagerung. Der Name ist Programm: Weine mit einem Reifehorizont von einem halben Jahrhundert. Dieser Brouilly stammt aus dem südlichsten und größten der Beaujolais-Crus, dessen Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue") dem Gamay Tiefe, Struktur und Mineralität verleihen.

Jahrgang 2015 – Beaujolais

2015 gilt im Burgund und besonders im Beaujolais als Ausnahmejahrgang – vielfach als Jahrhundertjahrgang bezeichnet. Warm und reif, brachte er Gamay-Weine von seltener Konzentration, Dichte und Tiefe bei gutem Reifepotenzial. In der Doppelmagnum und im langen Ausbau ergibt das einen Wein, der auf Jahrzehnte angelegt ist.

Ausbau

Reinsortiger Gamay aus dem Jahrgang 2015, Beaujolais Cru Brouilly, trocken; abgefüllt in der Doppelmagnum (3,0 l).

Im Stil von Mounir Saouma: langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, mit minimalem Schwefel und behutsamer Kellerarbeit – ganz auf Tiefe, Textur und Langlebigkeit ausgerichtet. Das große Doppelmagnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife und ist ein eindrucksvolles Format für Sammler und große Anlässe.

Im Glas

Vom granitisch-blausteinigen Brouilly-Boden und aus dem reifen Jahrgang 2015 lebt dieser Cru-Gamay: dunkle Kirsche und Brombeere, florale Anklänge und eine feine, steinige Würze. Der lange Ausbau bindet eine seidige, dichte Textur ein und verleiht dem Wein mehr Tiefe und Ernst, als man dem Beaujolais gemeinhin zutraut. Am Gaumen saftig und konzentriert, mit feinem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall – ein Gamay mit echtem Reifepotenzial.

Dunkle Kirsche, florale und steinige Würze – saftig und konzentriert, mit feinem Tannin und langer, mineralischer Tiefe.

Schon jetzt zugänglich, doch auf Jahrzehnte angelegt; in der Jugend großzügig dekantieren. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem Fleisch, zu Geflügel und Ente, zu Wild sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: Beaujolais Cru Brouilly (Frankreich); südlichster und größter der Beaujolais-Crus, Granit- und blaue Diorit-Böden („pierre bleue")
Klassifikation: Beaujolais Cru, Gamay (trocken); Serie „Horizon 50 ans", Doppelmagnum (3,0 l)
Ausbau: Gamay; langer Ausbau im Holzfass und auf der Hefe, minimaler Schwefel; auf lange Reife angelegt

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Weine

Battenfeld Spanier Blanc de Blancs Grande Cuvée 2010 Extra Brut BIO

Das Flaggschiff unter den Sekten des Hauses ist die Battenfeld-Spanier Blanc de Blancs Grande Cuvée 2010 Extra Brut. Reiner Chardonnay von 1994 gepflanzten Champagner-Klonen auf Kalk in Hohen-Sülzen. Nach der Flaschengärung lag sie weit mehr als zehn Jahre auf der Hefe.

Im Glas

Sehr feine Perlage. Im Mund fester Griff und cremiger Schmelz, nussige, feine Frucht und viel Extrakt. Der lange, salzige Nachklang verleiht ihr Präzision und Tiefe. Ein Sekt für große Gläser und besondere Momente.

Mach was draus

Hummer, Jakobsmuscheln, Austern, Geflügel in Rahmsauce oder ein lange gereifter Hartkäse. Auch als Aperitif für einen großen Anlass. Serviere sie bei 8 bis 10 °C im großen Weißweinglas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Die Grande Cuvée ist für mich deutscher Sekt auf Weltniveau. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie lange lag sie auf der Hefe? Rund 13 Jahre – außergewöhnlich lange für einen Sekt. In dieser Zeit entstehen der cremige Schmelz und die nussigen Töne.

Wer steht dahinter? Hans-Oliver Spanier, der das Weingut Battenfeld-Spanier in Hohen-Sülzen führt, zusammen mit seiner Frau Carolin Spanier-Gillot. Schon 1993 stellte der Betrieb auf ökologischen Anbau um.

Wie wird sie gemacht? Die Trauben kommen früh vom Stock, der Most gärt mit wilden Hefen im Tonneau, die zweite Gärung findet in der Flasche statt; Handrüttelung und eine minimale Dosage.

100 % Chardonnay · Hohen-Sülzen, Rheinhessen · Kalk · Champagner-Klone, gepflanzt 1994 · Jahrgang 2010 · Spontangärung im Tonneau · Flaschengärung · rund 13 Jahre Hefelager · Handrüttelung · Extra Brut · bio, Kontrollstelle DE-ÖKO-006 · Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen

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