79° Essen und Trinken – Wuppertal – Deutschland

79° Essen und Trinken – Wuppertal – Deutschland

Die Zahl 79 bezeichnet nicht die Hausnummer dieser Lokalität oder den Altersdurchschnitt des hier arbeitenden sehr netten Personals, sondern die perfekte Gartemperatur vom Rinderbäckchen. Ausserdem ist es ein kleiner Hinweis auf das Geburtstagsdatum des Küchenchefs Phillip Grimm. Schon ein erster Blick auf die Homepage des Restaurants verrät, wo die Reise für den Gast kulinarisch hingeht. Das Vorbild ist die vor Jahren in Paris entstandene Bistronomie Bewegung. Diese hat sich schon vor Jahren auf die Fahne geschrieben, richtig gute und frische Küche mit einem lockerem Bistroambiente kongenial zu verbinden. Und welche deutsche Stadt, außer Berlin, wäre für so ein Konzept prädestiniert, wenn nicht die in vielen Belangen völlig unterschätzte Stadt Wuppertal! Im Zentrum des Luisenviertels findet sich so also seit fast zwei Monaten ein neuer Hotspot für kulinarische Freuden wieder. Ein paar Tische mit Sitzmöglichkeiten für 25 Gäste, eine kleine Bartheke, farbenfrohe Wände mit zugegebenermaßen ernsten Bildern an den Wänden und einer kleinen Speisenkarte, die je nach Marktlage, Saison und Gusto auch mal schnell wechseln kann. Alles liest sich hier gut und lecker und so wird zwangsläufig ein Menü zusammengestellt, welches sich jeder Gast aus den einzelnen Gängen zusammenstellen kann.

Den Auftakt macht der Gruß aus der Küche in Form eines Paprikasüppchens mit gebratener Chorizo. So kommen schon direkt zu Beginn des Menüs mediterrane Gefühle auf, die sich in Verbindung mit gutem Alkohol und einer guten Stimmung (auch an den Nebentischen) sofort in einem höheren Geräuschpegel im Lokal akustisch bemerkbar machen.

Die gewagteste Kreation „Wilde Garnele mit Quinoa, Curry, Erbsen und Erbsencreme“ war in der Retrospektive dann auch das Highlight des Abends. Die Garnele hatte ein Top Qualität, zeigte Bissfestigkeit und puren Schalentier Geschmack auf. Das Quinoa und die Erbsen Variationen brachten dazu ein gutes Mundgefühl und dienten als ideale Sättigungsbeilage und das Curry brachte dann noch die exotische Komponente und das gewisse Etwas in diesen Gang hinein. Nach diesem kleinen exotischen Ausflug dann ein Gericht, welches an Bella Italia erinnert und den Bogen zum Mediterranen ausbaute: Birnen, Radicchio Raviolo mit Roter Bete und gerösteten Pinienkernen. Alles frisch und auf den Punkt abgeschmeckt.

Die Hauptspeise als Bäckchen vom Rind über 12 Stunden bei 79° Grad gegart beweist einmal wieder, wie toll und zart Schmorgerichte schmecken können. Butterweich das Fleisch, knackig dazu die Rosenkohlblätter, sättigend die Pastinakencreme dazu und obendrein eine unverschämt leckere Trüffeljus (zum Finger ablecken) als Bindeglied. Das schmeckt so wie bei Muttern, nur ein bisschen besser.

Gut dann auch zum Abschluss die Schmorquitte mit Topfen und Haselnuss, die es dann als Zugabe auch noch einmal in doppelter Ausführung gab. Bevor so etwas Leckeres in die braune Tonne wandert in jedem Fall für alle Beteiligten die richtige Wahl!

So muss moderne, urbane Küche aussehen und schmecken. Ein Lebensgefühl, das mundet und dabei viel Spaß macht, bezahlbar ist und ohne Etikette ein kleines Lächeln auf das Herz und vor allen Dingen in den Magen zaubert.

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79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_8 79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_2Paprikasüppchen mit Chorizo.

79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_6 79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_3Wilde Garnele – Erbsencreme – Roter Quinoa – Jaipur Curry.

79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_7 79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_4Birnen Radiccio Raviolo – Rote Bete – Pinienkerne – Parmesan.

79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_5Bäckchen vom irischen Highlandrind (12 Stunden bei 79°) Pastinakencreme – Schwarzwurzel – Rosenkohlblätter – Trüffeljus.

79_Grad_Essen_und_Trinken_Wuppertal_Deutschland_12Schmorquitte – Topfen – Haselnuss.


79° Essen und Trinken

Luisenstr. 61
42103 Wuppertal
Deutschland
Telefon:+49 202 27 09 7070
www.79grad.com

1 Gedanke zu „79° Essen und Trinken – Wuppertal – Deutschland“

  1. Adieu Tristesse, trifft den Kern des Verweilen im Restaurant 79° Essen und Trinken. Unkomplizierte quirlige Atmosphäre und spannender Genuss ausgezeichneter Grimm-Kreationen. So erleben wir es immer wieder, man vergisst sogar für den Moment nicht in Paris zu sein sondern in ach so schönen Luisenstraße in Wuppertal.

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Schaumweine

Domaine des Tuileries Les Crayères 2021 Brut Nature

Champagner · Venteuil · Pinot Noir / Chardonnay / Meunier

Pinot Noir / Chardonnay / Meunier Champagne Venteuil Brut Nature Bio-Umstellung 2021 12,50 % vol

Der Domaine des Tuileries Les Crayères 2021 Brut Nature ist ein ehrlicher, kompromissloser Winzerchampagner aus Venteuil – keine Dosage, kein Aufpolieren, nur Kreide, Holz und ein Jahrgang, der für sich selbst spricht.


Domaine des Tuileries – Bryan Marx in Venteuil

Bryan Marx hat sich etwas getraut. Mit seinem Domaine des Tuileries in Venteuil hat er ein Projekt gestartet, das anders ist: persönlicher, konsequenter, ehrlicher. Keine Dosage, kein Aufpolieren – ein Winzerchampagner der neuen Generation, der Fragen stellt und die Antworten im Glas liefert.

Die Cuvée wächst auf rund 1,5 Hektar Kreide- und Lehmböden in Südlage. Die Reben sind im Schnitt 30 bis 40 Jahre alt, der Weinbau befindet sich seit 2019 in biologischer Umstellung. Der Les Crayères reift anschließend in der eigenen Kreidekellergrube des Guts.

Jahrgang 2021 – Champagne

2021 war in der Champagne ein kühler, klassischer Jahrgang, der Weine mit ausgeprägter Frische, lebendiger Säure und klarer Mineralität hervorbrachte – genau die Spannung, die ein kompromissloser Brut Nature ohne jede Dosage braucht. Ein Jahrgang, der für sich selbst spricht.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus 45 % Pinot Noir, 45 % Chardonnay und 10 % Meunier, Jahrgang 2021, Brut Nature, 12,50 % vol.

Vollständiger Ausbau im Eichenfass, anschließend Flaschenreife in der eigenen Kreidekellergrube des Guts. Ohne Dosage (Brut Nature) – der Wein wird nicht aufpoliert, sondern zeigt sich pur, getragen allein von Kreide und Holz.

Im Glas

In der Nase Zitrusschale, weißer Pfeffer und ein feines Toastaroma – komplex, aber nie überladen. Am Gaumen dann diese schöne Spannung: frisch, cremig, salzig, mit einem langen mineralischen Abgang, der noch bleibt, wenn das Glas schon lange leer ist.

Kein Champagner für jeden – aber für alle, die Champagner lieber verstehen als einfach nur trinken.

Bei 9–11 °C servieren; ein großzügiges Glas bringt die Aromatik besser zur Geltung als eine schmale Flöte.

Am Tisch

Als ausdrucksstarker Aperitif, zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Champagne, Venteuil (Frankreich); ~1,5 ha Kreide- und Lehmböden in Südlage, Reben im Schnitt 30–40 Jahre
Klassifikation: Champagne, Brut Nature (ohne Dosage); 45 % Pinot Noir, 45 % Chardonnay, 10 % Meunier
Ausbau: vollständig im Eichenfass, Flaschenreife in eigener Kreidekellergrube; Weinbau seit 2019 in Bio-Umstellung

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Spanien

Jade Gross Chiguita GARNACHA BLANCA 2024

Weißwein · Rioja · Garnacha Blanca

Garnacha Blanca DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross österr. Eiche · 6 Monate Feinhefe nur 120 Flaschen 2024

Der Jade Gross Chiguita Garnacha Blanca 2024 ist ein echtes Debüt – der erste reinsortige Garnacha Blanca von Jade Gross und gleich eine Rarität mit nur rund 120 abgefüllten Flaschen. Ein charaktervoller Weißwein mit Frische, feiner Würze und subtiler Holznote: elegant, individuell und ein bisschen zum Verlieben.


Chiguita Garnacha Blanca – ein Debüt aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Dieser erste reinsortige Garnacha Blanca markiert ein echtes Debüt. Die Trauben stammen aus einem Weinberg im Alto-Najerilla-Tal mit eisenhaltigen Lehmböden – ein kühleres Terroir, das dem Wein Frische und Struktur verleiht.

Jahrgang 2024 – Rioja

Der Jahrgang 2024 in der Rioja war von großen Herausforderungen geprägt: Mit nur 275,6 Millionen Kilogramm geernteten Trauben markiert die Lese die kleinste des letzten Jahrhunderts. Ein kühler Spätsommer und sehr wechselhafte Wetterbedingungen im September verlangten höchste Flexibilität und Präzision; die Lese glich einer Achterbahnfahrt. Doch der Aufwand zahlte sich aus – die Trauben zeigen sich vielschichtig und individuell, beste Voraussetzungen für charaktervolle Weine mit Persönlichkeit.

Ausbau

Reinsortige Garnacha Blanca aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese am 24. September 2024. Im Keller erfolgte eine direkte Pressung, anschließend wurde der Most in einem 500-Liter-Fass aus österreichischer Eiche vergoren. Sechs Monate reifte der Wein anschließend auf der Feinhefe, was ihm Tiefe und Struktur verleiht. Gesamtproduktion: 120 Flaschen.

Im Glas

Ein charaktervoller Weißwein mit Frische, feiner Würze und subtiler Holznote – elegant und individuell. Die Reife auf der Feinhefe gibt ihm Tiefe und Struktur, ohne die lebendige Frische zu überlagern. Ein bisschen zum Verlieben.

Elegant, individuell und ein bisschen zum Verlieben – ein echtes Debüt.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Alto-Najerilla-Tal (Spanien); eisenhaltige Lehmböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Garnacha Blanca (trocken); nur 120 Flaschen
Ausbau: Garnacha Blanca; Direktpressung, Gärung im 500-l-Fass aus österreichischer Eiche, 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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Spirituosen

Prinz Alte Himbeere

Spirituose · Obstbrand · Holzfassreifung · Österreich

Prinz Alte Himbeere ist eine holzfassgereifte Wald-Himbeerspezialität der Fein-Brennerei Prinz aus Österreich. Die Waldhimbeere mit ihrem charakteristisch starken Eigengeschmack kommt hier besonders gut zur Geltung – goldig-rötlich, intensiv-fruchtig, mit klarer Süße und feiner Vanillenote aus dem Fass.


Herkunft

Die Fein-Brennerei Prinz aus Hörbranz in Vorarlberg (Österreich) ist für ihre Obstbrände und die holzfassgereiften „Alten Sorten" bekannt. Die Waldhimbeeren werden über die Sommermonate bis in den September geerntet und müssen rasch verarbeitet werden.

Destillation und Reifung

Da Himbeeren wenig Zucker enthalten, werden sie nicht eingemaischt, sondern mazeriert – in Alkohol eingelegt, sodass die Fruchtaromen übergehen. Anschließend wird im doppelten Prinz-Feinbrandverfahren destilliert. Nach mehrjähriger Ruhe im Steingut reift das Destillat in kleinen Prinz-Holzfässern und wird zuletzt mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert.

Im Glas

Goldig-rötlicher Farbton aus der Holzfasslagerung. In der Nase sortenintensiv nach sonnengereiften Waldhimbeeren. Am Gaumen entfaltet sich das volle fruchtige Potenzial: sortentypischer Himbeergeschmack, klare Süße und eine feine, leicht vanilleartige Holzfassnote.

Pur genießen

Gut gekühlt pur als Digestif nach dem Essen. Die beerige Frucht passt auch zu Dessert oder über Vanilleeis geträufelt.

Klassisch solo: gekühlt pur, als Digestif oder zum Dessert.


Herkunft: Hörbranz, Vorarlberg (Österreich)
Art: holzfassgereifte Wald-Himbeerspezialität (Obstbrand)
Destillation: Mazeration, doppeltes Feinbrandverfahren
Reifung: mehrjährig im Steingut, Finish im Prinz-Holzfass; mit natürlichen Fruchtauszügen verfeinert

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Rebsorten

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal trocken | Fenske's

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Sauvignon Blanc Zellertal ist ein klarer, kühler Sauvignon Blanc aus dem berühmten nordpfälzischen Zellertal. Spannungsvoll und von saftiger Mineralik geprägt – ein Wein, der animiert und Lust auf den nächsten Schluck macht.


Pfalz / Zellertal

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Die Reben gedeihen auf kalkgeprägten Böden, die dem Sauvignon Blanc seine kühle Spannung und saftige Mineralität verleihen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Sauvignon Blanc. Der Ausbau stellt die klare, kühle und spannungsvolle Stilistik der Rebsorte in den Vordergrund, getragen von der Kalkmineralität des Zellertals. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase klar und kühl, rebsortentypisch mit Zitrus, Stachelbeere und grünen Kräuternoten. Am Gaumen spannungsvoll und straff, mit saftiger Mineralik, animierender Säure und klarem, frischem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Salaten, Ziegenkäse, Fisch, Meeresfrüchten und Spargel.


Lage: Pfalz, Zellertal (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Ortswein – 100 % Sauvignon Blanc, trocken
Ausbau: kühl und mineralitätsbetont (Kalkböden)

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Rebsorten

Keller Riesling von der Fels 2024

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen von der Fels Kalkstein / Grosse Lagen trocken 2024

Der Keller Riesling von der Fels 2024 ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und eigentlich auch schmecken sollte. Hier trifft Frische auf Rasse, Kraft auf Mineralität und feinste Spannung.


Von der Fels – Kalkstein aus den Grossen Lagen

Das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim zählt unter Klaus-Peter Keller zu den weltweit gefeierten Adressen für trockenen Riesling – akribische Weinbergsarbeit, niedrige Erträge, Spontanvergärung und langes Hefelager sind die Grundlagen dieser Spitzenqualität.

Für den „von der Fels" – zu Deutsch „vom Fels" – verwendet Keller die jüngeren Reben (im Schnitt 20–25 Jahre) seiner besten Kalkstein-Parzellen, die allesamt als Grosse Lagen klassifiziert sind, allen voran rund um den Dalsheimer Hubacker. Diese Reben bilden gleichsam die Vorstufe zu den Großen Gewächsen eines jeden Jahrgangs. Die Parzellen bestehen aus Tonböden auf Kalkstein – die Quelle der salzigen Frische und mineralischen Spannung des Weins.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den Kalkstein-Parzellen ergibt das einen besonders rassigen, mineralischen Wein mit lebendiger Säure und klarer Frucht – Spannung und Eleganz statt Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung nach kurzer Maischestandzeit von einigen Stunden, anschließend Spontangärung mit eigenen Hefen – überwiegend im Holzfass (Fuder), zu kleinen Teilen im Edelstahl. Reife auf der Vollhefe, gefolgt von einer leichten Filtration vor der Füllung.

Im Glas

Ein nobles Bukett von Weinbergspfirsich, Quitte, Marille und reifem Apfel, dazu Wildkräuter, Zitronengras und ein Hauch Minze. Am Gaumen rassig und mit viel Substanz: Die Länge ist frappierend, die Säure wirbelt wie ein Sturm durch den Mund, und die Frucht bleibt stets präsent – getragen von einer herrlich erfrischenden, verführerischen Kalkstein-Mineralität.

Ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und schmecken sollte.

Schon jung ein Genuss („der liebste Zechwein" des Winzers), zugleich über viele Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim; jüngere Reben der besten Kalkstein-Parzellen (Grosse Lagen, u. a. Dalsheimer Hubacker), Tonböden auf Kalkstein
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling trocken (Gutswein-Stufe aus Grosse-Lagen-Parzellen)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung überwiegend im Fuder, Reife auf der Vollhefe, leichte Filtration

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Rebsorten

Van Volxem Scharzhofberger Riesling Beerenauslese 2011

Edelsüßer Weißwein · Scharzhofberg (Saar) · Riesling

Riesling Scharzhofberg Wiltingen · Saar Van Volxem blauer Devonschiefer Beerenauslese · edelsüß Botrytis · alte Reben 0,375 l · 2011

Die Van Volxem Scharzhofberger Riesling Beerenauslese 2011 stammt von einer der berühmtesten Rieslinglagen der Welt – dem Scharzhofberg über Wiltingen an der Saar. Eine extraktreiche, edelsüße Rarität von alten Reben auf blauem Devonschiefer: feinste Nase nach wildem Honig und reifer Frucht, getragen von einer formidablen, rasse­n Säure.


Scharzhofberg – der König der Saarweine

Van Volxem in Wiltingen an der Saar wurde im Jahr 2000 von Roman Niewodniczanski übernommen, um die alte Tradition großer Saarweine wiederherzustellen. Mit gerade einmal rund 25 hl/ha sind die Erträge sehr gering, das Durchschnittsalter der Reben liegt bei etwa 40 Jahren; gearbeitet wird ausschließlich von Hand in besten Steillagen und nach naturnahen Gesichtspunkten.

Der Scharzhofberg ist die legendäre Schieferlage an der Saar – ein Mythos mit Weltruf, schon im 19. Jahrhundert als „König aller Weine des Trierschen Landes" gerühmt. Der steile, südexponierte Hang über Wiltingen besteht aus stark verwittertem, blauem Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, der den Weinen ihre unverwechselbare, tiefgründige Mineralität verleiht.

Jahrgang 2011 – Saar

2011 gilt an der Saar als herausragender Jahrgang, der besonders für die edelsüßen Spezialitäten ideale Bedingungen bot: Eine gesunde, vollreife Lese mit feiner Edelfäule (Botrytis cinerea) brachte konzentrierte, zugleich elegante Beeren hervor. Auf dem Scharzhofberg ergab das eine Beerenauslese von großer Dichte und Extraktsüße, die von der für die Lage typischen kristallinen Säure im Gleichgewicht gehalten wird.

Herstellung und Ausbau

Edelsüße Beerenauslese aus dem Scharzhofberg, Jahrgang 2011; 100 % Riesling von über 40 Jahre alten Reben, gefüllt in der 0,375-Liter-Flasche.

Für die Beerenauslese werden einzeln verlesene, edelfaule und vollreife Beeren gelesen. Der hochkonzentrierte Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen über eine sehr lange Zeit – fast ein Jahr lang –, wobei aufgrund des enormen Zuckergehalts nur ein Teil vergärt: So bleibt eine üppige natürliche Süße erhalten, während der Alkoholgehalt sehr niedrig bleibt. Das Ergebnis ist ein extraktreicher, langlebiger Wein von subtiler Feinheit.

Im Glas

In der Natur gewachsen, um dann fast ein Jahr vor sich hin zu gären, ist diese extraktreiche Beerenauslese ein kleines Wunder, was die Natur dem Menschen schenkt. Feinste Nase nach wildem Honig, reifen Marillen, Pfirsich, Maracuja, aber auch Limetten machen sich bemerkbar. Zunächst ein Maul voll Süße am Gaumen, bis die formidable Säure den Mund wieder frei putzt und diesen frisch, sauber und klar nach dem nächsten Schluck schreien lässt. Extraktreich, auf subtile Art und Weise fein und „fett". Verspielt, sehr, sehr, sehr lang und einfach zum Verlieben!

Wilder Honig, reife Marille, Pfirsich, Maracuja und Limette – ein Maul voll Süße, bis die formidable Säure den Mund frei putzt. Sehr, sehr lang.

Noch in seiner Jugendphase, sollte der Wein noch locker ein paar Jahrzehnte in der Flasche weiterreifen können. Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Vor allem solo als meditativer Genuss im Glas. Daneben zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie zu Desserts mit Aprikose, Pfirsich oder Crème brûlée.


Lage: Scharzhofberg, Wiltingen an der Saar (Mosel); stark verwitterter, blauer Devonschiefer mit eisenhaltigen Tonanteilen, steil und südexponiert; VDP.GROSSE LAGE; alte Reben (40+ Jahre)
Klassifikation: Beerenauslese (edelsüß); 100 % Riesling; 0,375 l
Ausbau: selektive Handlese edelfauler Beeren, sehr lange Spontangärung mit eigenen Hefen (fast ein Jahr), naturnah

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Weine

Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 MAGNUM BIO

Weißwein · Mölsheim/Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Ortswein)

Riesling Mölsheim (Ortswein) Battenfeld-Spanier Zellertal · Rheinhessen kalkgeprägte Böden trocken rauchig-kühl · Feuerstein Magnum 1,5 l · BIO (DE-ÖKO-006) · 2023

Der Battenfeld-Spanier Mölsheim Riesling trocken 2023 in der Magnum ist der Ortswein aus dem Zellertal – der kleine Bruder der Großen Gewächse: früher trinkreif, dennoch mit Lagerpotential. Rauchig-kühl mit Feuerstein.


Mölsheim – Ortswein aus dem Zellertal

Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Mölsheim liegt im Zellertal, wo auch die Großen Lagen Frauenberg und Zellerweg am Schwarzen Herrgott beheimatet sind.

Der Ortsriesling stammt von den kalkgeprägten Böden rund um Mölsheim. Er bündelt den Charakter des Zellertals auf zugänglicher Ebene: die kühle, rauchige Kalksteinmineralität der großen Lagen, früher zugänglich, aber mit Reifepotential.

Jahrgang 2023 – Zellertal (Rheinhessen)

2023 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und lebendiger Säure. Die kalkgeprägten Böden des Zellertals bewahren kühle Klarheit, rauchige Mineralität und Struktur – Frucht und Frische im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling (Ortswein Mölsheim) aus dem Zellertal, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von kalkgeprägten Böden. Abgefüllt in der 1,5-Liter-Magnum.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf kühle Klarheit, rauchige Kalkmineralität und Zugänglichkeit ausgerichtet. Das Magnum-Format begünstigt eine besonders langsame, harmonische Reife. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein rauchig-kühler, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu ein deutlicher Feuersteinton, feine Kräuterwürze und eine salzig-mineralische Ader. Am Gaumen kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und einem langen, rauchig-mineralischen Nachhall.

Zitrus und weißer Pfirsich über deutlichem Feuersteinton, feiner Kräuterwürze und salzig-mineralischer Ader – kühl und klar, straff strukturiert, mit lebendiger Säure und langem, rauchig-mineralischem Nachhall.

Ein rauchig-kühler Kalk-Riesling; früh zugänglich, mit Reifepotential. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu mildem bis mittelkräftigem Käse.


Herkunft: Mölsheim, Zellertal, Rheinhessen; kalkgeprägte Böden (Ortsebene der Zellertaler Großen Lagen)
Klassifikation: Riesling, Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling; 1,5-l-Magnum
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Spanien

Jade Gross Chiguita TEMPRANILLO BLANCO 2025

Weißwein · Rioja · Tempranillo Blanco

Tempranillo Blanco DOCa Rioja Alto de Najerilla Jade Gross 6 Monate Feinhefe (500-l-Fass) nur 200 Flaschen 2025

Der Jade Gross Chiguita Tempranillo Blanco 2025 ist der zweite Jahrgang dieses raren Weins – ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.


Chiguita Tempranillo Blanco – aus dem Alto de Najerilla

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. Ihre Weine entstehen handwerklich, mit minimaler Intervention und klarem Fokus auf den Ausdruck von Rebsorte und Terroir.

Die Trauben stammen aus einem Weinberg im Tal des Alto de Najerilla, wo die Reben auf eisenhaltigen Tonböden wachsen. Tempranillo Blanco, eine erst in jüngerer Zeit entdeckte weiße Mutation des Tempranillo, gehört zu den jüngsten Rebsorten der Rioja – die eisenhaltigen Böden geben dem Wein hier seine ausgeprägte Struktur und Substanz.

Jahrgang 2025 – Rioja

Die Lese erfolgte am 10. September von Hand. Der Jahrgang 2025 zeigt den Chiguita Tempranillo Blanco komplex und kraftvoll, mit reifer Frucht und feiner Würze – ein strukturierter, substanzreicher Weißwein abseits der Konvention.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo Blanco aus dem Jahrgang 2025, trocken.

Handlese in 18-kg-Kisten. Im Keller werden die Trauben als ganze Trauben schonend gepresst. Die Gärung erfolgt in einem 500-Liter-Fass aus französischer Eiche, anschließend reift der Wein sechs Monate auf der Feinhefe, wodurch er zusätzliche Struktur und Tiefe entwickelt. Insgesamt wurden 200 Flaschen produziert.

Im Glas

Ein komplexer, kraftvoller Weißwein mit Struktur und Substanz, geprägt von reifer Frucht, zarter Würze und einem Hauch Holz. Ein Wein mit Tiefe und Eigenständigkeit – für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse, die das besondere Geschmackserlebnis suchen.

Ein Unikat für Entdecker und Liebhaber seltener Gewächse.

Schon jetzt ausdrucksstark, mit Reifepotenzial über einige Jahre. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Reisgerichten sowie zu mittelreifem Käse.


Lage: DOCa Rioja, Tal des Alto de Najerilla (Spanien); eisenhaltige Tonböden
Klassifikation: DOCa Rioja blanco, Tempranillo Blanco (trocken); nur 200 Flaschen
Ausbau: Tempranillo Blanco; Ganztraubenpressung, Gärung im 500-l-Fass (franz. Eiche), 6 Monate auf der Feinhefe; handwerklich

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