Rioja Wein: Regionen, Rebsorten & Winzer im Überblick

Winzerin Jade Gross hält bei der Handlese eine Tempranillo-Traube in die Höhe – im Hintergrund der Burgberg von San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross – Naturweinproduzentin in der Rioja seit 2019, hier bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta

Rioja Wein – kaum ein Name steht so sehr für spanische Weinkultur. Und kaum einer wird so missverstanden. Rioja ist Spaniens erste DOCa (Denominación de Origen Calificada) – die höchste nationale Qualitätsstufe, verliehen 1991 als erstem Weingebiet überhaupt. Das Anbaugebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro, erstreckt sich über La Rioja, Navarra und das Baskenland und umfasst rund 61.000 Hektar in 144 Gemeinden.

Was macht Rioja so besonders? Die Antwort ist nicht ein Stil, sondern ein Spektrum: Wer einen Rioja öffnet, bekommt je nach Produzent einen beerenfrischen Jungwein aus dem Tank, einen strukturierten Reserva aus amerikanischer Eiche oder einen mineralischen Parzellenwein von 700 Metern Höhe. In diesem Guide erklären wir, was hinter den drei Subregionen steckt, welche Rebsorten zählen, was Crianza, Reserva und Gran Reserva bedeuten – und stellen fünf außergewöhnliche Winzer vor, deren Weine du direkt bei Fenskes Weine und Feinkost kaufen kannst.

Rioja wird oft als Marke verkauft. Dabei ist es eine Region mit mehr innerer Varianz als jedes andere Weingebiet Spaniens.

DOCa-Status seit 1991 Erste DOCa Spaniens – die höchste nationale Qualitätsstufe
Gesamtfläche ~61.000 ha Zweitgrößtes Anbaugebiet Spaniens, 144 Gemeinden
Hauptrebsorte Tempranillo ~75 % der Rotweinfläche, dominant in Rioja Alta und Alavesa

Terroir & Geografie

Die drei Subregionen der Rioja: Alta, Alavesa und Oriental

Rioja ist keine homogene Region. Klima, Boden und Höhenlage unterscheiden sich zwischen den drei Subzonen erheblich – und damit auch die Weine. Viele klassische Rioja-Weine blenden Trauben aus mehreren Zonen. Die neue Winzergeneration setzt dagegen konsequent auf Einzelherkunften und Parzellenausdrücke.

Alte Rebstöcke in der Rioja Alavesa mit Blick auf die Sierra Cantabria – das Wolkenband zeigt den atlantischen Einfluss auf die kühlste Subregion der DOCa Rioja
Rioja Alavesa: Das Wolkenband über der Sierra Cantabria erklärt, warum diese Subregion die kühlste der DOCa ist – und warum hier die elegantesten Weine entstehen.
Rioja Alta ~24.000 ha  ·  Haro & Logroño
Atlantisch

Westlichste Subregion, vollständig in der Provinz La Rioja. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, kühl und atlantisch geprägt. Strukturierteste und langlebigste Weine der DOCa – ideal für klassische Tempranillo-Crianza und Reserva. Haro gilt als inoffizielle Weinhauptstadt mit dem legendären Bahnhofsviertel.

Rioja Alavesa ~12.000 ha  ·  Baskenland
Kühlste Zone

Kleinste und kühlste Subzone der DOCa, nördlich des Ebro im Baskenland. Atlantisches Klima, durch die Sierra Cantabria windgeschützt. Terrassenförmige Kalkmergelböden auf 500–700 m Höhe. Elegantere, säurebetonte Weine – hier konzentriert sich die neue Terroir-Generation mit Produzenten wie Tentenublo und Sierra de Toloño.

Rioja Oriental ~25.000 ha  ·  bis 2018: Rioja Baja
Mediterran

Östlichste und wärmste Subzone der Rioja, flussabwärts näher am Mittelmeer. 300–400 m Höhe auf alluvialen Böden. Stärkerer Garnacha-Anteil, vollmundigere, körperreiche Weine. Die Umbenennung von Rioja Baja zu Rioja Oriental 2018 signalisiert den Wandel hin zu mehr Herkunftsidentität.


Rebsorten

Rioja Rebsorten: Tempranillo, Garnacha und mehr

Tempranillo ist die Königin der Rioja – sie belegt rund 75 % der Rotweinfläche. Die dickschalige, früh reifende Traube liefert Aromen von roter Kirsche, Leder und Kräutern. In Rioja Alta und Alavesa reift sie kühler und behält mehr Säure und Tannin; in Oriental entstehen reifere, konzentriertere Profile mit mehr Körper.

Klassische Verschnittpartner: Garnacha (Frucht, Körper – besonders stark in Rioja Oriental), Graciano (Säure, Frische, Tiefgründigkeit) und Mazuelo/Cariñena (Farbe, Tannin, Struktur).

Hände eines erfahrenen Winzers halten eine Handvoll reifer Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja Alta – im Hintergrund Erntekisten voller blauer Beeren
Tempranillo – Hauptrebsorte der Rioja, auf rund 75 % der Rotweinfläche angebaut. Dickschalig, früh reifend, mit Aromen von Kirsche, Leder und Kräutern.

Rioja Weißwein: bekannte und fast vergessene Sorten

Historisch dominiert Viura (Macabeo) – neutral und frisch, Grundlage des klassischen Rioja Blanco. Ergänzt durch die aromatische Malvasía Riojana und die gehaltvollere Garnacha Blanca aus Hochlagen. Die größte Rarität ist Tempranillo Blanco: eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren in einem Weinberg in Murillo de Río Leza entdeckt. Winzerin Jade Gross verarbeitet sie in ihrem Chiguita Blanco – einem der seltensten Weißweine der Rioja.


Qualitätssystem

Crianza, Reserva, Gran Reserva – was bedeutet das?

Das Reifesystem der Rioja ist eines der strengsten Spaniens. Crianza, Reserva und Gran Reserva regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten – sowohl im Eichenholzfass als auch in der Flasche. Wichtig: Das System sagt nichts über die Qualität der Trauben oder ihre Herkunft aus. Seit 2017 gibt es zusätzlich Vino de Pueblo (Gemeindeherkunft) und Viñedo Singular (Einzellage) – eine Hinwendung zur Herkunftslogik nach burgundischem Vorbild, die besonders die neue Winzergeneration nutzt.

Kategorie Gesamtreife Fassreife (Eiche) Flaschenreife Charakter
Joven Kein Minimum – – Fruchtig, jung, frisch – ideal für Maceración Carbónica
Crianza 24 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Erste Holzintegration, zugänglich, trinkbereit
Reserva 36 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Komplexität, Reife, Eleganz – der klassische Rioja
Gran Reserva 60 Monate 24 Monate mind. 36 Monate Tertiäre Aromen, Würze, großes Lagerpotenzial

Vinifikation

Maceración Carbónica – Riojas ältester Geheimstil

Wer Rioja Wein nur durch das Prisma der Eichenfassweine kennt, verpasst einen der ältesten und faszinierendsten Stile der Region. Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Zerquetschen, ohne klassischen Maischekontakt. Die Gärung beginnt innerhalb der Beere selbst.

Das Ergebnis: leichtfüßige Rotweine mit intensiven Aromen von frischer Himbeere, Veilchen und Waldbeeren, wenig Tannin und hoher Frische. Am besten jung und leicht gekühlt getrunken. Dieser Stil hat in San Vicente de la Sonsierra (Rioja Alta) eine jahrhundertelange Tradition. Abel Mendoza hat ihn mit dem Jarrarte Maceración Carbónica international bekannt gemacht.

Mehrere graue Erntekisten gefüllt mit frisch handgelesenen Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja – ein Winzer sortiert im Hintergrund
Handlese in kleinen Kisten verhindert Oxidation der unteren Trauben – Standard bei allen fünf Produzenten aus unserem Rioja-Sortiment.

Unsere Produzenten

Fünf Rioja-Winzer, die eine Region neu denken

Diese fünf Produzenten stehen für das neue Rioja: keine standardisierten Fassausbauzeiten als Qualitätsversprechen, kein Crianza-Label als Ziel. Stattdessen: Einzelparzellen, alte Reben, biologischer oder biodynamischer Anbau und minimale Eingriffe im Keller. Alle Weine sind im Rioja-Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich.

Jade Gross hockt lächelnd neben einem alten Rebstock mit reifen Tempranillo-Trauben bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross in ihren Einzellagenparzellen – alte Reben, minimale Intervention, Naturwein-Philosophie
Hände trennen reife Rotweintrauben vom Stielgerüst – manuelle Beerselektion vor der ganztraubigen Vergärung in der Rioja
Manuelle Beerselektion – bei Abel Mendoza und Jade Gross kein optionaler Schritt, sondern Grundprinzip
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 1988

Pionier der modernen Rioja. Abel Mendoza Monge und Maite Fernández bewirtschaften rund 20 Hektar mit Reben bis 110 Jahre – ökologisch, handwerklich, kleinstmengig. Ihr Jarrarte Maceración Carbónica gilt als Referenz des traditionellen Rioja-Stils und ist international einer der gefragtesten Weine der Region. Abel Mendoza ist zudem Mentor von Jade Gross.

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Tempranillo Maceración Carbónica Reben bis 110 J. Ökologisch
Rioja Alavesa  ·  Viñaspre & Lanciego  ·  seit 2011

Kleine Parzellen auf 500–700 m Höhe in der Rioja Alavesa, rote Kalkmergelböden mit Eisenschichten – sie geben den Weinen ihre unverwechselbare mineralische Note. Alle Lesen per Hand. Spontane Vergärung, Ausbau in französischer Eiche. Biologisch zertifiziert. Der Name bezieht sich auf das traditionelle Glockenläuten gegen Hagelstürme in der Region.

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Tempranillo · Garnacha Bio zertifiziert 700 m Höhenlage Kalkmergelböden
Rioja Alavesa  ·  Villabuena de Álava  ·  seit 2012

Mikrobodega mit 20.000 Flaschen pro Jahr, verteilt auf 5 Rot- und 2 Weißweine. Reben bis über 100 Jahre, Lagen über 650 m. Ausgebildet in Bordeaux, Chianti, Marlborough und Priorat. La Dula Garnacha de Altura reift in 300-Liter-Ton-Amphoren, spontan vergoren – 96 Punkte Tim Atkin MW (Jahrgang 2023). Biodynamisch bewirtschaftet.

→ Sierra de Toloño im Shop entdecken
100 % Garnacha Ton-Amphore Biodynamisch 96 Pkt. Tim Atkin
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2019

Aufgewachsen in Hongkong, Menschenrechtsstudium in New York und London, Chefköchin bei Mugaritz (San Sebastián). Seit 2019 Naturweinproduzentin in der Rioja unter Mentorship von Abel Mendoza – als eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz in der Rioja konsequent verfolgt. Alle Weine aus Einzellagen, ungefiltert, ungeschönt, ohne Schwefelzusatz. Chiguita Blanco: unter 2.000 Flaschen pro Jahrgang.

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Naturwein Tempranillo Blanco Einzellagen Mikroproduktion
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2016

In San Vicente de la Sonsierra aufgewachsen, in der Bodega Olmaza groß geworden, vom Großvater für den Wein begeistert. Erste eigene 2.000 Flaschen 2016, heute bis zu 6.500 Flaschen aus 5 ha Hochlagenparzellen. Familiäre Beiträge aus einem wurzelechten Weinberg mit Reben bis 130 Jahre. Tempranillo, Garnacha, Mazuelo, Graciano, Viura und uralte Rebsorten. Ausbau in Zementtanks und 500-l-Holzfässern. Puristisch, fein, elegant.

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Reben bis 130 J. Zementtank Parzellenausdruck Vino de Pueblo

Häufige Fragen zu Rioja Wein

Rioja Wein – die wichtigsten Fragen beantwortet

Rioja ist das bekannteste Weingebiet Spaniens und seit 1991 mit der DOCa (Denominación de Origen Calificada) ausgezeichnet – der höchsten nationalen Qualitätsstufe. Das Gebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro und umfasst rund 61.000 Hektar in drei Subregionen: Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental. Hauptrebsorte ist Tempranillo mit rund 75 % der Rotweinfläche. Rioja produziert Rot-, Weiß- und Roséweine – bekannt sind vor allem die gereiften Rotweine in den Kategorien Crianza, Reserva und Gran Reserva.
Diese Kategorien regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten für rote Rioja-Weine. Crianza: mindestens 24 Monate, davon 12 Monate im Eichenholzfass. Reserva: mindestens 36 Monate, davon 12 Monate im Fass. Gran Reserva: mindestens 60 Monate, davon 24 Monate im Fass und mindestens 36 Monate in der Flasche. Rioja schreibt strengere Fasszeiten vor als der spanische Durchschnitt. Wichtig: Das System sagt nichts über Traubenqualität oder Herkunft aus – ein guter Joven kann einem schwachen Gran Reserva klar überlegen sein.
Rotwein: Tempranillo (~75 % der Fläche), Garnacha, Graciano, Mazuelo. Weißwein: Viura (Macabeo), Malvasía Riojana, Garnacha Blanca und die sehr seltene Tempranillo Blanco – eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren entdeckt. Produzentin Jade Gross setzt diese Rarität in ihrem Chiguita Blanco ein.
Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Maischekontakt. Das Ergebnis sind fruchtig-frische Rotweine mit wenig Tannin, intensiver Primärfrucht und hoher Trinkfreude. Am besten jung und leicht gekühlt (14–16 °C) trinken. Traditionelle Methode mit langer Geschichte in San Vicente de la Sonsierra. Der bekannteste Vertreter: Abel Mendoza mit seinem Jarrarte Maceración Carbónica.
Rioja Alta (~24.000 ha) liegt westlich um Haro und Logroño. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, atlantisches Klima – ideal für strukturierte, langlebige Tempranillo-Weine. Heimat der großen klassischen Bodegas. Rioja Alavesa (~12.000 ha) ist die kühlste Subregion: nördlich des Ebro im Baskenland, durch die Sierra Cantabria windgeschützt, Kalkmergelböden auf Terrassen auf 500–700 m. Elegantere, säurebetonte Weine – hier ist die neue Terroir-Generation zuhause.
Rioja Naturwein bedeutet: ökologischer oder biodynamischer Anbau, spontane Vergärung ausschließlich mit wilden Hefen, kein Einsatz von Korrektionsmitteln, keine Schönung, keine Filtration und keine oder minimale Schwefelung vor der Abfüllung. Jade Gross ist eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz konsequent in der Rioja verfolgt. Auch Sierra de Toloño (biodynamisch) und Tentenublo (biologisch zertifiziert) stehen für diesen Ansatz.
Alle fünf Produzenten – Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – sind im Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich. Die Auflagen sind begrenzt; bei beliebten Weinen empfiehlt sich frühe Bestellung. Direkt zum Rioja-Sortiment →

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Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – alle fünf Produzenten mit vollständigen Weinbeschreibungen, Jahrgangsinfos und Bestellmöglichkeit.

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Feinkost

Terrine mit Wildschwein und Cognac

Feinkost · Terrine / Charcuterie · Limousin · Frankreich

Le Patron Terrine vom Wildschwein mit Cognac ist eine klassisch französische Terrine aus dem Limousin. Kräftiges Wildschweinfleisch, veredelt mit einem Hauch Cognac – herzhafte Charcuterie in bester Qualität.


Herkunft

Hergestellt vom Familienbetrieb Arnaud (seit 1950) in Aix-sur-Vienne im Limousin, einer Region mit großer Charcuterie-Tradition. Verarbeitet werden natürliche Zutaten – ohne künstliche Zusätze.

Zutaten und Herstellung

Auf Basis von Wildschweinfleisch, verfeinert mit Cognac. Nach klassisch französischer Art zubereitet und in der Terrine gegart – traditionelle Charcuterie ohne künstliche Zusätze.

Geschmack

Herzhaft und würzig, mit dem kräftig-wildigen Charakter des Wildschweins und der edlen Note des Cognac. Aromatisch abgerundet, mit feiner Textur.

Zum Genießen

Ideal auf geröstetem Baguette oder frischem Landbrot, dazu Cornichons und etwas Senf. Als Vorspeise, für die Brotzeit oder auf einer Charcuterie-Platte.

Passt zu: Baguette, Landbrot, Cornichons, Senf und einem kräftigen Rotwein.


Hersteller: Maison Arnaud (seit 1950), Aix-sur-Vienne (Limousin, Frankreich)
Produkt: Terrine vom Wildschwein mit Cognac (Charcuterie)
Herkunft: Limousin (Frankreich)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 30.11.2030

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Weine

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 Magnum

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Spätlese · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % Magnum 1,5 l · 2025

Die Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Spätlese 2025 in der Magnum stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, aromatischer Tiefe und typischer Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2025 – Graach (Mosel)

2025 startete vielversprechend: milder Frühling, warmer Frühsommer und ein hochsommerlicher August brachten die Weinberge in prächtigen Zustand, vergleichbar mit 2018. Der September mit ergiebigen Regenfällen setzte das Leseteam unter Druck – penible Selektion am Stock entschied über alles. Am 6. Oktober 2025 war die Lese beendet, früher als je zuvor in der Geschichte des Weinguts. Das Ergebnis sind Weine mit Tiefgang, Schliff und klarer Schiefermineralität.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2025; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Nach penibler Selektion und Handlese wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure der Spätlese bewahrt. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Mosel-Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten, mit feiner, salzig-mineralischer Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger Mosel-Säure.

Eine filigrane, sehr langlebige Mosel-Spätlese; die Magnum reift besonders harmonisch. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Spätlese, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: penible Selektion, Handlese, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Schaumweine

Gvantsa´s Wine Tsitska Pet-Nat 2023

Naturtrüb, lebendig und aus Westgeorgien: der Gvantsa’s Wine Tsitska Pet-Nat 2023. Dahinter stehen zwei Schwestern, Gvantsa und Baia Abuladze, die in Obcha in Imeretien Wein machen. Die Rebsorte Tsitska ist alt, weiß und nur in dieser Gegend zu Hause.

Im Glas

Naturtrüb und wild, mit feinen Perlen. Im Duft reife Birne, grüner Apfel und ein Hauch Nuss. Am Gaumen lebhaft und saftig, mit Griff, getragen von kräftiger Säure und salzigem Zug; ein Hauch Gerbstoff verlängert das Finale.

Mach was draus

Zu leichten Vorspeisen, Meeresfrüchten oder frischen Salaten. Auch als Aperitif oder einfach pur, um georgischen Naturwein kennenzulernen. Gut gekühlt servieren.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Tsitska als Pet-Nat ist für mich eine echte Entdeckung. Wild, frisch und voller Leben.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist ein Pet-Nat? Ein Pétillant Naturel nach der Méthode ancestrale: Der Wein kommt noch während der ersten Gärung in die Flasche und gärt dort fertig. So entsteht die Kohlensäure ganz natürlich.

Wie wird er gemacht? Reiner Tsitska, spontan vergoren mit Hefen aus dem Weinberg. Ohne Filtration, ohne Degorgieren und ohne Dosage. Er

Wer steht dahinter? Baia und Gvantsa Abuladze, zwei Schwestern aus Obcha, die das Familienweingut in vierter Generation führen.

100 % Tsitska · Imeretien, Obcha (Westgeorgien) · Jahrgang 2023 · Pet-Nat (Méthode ancestrale) · Spontangärung · ungefiltert · nicht degorgiert · ohne Dosage · Baia’s Wine, Obcha (Imeretien) · Stand: Oktober 2026

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Rebsorten

Metzger Riesling Am Hesselbrunnen trocken -A-

Weißwein · Riesling · trocken · Pfalz

Metzger Riesling Am Hesselbrunnen trocken -A- ist ein rassiger, mineralischer Lagen-Riesling der Familie Metzger aus der Pfalz. Die Selektion stammt aus dem Filetstück „Am Hesselbrunnen" im Mühlheimer Sonnenberg, wo die Reben tief im Kalkfels wurzeln. Frisch, knackig, säurebetont und steinig, mit langem Abgang. Ein puristischer Riesling mit innerer Kraft.


Mühlheimer Sonnenberg – Am Hesselbrunnen

Die Gewanne „Am Hesselbrunnen" ist ein kleines Filetstück innerhalb der Top-Lage Mühlheimer Sonnenberg in der Pfalz. Die Wurzeln der Riesling-Rebstöcke bohren sich tief in den puren Kalkfels; eine leichte, lockere Auflage aus Löss und Lehm steuert den Wasserhaushalt während des Vegetationszyklus. Daraus entsteht ein karger, mineralisch-salziger Riesling.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling, selektiv und per Hand gelesen. Nach einer Maischestandzeit von 12 Stunden wurde der Most über 8,5 Stunden sehr sanft in der Korbpresse gepresst und ohne Vorklärung ins Halbstück-Fass gelegt. Es folgten Spontangärung und über neun Monate Reife auf der Vollhefe. Vor der Abfüllung nur eine leichte, grobe Filtration.

Im Glas

In der Nase Duftwolken von unreifem Pfirsich, frisch geschältem Apfel und Limette, dazu Meeresgischt und nasser Stein. Am Gaumen rassig, frisch, knackig und straff, säurebetont, mineralisch-salzig und steinig. Facettenreich, mit langem, zügigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren. Mit Luft entfaltet der Wein zusätzliche Tiefe.

Klassische Begleitung: Austern, Sushi, gegrillter Fisch, Meeresfrüchte und Spargel.


Lage: Mühlheimer Sonnenberg – Gewann „Am Hesselbrunnen", Pfalz
Klassifikation: Pfalz – Riesling, trocken (Lagenwein)
Ausbau: Spontangärung, Halbstück-Fass, über 9 Monate auf der Vollhefe

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Frankreich

Maison des Ardoisières Silice IGP Allobroges 2023

Wein · Weißwein · Savoyen · Frankreich

Maison des Ardoisières Silice 2023 besteht zu 100 % aus der Savoyer Rebsorte Jacquère. Schlank, rassig und salzig, mit beispielloser Frische und niedrigem Alkohol – ein genial bereiteter Bergwein aus einer alpinen Region.


Savoyen / Allobroges

Jacquère ist eine vor allem in Savoyen beheimatete weiße Rebsorte; ihre Weine sind meist schlank, rassig und von frischer Säure geprägt. Die Maison des Ardoisières unter Brice Omont zählt zu den großen Namen der Region. Anders als die Gutsweine entsteht der Silice aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Jahrgang 2023 brachte in Savoyen einen gesunden, großzügigen Jahrgang mit reifen Trauben aus einem warmen Sommer – klare Frucht bei frischer Säure und moderatem Alkohol.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Jacquère, aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Ausbau ist konsequent auf den Erhalt von Frische, Salzigkeit und Leichtigkeit ausgerichtet, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut, mit bewusst niedrigem Alkohol.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Limette, Blumenwiese und grüner Tee. Am Gaumen leichtfüßig und präzise, mit ausgeprägter Frische und Salzigkeit, niedrigem Alkohol und einem langen, stimmigen und facettenreichen Finish.

Am Tisch

Jung schon zugänglich und sehr trinkfreudig. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Schalentieren, gegrilltem Fisch, Ziegenkäse sowie klassisch savoyardisch zu Fondue und Raclette.


Lage: Savoyen, alpine Bergregion (Frankreich); Maison des Ardoisières
Klassifikation: IGP Vin des Allobroges – 100 % Jacquère, trocken
Ausbau: frische- und salzbewahrend; aus zugekauftem Lesegut
Jahrgang: 2023

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Länder/Regionen

Domaine Bachelet Charmes Chambertin Grand Cru VV 2022

Rotwein · Charmes-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Charmes-Chambertin · Grand Cru Vieilles Vignes Gevrey-Chambertin 2022

Der Charmes-Chambertin Grand Cru Vieilles Vignes 2022 von Denis Bachelet stammt aus den besten Parzellen dieser Lage in Gevrey-Chambertin. Ein reinsortiger Pinot Noir, konzentriert und hocharomatisch, mit betörendem Duft roter Früchte, Tiefe und großer Länge – elegant und ausdrucksstark.


Charmes-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Charmes-Chambertin ist einer der Grand Crus von Gevrey-Chambertin und mit rund 30 Hektar einer der größeren der Chambertin-Familie. Er liegt am Mittelhang unterhalb von Chambertin auf Kalk- und Mergelböden mit Tonanteil und gilt als der zugängliche, duftige und besonders charmante unter den Chambertin-Lagen.

Denis Bachelet bezieht seine Frucht aus alten Reben in den besten Parzellen. Seine kleine, traditionell arbeitende Domaine in Gevrey-Chambertin steht für Finesse, Tiefe und lange Lagerfähigkeit.

Jahrgang 2022 – Côte de Nuits

2022 war eines der wärmsten, trockensten und sonnenreichsten Jahre im Burgund. Ein milder Winter brachte einen frühen Austrieb, Aprilfröste richteten nur begrenzten Schaden an, und ein regenreicher Juni füllte vor dem trockenen Sommer die Wasserreserven.

Für die roten Burgunder steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei überraschender Frische und Balance – ein starker Jahrgang, der dem Charmes-Chambertin Substanz und Länge gibt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von alten Reben.

Akribische Handarbeit im Weinberg und eine präzise Vinifikation prägen den Wein; nach der Gärung reift er im Holzfass. Die Handschrift des Guts zielt auf Finesse und Langlebigkeit.

Im Glas

Betörender Duft roter Früchte, konzentriert und hocharomatisch. Am Gaumen tiefgründig und sinnlich, getragen von feinem Tannin und frischer Säure, mit großer Länge im Abgang.

Konzentriert und hocharomatisch, mit betörender roter Frucht und großer Länge – Charmes-Chambertin in eleganter Form.

In der Jugend zugänglich, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Charmes-Chambertin, Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); Kalk/Mergel mit Ton, Mittelhang
Klassifikation: Charmes-Chambertin Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir, alte Reben; Holzfassausbau

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Rebsorten

Kaiserberghof Kast Albus Grauer Burgunder

Saftiger Burgunder, Honigmelone- und Karamellnuancen verwöhnen den Gaumen, mineralisch mit Aromen von Apfel und Birnen im Finish.

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Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo

Weißwein · Sauvignon Blanc & Verdejo · Spanien

Mar y Luna Sauvignon Blanc & Verdejo ist ein moderner spanischer Weißwein – eine Cuvée aus Verdejo und Sauvignon Blanc von Bodegas Campoameno. Eine vor fruchtiger Saftigkeit explodierende Aromabombe. Aufmachen, einschenken und spanische Lebensfreude im Glas genießen.


Spanien

Verdejo ist eine der prägenden weißen Rebsorten Spaniens, vor allem in Kastilien. In Kombination mit Sauvignon Blanc entsteht ein frischer, aromatischer Weißwein. Bodegas Campoameno keltert daraus diese fruchtbetonte Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Sauvignon Blanc und Verdejo. Der Ausbau erfolgt fruchtbetont, was das saftige, aromatische Fruchtsäurespiel in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase und am Gaumen Pfirsich, Zitrusvariationen, etwas Stachelbeere und schwarze Johannisbeere. Sehr fruchtig und saftig, mit einem harmonischen Fruchtsäurespiel. Der Abgang ist frisch.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Salate und Tapas.


Lage: Spanien (Kastilien)
Klassifikation: Weißwein-Cuvée (Spanien) – Sauvignon Blanc & Verdejo
Ausbau: Sauvignon Blanc/Verdejo, fruchtbetonter Ausbau

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