Gewagt: Iberico Kotelett, Glasaaale und Rosenkohl.

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Spanien

Envinate Palo Blanco VdM Tenerife 2024

Weißwein · Teneriffa · Valle de la Orotava · Listán Blanco

100 % Listán Blanco Teneriffa · Valle de la Orotava Envínate Vulkanboden · ~600 m wurzelechte 100-J.-Reben (Cordón trenzado) große Ovalfuder 2024

Der Envínate Palo Blanco 2024 ist ein äußerst spannender Vulkan-Weißwein aus dem Norden Teneriffas – nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt. Spontan, wild und herzhaft, karg und meeresfrisch. Kein Gaumenschmeichler, sondern ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.


Palo Blanco – Vulkanweiß aus dem Valle de la Orotava

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Der Palo Blanco stammt aus dem gleichnamigen Quartier bei Los Realejos im Valle de la Orotava, am Nordhang des Teide. Auf rund 600 Metern fußen über 100 Jahre alte, wurzelechte Listán-Blanco-Reben (die Reblaus erreichte die Kanaren nie) auf reinem schwarzem Vulkangestein und Basalt, erzogen im traditionellen, geflochtenen „Cordón trenzado". Der Duft ist entsprechend nicht von der Frucht, sondern von der Erde und der Mineralität des Bodens geprägt.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die Vulkanböden des Valle de la Orotava prägen auch 2024 einen vertikalen, mineralisch-salzigen Weißwein von großer Frische und Spannung. Die alten Reben und der schonende Ausbau betonen die kargige, herkunftsgenaue Stilistik – ein Wein für Liebhaber kompromissloser Terroirweine.

Ausbau

Reinsortiger Listán Blanco (Palomino) aus dem Jahrgang 2024, Teneriffa / Valle de la Orotava, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung ohne Schalenkontakt, Spontangärung mit Wildhefen im Betontank; anschließend Ausbau über rund zehn Monate in zwei großen 2.500-Liter-Ovalfudern aus Friaul. Unfiltriert, mit nur minimalem Schwefel abgefüllt.

Im Glas

Der Duft des Palo Blanco ist nicht von der Frucht, sondern von Erde und Mineralität geprägt: spontan, wild und herzhaft. Am Gaumen nasses Gestein, leicht nussige und oxidative Aromatik, karg und staubig im Abgang. Säure und Meeresfrische fügen sich formidabel ins Gesamtbild. Kein Gaumenschmeichler, eher ein Essensbegleiter – ein Wein, der seine Heimat intensiv und spektakulär zum Ausdruck bringt.

Nasses Gestein, nussig-oxidative Aromatik, karg und staubig – Säure und Meeresfrische formidabel im Gesamtbild.

Sollte vorher dekantiert werden. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten, zu Tapas und Reisgerichten, zu Geflügel sowie zu gereiftem Hartkäse – ausgesprochen vielseitig am Tisch.


Lage: Teneriffa, Valle de la Orotava (Quartier Palo Blanco, Los Realejos; Kanaren, Spanien); ~600 m, schwarzer Vulkanboden/Basalt; über 100 Jahre alte, wurzelechte Cordón-trenzado-Reben
Klassifikation: Weißwein, Teneriffa; 100 % Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Ganztraubenpressung, Spontangärung im Beton, ~10 Monate in 2.500-l-Ovalfudern (Friaul), unfiltriert; organischer Anbau

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Rebsorten

Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2024

Weißwein · Graach (Mosel) · Riesling (Kabinett, fruchtsüß)

Riesling Graacher Himmelreich Kabinett · fruchtsüß Willi Schäfer VDP.Große Lage · Mittelmosel Blau- und Grauschiefer Steillage 45–65 % 2024

Der Willi Schäfer Graacher Himmelreich Riesling Kabinett 2024 stammt aus einer Paradelage der Mittelmosel. Ein verspielt-fruchtiger, filigraner Kabinett mit klarer Frucht, straffer Struktur und feiner Schiefermineralität.


Graacher Himmelreich – Paradelage der Mittelmosel

Das Weingut Willi Schäfer in Graach zählt zu den stillen Größen der Mittelmosel: kompromissloser Riesling von Schiefer aus drei herausragenden Lagen – Graacher Domprobst, Graacher Himmelreich und Wehlener Sonnenuhr.

Die VDP.Große Lage Graacher Himmelreich ist ein Paradebeispiel für das Potenzial der Mittelmosel-Rieslinge; teils stehen die Reben noch in traditioneller Einzelpfahlerziehung. Die nach Süd-Südwest bis Südwest ausgerichteten Weinberge (110–260 m, 45–65 % Neigung) profitieren von der reflektierenden, wärmespeichernden Wirkung der Mosel und dem natürlichen Windschutz des Tals. Die Böden aus leicht erwärmbarem Blau- und Grauschiefer prägen die Mineralität; Wasseradern im Hang sichern eine kontinuierliche Versorgung der Reben. Der Name „Himmelreich" stammt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet „kleiner Hügel".

Jahrgang 2024 – Graach (Mosel)

2024 war ein herausforderndes Jahr mit erfreulicher Bilanz: Nach warmem Winter und frühem Austrieb führten Frost Ende April und starker Hagel am 2. Mai zu teils erheblichen Schäden, besonders in den höheren Parzellen des Himmelreichs. Die langgezogene Blüte deutete auf niedrige Erträge und selektive Lese; ein trockener, warmer August stabilisierte die Reife. Die Lese begann am 23. September und erforderte mehrere Durchgänge. Das Ergebnis sind klassische, präzise Weine mit frischer Frucht, eleganter Säure und viel Energie.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüßer Riesling Kabinett aus dem Graacher Himmelreich, Jahrgang 2024; 100 % Riesling von Blau- und Grauschiefer.

Nach aufwändiger, selektiver Handlese in mehreren Durchgängen wird der Wein traditionell im Stil des Guts vinifiziert; die Gärung verlief reibungslos, die kühle Vergärung bewahrt die feine Restsüße und die lebendige Schiefersäure des Kabinetts.

Im Glas

Ein verspielt-fruchtiger, fein ziselierter Kabinett: klare Frucht nach Apfel und Zitrus, dazu weißer Pfirsich, florale Anklänge und eine feine, salzig-mineralische Schieferader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, straffer Struktur und einer lebendigen, klaren Mosel-Säure, die in einen frischen, mineralischen Nachhall führt.

Klare Frucht nach Apfel und Zitrus über weißem Pfirsich, floralen Anklängen und feiner Schieferader – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, straffer Struktur und lebendiger Mosel-Säure.

Ein verspielt-fruchtiger, langlebiger Mosel-Kabinett. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Als Aperitif, zu würziger asiatischer Küche und Currys, zu Fisch und Meeresfrüchten sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Lage: Graacher Himmelreich (VDP.Große Lage), Mittelmosel; Süd-Südwest- bis Südwest-Steillage, 45–65 % Neigung, 110–260 m; leicht erwärmbarer Blau- und Grauschiefer; teils Einzelpfahlerziehung
Klassifikation: Riesling Kabinett, Mosel (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: aufwändige selektive Handlese in mehreren Durchgängen, kühle Gärung, traditioneller Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Baglio Gibellina Sogno del Sud Merlot BIO

Rotwein · Sizilien · Bio

Der Baglio Gibellina Sogno del Sud Merlot ist ein reinsortiger Bio-Rotwein aus dem Westen Siziliens, erzeugt rund um den befestigten Gutshof Baglio Gibellina bei Gibellina in der Provinz Trapani. Die Trauben stammen aus Hügellagen auf tonreichen Böden und werden von Hand gelesen. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und stellt die Frucht des Merlot in den Vordergrund. Im Glas ein rubinroter, samtiger Rotwein mit feinem Tannin und mediterraner Würze.


Gibellina – Trapani, Sizilien

Baglio Gibellina liegt im westsizilianischen Hinterland zwischen Palermo und Marsala, eingebettet zwischen den Hügeln von Salemi und Santa Ninfa. Die Weinberge erstrecken sich in Hügellagen zwischen rund 300 und 600 Metern über dem Meer. Die tonhaltigen Böden mit hohem Anteil an organischer Substanz und das mediterrane Klima prägen den Charakter des Weins. Eingestuft ist der reinsortige Merlot als Terre Siciliane IGT; der biologische Anbau ist unter der Öko-Kontrollnummer IT-BIO-007 zertifiziert.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Merlot aus biologischem Anbau. Die Trauben werden von Hand gelesen und temperaturkontrolliert vergoren. Der Wein reift im Edelstahltank, der die fruchtbetonte Art des Merlot bewahrt und auf Holznoten verzichtet. Der Wein enthält Sulfite.

Im Glas

Im Glas ein klares Rubinrot. In der Nase ein feines, komplexes Bukett aus roten Früchten, reifer Kirsche und mediterraner Würze. Am Gaumen samtig und geschmeidig, mit fein entwickelten, weichen Gerbstoffen und reifer Frucht. Der Abgang bleibt harmonisch und weich.

Am Tisch

Klassische Begleitung: rotes Fleisch, Pasta mit kräftigen Saucen, Risotto und gereifter Käse. Der weiche Tanninstil trägt auch gegrilltes Gemüse und mediterrane Küche. Trinkreif ab sofort; bei kühler, dunkler Lagerung bis etwa 2028. Serviertemperatur 16–18 °C.


Lage Gibellina, Trapani (Sizilien), Hügellagen 300–600 m, tonhaltige Böden
Klassifikation Terre Siciliane IGT, Bio (IT-BIO-007)
Ausbau Reinsortiger Merlot, handgelesen, Edelstahltank

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Spanien

Aalto PS 2022 tinto

Rotwein · Ribera del Duero · Spanien

100 % Tempranillo (Tinto Fino) D.O. Ribera del Duero La Horra · La Aguilera alte Reben (60–90 J.) 20 Monate neue franz. Eiche trocken

Der Aalto PS 2022 ist der Spitzenwein der Bodegas Aalto aus der Ribera del Duero, gekeltert zu 100 % aus Tempranillo (Tinto Fino). Die Trauben stammen aus ausgewählten Parzellen mit 60 bis 90 Jahre alten Reben in La Horra und La Aguilera. Nach Handlese und doppelter Selektion reift der Wein 20 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche. Der warme, trockene Jahrgang 2022 bringt einen kraftvollen, konzentrierten Wein mit 15 % vol. hervor.


La Horra & La Aguilera – Ribera del Duero

Die Bodegas Aalto liegen in Quintanilla de Arriba in der Ribera del Duero, gegründet von Mariano García und Javier Zaccagnini. „PS" steht für Pagos Seleccionados – eine Auswahl aus den besten Lagen des Guts. Die Trauben für den PS stammen aus alten Parzellen in La Horra und La Aguilera mit Reben zwischen 60 und 90 Jahren. Das kontinentale Klima der Hochebene mit heißen Tagen und kühlen Nächten gibt dem Tempranillo Tiefe und Frische.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Tempranillo (Tinto Fino) von sehr alten Reben. Die Handlese erfolgt in kleinen 15-kg-Kisten mit doppelter Selektion am Sortiertisch; vergoren wird im Edelstahltank, die malolaktische Gärung im Fass. Der Ausbau dauert 20 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche, abgefüllt im September 2024. 

Im Glas

Sattes, purpurnes Dunkelrot mit ausgeprägten Glyzerinschlieren. In der Nase balsamische, vollreife schwarze Früchte, Gewürze sowie feine Noten von Vanille und Holz. Am Gaumen kraftvoll und konzentriert, mit massivem, von dunkler Frucht durchzogenem Tannin und frischer Spannung. Stoffig und vollmundig, der Abgang bleibt lang und würzig.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, geschmortes Rind, Wild, Steaks vom Grill und gereifter Hartkäse. Vor dem Servieren rund zwei Stunden dekantieren. Schon zugänglich, mit großem Reifepotenzial – bei kühler, dunkler Lagerung gut über das kommende Jahrzehnt, etwa bis 2037. Serviertemperatur 16–18 °C.



Lage La Horra, La Aguilera · Ribera del Duero (Spanien)
Klassifikation D.O. Ribera del Duero
Ausbau 20 Monate in neuen Barriques aus französischer Eiche

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Länder/Regionen

Ziereisen Heugumber Gutedel

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Heugumber Gutedel 2022 ist ein Gutedel vom Weingut Hanspeter Ziereisen in Efringen-Kirchen, am südlichsten Zipfel des deutschen Weinbaus im Dreiländereck. Die 20-monatige Reifung auf der Hefe formt aus der alten Sorte einen schlanken Weißwein mit klarer Herkunft und eigenem Charakter.


Markgräflerland / Oberrhein

Efringen-Kirchen liegt im Markgräflerland, der südlichsten Weinbauregion Badens, direkt am Rheinknie. Das Dreiländereck D/F/CH prägt das Klima: milde Winter, lange Vegetationsperioden, intensive Sonnenstunden. Gutedel (Chasselas) ist hier seit Jahrhunderten heimisch und außerhalb der Region und der Schweiz kaum noch verbreitet. Der Wein trägt bewusst die Bezeichnung Landwein Oberrhein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Gutedel (Chasselas), einer der ältesten Kulturrebsorten der Welt. Die handgelesenen Trauben wurden im großen traditionellen Holzbehälter mit traubeneigenen Weinbergshefen vergoren. Anschließend reifte der Wein 20 Monate auf der Hefe, was ihm mehr Substanz als einem klassischen Gutedel verleiht. Trocken ausgebaut.

Im Glas

In der Nase frische Kräuternoten, grüner Apfel, Zitrusschale und ein feiner Hefeton aus dem langen Hefekontakt. Am Gaumen schlank und direkt, mit klarer Säurestruktur und einer salzig-mineralischen Textur, die das Terroir am Rhein spürbar macht. Der Abgang ist mittellang, trocken und von leichter Würze geprägt.

Am Tisch

Trinkreife jetzt bis 2027. Kurzes Dekantieren (15 Minuten) öffnet ihn gut; bei 10–14 °C servieren.

Passt zu: Flussforelle, Zander, Ziegenkäse, Spargel und asiatischer Gemüseküche – ein verlässlicher Begleiter leichter Küche.


Lage: Markgräflerland, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Gutedel (Chasselas), trocken
Ausbau: Spontangärung mit traubeneigenen Hefen, 20 Monate Hefelager
Jahrgang: 2022

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Spanien

Envinate Lousas Camino Novo Ribeira Sacra tinto 2024

Rotwein · D.O. Ribeira Sacra · Parzellenwein

Mencía · Garnacha Tintorera Parcela Camiño Novo · Amandi 2024 Schiefer · 430 m · Südost 70-jährige Reben 100 % Ganztraube 12 Monate 500-Liter-Fuder

Der Envínate Lousas Parcela Camiño Novo 2024 ist ein Parzellenwein aus der D.O. Ribeira Sacra, gewachsen auf reinem Schiefer über dem Sil. Roberto Santana, Laura Ramos, Alfonso Torrente und José Ángel Martínez keltern ihn aus 70 Jahre alten Mencía- und Garnacha-Tintorera-Stöcken einer einzigen Parzelle in der Subzone Amandi. Der Jahrgang 2024 brachte in Ribeira Sacra langsame Reife bei moderatem Alkohol. Das Ergebnis ist ein schlanker, ätherischer Rotwein mit deutlichem Schieferzug.


Amandi und die Parzelle Camiño Novo

Camiño Novo – galicisch für „neuer Weg" – liegt in der Subzone Amandi, dem historischen Kernstück der Ribeira Sacra oberhalb der Sil-Schlucht. Die Parzelle steht auf 430 Metern, südöstlich ausgerichtet, auf reinem Schiefer. Lousas, der Name der gesamten Serie, ist das galicische Wort für die Schieferplatten, aus denen diese Terrassen aufgeschichtet sind. Die Reben sind rund 70 Jahre alt und werden biologisch bewirtschaftet.

Trotz der Südost-Exposition zählt Camiño Novo zu den kühleren Standorten der Ribeira Sacra. Die Parzelle liegt amphitheaterförmig in einer Mulde: Sie bekommt die Morgensonne, verliert die Einstrahlung am Nachmittag früh und kühlt nachts durch die Luft aus der Schlucht stark ab. Der Schiefer speichert die Tageswärme und gibt sie langsam ab, zwingt die Wurzeln aber zugleich tief in die Spalten des Gesteins. Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: geringe Beerengrößen, hohe Konzentration, gehaltene Säure.

Die Terrassen sind so schmal und steil, dass jede Arbeit von Hand erfolgt – Schnitt, Laubarbeit und Lese. In der alten Rebanlage stehen Mencía und Garnacha Tintorera im gemischten Satz nebeneinander, wie es vor der Sortenreinheit in Galicien üblich war. Beide Sorten werden gemeinsam gelesen und gemeinsam vergoren.

Jahrgang 2024 – Ribeira Sacra

Winter und Frühjahr fielen in Galicien mild und feucht aus, der Austrieb setzte entsprechend früh ein. Unbeständiges, stürmisches Wetter im Juni störte die Blüte und reduzierte den Ansatz. Die anhaltende Feuchte erzeugte hohen Druck durch Falschen Mehltau, der in den steilen Lagen der Ribeira Sacra nur durch frühe Laubarbeit und konsequente Behandlungen in Grenzen gehalten werden konnte.

August und September verliefen ohne längere Hitzeperioden, mit deutlich kühlen Nächten. Die Trauben reiften dadurch langsam und gleichmäßig. Die D.O. empfahl den offiziellen Lesebeginn zum 23. September, gelesen wurde bis Mitte Oktober; der Großteil der Ernte war vor den einsetzenden Herbstregen im Keller. Insgesamt wurden 4.881.326 Kilogramm eingebracht, davon 3.662.322 Kilogramm Mencía – rund zwei Millionen Kilogramm weniger als 2023. Die Trauben kamen mit ausgewogenem Verhältnis von Reifegrad und Säure herein. 2024 ist damit für Ribeira Sacra kein Kraftjahrgang, sondern ein Jahr mit moderatem Alkohol, klarer Frucht und tragender Säure.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée besteht aus rund 85 bis 90 Prozent Mencía und 10 bis 15 Prozent Garnacha Tintorera, der galicischen Bezeichnung für Alicante Bouschet. Beide Sorten stammen aus derselben Parzelle, werden von Hand gelesen und ohne Entrappung verarbeitet: 100 Prozent ganze Trauben, spontane Gärung mit weinbergseigenen Hefen in offenen Bottichen. Der Most wird mit den Füßen angestampft, danach folgt tägliche Pigeage von Hand.

Auf Pumpen und harte Extraktion wird verzichtet, die Struktur entsteht über Maischestandzeit und Stiele. Der Ausbau dauert zwölf Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern, ohne neues Holz. Gefüllt wird ohne Schönung, mit minimaler Schwefelgabe. Die Produktionsmenge dieser Parzelle ist klein.

Im Glas

Helles Rubingranat mit leicht durchscheinendem Rand. In der Nase Himbeere und Sauerkirsche, dahinter Wacholder, Bergkräuter, getrocknete Blüten und eine exotisch-florale Note, dazu schwarzer Pfeffer und feuchter Schiefer. Am Gaumen schlank und straff, mit feinkörnigem Tannin aus der Ganztraubengärung, salzigem Zug und einem ätherischen, fast mentholischen Kern. Der Abgang bleibt lang und mineralisch, ohne Wärme.

Der Camiño Novo zieht seine Intensität aus Schiefer und Säure, nicht aus Alkohol – Konzentration ohne Gewicht.

Bei 14 bis 16 °C servieren, in großen Gläsern oder 30 bis 45 Minuten karaffiert. Der frische, säuregetragene Charakter des Jahrgangs 2024 macht den Wein bereits jetzt zugänglich; das Potenzial reicht bis etwa 2032, wobei die florale Aromatik mit den Jahren würzigen und erdigen Noten weicht.

Am Tisch

Passt zu Pulpo á feira, gegrillten Kräuterlamm-Koteletts, Entenbrust mit Rotkohl, geschmorten Rinderbäckchen und Pilzgerichten mit Steinpilzen oder Pfifferlingen. Auch zu Wildgeflügel und gereiftem Schafskäse. Wegen der straffen Säure und des moderaten Alkohols verträgt der Wein auch kräftig gewürzte Küche.


Produzent Envínate, Ribeira Sacra (Galicien)
Rebsorte Mencía, Garnacha Tintorera
Lage Parcela Camiño Novo, Subzone Amandi
Klassifikation D.O. Ribeira Sacra
Jahrgang 2024
Boden Schiefer
Höhe · Exposition 430 m · Südost
Rebenalter ca. 70 Jahre
Anbau biologisch, Handlese
Ausbau 12 Monate in gebrauchten 500-Liter-Fudern

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Weine

Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen · Siefersheim Heerkretz VDP.Grosses Gewächs Porphyr / Rhyolith Stahl & Stückfass Biodynamie / Bio (DE-ÖKO-022) 2021

Das Wagner-Stempel Heerkretz Riesling Großes Gewächs 2021 ist ein wahres Meisterwerk – einer der großen trockenen Rieslinge Deutschlands. Filigran und komplex im Duft, am Gaumen trocken, frisch und druckvoll, mit prägnantem mineralischem Körper, großem Volumen und bemerkenswerter Länge.


Heerkretz – Porphyr aus der rheinhessischen Schweiz

Das Weingut Wagner-Stempel in Siefersheim zählt zu den Spitzenadressen Rheinhessens. Seit 1845 in Familienhand, heute in 9. Generation von Daniel Wagner geführt, arbeitet das VDP-Gut konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Im äußersten Nordwesten Rheinhessens, am Übergang zur Nahe, prägen vulkanische Porphyrböden eine unverwechselbare, mineralisch-würzige Stilistik.

Die nach Süden geneigte Heerkretz ist eine VDP.Große Lage und mit 250–280 m eine der höchsten und kühlsten Lagen Rheinhessens – ein wieder erweckter, wilder Steilhang mit Felsmauern und Heidelandschaft. Eine selektive, späte Handlese aus den ältesten und besten Parzellen verleiht dem Wein seinen Charakter. Die steinigen, skelettreichen Schotter- und Lehmböden mit dem anstehenden Porphyrfels im Untergrund tragen zur besonderen Qualität bei.

Jahrgang 2021 – Rheinhessen

2021 gilt als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang mit lebendiger Säure, großer Präzision und klarer Mineralität. In der hochgelegenen, kühlen Heerkretz ergibt das einen besonders spannungsreichen, druckvollen und langlebigen Wein, der das Porphyr-Terroir mustergültig spiegelt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Ausbau: Der Wein reifte sowohl im Edelstahltank als auch in traditionellen Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche. Ökologische Bewirtschaftung (DE-ÖKO-022).

Im Glas

Klare, hellgelbe Farbe; ein filigraner, komplexer Duft. Fruchtaromen wie Pfirsich und Maracuja dominieren das Bouquet und werden von subtilen vegetativen und kräuterigen Noten wie Minze und Zitronenmelisse untermalt. Im Geschmack überzeugt der Wein mit trockener, frischer und druckvoller Säure. Sein prägnanter mineralischer Körper verleiht ihm ein beeindruckendes Volumen und eine bemerkenswerte Länge, während die Balance perfekt harmoniert.

Trocken, frisch und druckvoll – ein prägnanter mineralischer Körper mit großem Volumen und bemerkenswerter Länge.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit Kellerreife deutlich; profitiert von Luft und einem größeren Glas. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zur würzig-asiatischen Küche sowie zu reiferem Hartkäse.


Lage: Rheinhessen, Siefersheim, Heerkretz (Deutschland); südexponierte Steillage, 250–280 m (eine der höchsten Lagen Rheinhessens); steinige Schotter- und Lehmböden über Porphyr/Rhyolith; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; selektive späte Handlese, Ausbau im Edelstahltank sowie in Stück- und Halbstückfässern aus deutscher Eiche; ökologischer Anbau (DE-ÖKO-022)

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Spanien

Fernandez de Pierola Vitium 2015

Wein · Rotwein · Rioja · Spanien

Fernández de Piérola Vitium 2015 stammt aus einem sehr kleinen Wingert, dessen Reben die Reblauskatastrophe überlebt haben – die Stöcke sind 87 bis 109 Jahre alt. Auf reinsten Unterkalkböden entsteht ein Tempranillo mit expressivem, kühlem Mineralton, komplexer Fruchtaromatik sowie einer Finesse und Rasse, wie sie heute selten zu finden ist.


Rioja Alavesa

Der Vitium wird aus einem winzigen Wingert mit 87 bis 109 Jahre alten, wurzelechten Reben in der Rioja Alavesa gewonnen. Die reinen Unterkalkböden verleihen dem Wein seinen expressiven, kühlen Mineralton. Erzeuger ist Bodega Fernández de Piérola – dies ist ihr großer Lagen- und Spitzenwein.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Tempranillo von Altreben. Der Wein mazerierte über 30 Tage auf den Schalen und erlangte so enorme Farbdichte und größtmögliche Aromenbildung. Der 15-monatige Ausbau in neuen Holzfässern wird von der Fruchtkonzentration locker getragen, sodass der Barriqueton nur unterstützend zur Geltung kommt. Trocken ausgebaut, mit großem Lagerpotenzial.

Im Glas

Dichtes, tiefes Rot. In der Nase komplexe rote und dunkle Frucht, kühle Mineralität, feine Würze und dezentes Holz. Am Gaumen saftig und omnipräsent, mit geschliffenen Tanninen, Finesse und Rasse sowie einem verspielten, sehr langen Abgang – ein „Grande" mit Zukunft.

Am Tisch

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – ein großer Wein für besondere Anlässe.

Passt zu: Lamm, rotem Fleisch, Wild, herzhaften Schmorgerichten und reifem Hartkäse.


Lage: Rioja Alavesa, Altreben-Einzellage auf Unterkalk (Spanien); Bodega Fernández de Piérola
Rebsorte: 100 % Tempranillo (wurzelechte Altreben, 87–109 Jahre), trocken
Ausbau: über 30 Tage Maischestandzeit; 15 Monate in neuen Holzfässern
Jahrgang: 2015

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