Rioja Wein: Regionen, Rebsorten & Winzer im Überblick

Winzerin Jade Gross hält bei der Handlese eine Tempranillo-Traube in die Höhe – im Hintergrund der Burgberg von San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross – Naturweinproduzentin in der Rioja seit 2019, hier bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta

Rioja Wein – kaum ein Name steht so sehr für spanische Weinkultur. Und kaum einer wird so missverstanden. Rioja ist Spaniens erste DOCa (Denominación de Origen Calificada) – die höchste nationale Qualitätsstufe, verliehen 1991 als erstem Weingebiet überhaupt. Das Anbaugebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro, erstreckt sich über La Rioja, Navarra und das Baskenland und umfasst rund 61.000 Hektar in 144 Gemeinden.

Was macht Rioja so besonders? Die Antwort ist nicht ein Stil, sondern ein Spektrum: Wer einen Rioja öffnet, bekommt je nach Produzent einen beerenfrischen Jungwein aus dem Tank, einen strukturierten Reserva aus amerikanischer Eiche oder einen mineralischen Parzellenwein von 700 Metern Höhe. In diesem Guide erklären wir, was hinter den drei Subregionen steckt, welche Rebsorten zählen, was Crianza, Reserva und Gran Reserva bedeuten – und stellen fünf außergewöhnliche Winzer vor, deren Weine du direkt bei Fenskes Weine und Feinkost kaufen kannst.

Rioja wird oft als Marke verkauft. Dabei ist es eine Region mit mehr innerer Varianz als jedes andere Weingebiet Spaniens.

DOCa-Status seit 1991 Erste DOCa Spaniens – die höchste nationale Qualitätsstufe
Gesamtfläche ~61.000 ha Zweitgrößtes Anbaugebiet Spaniens, 144 Gemeinden
Hauptrebsorte Tempranillo ~75 % der Rotweinfläche, dominant in Rioja Alta und Alavesa

Terroir & Geografie

Die drei Subregionen der Rioja: Alta, Alavesa und Oriental

Rioja ist keine homogene Region. Klima, Boden und Höhenlage unterscheiden sich zwischen den drei Subzonen erheblich – und damit auch die Weine. Viele klassische Rioja-Weine blenden Trauben aus mehreren Zonen. Die neue Winzergeneration setzt dagegen konsequent auf Einzelherkunften und Parzellenausdrücke.

Alte Rebstöcke in der Rioja Alavesa mit Blick auf die Sierra Cantabria – das Wolkenband zeigt den atlantischen Einfluss auf die kühlste Subregion der DOCa Rioja
Rioja Alavesa: Das Wolkenband über der Sierra Cantabria erklärt, warum diese Subregion die kühlste der DOCa ist – und warum hier die elegantesten Weine entstehen.
Rioja Alta ~24.000 ha  ·  Haro & Logroño
Atlantisch

Westlichste Subregion, vollständig in der Provinz La Rioja. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, kühl und atlantisch geprägt. Strukturierteste und langlebigste Weine der DOCa – ideal für klassische Tempranillo-Crianza und Reserva. Haro gilt als inoffizielle Weinhauptstadt mit dem legendären Bahnhofsviertel.

Rioja Alavesa ~12.000 ha  ·  Baskenland
Kühlste Zone

Kleinste und kühlste Subzone der DOCa, nördlich des Ebro im Baskenland. Atlantisches Klima, durch die Sierra Cantabria windgeschützt. Terrassenförmige Kalkmergelböden auf 500–700 m Höhe. Elegantere, säurebetonte Weine – hier konzentriert sich die neue Terroir-Generation mit Produzenten wie Tentenublo und Sierra de Toloño.

Rioja Oriental ~25.000 ha  ·  bis 2018: Rioja Baja
Mediterran

Östlichste und wärmste Subzone der Rioja, flussabwärts näher am Mittelmeer. 300–400 m Höhe auf alluvialen Böden. Stärkerer Garnacha-Anteil, vollmundigere, körperreiche Weine. Die Umbenennung von Rioja Baja zu Rioja Oriental 2018 signalisiert den Wandel hin zu mehr Herkunftsidentität.


Rebsorten

Rioja Rebsorten: Tempranillo, Garnacha und mehr

Tempranillo ist die Königin der Rioja – sie belegt rund 75 % der Rotweinfläche. Die dickschalige, früh reifende Traube liefert Aromen von roter Kirsche, Leder und Kräutern. In Rioja Alta und Alavesa reift sie kühler und behält mehr Säure und Tannin; in Oriental entstehen reifere, konzentriertere Profile mit mehr Körper.

Klassische Verschnittpartner: Garnacha (Frucht, Körper – besonders stark in Rioja Oriental), Graciano (Säure, Frische, Tiefgründigkeit) und Mazuelo/Cariñena (Farbe, Tannin, Struktur).

Hände eines erfahrenen Winzers halten eine Handvoll reifer Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja Alta – im Hintergrund Erntekisten voller blauer Beeren
Tempranillo – Hauptrebsorte der Rioja, auf rund 75 % der Rotweinfläche angebaut. Dickschalig, früh reifend, mit Aromen von Kirsche, Leder und Kräutern.

Rioja Weißwein: bekannte und fast vergessene Sorten

Historisch dominiert Viura (Macabeo) – neutral und frisch, Grundlage des klassischen Rioja Blanco. Ergänzt durch die aromatische Malvasía Riojana und die gehaltvollere Garnacha Blanca aus Hochlagen. Die größte Rarität ist Tempranillo Blanco: eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren in einem Weinberg in Murillo de Río Leza entdeckt. Winzerin Jade Gross verarbeitet sie in ihrem Chiguita Blanco – einem der seltensten Weißweine der Rioja.


Qualitätssystem

Crianza, Reserva, Gran Reserva – was bedeutet das?

Das Reifesystem der Rioja ist eines der strengsten Spaniens. Crianza, Reserva und Gran Reserva regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten – sowohl im Eichenholzfass als auch in der Flasche. Wichtig: Das System sagt nichts über die Qualität der Trauben oder ihre Herkunft aus. Seit 2017 gibt es zusätzlich Vino de Pueblo (Gemeindeherkunft) und Viñedo Singular (Einzellage) – eine Hinwendung zur Herkunftslogik nach burgundischem Vorbild, die besonders die neue Winzergeneration nutzt.

Kategorie Gesamtreife Fassreife (Eiche) Flaschenreife Charakter
Joven Kein Minimum Fruchtig, jung, frisch – ideal für Maceración Carbónica
Crianza 24 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Erste Holzintegration, zugänglich, trinkbereit
Reserva 36 Monate 12 Monate mind. 6 Monate Komplexität, Reife, Eleganz – der klassische Rioja
Gran Reserva 60 Monate 24 Monate mind. 36 Monate Tertiäre Aromen, Würze, großes Lagerpotenzial

Vinifikation

Maceración Carbónica – Riojas ältester Geheimstil

Wer Rioja Wein nur durch das Prisma der Eichenfassweine kennt, verpasst einen der ältesten und faszinierendsten Stile der Region. Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Zerquetschen, ohne klassischen Maischekontakt. Die Gärung beginnt innerhalb der Beere selbst.

Das Ergebnis: leichtfüßige Rotweine mit intensiven Aromen von frischer Himbeere, Veilchen und Waldbeeren, wenig Tannin und hoher Frische. Am besten jung und leicht gekühlt getrunken. Dieser Stil hat in San Vicente de la Sonsierra (Rioja Alta) eine jahrhundertelange Tradition. Abel Mendoza hat ihn mit dem Jarrarte Maceración Carbónica international bekannt gemacht.

Mehrere graue Erntekisten gefüllt mit frisch handgelesenen Tempranillo-Trauben bei der Ernte in der Rioja – ein Winzer sortiert im Hintergrund
Handlese in kleinen Kisten verhindert Oxidation der unteren Trauben – Standard bei allen fünf Produzenten aus unserem Rioja-Sortiment.

Unsere Produzenten

Fünf Rioja-Winzer, die eine Region neu denken

Diese fünf Produzenten stehen für das neue Rioja: keine standardisierten Fassausbauzeiten als Qualitätsversprechen, kein Crianza-Label als Ziel. Stattdessen: Einzelparzellen, alte Reben, biologischer oder biodynamischer Anbau und minimale Eingriffe im Keller. Alle Weine sind im Rioja-Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich.

Jade Gross hockt lächelnd neben einem alten Rebstock mit reifen Tempranillo-Trauben bei der Handlese in San Vicente de la Sonsierra, Rioja Alta
Jade Gross in ihren Einzellagenparzellen – alte Reben, minimale Intervention, Naturwein-Philosophie
Hände trennen reife Rotweintrauben vom Stielgerüst – manuelle Beerselektion vor der ganztraubigen Vergärung in der Rioja
Manuelle Beerselektion – bei Abel Mendoza und Jade Gross kein optionaler Schritt, sondern Grundprinzip
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 1988

Pionier der modernen Rioja. Abel Mendoza Monge und Maite Fernández bewirtschaften rund 20 Hektar mit Reben bis 110 Jahre – ökologisch, handwerklich, kleinstmengig. Ihr Jarrarte Maceración Carbónica gilt als Referenz des traditionellen Rioja-Stils und ist international einer der gefragtesten Weine der Region. Abel Mendoza ist zudem Mentor von Jade Gross.

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Tempranillo Maceración Carbónica Reben bis 110 J. Ökologisch
Rioja Alavesa  ·  Viñaspre & Lanciego  ·  seit 2011

Kleine Parzellen auf 500–700 m Höhe in der Rioja Alavesa, rote Kalkmergelböden mit Eisenschichten – sie geben den Weinen ihre unverwechselbare mineralische Note. Alle Lesen per Hand. Spontane Vergärung, Ausbau in französischer Eiche. Biologisch zertifiziert. Der Name bezieht sich auf das traditionelle Glockenläuten gegen Hagelstürme in der Region.

→ Tentenublo im Shop entdecken
Tempranillo · Garnacha Bio zertifiziert 700 m Höhenlage Kalkmergelböden
Rioja Alavesa  ·  Villabuena de Álava  ·  seit 2012

Mikrobodega mit 20.000 Flaschen pro Jahr, verteilt auf 5 Rot- und 2 Weißweine. Reben bis über 100 Jahre, Lagen über 650 m. Ausgebildet in Bordeaux, Chianti, Marlborough und Priorat. La Dula Garnacha de Altura reift in 300-Liter-Ton-Amphoren, spontan vergoren – 96 Punkte Tim Atkin MW (Jahrgang 2023). Biodynamisch bewirtschaftet.

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100 % Garnacha Ton-Amphore Biodynamisch 96 Pkt. Tim Atkin
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2019

Aufgewachsen in Hongkong, Menschenrechtsstudium in New York und London, Chefköchin bei Mugaritz (San Sebastián). Seit 2019 Naturweinproduzentin in der Rioja unter Mentorship von Abel Mendoza – als eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz in der Rioja konsequent verfolgt. Alle Weine aus Einzellagen, ungefiltert, ungeschönt, ohne Schwefelzusatz. Chiguita Blanco: unter 2.000 Flaschen pro Jahrgang.

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Naturwein Tempranillo Blanco Einzellagen Mikroproduktion
Rioja Alta  ·  San Vicente de la Sonsierra  ·  seit 2016

In San Vicente de la Sonsierra aufgewachsen, in der Bodega Olmaza groß geworden, vom Großvater für den Wein begeistert. Erste eigene 2.000 Flaschen 2016, heute bis zu 6.500 Flaschen aus 5 ha Hochlagenparzellen. Familiäre Beiträge aus einem wurzelechten Weinberg mit Reben bis 130 Jahre. Tempranillo, Garnacha, Mazuelo, Graciano, Viura und uralte Rebsorten. Ausbau in Zementtanks und 500-l-Holzfässern. Puristisch, fein, elegant.

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Reben bis 130 J. Zementtank Parzellenausdruck Vino de Pueblo

Häufige Fragen zu Rioja Wein

Rioja Wein – die wichtigsten Fragen beantwortet

Rioja ist das bekannteste Weingebiet Spaniens und seit 1991 mit der DOCa (Denominación de Origen Calificada) ausgezeichnet – der höchsten nationalen Qualitätsstufe. Das Gebiet liegt im Norden Spaniens entlang des Río Ebro und umfasst rund 61.000 Hektar in drei Subregionen: Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental. Hauptrebsorte ist Tempranillo mit rund 75 % der Rotweinfläche. Rioja produziert Rot-, Weiß- und Roséweine – bekannt sind vor allem die gereiften Rotweine in den Kategorien Crianza, Reserva und Gran Reserva.
Diese Kategorien regeln gesetzliche Mindestlagerzeiten für rote Rioja-Weine. Crianza: mindestens 24 Monate, davon 12 Monate im Eichenholzfass. Reserva: mindestens 36 Monate, davon 12 Monate im Fass. Gran Reserva: mindestens 60 Monate, davon 24 Monate im Fass und mindestens 36 Monate in der Flasche. Rioja schreibt strengere Fasszeiten vor als der spanische Durchschnitt. Wichtig: Das System sagt nichts über Traubenqualität oder Herkunft aus – ein guter Joven kann einem schwachen Gran Reserva klar überlegen sein.
Rotwein: Tempranillo (~75 % der Fläche), Garnacha, Graciano, Mazuelo. Weißwein: Viura (Macabeo), Malvasía Riojana, Garnacha Blanca und die sehr seltene Tempranillo Blanco – eine natürliche Farbmutation der Tempranillo, erst in den 1980er Jahren entdeckt. Produzentin Jade Gross setzt diese Rarität in ihrem Chiguita Blanco ein.
Bei der Maceración Carbónica fermentieren ganze, unzerquetschte Traubenbeeren unter CO₂-Atmosphäre von innen heraus – ohne Maischekontakt. Das Ergebnis sind fruchtig-frische Rotweine mit wenig Tannin, intensiver Primärfrucht und hoher Trinkfreude. Am besten jung und leicht gekühlt (14–16 °C) trinken. Traditionelle Methode mit langer Geschichte in San Vicente de la Sonsierra. Der bekannteste Vertreter: Abel Mendoza mit seinem Jarrarte Maceración Carbónica.
Rioja Alta (~24.000 ha) liegt westlich um Haro und Logroño. Eisenhaltige Kalkstein-Tonböden, atlantisches Klima – ideal für strukturierte, langlebige Tempranillo-Weine. Heimat der großen klassischen Bodegas. Rioja Alavesa (~12.000 ha) ist die kühlste Subregion: nördlich des Ebro im Baskenland, durch die Sierra Cantabria windgeschützt, Kalkmergelböden auf Terrassen auf 500–700 m. Elegantere, säurebetonte Weine – hier ist die neue Terroir-Generation zuhause.
Rioja Naturwein bedeutet: ökologischer oder biodynamischer Anbau, spontane Vergärung ausschließlich mit wilden Hefen, kein Einsatz von Korrektionsmitteln, keine Schönung, keine Filtration und keine oder minimale Schwefelung vor der Abfüllung. Jade Gross ist eine der ersten Winzerinnen, die diesen Ansatz konsequent in der Rioja verfolgt. Auch Sierra de Toloño (biodynamisch) und Tentenublo (biologisch zertifiziert) stehen für diesen Ansatz.
Alle fünf Produzenten – Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – sind im Sortiment von Fenskes Weine und Feinkost erhältlich. Die Auflagen sind begrenzt; bei beliebten Weinen empfiehlt sich frühe Bestellung. Direkt zum Rioja-Sortiment →

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Abel Mendoza, Tentenublo, Sierra de Toloño, Jade Gross und José Gil – alle fünf Produzenten mit vollständigen Weinbeschreibungen, Jahrgangsinfos und Bestellmöglichkeit.

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USA

Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018

Rotwein · Walla Walla Valley · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Walla Walla Valley Estate Washington State Todd Alexander 2018 15,00 % vol

Der Force Majeure Walla Walla Estate Cabernet Sauvignon 2018 ist ein magischer, kraftvoller und zugleich eleganter Kult-Cabernet aus Washington State – tiefdunkel, opulent und vielschichtig, mit blauer Frucht, Cassis, Veilchen und Bleistiftmine. Der Debütjahrgang dieser Estate-Lage.


Force Majeure – Kult aus dem Walla Walla Valley

Force Majeure ist ein Ultra-Premium-Weingut im Walla Walla Valley (Washington State), spezialisiert auf estate-eigene Einzellagen-Weine im Stil von Bordeaux und Rhône. Die Weine entstehen unter Kellermeister Todd Alexander, der zuvor das kalifornische Kultweingut Bryant Family Vineyard verantwortete und an der Seite von Größen wie David Abreu und Michel Rolland arbeitete. Gearbeitet wird kompromisslos: Spontangärung mit eigenen Hefen, unfiltriert und ungeschönt.

Neben dem ursprünglichen Estate auf der berühmten Red Mountain AVA kamen zuletzt Lagen im Walla Walla Valley hinzu. Die an die Kellerei angrenzende Estate-Lage wurde Ende der 1990er Jahre bepflanzt; ihre tiefgründigen, lehmigen Böden sind durchsetzt von kleinen Gesteinsbrocken aus zerbrochenem Basalt, verfestigter Asche und Granit – ein Erbe der eiszeitlichen Missoula-Fluten. 2018 markiert den ersten Jahrgang dieses Cabernet.

Jahrgang 2018 – Walla Walla Valley

2018 gilt in Washington State als herausragender Jahrgang mit großer Tiefe und Konzentration bei gleichzeitig fast schwereloser Balance. Force Majeure gelang hier ein außergewöhnlicher Cabernet, der Kraft und Opulenz mit bemerkenswerter Eleganz verbindet – einer der gefeiertsten Weine des Jahrgangs.

Ausbau

Cabernet Sauvignon (mit kleinen Anteilen Merlot und Petit Verdot) aus dem Jahrgang 2018, 15,00 % vol.

Lange, warme Gärung mit verlängerter Schalenstandzeit bei ausgewählten Partien, anschließend rund 22 Monate Reife in nahezu vollständig neuer französischer Eiche. Trotz des hohen Neuholzanteils bleibt der Wein perfekt ausbalanciert – das Holz tritt geschmacklich völlig in den Hintergrund.

Im Glas

Tiefes Purpur-Rubin. Aus dem Glas steigen blaue Frucht, Cassis, Veilchen, Bleistiftmine und Tabak – ergänzt um eine reiche, komplexe Erdigkeit, die sich mit Luft im Glas entfaltet. Am Gaumen vollmundig, tief und opulent, mit großer Eleganz, seidigen Tanninen, einem großartigen Mittelgaumen und einem beeindruckend langen Finale. Ein selten gelungenes Zusammenspiel von Fülle und Kraft.

Ein magischer, unglaublicher Cabernet Sauvignon – perfekt ausbalanciert, mit seidigen Tanninen und einem beeindruckenden Finale.

Schon jetzt ein Genuss, aber mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Walla Walla Valley, Estate-Lage angrenzend an die Kellerei bei Milton-Freewater (Washington State, USA); tiefgründige Lehmböden mit Basalt-, Asche- und Granitgestein
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA, Cabernet Sauvignon (trocken)
Ausbau: Cabernet Sauvignon (kl. Anteile Merlot/Petit Verdot); ~22 Monate nahezu komplett neue franz. Eiche; Spontangärung, unfiltriert/ungeschönt

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Weine

Frank John Riesling Buntsandstein 2023 BIO

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Frank John Riesling Buntsandstein ist ein biodynamischer, trockener Riesling aus der Pfalz. Das Traubengut wächst ausschließlich auf Buntsandstein; spontane Gärung im Holzfass und ein Jahr auf der Vollhefe ergeben einen charaktervollen, mineralischen Wein mit großem Reifepotenzial.


Buntsandstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubengut stammt ausschließlich vom Buntsandstein, der für diese Weinbauregion typisch ist. Die Rebe durchwurzelt diesen Boden in großer Tiefe und prägt so die mineralische Art des Rieslings.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling. Kurze Maischestandzeiten, lange Presszeiten und Spontanvergärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern – teils mit ganzen Trauben – sorgen für Charakter und Reifepotenzial. Dazu trägt der einjährige Ausbau auf der Vollhefe bis zur Selbstklärung bei; abgefüllt wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase gelbe Frucht – Aprikose, Pfirsich – mit Kräuterwürze, Bergamotte und einem feinen Hefeton. Am Gaumen kühl und mineralisch, mit seidiger Textur, gut eingebundener Säure und großer Saftigkeit. Langer, salzig-würziger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 10–12 °C servieren. Ein eleganter, mineralischer Speisenwein mit Reifepotenzial, der etwas Luft schätzt.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, asiatische Küche und gereifter Käse.


Lage: Neustadt-Königsbach, Pfalz (Deutschland); Buntsandstein
Klassifikation: Riesling – Weißwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Spontangärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern, teils Ganztrauben; ein Jahr auf der Vollhefe

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Weine

Domaine des Sénons Mons Paronis Chardonnay 2023 BIO

Weißwein · Yonne · Chardonnay

Chardonnay IGP Yonne Sénonais (Yonne) 2023 · Bio (FR-BIO-01) 12,5% vol · minimaler Eingriff

Der Mons Paronis Chardonnay 2023 der Domaine des Sénons stammt aus dem Sénonais bei Sens im nördlichen Burgund (IGP Yonne). Mit minimalem Kellereingriff erzeugt, zeigt er weiße Blüten, knackigen Pfirsich und frische Brotkruste – mineralisch, straff und doch von einem fruchtigen Kern getragen.


Sénonais – ein wiederbelebtes Weinland bei Sens

Die Domaine des Sénons liegt im Sénonais rund um Sens im äußersten Norden Burgunds (Yonne). Die Weinbaugeschichte der Region reicht bis in die Antike zurück; im Mittelalter genossen die Weine von Sens und seinen Dörfern – besonders Paron – an der Tafel der französischen Könige Berühmtheit. Im 19. Jahrhundert bedeckten die Weinberge über 400 Hektar; die Weine gelangten über Yonne und Seine bis in die Pariser Bistros.

Auf kalk- und tonhaltigen Böden belebt die Domaine dieses Erbe mit den burgundischen Sorten Chardonnay und Pinot Noir neu. Der Name „Mons Paronis" verweist auf das Dorf Paron. Gearbeitet wird biologisch zertifiziert (FR-BIO-01).

Jahrgang 2023 – Yonne

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische zurück.

Für die weißen Burgunder steht 2023 für reife, aromatische Frucht bei klarer Säure – die Grundlage für die straffe, mineralische Art dieses Chardonnay.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023, mit 12,5 % vol, aus biologischem Anbau (FR-BIO-01).

Die Eingriffe im Keller sind auf ein Minimum reduziert; im Fokus steht die Verarbeitung ausschließlich hochwertiger Trauben. Der Ausbau ist auf Erhalt von Frische, Mineralität und Fruchtkern ausgerichtet.

Im Glas

Aromen von weißen Blüten, ergänzt um die knackige Frische von Pfirsich und den Duft frisch gebackener Brotkruste. Mineralisch in der Textur, straff in der Art und doch von einem fruchtigen Kern getragen, der mit Kraft und Struktur im Nachhall glänzt.

Weiße Blüten, knackiger Pfirsich und Brotkruste über mineralisch-straffer Textur – ein Chardonnay mit Kraft im Nachhall.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Meeresfrüchte, gegrillter Fisch, Geflügel in heller Sauce, dazu Ziegenkäse. Die straffe Mineralität passt besonders zu Schalentieren.


Lage: Sénonais bei Sens (Yonne, nördliches Burgund); kalk- und tonhaltige Böden
Klassifikation: IGP Yonne; Bio (FR-BIO-01)
Ausbau: Chardonnay; minimaler Kellereingriff

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Schaumweine

Sadi Malot Champagne Bulles de Rosé

Champagner · Rosé · Chardonnay & Pinot Noir · Montagne de Reims

Sadi Malot Bulles de Rosé ist ein Rosé-Champagner voller Finesse und Frische. Die Basis bilden elegante Chardonnay-Trauben; die Farbe stammt aus einem Pinot-Noir-Rotwein (Coteaux Champenois). Kein Champagner für große Worte, sondern für große Momente. Im Glas verspielt, feinperlig und saftig.


Montagne de Reims

Sadi Malot hat seinen Sitz in Villers-Marmery an der Montagne de Reims in der Champagne. Die kalkgeprägten Böden verleihen den Weinen Frische und Finesse. Der Chardonnay bildet die elegante Basis, der Pinot Noir die fruchtige Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Die Chardonnay-Basis wird im Edelstahltank ausgebaut; der farbgebende Pinot-Noir-Rotwein (Coteaux Champenois) reift im Holz und durchläuft die malolaktische Gärung. Nach der Assemblage wird der Champagner ungeschönt abgefüllt und reift über 19 Monate auf der Hefe.

Im Glas

Zartes Rosa mit feiner Perlage. Verspielt und feinperlig, mit frischer, saftiger Frucht: rote Beeren treffen auf eine feine, florale Würze, ein Hauch Nelke gibt Tiefe und Komplexität. Am Gaumen ausgewogen, zugänglich und trinkfreudig, subtil und vibrierend, dabei stets elegant.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, Fisch, Geflügel und Gerichte mit roten Früchten.


Lage: Villers-Marmery, Montagne de Reims (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Rosé
Ausbau: Chardonnay (Edelstahl) + Pinot-Noir-Rotwein (Holz, malolaktische Gärung), über 19 Monate Hefelager, ungeschönt

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Deutschland

Huber Malterdinger Rosé trocken 2022

Roséwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Malterdinger Rosé Bernhard Huber Baden · Breisgau Muschelkalk / Kalkstein trocken Spontangärung im kleinen Holz · Vollhefe 2022

Der Bernhard Huber Malterdinger Rosé 2022 ist ein Spätburgunder-Rosé der etwas anderen Stilistik: puristisch, straff und mineralisch, im kleinen Holz ausgebaut. Ein charaktervoller Winzerrosé, der kaum Farbe zeigt, dafür viel Struktur und Spannung.


Malterdinger Rosé – Spätburgunder vom Kalk

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den besten Burgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Den Rosé hat Julian 2020 als eigenständiges Projekt begonnen und knüpft damit an eine Idee seines Vaters an.

Der Rosé stammt aus Spätburgunder von den kalk- und muschelkalkreichen Böden rund um Malterdingen, die für ausgeprägte Mineralität und Struktur bekannt sind – die Grundlage für einen kargen, präzisen Rosé mit kalkigem Grip.

Jahrgang 2022 – Baden

2022 war in Baden ein warmer, sonnenreicher Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht. Frühe, selektive Lese und der kühle, präzise Ausbau bewahrten Frische, Struktur und mineralische Spannung – Reife und Frische im Gleichgewicht.

Herstellung und Ausbau

Trockener Rosé (VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2022; 100 % Spätburgunder von Muschelkalk/Kalkstein.

Nach der selektiven Handlese werden die Trauben schonend gepresst, mit nur minimalem Schalenkontakt, was die helle Farbe bewahrt. Die Gärung erfolgt spontan im kleinen Holzfass, der Ausbau auf der Vollhefe. Das verleiht dem Rosé Struktur, eine feine Reduktion und Tiefe.

Im Glas

Ein puristischer, straffer Rosé von blasser, hell-lachsfarbener Tönung: helle rote Frucht nach Himbeere und Erdbeere, dazu Hagebutte, rosa Grapefruit und eine feine Feuerstein- und Reduktionsnote. Am Gaumen karg und präzise, getragen von einer knackigen Säure und kalkigem Grip, mit feinem Gerbstoff und einem langen, mineralischen Nachhall.

Himbeere, Erdbeere und Hagebutte über rosa Grapefruit und feiner Feuersteinnote – karg und präzise, getragen von knackiger Säure und kalkigem Grip, mit feinem Gerbstoff und langem, mineralischem Nachhall.

Ein struktur- und lagerfähiger Winzerrosé; ruhig karaffieren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Vorspeisen und Charcuterie, zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und hellem Fleisch sowie zu würziger asiatischer Küche.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); Muschelkalk-Verwitterung / Kalkstein
Klassifikation: Spätburgunder Rosé, VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: Handlese, schonende Pressung mit minimalem Schalenkontakt, Spontangärung im kleinen Holzfass, Ausbau auf der Vollhefe

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Ungarn

Oremus Tokaji 5 Puttonyos 2014

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 3 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Oremus (Vega Sicilia) vulkanischer Boden edelsüß · Botrytis 2016

Der Oremus Tokaji Aszú 3 Puttonyos 2016 ist der Einstiegs-Aszú des Weinguts Tokaj-Oremus der Familie Álvarez (Vega Sicilia) – die feinste, am wenigsten süße Stufe der Aszú-Palette. Eine botrytisgeprägte Cuvée auf Furmint-Basis mit reifer Aprikose, Honig und Zitrus, von moderater, zugänglicher Süße und erfrischender Säure.


Oremus und Tokaj-Hegyalja

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige", seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt herbstlicher Morgennebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während sonnige Nachmittage die Beeren eintrocknen lassen. Die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima geben den Trauben Würze und eine markante Säure.

Das Weingut Tokaj-Oremus wurde 1993 von der Familie Álvarez, Eigentümerin der spanischen Ikone Vega Sicilia, gegründet und trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú. Die Reben stehen auf vulkanischem Boden. Die Cuvée vereint Furmint als Rückgrat (rund drei Viertel) mit Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Jahrgang 2016 – Tokaj-Hegyalja

Der Herbst 2016 brachte reichlich Edelfäule und damit ideale Voraussetzungen für die Aszú-Bereitung. Das Ergebnis ist ein heller, energiegeladener Aszú, in dem eine frische, lebendige Säure die reife Aprikosenfrucht trägt – ein klarer, fruchtiger und erfrischender Stil, der die moderate Süße der 3-Puttonyos-Stufe besonders trinkanimierend wirken lässt.

Aszú 3 Puttonyos – Herstellung und Ausbau

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 2016, Stufe 3 Puttonyos – eine Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen 25-kg-Hotten – zum Grundmost gegeben: drei Puttonyos auf ein 136-Liter-Gönci-Fass ergeben die moderate, zugängliche Süße dieser Stufe (historisch die leichteste Aszú-Kategorie). Nach kühler Maische von rund einem bis zwei Tagen werden die Beeren sanft gepresst; die Gärung in neuen ungarischen Eichenfässern (Gönci-Fass aus dem Zemplén-Wald) verläuft langsam über Wochen. Anschließend reift der Wein zwei bis drei Jahre im Fass und danach in der Flasche.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und der hohen Säure des Furmint lebt dieser Aszú: leuchtendes Goldgelb, dazu Aromen von reifer Aprikose, Honig und Orangenschale, untermalt von kandierter Zitrus, Pfirsich und einem feinen Karamellton. Am Gaumen edelsüß, aber in der 3-Puttonyos-Stufe nur moderat süß und fein-cremig, getragen von einer lebendigen, erfrischenden Säure mit salzigem Zug. Klar und elegant, mündet er in ein langes, frisches Finale.

Reife Aprikose, Honig und kandierte Zitrus – moderat süß, fein-cremig und von lebendiger, salziger Säure getragen, mit langem, frischem Finale.

Schon jetzt ein Genuss, bei idealer Lagerung über viele Jahre haltbar. Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu Foie gras und Geflügelleber, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Zitrus oder Crème brûlée.


Lage: Tokaj-Oremus, Tolcsva, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; UNESCO-Weltkulturerbe
Klassifikation: Tokaji Aszú 3 Puttonyos (edelsüß); Cuvée aus Furmint, Hárslevelű, Zéta und Sárga Muskotály
Ausbau: ~1–2 Tage Maischestand, langsame Gärung in neuer ungarischer Eiche (Gönci-Fass 136 l), 2–3 Jahre Fassreife, anschließend Flaschenreife

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Frankreich

Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023

Weißwein · Châteauneuf-du-Pape · Grenache Blanc

Grenache-Blanc-Cuvée Magis blanc Châteauneuf-du-Pape Kalkstein · Bédarrides Rotem & Mounir Saouma neue 500-l-Fässer 2 Jahre auf der Hefe · Bâtonnage 2023

Der Rotem & Mounir Saouma Châteauneuf-du-Pape Magis blanc 2023 ist ein außergewöhnlicher Rhône-Weißwein, hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc. Zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-Liter-Fässern gereift, ist er kraftvoll und geschmeidig zugleich – mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung.


Magis – weißes Châteauneuf von Kalkstein

Rotem und Mounir Saouma sind als Eigentümer des legendären Micro-Négoce Lucien Le Moine im Burgund weltberühmt. Als großer Weißwein-Erzeuger des Burgunds ließ sich Mounir Saouma von den Möglichkeiten der weißen Sorten Châteauneufs verzaubern – nur rund 6 % der Appellation sind Weißwein, und fast alles wird jung gefüllt. Der Magis geht den umgekehrten Weg.

Die Trauben stammen aus kalksteinreichen Lagen rund um Bédarrides. Der hohe, aktive Kalkanteil im Boden verleiht dem Wein seine unverwechselbare, salzig-mineralische Spannung, seine Frische und seine Länge – Eigenschaften, für die der Magis bereits mit großen weißen Burgundern verglichen wurde. „Magis" bedeutet „mehr, viel mehr" – Programm für einen Weißwein von außergewöhnlicher Tiefe.

Jahrgang 2023 – Châteauneuf-du-Pape

2023 war in der südlichen Rhône ein warmer, aber ausgewogener Jahrgang. Ein feuchtes Frühjahr mit gewissem Krankheitsdruck ging in einen heißen, trockenen Sommer über; die gesunde, vollreife Lese brachte großzügige, aromatische Weine hervor. Die besten Weißweine verbinden reife Frucht mit klarer Struktur und guter Frische – kraftvoll und zugleich präzise, mit gutem Reifepotenzial.

Assemblage und Ausbau

Cuvée hauptsächlich aus Grenache Blanc, verfeinert durch kleine Anteile Clairette, Roussanne und Bourboulenc, Jahrgang 2023, trocken.

Der Wein wurde in neuen 500-Liter-Fässern vergoren und reifte dort zwei Jahre auf der Hefe. Durch das regelmäßige Aufrühren (Bâtonnage) gewann er zusätzliche Tiefe, Textur und Komplexität. Diese lange Reife im Holz verleiht ihm Fülle und Charakter, ohne dabei seine Frische zu überdecken – ein burgundisch inspirierter Ausbau, wie ihn Mounir Saouma bei Lucien Le Moine perfektioniert hat.

Im Glas

Im Duft entfaltet sich ein intensives Aromenspiel von reifer Mandarine, Limettenschale und feinen orientalischen Gewürznoten, begleitet von Anklängen an Toffee, Vanille und geröstete Nüsse. Am Gaumen präsentiert sich der Magis kraftvoll und geschmeidig, mit cremigem Schmelz und feiner, salziger Spannung. Noten von Zitrusfrüchten, weißen Blüten und einer zarten Meeresbrise verleihen ihm Energie und Präzision. Das lange, mineralisch-frische Finale unterstreicht einmal mehr die Klasse dieses außergewöhnlichen Weißweins aus der Rhône.

Reife Mandarine, Limettenschale und orientalische Gewürze über Toffee und gerösteten Nüssen – kraftvoll und cremig, mit feiner, salziger Spannung und langem, mineralischem Finale.

Verfügt über großartiges Reifepotenzial; jung wie gereift ein Genuss. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu edlem Fisch und Krustentieren, zu Geflügel und Kalb in heller Sahnesauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu würziger asiatischer Küche und gereiftem Hartkäse.


Lage: kalksteinreiche Lagen um Bédarrides, Châteauneuf-du-Pape (südliche Rhône, Frankreich); hoher aktiver Kalkanteil
Klassifikation: AOC Châteauneuf-du-Pape (blanc); Cuvée hauptsächlich Grenache Blanc mit Clairette, Roussanne, Bourboulenc (trocken)
Ausbau: Gärung und zwei Jahre auf der Hefe in neuen 500-l-Fässern mit Bâtonnage; ohne Abstich, minimaler Schwefel

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Weine

Dominio del Bendito El Primer Paso BIO

Rotwein · Toro · Tinta de Toro

Tinta de Toro DO Toro Alte Reben (40+ Jahre) Bio 6 Monate franz. Eiche 2024

Der Dominio del Bendito El Primer Paso 2024 ist ein wahrer Toro aus über 40 Jahre alten Tinto-de-Toro-Rebstöcken – eine wahre Fruchtexplosion aus Kirsche und Brombeere, mundfüllend und komplex, mit dezentem Holzeinsatz für Eleganz und Textur. Ein eleganter Gigant.


Dominio del Bendito – alte Reben in Toro

Dominio del Bendito ist das Projekt des Franzosen Antony Terryn, der 2003 nach Toro kam, vom Potenzial der alten Reben gefangen war und 2004 sein Weingut gründete. Seither entstehen hier handwerkliche, authentische Rotweine aus Tinta de Toro – aus eigenen und eng betreuten Parzellen, biologisch bewirtschaftet, ohne Pestizide und Kunstdünger.

El Primer Paso – „der erste Schritt" – ist der Einstieg in die Range und stammt aus einem Mix wurzelechter, alter Weinberge in den berühmten Toro-Lagen La Jara und in den Höhen von Valdefinjas, mit Rebstöcken von über 40 Jahren. Die sandig-steinigen Böden und das extreme Kontinentalklima mit heißen Tagen und kühlen Nächten geben dem Wein Struktur, Tiefe und Frische zugleich.

Jahrgang 2024 – Toro

Aus den alten Reben von Toro entsteht im Jahrgang 2024 ein kraftvoller, zugleich fruchtbetonter und frischer Rotwein. Die alte-Reben-Konzentration trifft auf den dezenten, bewusst zurückhaltenden Holzeinsatz – ein Wein mit überströmender Frucht und Eleganz, schon jung zugänglich.

Ausbau

Reinsortige Tinta de Toro aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Vinifikation nach handwerklicher Philosophie mit eigenen Hefen, anschließend rund 6 Monate Reife in Barriques aus französischer Eiche. Das Holz dient bewusst nicht der Aromatisierung, sondern der langsamen, harmonischen Reifung – es verschafft dem Wein Eleganz und Textur, ohne die Frucht zu überlagern. Aus biologischem Anbau (ES-ECO-002-CL).

Im Glas

Überströmende Aromen von Kirschen und Brombeeren – eine wahre Fruchtexplosion. Die intensive Frucht ist mundfüllend und komplex; man schmeckt den dezenten Holzeinsatz, der dem Wein eine schöne Eleganz und Textur verschafft. Im Abgang wieder fruchtige Anklänge, dazu Rauch und Cassis.

Ein eleganter Gigant – eine wahre Fruchtexplosion aus dem Herzen von Toro.

Schon jung ein Genuss, mit gutem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Wild, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: DO Toro, Lagen La Jara und Valdefinjas (Spanien); sandig-steinige Böden, wurzelechte alte Reben (40+ Jahre), extremes Kontinentalklima
Klassifikation: DO Toro, Tinta de Toro (trocken)
Ausbau: Tinta de Toro; ~6 Monate französische Eiche, Spontangärung; biologischer Anbau (ES-ECO-002-CL)

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