> Recht auf einen täglichen Weinrausch, 48-Stunden-Weinprobe pro Woche, Kaviar, Langusten und Hummer jeden Tag: Am Wochenende verabschiedet der Weinminister Klaus Gonzalez seinen umstrittenen Programmentwurf.
RieslingScharzhofbergWiltingen · SaarVan Volxemblauer DevonschieferBeerenauslese · edelsüßBotrytis · alte Reben0,375 l · 2011
Die Van Volxem Scharzhofberger Riesling Beerenauslese 2011 stammt von einer der berühmtesten Rieslinglagen der Welt – dem Scharzhofberg über Wiltingen an der Saar. Eine extraktreiche, edelsüße Rarität von alten Reben auf blauem Devonschiefer: feinste Nase nach wildem Honig und reifer Frucht, getragen von einer formidablen, rassen Säure.
Scharzhofberg – der König der Saarweine
Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde im Jahr 2000 von Roman Niewodniczanski übernommen, um die alte Tradition großer Saarweine wiederherzustellen. Mit gerade einmal rund 25 hl/ha sind die Erträge sehr gering, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei etwa 40 Jahren; gearbeitet wird ausschließlich von Hand in besten Steillagen und nach Handarbeit.
Der Scharzhofberg ist die legendäre Schieferlage an der Saar – ein Mythos mit Weltruf, schon im 19. Jahrhundert als „König aller Weine des Trierschen Landes" gerühmt. Der steile, südexponierte Hang über Wiltingen besteht aus stark verwittertem, blauem Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, der den Weinen ihre unverwechselbare, tiefgründige Mineralität verleiht.
Jahrgang 2011 – Saar
2011 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang, der besonders für die edelsüßen Spezialitäten ideale Bedingungen bot: Eine gesunde, vollreife Lese mit feiner Edelfäule (Botrytis cinerea) brachte konzentrierte, zugleich elegante Beeren hervor. Auf dem Scharzhofberg ergab das eine Beerenauslese von großer Dichte und Extraktsüße, die von der für die Lage typischen kristallinen Säure im Gleichgewicht gehalten wird.
Herstellung und Ausbau
Edelsüße Beerenauslese aus dem Scharzhofberg, Jahrgang 2011; 100 % Riesling von über 40 Jahre alten Reben, gefüllt in der 0,375-Liter-Flasche.
Für die Beerenauslese werden einzeln verlesene, edelfaule und vollreife Beeren gelesen. Der hochkonzentrierte Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen über eine sehr lange Zeit – fast ein Jahr lang –, wobei aufgrund des enormen Zuckergehalts nur ein Teil vergärt: So bleibt eine üppige natürliche Süße erhalten, während der Alkoholgehalt sehr niedrig bleibt. Das Ergebnis ist ein extraktreicher, langlebiger Wein von subtiler Feinheit.
Im Glas
In der Natur gewachsen, um dann fast ein Jahr vor sich hin zu gären, ist diese extraktreiche Beerenauslese ein kleines Wunder, was die Natur dem Menschen schenkt. Feinste Nase nach wildem Honig, reifen Marillen, Pfirsich, Maracuja, aber auch Limetten machen sich bemerkbar. Zunächst ein Maul voll Süße am Gaumen, bis die formidable Säure den Mund wieder frei putzt und diesen frisch, sauber und klar nach dem nächsten Schluck schreien lässt. Extraktreich, auf subtile Art und Weise fein und „fett". Verspielt, sehr, sehr, sehr lang und einfach zum Verlieben!
Wilder Honig, reife Marille, Pfirsich, Maracuja und Limette – ein Maul voll Süße, bis die formidable Säure den Mund frei putzt. Sehr, sehr lang.
Noch in seiner Jugendphase, sollte der Wein noch locker ein paar Jahrzehnte in der Flasche weiterreifen können. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.
Am Tisch
Vor allem solo als meditativer Genuss im Glas. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Crème brûlée.
Martin Waßmer Schlatter Maltesergarten Spätburgunder 2022
Wein · Rotwein · Baden · Deutschland
Waßmer Schlatter Maltesergarten Spätburgunder 2022 ist ein kraftvoller und zugleich eleganter Lagen-Spätburgunder aus Baden. Dichtes Granatrot im Glas, mit feiner Holzwürze, satter Beerenfrucht und guter aromatischer Länge.
Baden / Schlatter Maltesergarten
Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Der Wein stammt aus der Lage Schlatter Maltesergarten, die für ausdrucksstarke, mineralisch geprägte Spätburgunder steht.
Rebsorte und Ausbau
Reinsortig aus Spätburgunder. Der Ausbau im Holzfass verleiht dem Wein feine Holz- und Röstwürze sowie Struktur, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.
Im Glas
Dichtes Granatrot. In der Nase sauber, mit dezenter Holzwürze, feinen mineralischen Noten, Röstaromen, einem Hauch Kakao und Kaffee sowie reifen Sauerkirschen und Brombeeren im Hintergrund. Am Gaumen sauber und saftig, kraftvoll und zugleich elegant, mit Vanille, Kakao und Röstaromen, milden Gewürzen und satter Beerenfrucht; gute Länge und Dichte, im Hintergrund ein Hauch von Unterholz und Trüffel.
Am Tisch
Bei 16–18 °C servieren; jüngere Flaschen profitieren vom Dekantieren.
Passt zu: dunklem Fleisch und Geflügel, Wild, kräftigen und würzigen Schmorgerichten sowie reifem, mildem Käse.
Domaine Latour-Giraud Meursault Cuvée Charles Maxime 2021
Weißwein · Meursault · Chardonnay
ChardonnayMeursault AOC (Cuvée Charles Maxime)7 gutseigene Lagen · 3 haCôte de Beaune2021
Der Meursault Cuvée Charles Maxime 2021 der Domaine Latour-Giraud ist der Village-Meursault des Guts aus ausschließlich eigenen Weinbergen. Er steht für die Eleganz der Appellation – mit geschmeidigem Schmelz, frischer Säure und den charakteristischen Haselnussnoten.
Meursault – Cuvée aus sieben Lagen
Meursault bildet das Herz der „Côte des Blancs" und ist mit rund 430 Hektar die größte Weißwein-Gemeinde der Côte de Beaune. Die Domaine Latour-Giraud besitzt 3 Hektar in sieben Lagen – darunter Limozin, Crotots und Pelles Dessous direkt unterhalb der Genevrières, Poruzots, Vireuils Dessous nahe Auxey-Duresses, Clos du Cromin, Corbins und Malpoiriers im Norden Richtung Volnay.
Aus diesen Parzellen entsteht die Cuvée Charles Maxime – benannt nach den Großvätern Charles (Giraud) und Maxime (Latour). Die Domaine zählt zu den renommierten Adressen von Meursault.
Jahrgang 2021 – Côte de Beaune
2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der besonders die weißen Sorten traf und die Mengen stark reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.
Für die weißen Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure – der den geschmeidigen Stil dieses Meursault besonders präzise zeigt.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, eine Cuvée aus sieben gutseigenen Lagen.
Der Wein reift im Eichenfass, im Stil des Guts – mit maßvollem Holzeinsatz, der Schmelz und feine Würze gibt, ohne die Frische zu überdecken.
Im Glas
Helle gelbe Frucht und Zitrus, untermalt von charakteristischen Haselnussnoten. Am Gaumen geschmeidiger Schmelz, getragen von frischer Säure und feiner Eleganz, mit langem Abgang.
Gelbe Frucht und Haselnuss über geschmeidigem Schmelz und frischer Säure – Meursault in eleganter Village-Form.
Jung schon zugänglich, über mehrere Jahre gut lagerfähig. Bei 12 °C servieren.
Am Tisch
Fisch in heller Sauce, Krustentiere, Geflügel, Kalb, dazu reifer Weichkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine weiße Küche.
Vigne Vecchie Leggenda Primitivo di Manduria ist ein kraftvoller Rotwein von Vigneti del Salento (Fantini Group) aus Apulien – das Spitzengewächs des Hauses. Reinsortiger Primitivo aus über 70 Jahre alten Reben, mit verschwenderischer Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade und süßer Kirsche.
Manduria
Die Trauben stammen von über 70 Jahre alten Buschreben (Alberello) rund um Sava im Herzen des DOP-Gebiets Manduria, auf eisenhaltigem Boden über kalkhaltigem Fels. Die geringen Erträge alter Reben sorgen für besonders konzentrierte Trauben. Hinter dem Wein steht Vigneti del Salento (Fantini Group).
Rebsorte und Ausbau
Reinsortiger Primitivo di Manduria. Die Trauben werden leicht überreif gelesen; nach der Maischegärung und malolaktischer Gärung reift der Wein rund zwölf Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche, was ihm Tiefe, Würze und seine schmelzige Art verleiht.
Im Glas
Dichtes Rubinrot mit fast schwarzem Kern. In der Nase eine verschwenderische Fülle aus reifen Pflaumen, Schokolade, süßer Kirsche, Mandelkuchen und Rumtopf, dazu Tabak und süße Gewürze. Am Gaumen kraftvoll und verführerisch, mollig und vollmundig, mit weichen Tanninen, feiner Fruchtsüße und langem, wärmendem Nachhall.
Am Tisch
Bei 16–18 °C servieren; eine Karaffe öffnet den Wein. Ein wärmender Rotwein für die kalten Tage – so gehaltvoll, dass er fast eine Mahlzeit für sich ist.
Klassische Begleitung: Schmorgerichte, Wild, würziges Lamm und reifer Käse.
Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut
Der Egly-Ouriet Les Vignes de Vrigny Premier Cru Extra Brut ist reiner Meunier aus Vrigny auf der Petite Montagne. Francis Egly behandelt die Sorte, die viele nur als Nebendarsteller kennen, so ernst wie seinen Grand-Cru-Pinot – mit Reben, die 1970 gepflanzt wurden.
Im Glas
Birne, Roggenbrot und Kirsche in der Nase, kräftig und fruchtig, aber nie schwer. Am Gaumen saftig und fleischig, mit einer Säure, die alles zusammenhält. Ein klarer, langer Nachhall. Er ist der einzige Egly ganz ohne Holz, deshalb steht die Frucht so weit vorn.
Mach was draus
Brathähnchen mit Thymian, Kalbsbries, Perlhuhn oder ein reifer Ziegenkäse. Auch zu einer deftigen Brotzeit am Sonntag macht er Freude. Wenn du ihn jetzt öffnest, dekantier ihn oder lass ihn eine Stunde im Glas. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.
Janus empfiehlt
„Für mich der Beweis, dass Meunier Größe haben kann. Gib ihm Luft, dann wird er von Minute zu Minute besser.“
Was ist Meunier? Eine der drei klassischen Champagner-Rebsorten neben Pinot Noir und Chardonnay. Sie bringt saftige, würzige Frucht.
Sollte ich ihn lagern? Mit ein bis zwei Jahren Kellerruhe wird er offener und vielschichtiger. Wer nicht warten will, dekantiert ihn.
100 % Meunier · Vrigny Premier Cru, Petite Montagne de Reims · vier Parzellen, Kreide · Reben von 1970 · Basisjahrgang mit 50 % Reserve aus zwei Jahrgängen · Edelstahltank, kein Holz · unfiltriert · langes Hefelager · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Egly-Ouriet, Ambonnay · Stand: Oktober 2026
Juan García 100 %D.O. Arribes del DueroGranitböden70-jährige Reben
Der Camino de los Arrieros 2014 von Alvar de Dios ist ein Rotwein aus 100 % Juan García, gewachsen in der abgelegenen Region Arribes del Duero an der spanisch-portugiesischen Grenze. Die Trauben stammen aus einem rund 70 Jahre alten Wingert auf Granit – kleinbeerig, spät gelesen und mit sehr geringem Ertrag. Juan García bringt hier für spanische Verhältnisse alkoholarme, kühle Rotweine hervor. Eine kleine Abfüllung von 647 Flaschen, ländlich im besten Sinn und schwer in eine Schublade zu stecken.
Arribes del Duero
Arribes del Duero liegt im äußersten Westen der Provinz Zamora, dort wo der Duero die Grenze zu Portugal bildet und sich tief in eine Schlucht gräbt. Die Böden bestehen aus verwittertem Granit, die Reben stehen in Höhenlagen um 700 Meter. Juan García ist hier beheimatet, eine alte, schon vor der Reblaus verbreitete Sorte, die im kühlen Klima frische, eher alkoholarme Rotweine ergibt. Der Wein trägt die Klassifikation D.O. Arribes.
Assemblage und Ausbau
Der Jahrgang 2014 besteht zu 100 % aus Juan García von einem rund 70 Jahre alten Weinberg. Die kleinbeerigen Trauben werden spät und von Hand gelesen, der Ertrag ist gering. Vergoren wird spontan mit den Hefen des Weinbergs; der Ausbau erfolgt traditionell und zurückhaltend im Holz, ohne den Granit-Charakter der Lage zu überdecken.
Im Glas
In der Nase eine Mischung aus provenzalischen Kräutern und rustikalem, burgundisch anmutendem Pinot Noir: Würze, Erde, Dinkelbrot und frisch gemahlener Kaffee, dazu Veilchen und unreife rote Beeren. Am Gaumen prägt eine deutliche Mineralität den schlanken Körper, getragen von feiner Spannung. Der Abgang ist elegant und vielschichtig. Der Wein braucht Luft – ein paar Stunden in der Karaffe öffnen ihn spürbar.
Am Tisch
Vor dem Servieren zwei bis drei Stunden karaffieren. Klassische Begleitung: Lammbraten, geschmortes Wild, gegrilltes Rind, Pilzgerichte und reifer Hartkäse. Der 2014 trinkt sich jetzt auf seinem Höhepunkt und hält bei guter Lagerung noch einige Jahre, etwa bis 2028.
Jean-Marie Fourrier Chambertin Clos de Beze Grand Cru 2015
Rotwein · Chambertin Clos de Bèze Grand Cru · Pinot Noir
Pinot NoirChambertin Clos de Bèze · Grand CruGevrey-ChambertinJean-Marie Fourrier (Négoce) · ~20% neues Holz2015
Der Chambertin Clos de Bèze Grand Cru 2015 von Jean-Marie Fourrier ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einem der größten Grand Crus des Burgunds. Tief, kraftvoll und zugleich elegant, mit reifer dunkler Frucht und samtigem, festem Tannin – aus dem großen, sonnenreichen Jahrgang 2015.
Chambertin Clos de Bèze – Spitze von Gevrey
Chambertin-Clos de Bèze erstreckt sich über rund 15 Hektar am oberen Mittelhang von Gevrey-Chambertin und steht – gemeinsam mit Le Chambertin – an der Spitze der Chambertin-Familie. Kalkstein und fossilreicher Ostrea-acuminata-Mergel prägen den Boden; die Lage bringt tiefe, kraftvolle und zugleich elegante, sehr lagerfähige Weine hervor und zählt zu den größten Grands Crus Burgunds.
Dieser Wein stammt aus dem Négociant-Label von Jean-Marie Fourrier (gegründet 2011), bei dem er Trauben aus erlesenen Lagen nach derselben Philosophie wie auf der Domaine ausbaut. Fourrier – geprägt von Henri Jayer und Domaine Drouhin – gilt als Maßstab für puristischen, terroirtreuen Gevrey.
Jahrgang 2015 – Côte de Nuits
2015 war ein warmer, trockener und sonnenreicher Jahrgang. Die Reben lieferten kleine, konzentrierte Beeren mit tiefer Farbe und reifem, samtigem Tannin.
Für die roten Burgunder steht 2015 für Tiefe, Fülle und reife Frucht bei guter Balance – ein großer, lagerfähiger Jahrgang, der die Kraft des Clos de Bèze prachtvoll trägt.
Assemblage und Ausbau
Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2015.
Im Stil von Fourrier überwiegend entrappt (je nach Jahrgang mit etwas Ganztraube), mit Spontangärung und sanfter Extraktion. Der Ausbau erfolgt im Holzfass mit höchstens rund 20 % neuem Holz, ohne Abstich und oft mit Füllung direkt vom Fass – daher kann der Wein in der Jugend eine natürliche Kohlensäure zeigen und sollte dann dekantiert werden.
Im Glas
Tiefe, reife dunkle Frucht, ergänzt um florale Noten, feine Würze und eine erdig-mineralische Tiefe. Am Gaumen kraftvoll und vielschichtig, mit samtigem, zugleich festem Tannin und sehr langem Abgang.
Reife dunkle Frucht, florale Würze und erdige Tiefe über samtig-festem Tannin – ein großer Grand Cru für die lange Reife.
In der Jugend großzügig dekantieren; das Potenzial reicht über viele Jahre, oft Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren.
Am Tisch
Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den ganz großen Anlass.
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