The Manor – London – Großbritannien

The Manor – London – Großbritannien

Der halbstündige Fußmarsch (ohne Aussicht auf ein Taxi oder einen der berühmten roten Doppeldeckerbusse) durch den sehr starken Londoner Regen hin zum Restaurant The Manor lohnt sich ohne Zweifel.

Dem Restauranteingang schließt sich direkt die Bar an, auf der der selbst angesetzte Sloe Gin in größeren Behältnissen nur noch auf seinen Ausschank wartet. Die Inneneinrichtung ist in hellen Naturfarben gehalten, Tische und Stühle stehen im hinteren Bereich, ohne Tischdecken und sonstigem Firlefanz, in lockerer Anordnung „bistroartig“ herum.

Ende 2014 ist „The Manor“ mit Chefkoch Dean Parker (Stationen u. a. im The Ledbury, Tom Aikens, Amass/Kopenhagen) mit einem jungen lockeren Team an den Start gegangen. Die Stimmung ist äußerst entspannt und jugendlich, und auch wenn hier die ganze Zeit melancholische Bluesmusik aus den Boxen jault scheint hier jeder großen Spaß an seinem Wirken zu haben. Hier wissen alle Beteiligten was sie machen und was sie können und der Name des Restaurants, The Manor = Landhaus, wird hier auf das gesamte Gastronomiekonzept angewendet: alle Produkte vom Brot, über die Salami, der Butter bis hin zum Käse werden hier selber produziert.

Schon das Sauerteigbrot mit Butter und knusprigen Hühnerhautbröseln spottet jeder Beschreibung. Nach dem ersten Biss in dieses Brot mit seiner knackigen Kruste und butterweichem Innenkern vergisst man sofort das schlechte Regenwetter draußen und die Sonne geht auf. Was dann folgt sind tolle Interpretationen und Kombinationen regionaler Speisen mit einem betont nordischen Kochstileinfluss. Viele Zutaten wurden fermentiert, al dente gegart und dann blanchiert, zu nachhaltigen Saucen püriert oder pulverisiert. Modernste Küchentechniken werden nicht als Teufelswerk betrachtet, sondern sollen die Speisen nachhaltig positiv beeinflussen. Und dies gelingt hier ohne Frage vorzüglich.

Den Opener macht ein leckerer Blumenkohl- Krabbenbrot- Snack. Gefolgt von einer sehr saftigen, knusprigen Hühnerhaut mit Kimchi und einer hausgemachten BBQ Sauce. Die folgende Kreation Rosenkohlblätter gefüllt mit Dorschbäckchen ist gewagt, leicht säuerlich und bringt viel Erde, Kraft und einige erdige Aromen in den Körper. (So ähnlich wird sicherlich die ein oder andere Speise in dänischen oder schwedischen Top Restaurants munden.) Der aus Cornwall stammende Krebs mit Kohl und Kürbis verbindet dann bestens die Erdaromen mit dem so typischen und leckeren leicht salzigen Krustentier. Der Minze-Auberginen Dip mit dem fermentierten, ausgebackenen Kartoffelbrot wartet mit einem ungewöhnlich frischen Geschmack auf. Es schmeckt irgendwie sehr gesund und tatsächlich typisch englisch. Eine gute Fenchel Salami vermutet ein jeder eher in einem kleinen italienischen Bergdorf; dieses hier vorgefundene handgemachte Exemplar gehört aber ohne jeden Zweifel zu den besten je probierten Schweinewürsten überhaupt. Da muss man sich unweigerlich Fragen, was aus der Wursthandwerkskunst in Deutschland eigentlich geworden ist. Marinierte Apfelstückchen, Aal, Knollensellerie und Rübe ist dann wieder ein sehr erdig anmutender Teller, der mit einem perfekten Säurespiel wieder sehr stark an die nordische Küche erinnert. Ungewohnt, aber sehr reizvoll.

Wilde Kreationen dann der Dorsch mit Sauerklee und der Seewolf mit Maronenketchup und Muscheln. Hier kann neuer Geschmack im wahrsten Sinne neu erlebt werden. Spannend und ungewöhnlich dann auch die verschiedenen Desserts. Das „The Manor“ gehörte ohne Zweifel zu den absoluten kulinarischen Highlights in London.

 

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The_Manor_London_Großbritannien_1 The_Manor_London_Großbritannien_2 The_Manor_London_Großbritannien_3Blumenkohl Krabbenbrot Snack.

The_Manor_London_Großbritannien_4Sauerteigbrot, Butter mit Hühnerhautbrösel.

The_Manor_London_Großbritannien_5Blanchierte Rosenkohlblätter mit Dorschbäckchen.

The_Manor_London_Großbritannien_6Knusprige Hühnerhaut mit Kimchi und einer hausgemachten BBQ Sauce.

The_Manor_London_Großbritannien_7Krebs mit Kohl und Kürbis.

The_Manor_London_Großbritannien_8Artischokencreme mit Minze und fermentiertem Kartoffelbrot.

The_Manor_London_Großbritannien_9Fenchel Salami.

The_Manor_London_Großbritannien_10 The_Manor_London_Großbritannien_11Marinierte Apfelstückchen, Aal, Knollensellerie und Strandrübe.

The_Manor_London_Großbritannien_13Dorsch, Sauerklee, neue Kartoffeln.

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Seewolf, Maronenketchup, Muscheln.

The_Manor_London_Großbritannien_16Espresso, pulverisierte Milch, Schokoladenmousse und Karamell.

The_Manor_London_Großbritannien_17Miso Reis, Mispel, getrocknete Pflaumen.

The_Manor_London_Großbritannien_18Möhrenkuchen, Klementinenblätter und Pistazien.

The_Manor_London_Großbritannien_19Gebäck mit Weintraube.

The Manor
148 Clapham Manor St
London SW4 6BX
Großbritannien
www.themanorclapham.co.uk

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Weine

Metzger VINOVOL Rosé alkoholfrei

Alkoholfrei · Rosé · Pfalz · Deutschland

Metzger VINOVOL Rosé alkoholfrei ist charmant, beerig und beschwingt. Dieser alkoholfreie Rosé verführt mit seiner leichten Art, zarten Beerennoten und einem Hauch von Sommer auf der Zunge – ein echter Genuss, ganz ohne Umdrehungen. Aus der Pfalz.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Aus einem fruchtbetonten Rosé entsteht durch Entalkoholisierung dieser alkoholfreie Wein, der die leichte, beerige Stilistik bewahrt.

Rebsorte und Ausbau

Grundlage ist ein Rosé, dem der Alkohol schonend entzogen wird. So bleiben die zarte Beerenfrucht und die leichte Frische erhalten. Alkoholfrei.

Im Glas

Zarter Rosé-Ton. In der Nase und am Gaumen charmant und beerig, mit zarten Beerennoten und einem Hauch von Sommer. Leicht und beschwingt, mit frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – ideal für entspannte Abende, Picknicks oder als stilvolle Alternative beim Anstoßen.

Klassische Begleitung: Salate, Fingerfood, leichte Gerichte, Obst oder solo.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Entalkoholisierter Wein (Rosé) – alkoholfrei
Ausbau: Rosé, schonende Entalkoholisierung
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2028

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Rebsorten

Tamashi der Wein zum Sushi

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Dietrich Tamashi ist der Wein zum Sushi – eine Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling bringt Frucht, Klarheit, Finesse und Spiel hinein, der Grauburgunder komplettiert den Wein mit viel Schmelz, zarter Rundheit und einer tollen Länge.


Pfalz

Das Weingut Familie Dietrich bewirtschaftet 25 Hektar Rebfläche von Großkarlbach bis Weisenheim am Sand und Laumersheim in der Pfalz. Über 1.800 Sonnenstunden im Jahr sorgen für ausdrucksstarke, klare Weine. Tamashi wurde gezielt als Speisenbegleiter zu Sushi konzipiert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Riesling und Grauburgunder. Der Riesling steuert klare Frucht, Finesse und ein lebendiges Säurespiel bei, der Grauburgunder Schmelz, Rundheit und Länge. So entsteht ein fruchtbetonter, saftiger Weißwein, der die feinen Aromen von Sushi und Sashimi gut aufnimmt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase klare Frucht nach Apfel, Pfirsich und Zitrus. Am Gaumen saftig, mit Frucht und feinem Säurespiel vom Riesling sowie dem cremigen Schmelz des Grauburgunders; runder, langer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Passt zu: Sushi und Sashimi, asiatischer Küche, Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen.


Lage: Pfalz (Deutschland); Weingut Familie Dietrich
Klassifikation: Pfalz – Cuvée aus Riesling & Grauburgunder
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Weine

Christian Ottenbreit Scheu To The World Scheurebe

Weingut Ottenbreit · Obernbreit, Franken

Jahrgang 2025 Scheurebe trocken Muschelkalk Lange Maischestandzeit 10 Monate Eichenholzfass Ohne Schönung

Der Ottenbreit „Scheu to the world" 2025 bringt die Scheurebe als trockenen, maischevergorenen Weißwein vom fränkischen Main ins Glas. Das Weingut Ottenbreit in Obernbreit arbeitet mit handgelesenen Trauben, langer Maischestandzeit und einem Ausbau im Eichenholzfass. Das Ergebnis ist ein kräuterbetonter, würziger Weißwein mit fester Struktur, der weit von der parfümierten Seite der Rebsorte entfernt steht.


Muschelkalk am Main

Die Reben wachsen auf Muschelkalkböden rund um Obernbreit im fränkischen Maintal. Der kalkgeprägte Untergrund liefert Wärme und eine salzig-mineralische Anlage, die im fertigen Wein erkennbar bleibt. Klassifiziert ist der Wein als Deutscher Landwein Main – bewusst außerhalb der Qualitätsweinkategorie, was dem Winzer Spielraum im Ausbau lässt.

Assemblage und Ausbau

Reinsortig aus Scheurebe, handgelesen. Nach langer Maischestandzeit vergoren und über zehn Monate im Eichenholzfass gereift. Die Füllung erfolgt ohne Schönung, der Wein steht trocken bei 13 % Vol. Der lange Maischekontakt prägt Struktur und Würze stärker als die typische Scheurebe-Aromatik.

Im Glas

In der Nase kühl und kräuterbetont: gelbe Früchte, nussige und angedeutet speckige Noten, etwas Würze und eine Spur dunkler Beeren. Am Gaumen klar und fest gewirkt, mit Anklängen von Paprika und Fenchel, einem Hauch Wacholder sowie Verbene und Zitruszesten. Eine straffe, präsente Säure trägt den Wein, dahinter nussiges Holz und salzige Töne. Der Abgang ist lang und leicht wärmend.

Maischevergorene Scheurebe mit Kräutern, Wacholder und salziger Würze – fränkischer Landwein abseits der Norm.

Am Tisch

Trinkreif ab sofort, mit Reservepotenzial bis etwa 2030. Vor dem Servieren rund 30 Minuten karaffieren, damit sich Würze und Holz öffnen. Trinktemperatur 11–13 °C.

Klassische Begleitung: gereifter Hartkäse, geschmorter Schweinebauch, würzige Currys und Pilzgerichte. Die feste Säure und die kräuterige Würze halten auch kräftiger Küche stand.


Ausbau: über zehn Monate im Eichenholzfass, ungeschönt

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Rebsorten

Domaine Michel Niellon Chassagne Montrachet 2022

Weißwein · Chassagne-Montrachet · Chardonnay

Chardonnay Chassagne-Montrachet (Village) Côte de Beaune 2022 3 Parzellen · 2,21 ha

Der Chassagne-Montrachet 2022 der Domaine Michel Niellon ist ein reifer, terroirgeprägter Chardonnay aus kalkreichem Boden – fein, mineralisch und balanciert. Ein Village-Wein auf hohem Niveau aus einer der renommiertesten Weißwein-Appellationen Burgunds.


Chassagne-Montrachet – drei Village-Parzellen

Chassagne-Montrachet in der Côte de Beaune zählt zu den großen Weißwein-Adressen Burgunds; die nördlichen Hänge mit feinem Kalkstein bringen besonders angesehene Chardonnays hervor. Michel Niellon selektiert nur die besten Trauben aus bekannten Parzellen – „La Bergerie", „Les Chênes" und „Les Voillenots".

Die Rebfläche umfasst 2,21 Hektar auf kalk-, lehm- und steinreichem Boden. Genau dieses Terroir verleiht dem Wein seine mineralische Tiefe und Präzision.

Jahrgang 2022 – Côte de Beaune

2022 war im Burgund ein warmer, sonnenreicher und trockener Jahrgang. Dank Wasserreserven aus dem Frühjahr kamen die Reben gut durch den heißen Sommer, sodass eine gesunde und großzügige Ernte eingebracht wurde.

Trotz der Wärme zeigen sich die Weißweine überraschend frisch und balanciert: reife, großzügige Frucht, getragen von erhaltener Spannung – zugängliche Weine mit breitem Trinkfenster.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022.

Manuelle Lese, spontane Gärung im Barrique und rund zehn Monate Ausbau im selben Holz. Der Anteil neuer Eichenfässer ist bewusst auf 15 bis 30 % begrenzt. Abgefüllt wird unfiltriert und ungeschönt.

Im Glas

Im Profil des Jahrgangs und des Hauses: reifes helles Steinobst, Zitrus und weiße Blüten über einem kalkig-salzigen Grund, dazu feine Haselnuss. Am Gaumen großzügige Frucht mit erhaltener Frische, cremige Textur und ein klarer, mineralischer Abgang.

Reife Großzügigkeit und kühle Spannung – Chassagne-Montrachet in Balance.

Jung schon zugänglich, gewinnt aber mit etwas Reife; Trinkfenster etwa 2025–2030. Bei 12–13 °C servieren.

Am Tisch

Edelfisch, Jakobsmuscheln, Geflügel in heller Sauce oder gereifter Hartkäse. Ein vielseitiger Begleiter für die feine Küche.


Lage: Chassagne-Montrachet (Côte de Beaune); Parzellen La Bergerie, Les Chênes, Les Voillenots; kalk-, lehm- und steinreich, 2,21 ha
Klassifikation: Chassagne-Montrachet (Village)
Ausbau: Chardonnay; spontane Gärung, ~10 Monate Barrique, 15–30 % neues Holz, unfiltriert und ungeschönt

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Portugal

Feuerheerds Colheita 2000

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2000

Der Feuerheerd's Colheita 2000 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – aus dem legendären Jahrgang 2000, in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2000 – Douro

Der Winter war so kalt und trocken, dass der Austrieb stark behindert wurde. April und Mai brachten willkommene, aber kräftige Regenfälle; die Blüte verlief kühl und feucht, was zu Verrieselung führte. Der Sommer war warm und trocken, bis im September leichte Regenfälle einsetzten. Die Lese begann Ende September pünktlich und ohne Zwischenfälle – eine kleine, aber makellose Weinlese im Douro.

2000 gilt als legendärer Jahrgang: brillant konzentriert, reich an Frucht und Struktur. Die besten Häuser erzeugten komplexe, aromatische Weine von großer Klasse.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2000.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

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Weine

Frank John Riesling Buntsandstein 2023 BIO

Weißwein · Riesling · Pfalz · Deutschland

Frank John Riesling Buntsandstein ist ein biodynamischer, trockener Riesling aus der Pfalz. Das Traubengut wächst ausschließlich auf Buntsandstein; spontane Gärung im Holzfass und ein Jahr auf der Vollhefe ergeben einen charaktervollen, mineralischen Wein mit großem Reifepotenzial.


Buntsandstein

Frank John – Das Hirschhorner Weinkontor in Neustadt-Königsbach (Pfalz) arbeitet biodynamisch (Demeter, Kontrollstelle DE-ÖKO-003). Das Traubengut stammt ausschließlich vom Buntsandstein, der für diese Weinbauregion typisch ist. Die Rebe durchwurzelt diesen Boden in großer Tiefe und prägt so die mineralische Art des Rieslings.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Riesling. Kurze Maischestandzeiten, lange Presszeiten und Spontanvergärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern – teils mit ganzen Trauben – sorgen für Charakter und Reifepotenzial. Dazu trägt der einjährige Ausbau auf der Vollhefe bis zur Selbstklärung bei; abgefüllt wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase gelbe Frucht – Aprikose, Pfirsich – mit Kräuterwürze, Bergamotte und einem feinen Hefeton. Am Gaumen kühl und mineralisch, mit seidiger Textur, gut eingebundener Säure und großer Saftigkeit. Langer, salzig-würziger Abgang.

Am Tisch

Bei rund 10–12 °C servieren. Ein eleganter, mineralischer Speisenwein mit Reifepotenzial, der etwas Luft schätzt.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, asiatische Küche und gereifter Käse.


Lage: Neustadt-Königsbach, Pfalz (Deutschland); Buntsandstein
Klassifikation: Riesling – Weißwein (trocken), biodynamisch (Demeter)
Ausbau: Spontangärung in 1200- und 2400-l-Holzfässern, teils Ganztrauben; ein Jahr auf der Vollhefe

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USA

Verite Le Desir 2012

Rotwein · Sonoma County · Cabernet-Franc-Cuvée

Cabernet Franc (dominierend) Merlot · Cabernet Sauvignon Sonoma County Verité · Le Désir Pierre Seillan 2012

Der Verité Le Désir 2012 wird hauptsächlich aus Cabernet Franc bereitet, abgerundet von etwas Merlot und Cabernet Sauvignon – eine recht typische Bordeaux-Assemblage. Ohne Frage einer der spektakulärsten Rotweine der Neuzeit: dicht wie der beste Perserteppich gleitet dieses edle Nass über den Gaumen.


Verité – Bordeaux-Geist aus Sonoma

Verité wurde 1998 vom legendären Jess Jackson gemeinsam mit dem französischen Vigneron Pierre Seillan gegründet, mit dem kompromisslosen Ziel, im kalifornischen Sonoma County Bordeaux-inspirierte Cuvées von Weltrang zu schaffen. Seillan, geprägt von Jahrzehnten an der Loire und in Bordeaux (u. a. Château Lassègue in Saint-Émilion), gilt als Meister der Assemblage – Verité zählt zu den am häufigsten mit 100 Punkten bewerteten Weingütern überhaupt.

Le Désir ist die Cabernet-Franc-dominierte der drei Verité-Cuvées (neben dem Merlot-basierten La Muse und dem Cabernet-Sauvignon-basierten La Joie) und stilistisch dem Saint-Émilion am nächsten. Seillan komponiert ihn aus über 50 winzigen „Micro-Crus" in vier Sonoma-AVAs – Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley –, die jeweils separat vinifiziert werden. Die warmen Täler fördern die Reife, die kühleren bewahren Säure und Frische.

Jahrgang 2012 – Sonoma County

2012 gilt als herausragender, „winning" Jahrgang in Sonoma – von Hitze, aber nie zu viel, mit perfekter Säure und Tanninstruktur; das Haus selbst vergleicht ihn mit Bordeaux 2005. Der Le Désir 2012 verbindet daher große Kraft und Mächtigkeit mit klarer, frischer Eleganz am Gaumen.

Assemblage und Ausbau

Cuvée vorwiegend aus Cabernet Franc, ergänzt um Merlot und Cabernet Sauvignon, Jahrgang 2012.

Jeder der über 50 Micro-Crus wird einzeln gelesen und vergoren, anschließend in französischen Eichenfässern mit individuell abgestimmten Toasting-Graden ausgebaut. Aus diesen Hunderten von Bausteinen formt Pierre Seillan die finale Assemblage – technisch perfekt bereitet und voller dichter Frucht.

Im Glas

Dicht wie der beste Perserteppich gleitet dieses edle Nass über den Gaumen. Schichten über Schichten von reifen, dunklen Früchten umzingeln Nase und Gaumen; exotische Gewürze, Mokka, reife Paprika und Blaubeeren verwöhnen alle Sinne. Berge von reifen Gerbstoffen sind vorhanden und lassen das fantastische Potenzial dieses Weinriesen erahnen. Man erkennt einen Überseewein, technisch perfekt bereitet und voller dichter Frucht – und doch wirkt er neben aller Kraft und Mächtigkeit klar und frisch am Gaumen.

Ohne Frage einer der spektakulärsten Rotweine der Neuzeit. Outstanding!

Schon jetzt beeindruckend, mit großem Reifepotenzial über zwei Jahrzehnte; profitiert deutlich vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem rotem Fleisch und gereiftem Steak, zu Lamm und Wild, zu Schmorgerichten sowie zu reifen Hartkäsen.


Lage: Sonoma County (Kalifornien, USA); über 50 Micro-Crus in den AVAs Alexander Valley, Knights Valley, Chalk Hill und Bennett Valley
Klassifikation: Sonoma County, Bordeaux-Cuvée (Cabernet Franc dominierend), trocken
Ausbau: Cabernet Franc mit Merlot und Cabernet Sauvignon; separate Vinifikation der Micro-Crus, Ausbau in französischer Eiche (individuelle Toasting-Grade)

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Weine

Marguet Champagne Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois AOP 2019 BIO

Weißwein · Coteaux Champenois · Chardonnay · Bio

Marguet Ambonnay Chardonnay Coteaux Champenois ist ein stiller Weißwein aus 100 % Chardonnay aus Ambonnay. Coteaux Champenois ist die gesetzlich geschützte Herkunftsbezeichnung für die stillen Weine der Champagne – eine eher seltene Spezialität. Benoît Marguet keltert ihn aus den kalkreichen Lagen Les Beurys und Les Crayères. Im Glas straff, salzig und mineralisch.


Ambonnay

Die Trauben stammen aus den kalkreichen Lagen Les Beurys und Les Crayères in Ambonnay (Montagne de Reims). Die Bodenformationen erinnern stark an das Burgund und prägen die straffe, mineralische Stilistik. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Chardonnay und wird als stiller Coteaux Champenois ausgebaut. Der Ausbau erfolgt über mehr als 19 Monate in gebrauchten Holzfässern; die Holznote ist dezent und die Gerbstoffe sind fein in die kernige Frucht eingebunden.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Meeresbrise, zurückhaltende Limettenschale, weiße Blüten und leicht geröstete Pecannüsse. Am Gaumen straff und fast karg, mit salinen Spuren, nassem Stein und unreifer Aprikose. Der Abgang ist langanhaltend und lässt einen frischen Gaumen zurück.

Am Tisch

Bei rund 12–14 °C servieren; bereits jetzt ein Genuss, mit Potenzial über einige Jahre. Als Speisenbegleiter ebenso wie solo zu genießen.

Klassische Begleitung: edler Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Les Beurys & Les Crayères, Ambonnay, Montagne de Reims (Champagne); Kalk
Klassifikation: Coteaux Champenois AOP – Blanc
Ausbau: Chardonnay, über 19 Monate gebrauchtes Holzfass; stiller Wein

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