Glühwein

>Gastkommentar von: Bruno Freiherr von der Leber-Weg

Das muß man sich mal vorstellen: Ganz normale Menschen, die gerne gut essen gehen, so oft wie möglich zu Hause aus frischen Zutaten kochen und sich wirklich feine Weine gönnen, stehen unter ihresgleichen und schütten eine süße Brühe in sich hinein, die sie normalerweise mit angewidertem Gesicht im hohen Bogen ausspucken oder von Brechreizattacken geschüttelt hinunterwürgen würden. Würden. Aber stattdessen trinken sie es freiwillig, wieder und wieder. Zwischen 60 und 70 Millionen Liter Glühwein trinken die Deutschen im Jahr, und sie tun es meist sogar ein paar Mal in den nächsten fünf Wochen, wenn kleine aus Holzbrettern und Spanplatten zusammengeschraubte und irgendwie bemalte Häuschen in unseren Fußgängerzonen stehen, verbunden mit dem Rest der Welt nur durch dicke Kabelstränge, über denen dicke schwarze Gummimatten liegen, damit keiner drüber stolpert. Warum zieht aber um Himmels willen keiner den Stecker raus?
Weihnachtsmärkte gibt es nun schon seit langer Zeit, der Münchener etwa feiert übernächstes Jahr sein 200. Bestehen. Waren sie früher eine Art Jahrmarkt, also ein als Volksfest verkleideter Anlaß zum hemmungslosen Saufen und Fressen, sind sie heute immer noch genau das. Der dort reflexhaft getrunkene Glühwein war wohl in seiner Urform ein Getränk der Inder, zubereitet mit Wasser, Weingeist, Zucker und Gewürzen, das erhitzt wurde und am ehesten dem heutigen Punsch gleichkommt. Die britischen Kolonialherren brachten es im 18. Jahrhundert nach Europa. Irgendwann mischte jemand Rotwein dazu, fertig war der Glühwein, angeblich passierte das auf dem Nürnberger Weihnachtsmarkt. Vielleicht in der Mitte des 16. Jahrhunderts, wahrscheinlich aber 1628 soll auch der Vorläufer des heutigen Christkindlesmarktes entstanden sein. Noch älter ist der Dresdner „Striezelmarkt“: Hier beruft man sich gar auf Traditionen aus dem Jahr 1434.
Schon früh hielt auf Weihnachtsmärkten die Sitte Einzug, Kunstgewerbsgegenstände wie Erzgebirgische Schnitzereien in Form von Weihnachtspyramiden, Weihnachtsbaumstrohsternen, Weihnachtskrippenfiguren und -Scheunen, Weihnachtsmobiles und anderem Tand anzubieten, stets in seltsamen grünen Häuschen untergebracht, in denen sich grundsätzlich immer viel zu viele Kunden drängeln und man selbst entnervt ohne den Strohengel wieder heraus- und mitdrängelt. Hinzu gesellen sich allerlei Blechspielzeugverkäufer und solche von getrockneten monströsen Käfern und Spinnen hinter Glas, von chinesischen Kindern gedrehten Bienenwachskerzen aus „Handarbeit im Nachbarschaftsheim“, garantiert gleichfalls liebevoll gestrickten Wollpullovern und Jacken aus Ho Chi Minh Stadt oder Tante Käthes Wollstübchen in der Niederlausitz. Alte Frauen in Ärztekitteln mit furchteinflößenden Oberweiten klatschen frittierte Stücke irgendwelcher Fische in hellgraues Packpapier, Würste aus Thüringen oder Pferden braten unter dreieckigen Dächern, wo immer mindestens sechs sehr schlechtgelaunte Männer und zwei altkluge zwölfjährige Jungs arbeiten, und trotz nur zwei weiterer Kunden kommt man nie dran. Der Rest der adventlichen Gemeinde steht am Glühweinstand, zugedröhnt mit der Endlosschleife von „Last Christmas“, das so oft aus den Lautsprechern marzipant, daß man sich wünscht, diesmal sei es nun wirklich und endlich das allerletzte Weihnachtsfest auf Erden. Das Schlimmste: Wir stehen mittendrin und fühlen uns pudelwohl, predigen sonst aber von den guten Winzern, die ihre Roten nun ja auch in Deutschland gekonnt und in Ruhe in kleine Eichenholzfässer füllen. Die im Weinberg Dreiviertel ihrer Trauben abschneiden und sie auf dem Boden verrotten lassen, nur damit wir zwei Jahre später wieder von den tollen, ertragsreduzierten und überhaupt handverlesenen Weinen faseln können, die dabei herauskommen. Jetzt trinken wir aber ohne mit der Wimper zu zucken die winterliche Starthilfe, die mit Wein nichts zu tun hat: Wenn wir Glück haben, sind nur Nelken, Zimt und Koriander drin, andere kippen gleich noch herrlichen Discounterorangensaft rein, wieder andere nehmen gleich die Fertigmischung aus dem Tetrapack, einmal Monsterschädel -Kopfschmerz bitte, der Liter nur 89 Cents, danke. Die Gerstacker Weinkellerei, die den „Christkindles Markt Glühwein“ herstellt, verweist darauf, es kämen seit über 30 Jahren in unveränderter Rezeptur nur Zutaten zum Einsatz, „die auch in den altüberlieferten Lebkuchenrezepten zu finden sind, wie Anis, Kardamom, Macisblüten, Muskat, Nelken, Orangen- und Zitronenschalen, Piment und Zimt“. Und natürlich Zucker und Rotwein. Rotwein? Das ist der Schrecken jedes Winzers: Natürlich kommt der selten von den Johners und Näkels, eher von Taref aus Tunesien, Yussuf aus Marroko oder gleich vom Balkan. Glühwein-Hersteller Gerstacker gibt an, für den „Christkindles Markt“ nur hochwertige Sangiovese- und Merlot-Trauben aus Italien zu verwenden. Er kostet um die zwei Euro. Hauptmarkt sei Deutschland, klar, sagt das Unternehmen aus Nürnberg, der Rest gehe nach Österreich, ein bisschen nach Japan und die USA. Auch in den Benelux-Staaten verkaufe sich Glühwein recht gut. Benelux? Keine Berge, kein Schnee, kein Hüttengaudi? Nein, aber Weihnachtsmärkte haben die auch.
Der Fernsehsender „Vox“ ließ 2002 fünf Fertigglühweine und 16 von den Weihnachtsmärkten in Dortmund, Bochum, Essen und Mönchengladbach testen. Das Ergebnis des beauftragten Weinlabors war wenig berauschend: Bei drei von fünf Supermarkt-Proben ermittelten die Tester einen geringen Extrakt-Gehalt, also muß bereits der Grundwein sehr schlecht gewesen sein, wie bei zwei von 16 Glühweinen vom Weihnachtsmarkt. Fünf enthielten zu wenig Schwefel, entweder war der Grundwein „gammelig“, schlecht gelagert oder der Glühwein hoffnungslos überkocht. Bei der sensorischen Verkostung schnitten nur vier von 21 mit „gut“ oder „befriedigend“ ab, acht waren „gerade so trinkbar“, der Rest indiskutabel. Jedes Jahr gehen Lokalzeitungen auf die Jagd nach dem besten Glühwein, und auch die amtlichen Lebensmittelkontrolleure versuchen die zu erwischen, die Glühwein unter sieben Prozent Alkohol verkaufen. Das ist nämlich verboten.
Wie gut, daß wir nicht im Labor sind! Und es macht ja aus unerfindlichen Gründen einen Heidenspaß, bei 19 Grad schweißgebadet im Wintermantel vor C& A zu stehen, die Hände voll mit dem klebriger Zeug, das aus bestimmten Gründen immer am Henkel ist, wenn wir die Tasse in Empfang nehmen. Sonst würden wir es ja nicht wieder und wieder tun: erst ist er viel zu heiß, die Zungenspitze brennt vom ersten Nippen vor einer halben Stunde immer noch, und dann ist der Glühwein von einer Sekunde auf die nächste plötzlich kalt. Noch nicht einmal der dabei entstehende Rausch ist besonders toll: die Zunge wird schwer, dann wird man müde. Um 20 Uhr hat man dann plötzlich keine Lust mehr auf Glühwein Nummer fünf, den der Schwachkopf anschleppt, den man schon auf der Schule nicht leiden konnte und der einen jetzt mit seinem beruflichen Erfolg zuföhnt. Man wünscht sich entweder ein Bett oder eine anständige Party, mit anständigem Bier und George Michael. Ist ja doch schön…

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Länder/Regionen

Ghislaine Barthod Chambolle Musigny Les Baudes 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Baudes · 1er Cru Chambolle-Musigny steiniger Mergel/Kalk · 3,4 ha 2021

Der Chambolle-Musigny Les Baudes 1er Cru 2021 der Domaine Ghislaine Barthod vereint Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit zu einem virtuosen Ganzen. Ein dichter, mineralischer Pinot Noir aus einer Höhenlage zwischen Chambolle und Morey-Saint-Denis.


Les Baudes – Höhenlage zwischen Chambolle und Morey

Les Baudes ist ein 3,4 Hektar großer Premier Cru, der auf einer Höhe und auf halber Strecke zwischen Chambolle-Musigny und Morey-Saint-Denis liegt. Steiniger Mergel mit hohem Kalkstein- und Tonanteil prägt die Lage und verleiht den Weinen hohe Dichte, Mineralität und Kraft.

Chambolle-Musigny im Herzen der Côte de Nuits gilt als Inbegriff von Eleganz und Finesse. Die Domaine Ghislaine Barthod zählt zu den gesuchten Erzeugern der Gemeinde.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol – der die Dichte und Mineralität von Les Baudes mit Spannung verbindet.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im Stil des Guts – mit zurückhaltendem Holzeinsatz, ganz auf Finesse und Lagenausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Dicht und mineralisch, mit roter Frucht und floralen Noten. Am Gaumen vereinen sich Kraft und Finesse zu einer seidigen, vielschichtigen Struktur, getragen von frischer Säure und einem langen, mineralischen Abgang.

Kraft, Finesse, Seidigkeit und Vielschichtigkeit – ein dichter, mineralischer Chambolle als virtuoses Ganzes.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 15–16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Geflügel und Federwild, Kalb, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Weichkäse. Ein eleganter Begleiter mit Spannung.


Lage: Les Baudes (1er Cru), Chambolle-Musigny (Côte de Nuits); Höhenlage zwischen Chambolle & Morey-Saint-Denis, steiniger Mergel mit hohem Kalk- und Tonanteil, 3,4 ha
Klassifikation: Chambolle-Musigny Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau, zurückhaltender Holzeinsatz

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Schaumweine

Martin Waßmer Pinot Chardonnay brut

Wein · Sekt · Baden · Deutschland

Martin Waßmer Pinot & Chardonnay Brut ist ein saftiger, frischer Winzersekt aus Baden. Mit feinen Zitrusnoten, Limonenzeste und frisch gebackener Brioche, gutem Mousseux und cremigem Charakter zeigt er feine Eleganz.


Baden / Markgräflerland

Das Weingut Martin Waßmer ist im Markgräflerland in Baden beheimatet und zählt zu den führenden Erzeugern der Region. Die kalk- und lössgeprägten Böden bieten den Burgundersorten und dem Chardonnay ideale Bedingungen für frische, mineralische Grundweine.

Assemblage und Herstellung

Eine Cuvée aus Pinot (Burgunder) und Chardonnay. Der Sekt entsteht in klassischer Flaschengärung (méthode traditionnelle) und wird von Hand gerüttelt. In der Geschmacksrichtung herb (Brut) ausgebaut.

Im Glas

Helles Weißgold mit gutem, feinem Mousseux. In der Nase feine Zitrusnoten, Limonenzeste und frisch gebackene Brioche. Am Gaumen sehr saftig und frisch, mit cremigem Charakter, feinen mineralischen Noten und langem Abgang.

Zum Genießen

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Fisch, Geflügel und feinem Fingerfood.


Lage: Baden, Markgräflerland (Deutschland); Weingut Martin Waßmer
Klassifikation: Winzersekt – Cuvée Pinot (Burgunder) & Chardonnay, brut (herb)
Herstellung: klassische Flaschengärung (méthode traditionnelle), handgerüttelt

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Schaumweine

Cavalier Sekt Blanc de Blancs brut

Schaumwein · Blanc de Blancs · Elsass · Brut

Cavalier Blanc de Blancs Brut ist ein klarer, frischer Schaumwein aus dem elsässischen Frankreich. Er stammt von den Caves de Wissembourg, einer auf Sekt spezialisierten Genossenschaft nahe der deutschen Grenze. Als Blanc de Blancs wird er aus weißen Trauben gekeltert. Ein unkomplizierter Sekt für jede Gelegenheit mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.


Elsass

Die Caves de Wissembourg wurden 1970 in Wissembourg im nördlichen Elsass gegründet, direkt an der deutschen Grenze. Die Genossenschaft hat sich auf Schaumweine spezialisiert und keltert ein breites Sortiment von einfachen Sekten bis zu Crémants. Lange Erfahrung und sorgfältige Assemblage prägen den Stil.

Rebsorte und Ausbau

Der Schaumwein wird als Blanc de Blancs aus Ugni Blanc erzeugt und als Brut ausgebaut. Das Ergebnis ist ein feinperliger, klarer Vin Mousseux mit frischer, fruchtiger Art.

Im Glas

Helles Strohgelb mit feiner Perlage. In der Nase und am Gaumen klar und frisch, fruchtig und harmonisch, mit feinnerviger Frische und trockenem Brut-Stil. Der Abgang ist sauber.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, ideal als Apéritif und zum Empfang. Jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, helles Fleisch, Geflügel und Salate.


Lage: Wissembourg, Elsass (Frankreich)
Klassifikation: Schaumwein / Vin Mousseux – Brut, Blanc de Blancs
Ausbau: Ugni Blanc, brut, feine Perlage

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Feinkost

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo Paprika ganz

Feinkost · Piquillo-Paprika · Navarra · Spanien

Conservas Rosara Pimientos del Piquillo sind ganze, geröstete Piquillo-Paprika in Manufakturqualität von Conservas Artesanas Rosara aus Navarra. Die kleinen, spitz zulaufenden Schoten werden über Feuer geröstet und von Hand geschält. Mild-süß mit feiner Rauchnote – eine spanische Spezialität.


Herkunft

Die Piquillo-Paprika stammt aus Navarra im Norden Spaniens, der klassischen Heimat dieser Spezialität. Conservas Artesanas Rosara verarbeitet die Schoten in traditioneller Manufakturqualität.

Anbau und Verarbeitung

Die Schoten werden über offenem Feuer geröstet, was ihnen die typische feine Rauchnote verleiht, und anschließend von Hand geschält. Sie werden ganz konserviert, ohne Zusatz von Wasser.

Geschmack

Leuchtendes Rot. Mild-süß im Geschmack, mit einer feinen, rauchigen Note und zarter Würze. Fleischig und zart in der Textur.

Am Tisch

Vielseitig verwendbar: pur als Tapa, gefüllt, in Salaten oder zu Fleisch und Fisch.

Klassische Verwendung: gefüllt mit Fisch oder Fleisch, als Tapa, in Salaten oder zu Gegrilltem.


Hersteller: Conservas Artesanas Rosara
Produkt: Pimientos del Piquillo (ganze Paprika)
Herkunft: Navarra (Spanien)
Verarbeitung: über Feuer geröstet, von Hand geschält
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2030

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Schaumweine

Egly-Ouriet Les Prémices Extra brut

Champagner · Massif de Saint-Thierry · Cuvée · Extra Brut

Egly-Ouriet Les Prémices Extra Brut ist die jüngste Cuvée der Domaine – das Ergebnis einer neuen Parzelle und einer neuen Generation. „Prémices", die ersten Früchte der Ernte, waren in der Antike den Göttern vorbehalten. Die Cuvée vereint zu je einem Drittel Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier und zeigt, wie hoch die Messlatte bei Egly-Ouriet schon am Einstieg liegt.


Trigny

Trigny liegt nordwestlich von Reims im Massif de Saint-Thierry – eine andere Welt als Ambonnay: sandige Böden über Kreideuntergrund statt reiner Kreide, anderes Mikroklima. Die rund 3,5 Hektar kamen 2016 über die mütterliche Linie von Clémence Egly in den Familienbesitz; Südostexposition, sieben historische Einzellagen, Reben im Schnitt 40 Jahre alt.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée ist gleichmäßig aufgeteilt: je ein Drittel Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier. Der Grundjahrgang wird durch Reserveweine aus zwei älteren Jahrgängen ergänzt. Vinifiziert wird ausschließlich im Edelstahltank – der einzige wesentliche Bruch mit der sonst auf Barrique setzenden Egly-Philosophie. Drei Jahre Hefelagerung, keine Filtration, kein Fining; Dosage 2 g/l.

Im Glas

In der Nase Orangenzeste, roter Apfel und Gewürze – direkt und ausdrucksstark, dazu Röstaromen und Brioche. Am Gaumen vollmundig, mit saftiger Säure und einem dichten Fruchtkern, der deutlich mehr Gewicht hat als ein klassischer Einstiegschampagner. Cremige Intensität und exotische Noten runden das Bild – Edelstahl statt Barrique und doch unverkennbar Egly-Ouriet. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Jetzt trinkreif; mit zwei bis vier Jahren weiterer Kellerreife gewinnt er an Tiefe und Integration. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Klassische Begleitung: Austern, Jakobsmuscheln, heller Fisch und Ziegenkäse. Ebenso als Apéritif.


Lage: Trigny, Massif de Saint-Thierry (Champagne); Sand über Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut
Ausbau: Edelstahltank, 3 Jahre sur lattes, keine Filtration, 2 g/l Dosage

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Rebsorten

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal trocken | Fenske's

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal ist ein klarer, kühler Sauvignon Blanc aus dem berühmten nordpfälzischen Zellertal. Spannungsvoll und von saftiger Mineralik geprägt – ein Wein, der animiert und Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Reben gedeihen auf kalkgeprägten Böden, die dem Sauvignon Blanc seine kühle Spannung und saftige Mineralität verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die klare, kühle und spannungsvolle Stilistik der Rebsorte in den Vordergrund, getragen von der Kalkmineralität des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klar und kühl, rebsortentypisch mit Zitrus, Stachelbeere und grünen Kräuternoten. Am Gaumen spannungsvoll und straff, mit saftiger Mineralik, animierender Säure und klarem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten und Spargel.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühl und mineralitätsbetont (Kalkböden)

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Rebsorten

Weingut Metzger Pinot Noir Am Hesselbrunnen Lagenwein 2022

Rotwein · Deutschland · Pinot Noir

Pinot Noir (Spätburgunder) Lagenwein · Deutschland (Pfalz) Einzellage Am Hesselbrunnen · kalkreich Romanée-Conti-Klone · Reben ab 2018 2022 · teils Leroy-Fass / neues Barrique

Der Pinot Noir Am Hesselbrunnen 2022 des Weinguts Metzger ist ein spektakulärer deutscher Spätburgunder. Schon der Jungfernjahrgang aus der kargen, kalkreichen Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen zählt zu den besten Rotweinen, die je in Deutschland erzeugt wurden – das Rebmaterial stammt von Klonen der Romanée-Conti.


Am Hesselbrunnen – Kalk und Romanée-Conti-Klone

Die Einzellage Mühlheim am Hesselbrunnen ist von kargen, kalkreichen Böden geprägt – eine ideale Basis für mineralischen Spätburgunder. Die Pinot-Noir-Reben wurden erst 2018 gepflanzt und sind noch jung; das Rebmaterial stammt von Klonen aus der wohl berühmtesten Weinlage der Welt, der Romanée-Conti im Burgund.

Das Weingut Metzger keltert hier seinen Jungfernjahrgang 2022 – ein Ergebnis, das die Familie und ganz Deutschland aufhorchen ließ.

Jahrgang 2022 – Deutschland

2022 war in Deutschland ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang mit gesunder, reifer Ernte.

Für die deutschen Rotweine steht 2022 für reife, konzentrierte Frucht bei guter Frische – ein herausragender Jahrgang, besonders für Spätburgunder.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, von 2018 gepflanzten Reben (Romanée-Conti-Klone).

Der Ausbau erfolgte teils in einem gebrauchten Fass der Domaine Leroy, teils in einem neuen Barrique aus bester französischer Eiche.

Im Glas

Im Duft verführerisch und wild: eingemaischte rote Früchte, Zeder, wilde Sauerkirschen, ein Hauch Veilchen und dezente Würze, ständig im aromatischen Wandel. Am Gaumen ein ganz großer Rotwein – Frucht, Säure und Holz fein verschmolzen, ein Rausch aus Frische, Tiefe, Erde und Länge: kraftvoll, elegant und majestätisch zugleich.

Eingemaischte rote Frucht, Zeder und wilde Sauerkirsche – ein Rausch aus Frische, Tiefe und Länge, kraftvoll und elegant.

Schon jung faszinierend, mit Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Ente und Wild, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu mittelreifer Käse. Ein eleganter, zugleich kraftvoller Begleiter für den besonderen Anlass.


Lage: Mühlheim am Hesselbrunnen (Einzellage), Deutschland (Pfalz); karger, kalkreicher Boden; Reben ab 2018 (Romanée-Conti-Klone)
Klassifikation: Lagenwein (Deutschland)
Ausbau: Pinot Noir; teils gebrauchtes Fass (Domaine Leroy), teils neues Barrique (französische Eiche)

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USA

Cayuse God Only Knows Grenache 2012

Rotwein · Grenache · Walla Walla Valley · USA

Cayuse God Only Knows Grenache ist ein seltener, vielschichtiger Grenache aus dem Walla Walla Valley im Nordwesten der USA – oft genannt als einer der besten Grenache außerhalb Südfrankreichs. Er stammt aus dem Umfeld von Cayuse und Christophe Baron, der seine Lagen im Rocks District biodynamisch bewirtschaftet. Ein mittelkräftiger, fast burgundisch wirkender Grenache von Eleganz und Reinheit. Im Glas florale Noten, wilde Erdbeere und ein würziges Finish.


Walla Walla Valley

Der Wein stammt aus dem „Rocks District of Milton-Freewater" im Walla Walla Valley – einem Gebiet mit auffälligen, runden Basaltkieseln, die den Weinen ihren würzig-rauchigen Charakter geben. Christophe Baron, ursprünglich aus der Champagne, bewirtschaftet die Reben biodynamisch.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein ist ein Grenache. Nach der Gärung reift er im Holzfass, überwiegend in gebrauchten Fässern, die die feine, florale Frucht und den würzigen Rocks-Charakter bewahren.

Im Glas

Mittleres Rubin- bis Purpurrot. In der Nase Himbeere und wilde Erdbeere, dazu blumige Noten, gemahlener Pfeffer und Veilchen. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, opulent und zugleich ätherisch, mit reifem Tannin und einem tragenden Säuregerüst. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bereits zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Reife; eine längere Belüftung im Dekanter lohnt sich. Serviertemperatur 16–18 °C.

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, geschmortes Fleisch und würzige mediterrane Gerichte.


Lage: Rocks District, Walla Walla Valley (USA)
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Grenache
Ausbau: Holzfass, überwiegend gebraucht; biodynamischer Weinbau

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