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7. März 2019

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Weine

Kaufmann Wisselbrunnen Riesling GG 2021 BIO

Weißwein · Rheingau · Riesling

Riesling Rheingau Hattenheimer Wisselbrunnen VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) tertiärer Mergel 2021

Das Kaufmann Hattenheimer Wisselbrunnen Riesling Großes Gewächs 2021 vereint alle Rheingauer Talente zu einem komplexen Wein – seidige Eleganz, mineralisches Mundgefühl und ein vibrierendes Fruchtsäurespiel mit jeder Menge Druck. Ein Grand Cru aus dem Rheingau.


Wisselbrunnen – die beste Lage des Guts

Das VDP.Weingut Kaufmann in Eltville-Hattenheim zählt zu den Top-Adressen für Rheingauer Riesling. Die Quereinsteiger Urban Kaufmann (Schweizer Käsemeister) und Eva Raps (frühere VDP-Geschäftsführerin) übernahmen das traditionsreiche Bio-Gut Hans Lang und arbeiten konsequent biodynamisch – seit 2017 Demeter-zertifiziert. Ihr Stil: klare, präzise Aromatik, guter Trinkfluss und viel Mineralik.

Beim Wisselbrunnen dreht sich alles um die Originalität seiner Herkunft: Auf einer Höhe von rund 100 Metern gelegen und nach Süd-Südwest exponiert, profitiert die Lage von einer perfekten Sonneneinstrahlung. Die tertiären Mergelböden zeichnen sich durch eine leichte Erwärmbarkeit und gute Wasserhaltefähigkeit aus, die den Trauben selbst in trockenen Jahren einen optimalen Reifeverlauf garantieren. Jede Flasche Wisselbrunnen ist eine Klasse für sich – ein Grand Cru aus dem Rheingau.

Jahrgang 2021 – Rheingau

2021 gilt im Rheingau als klassischer, kühler Riesling-Jahrgang von großer Präzision: Ein langer, gemäßigter Reifeverlauf brachte Weine mit animierender Säure, klarer Frucht und feiner Mineralität. Ideale Bedingungen für ein spannungsreiches, langlebiges Großes Gewächs, in dem die Herkunft des Wisselbrunnen unverfälscht zum Ausdruck kommt.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2021, trocken, VDP.Grosses Gewächs.

Handlese, schonende Verarbeitung und ein langes Vollhefelager, das dem Wein seine seidige Eleganz, das mineralisch geprägte Mundgefühl und die Tiefe verleiht. Biodynamischer Anbau (Demeter), DE-ÖKO-003.

Im Glas

Durch sein langes Vollhefelager liefert der Wein seidige Eleganz, ein mineralisch geprägtes Mundgefühl und ein vibrierendes Fruchtsäurespiel, das am Gaumen jede Menge Druck macht und in ein grandioses Nachspiel mündet. Ein komplexer Riesling, der alle Rheingauer Talente vereint.

Jede Flasche Wisselbrunnen ist eine Klasse für sich – ein Grand Cru aus dem Rheingau.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse.


Lage: Rheingau, Hattenheimer Wisselbrunnen (Deutschland); ~100 m, Süd-Südwest-Exposition, tertiäre Mergelböden; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheingau, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken)
Ausbau: Riesling; schonende Verarbeitung, langes Vollhefelager; biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-003

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Länder/Regionen

San Donaci Duca del Salento Salice Salentino Riserva

Wein · Rotwein · Salice Salentino · Italien

San Donaci Duca del Salento Salice Salentino Riserva wird nach sorgfältiger, selektiver Lese der Negroamaro-Trauben über zwei Jahre in kleinen Barriquefässern gelagert. Weich, rund und trinkreif präsentiert sich dieser Gaumenschmeichler im Glas.


Salice Salentino / Apulien

Die Winzergenossenschaft Cantina San Donaci (gegründet 1933) liegt in San Donaci bei Brindisi im Salento, der Südspitze Apuliens. Die DOC Salice Salentino auf tonig-kalkhaltigen Böden ist die klassische Heimat des Negroamaro, der hier in warmem, mediterranem Klima vollreif gedeiht.

Assemblage und Ausbau

Überwiegend aus Negroamaro, der Leitsorte der DOC Salice Salentino. Nach selektiver Handlese reift der Wein als Riserva rund zwei Jahre in kleinen Barriquefässern, was ihm Struktur, Schmelz und weiche, gut eingebundene Tannine verleiht.

Im Glas

Tiefes Granatrot. In der Nase dunkle Beeren, Pflaume und Dörrobst, untermalt von Würze und feinen Vanille- und Kakaonoten aus dem Holz. Am Gaumen vollmundig, weich und rund, mit samtigen Tanninen und langem, harmonischem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren und vor dem Genuss etwas atmen lassen – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: geschmortem und gegrilltem Fleisch, Lamm, Wild und gereiftem Hartkäse.


Lage: DOC Salice Salentino, San Donaci (Brindisi, Apulien, Italien); Cantina San Donaci
Klassifikation: Salice Salentino DOC Riserva – überwiegend Negroamaro
Ausbau: ~2 Jahre in kleinen Barriquefässern

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Rebsorten

Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2021

Weißwein · Oberhausen (Nahe) · Riesling (Spätlese, fruchtsüß)

Riesling Oberhäuser Brücke Spätlese · fruchtsüß Dönnhoff Monopollage · Nahe grauer Schiefer · Vulkangestein kühle Flusslage 2021

Die Dönnhoff Oberhäuser Brücke Riesling Spätlese 2021 ist eine Rarität aus der Monopollage des Guts. Eine fruchtsüße Spätlese von filigraner Eleganz, feiner Frucht und tiefer Mineralität.


Oberhäuser Brücke – die Monopollage von Dönnhoff

Das Weingut Dönnhoff in Oberhausen zählt zu den weltweit renommiertesten Rieslingerzeugern der Nahe. Die Oberhäuser Brücke ist eine rund 1,1 Hektar große VDP.Große Lage im alleinigen Besitz des Guts – eine echte Monopollage.

Die kühle Lage direkt an der Nahe ist von grauem Schiefer und Vulkangestein geprägt. Sie zeigt sich verspielt und charmant und bringt Jahr für Jahr filigrane, tiefmineralische Weltklasseweine hervor – in trockener wie fruchtsüßer Form.

Jahrgang 2021 – Nahe

2021 war an der Nahe ein kühler, klassischer Jahrgang mit lebendiger Säure und präziser Frucht – ideale Voraussetzungen für filigrane, fruchtsüße Prädikate mit klarer Balance aus Süße und Säure.

Herstellung und Ausbau

Fruchtsüße Riesling Spätlese aus der Monopollage Oberhäuser Brücke, Jahrgang 2021; 100 % Riesling von grauem Schiefer und Vulkangestein.

Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vinifiziert, mit kühler Gärung, die die feine Restsüße und die lebendige Säure der Spätlese bewahrt.

Im Glas

Eine filigrane, fruchtsüße Spätlese: reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose, dazu Zitrus, ein Hauch weißer Blüten und eine feine, salzig-mineralische Ader. Am Gaumen leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, die von einer lebendigen, klaren Säure getragen wird, und einem langen, mineralisch-frischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht, Pfirsich und Aprikose über Zitrus und weißen Blüten – leicht und schwebend, mit feiner Restsüße, getragen von lebendiger, klarer Säure und langem, mineralisch-frischem Nachhall.

Eine filigrane, sehr langlebige Nahe-Spätlese. Bei 8–10 °C servieren.

Am Tisch

Zu würziger asiatischer Küche, zu Currys, zu kräftigem und blauem Käse sowie zu Desserts mit Frucht; auch solo ein Genuss.


Lage: Oberhäuser Brücke (VDP.Große Lage, Monopol), Nahe; kühle Flusslage; grauer Schiefer und Vulkangestein; ~1,1 ha, alleiniger Besitz Dönnhoff
Klassifikation: Riesling Spätlese, Nahe (fruchtsüß); 100 % Riesling
Ausbau: selektive Handlese, kühle Gärung, herkunftsbetonter Ausbau im Stil des Guts

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Weine

Ellermann Spiegel Auxerrois

Weißwein · Auxerrois · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Auxerrois ist ein bukettreicher, intensiv fruchtiger Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Auxerrois mit Aromen von Aprikose, Honig und Blüten – sehr saftig, weich und mit fruchtsüßem Eindruck.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Auxerrois ist eine seltene Spezialität im Sortiment.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Auxerrois, eine seltene, mit dem Weißburgunder verwandte Rebsorte. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die feine, aromatische Frucht. Die von Natur aus milde Säure gibt dem Wein seinen weichen, fast fruchtsüßen Charakter.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase ein reiches Bukett aus Aprikose, Honig und blumigen Noten. Am Gaumen sehr saftig und weich, fruchtbetont mit einem fast fruchtsüßen Eindruck und feinem Schmelz. Harmonischer, runder Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als unkomplizierter Genuss oder zu leicht würziger Küche.

Klassische Begleitung: Geflügel, pikanter Fisch, asiatische Küche und mittelkräftiger Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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USA

Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2012

Rotwein · Walla Walla Valley AVA · Syrah

100 % Syrah The Tribe Vineyard The Rocks District of Milton-Freewater rund 8.800 Stöcke je Hektar 463 Kisten 2012

Der Horsepower Vineyards The Tribe Vineyard Syrah 2012 stammt von Christophe Baron, dem Gründer von Cayuse, aus einer extrem dicht gepflanzten Parzelle im Rocks District des Walla Walla Valley. Ein herzhafter, salziger und konzentrierter Syrah von den Basaltkieseln – im Stil näher an der Côte Brune von Côte-Rôtie als an allem, was man sonst aus Nordamerika kennt. Erzeugt wurden nur 463 Kisten.


The Tribe Vineyard – dicht gepflanzter Syrah auf Basalt

The Tribe Vineyard umfasst rund drei Acres, gut einen Hektar, und liegt unmittelbar neben Christophe Barons Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater. Diese Unterregion des Walla Walla Valley ist die einzige Weinbauappellation der USA, deren Grenzen allein über einen Bodentyp gezogen wurden: einen kiesigen Lehm, der fast vollständig aus runden Basaltgeröllen besteht. Wie die galets roulés von Châteauneuf-du-Pape speichern die Steine tagsüber Wärme und geben sie nachts an die Trauben ab.

Die Besonderheit dieser Parzelle ist die Pflanzdichte. Gepflanzt wurde „sur échalas", wie an den steilen Hängen der nördlichen Rhône: jede Rebe an einem eigenen Pfahl, rund 3.555 Stöcke je Acre, umgerechnet etwa 8.800 je Hektar – ein Mehrfaches dessen, was in den USA üblich ist. So eng stehende Reben konkurrieren um Wasser und Nährstoffe, tragen wenig und wurzeln tief. Der Name Horsepower verweist darauf, wie diese Reihen bearbeitet werden: Sie sind zu schmal für einen Traktor, die Arbeit übernehmen Zugpferde.

Der Vergleich mit der Côte Brune ist kein Zufall. Baron, aus einer Winzerfamilie der Champagne stammend, hat die nördliche Rhône bewusst zum Vorbild genommen – Pflanzsystem, Syrah, Hanglage im Sinne dichter Bestockung. Der Rocks District liefert dazu die Wärme und die herzhafte, fleischige Aromatik, für die die Weine dieser Gegend bekannt sind.

Jahrgang 2012 – Walla Walla Valley

Der Jahrgang 2012 gilt im Bundesstaat Washington und im angrenzenden Walla Walla Valley als ausgeglichenes, sehr gutes Jahr. Nach einem kühlen Frühjahr folgte ein warmer, trockener und vor allem gleichmäßiger Sommer ohne längere Hitzespitzen. Der Herbst blieb mild und erlaubte eine ruhige, lange Reife.

Die Trauben kamen gesund und vollreif in den Keller, ohne dass die Frische verloren ging. Für Syrah auf den warmen Basaltkieseln bedeutet das Konzentration und Struktur bei erhaltener Spannung – gute Voraussetzungen für einen Wein, der heute, gut ein Jahrzehnt später, in einer schönen Trinkphase steht.

Rebsorte und Herkunft

Reinsortiger Syrah aus dem Jahrgang 2012, ausschließlich aus The Tribe Vineyard. Horsepower Vineyards ist Christophe Barons zweites Label neben Cayuse; es ist den dicht gepflanzten, mit Pferden bearbeiteten Parzellen vorbehalten und entsprechend klein. Von diesem Wein wurden 463 Kisten erzeugt.

Die Konzentration des Weins entsteht im Weinberg, nicht durch Extraktion im Keller: Bei so dichter Bepflanzung bringt jeder einzelne Stock nur wenige Trauben, die kleinen Beeren liefern viel Schale im Verhältnis zum Saft – daher Farbe, Tannin und Tiefe.

Im Glas

Tiefes Rubin mit beginnender Reife am Rand. In der Nase herzhaft, fast blutig: Asche, schwarzer Pfeffer, Steinsalz, schwarze Olive, nasser Stein, Tabak und getrocknete Blüten über dunkler Frucht aus schwarzer Kirsche und Pflaume, dazu getrocknete Kräuter, Paprika und Lakritz.

Am Gaumen vollmundig und konzentriert, mit ausgeprägt salziger Mineralität, reifen Tanninen und großer Länge. Die gut zehn Jahre Flaschenreife haben die Frucht in den Hintergrund und die herzhaften Töne nach vorn gebracht.

Pflanzdichte wie an der nördlichen Rhône, Basalt wie in Châteauneuf, Pferde statt Traktor: ein Syrah, der nach Stein und Fleisch schmeckt.

Bei 16–18 °C servieren. Eine Stunde vorher dekantieren und dabei vom Depot trennen. Heute gut trinkreif, mit weiterem Potenzial bis etwa 2032.

Am Tisch

Zu Lammkeule, gegrilltem Rind, Wild, kräftigem Barbecue oder gereiftem Hartkäse. Die herzhaften, salzigen Töne passen besonders zu Lamm mit Oliven und Rosmarin, geschmorter Ochsenbacke und Wildschwein.


Produzent Horsepower Vineyards, Christophe Baron, Walla Walla
Rebsorte 100 % Syrah
Lage The Tribe Vineyard, The Rocks District of Milton-Freewater, Walla Walla Valley (Oregon, USA) · rund 3 Acres · Basaltgerölle
Klassifikation Walla Walla Valley AVA · trocken
Jahrgang 2012
Vinifikation Pflanzung sur échalas, rund 3.555 Stöcke je Acre · Bearbeitung mit Zugpferden
Trinkempfehlung jetzt bis 2032
Auflage 463 Kisten

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Weine

Radio Boka Tempranillo

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Tempranillo

100 % Tempranillo Vino de la Tierra de Castilla Kastilien-La Mancha Edelstahl und französische Eiche Hammeken Cellars halbtrocken

Radio Boka Tempranillo ist ein saftiger, samtiger Rotwein von Hammeken Cellars aus Zentralspanien. Reinsortig aus der Tempranillo-Traube, teils im Edelstahl, teils in französischer Eiche gereift und danach verschnitten: Kirsche, reife Pflaume und Cassis, dazu süße Gewürznoten aus dem Holz.


Tempranillo aus Kastilien-La Mancha

Der Wein trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla. Sie umfasst Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid, eine Hochebene auf 600 bis 800 Metern mit der größten zusammenhängenden Rebfläche der Welt. Hier regiert das Kontinentalklima: sehr heiße, trockene Sommer, frostige Winter, wenig Regen.

Für den Tempranillo ist die Höhe der entscheidende Ausgleich. Nach heißen Tagen kühlen die Nächte deutlich ab, die Trauben reifen voll aus und behalten dennoch Säure. Die Sorte, die in dieser Region traditionell Cencibel heißt, bringt auf den kargen, kalkhaltigen Böden kompakte Kirschfrucht und runde Gerbstoffe – genau das Profil, auf das dieser Wein zielt.

Radio Boka ist die unkomplizierte Linie von Hammeken Cellars. Das Haus wurde 1996 von Nicholas Hammeken gegründet, sitzt an der Küste der Provinz Alicante und arbeitet mit Partnerbetrieben in zahlreichen spanischen Anbaugebieten.

Zwei Partien, ein Verschnitt

Reinsortiger Tempranillo, temperaturkontrolliert vergoren. Danach wird der Wein geteilt: Ein Teil reift im Edelstahl, wo er seine Frucht unverändert behält, der andere in französischer Eiche, wo er Struktur, Rundung und würzige Noten gewinnt.

Erst dann werden beide Partien verschnitten. Der Vorteil dieser Arbeitsweise liegt in der Dosierbarkeit: Das Holz trägt so viel bei, wie der Kellermeister will, und nicht mehr. Französische Eiche liefert dabei feinere Gerbstoffe und zurückhaltendere Aromen als amerikanische – Zimt und Vanille statt Kokos. Das Ergebnis ist ein weicher Wein mit Körper, dessen Frucht im Vordergrund bleibt.

Im Glas

Leuchtendes Rubinrot mit kirschroten Reflexen. In der Nase Kirsche, reife Pflaume und Cassis, dazu süße Gewürze wie Zimt und Vanille aus dem Holz. Am Gaumen saftig und samtig, vollmundig und weich, mit fruchtigem Abgang.

Halb Stahl, halb Holz, danach verschnitten: So bleibt die Frucht vorn und das Fass im Hintergrund.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Gegrilltes, Pizza, Pasta und Hartkäse. Ebenso zu Burgern, Chili con Carne, Albóndigas und Manchego – ein unkomplizierter Wein für den Alltagstisch.


Produzent Hammeken Cellars, Provinz Alicante
Rebsorte 100 % Tempranillo
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene auf 600 bis 800 m
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · halbtrocken
Vinifikation temperaturkontrollierte Gärung · getrennter Ausbau zweier Partien, anschließend Verschnitt
Ausbau teils Edelstahl, teils französische Eiche
Trinkempfehlung jung trinken

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Frankreich

Raquillet Mercurey Les Veleys 1er Cru blanc 2021

Weißwein · Mercurey Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Mercurey · 1er Cru Les Veleys Côte Chalonnaise Reben 55 Jahre · 0,7 ha 2021

Der Mercurey Les Veleys 1er Cru Blanc 2021 von François Raquillet ist ein Chardonnay von einer 0,7 Hektar großen Parzelle mit 55 Jahre alten Reben. Kraft und Eleganz treffen auf frische florale Frucht, mineralische Länge und ein herausragendes Preis-Genuss-Verhältnis – ein noch unentdeckter weißer Burgunder.


Mercurey – Premier Cru der Côte Chalonnaise

Mercurey in der Côte Chalonnaise ist eine von fünf Gemeinde-Appellationen der Region; angebaut werden vor allem Pinot Noir und Chardonnay. Die Appellation (gegründet 1936, inklusive Saint-Martin-sous-Montaigu) umfasst rund 650 Hektar auf vielen kleinen Kalksteinhügeln, davon 32 Hektar als Premier Cru. Historisch zählten die Mercurey-Weine zu den besten und lagerfähigsten der Côte Chalonnaise.

Deutlich wärmer als die nördlichen Burgunder Appellationen, gelingt hier eine zuverlässige Reife. Die Reben für Les Veleys sind rund 55 Jahre alt; François Raquillet zählt zu den führenden Erzeugern von Mercurey.

Jahrgang 2021 – Côte Chalonnaise

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein schwerer, wochenlanger Frost, der die Mengen reduzierte. Eine kühle Phase und atlantische Regenfälle mit Mehltaudruck folgten, bevor stabileres Wetter im August und September die Reife sicherte.

Für die weißen Burgunder steht 2021 für einen klassischen, frischen Stil mit klarer Säure und moderatem Alkohol – passend zur mineralischen, frischen Art dieses Mercurey.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2021, von rund 55 Jahre alten Reben.

Der Wein reift im Holzfass; der dezente Holzeinsatz gibt feine Vanille- und Toastnoten, ohne Frucht und Mineralität zu überdecken.

Im Glas

Kraft und Eleganz mit frischer, floraler Frucht: weiße Blüten, Vanille und Toast. Am Gaumen geschmeidig, aber komplex, mit Haselnuss und Honig. Der Abgang ist intensiv und frisch, mit mineralischer Länge.

Weiße Blüten, Haselnuss und Honig über geschmeidigem Gaumen – ein Chardonnay mit intensiver, mineralischer Länge.

Jung schon zugänglich, über einige Jahre gut lagerfähig. Bei 11–12 °C servieren.

Am Tisch

Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel in heller Sauce, Kalb, dazu milder Weichkäse – oder solo als Aperitif. Ein vielseitiger Begleiter mit gutem Preis-Genuss-Verhältnis.


Lage: Les Veleys (1er Cru), Mercurey (Côte Chalonnaise); Kalksteinhügel; Reben 55 Jahre, 0,7 ha
Klassifikation: Mercurey Premier Cru
Ausbau: Chardonnay; Holzfassausbau (dezenter Holzeinsatz)

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Ungarn

Oremus Tokaji Aszu 5 Puttonyos 1972

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 5 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Lage Oremus edelsüß · Botrytis über 50 Jahre Reife 1972

Der Oremus Tokaji Aszú 5 Puttonyos 1972 ist eine seltene, über fünfzig Jahre gereifte Rarität aus der berühmtesten Süßwein-Region der Welt. Er trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú – und stammt aus der Ära des ungarischen Staatsweinbaus. Ein edelsüßer, botrytisgeprägter Tokajer von tiefer Reife und lebendiger Säure.


Tokaj-Hegyalja und die historische Lage Oremus

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige". Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt feuchtfeuchter Herbstnebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima den Trauben Würze und Säure geben. Seit 2002 ist die Region UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Lage Oremus bei Tolcsva gilt als Ursprungsort des Tokaji Aszú: Hier wurde im frühen 17. Jahrhundert erstmals die Herstellung dieses botrytisierten Süßweins dokumentiert. Der Lagenname trägt dieses Erbe bis heute – auch auf historischen Flaschen wie dieser.

Jahrgang 1972 – Tokaj im Staatsweinbau

Der Jahrgang 1972 stammt aus der Zeit des ungarischen Staatsmonopols: Zwischen 1949 und 1990 wurde der Tokajer zentral von der staatlichen Kombinat-Kellerei (Borkombinát) erzeugt und ausschließlich über die Außenhandelsgesellschaft Monimpex exportiert. Diese historischen Flaschen tragen den Lagennamen Oremus und entstanden Jahrzehnte vor der Gründung des heutigen, gleichnamigen Weinguts (1993). Mit über fünfzig Jahren Flaschenreife ist der Wein eine echte Rarität – ein lebendiges Stück Tokaj-Geschichte, dessen Charakter durch die lange Reife geprägt ist.

Aszú 5 Puttonyos – Herstellung und Reife

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 1972, Stufe 5 Puttonyos – traditionell eine Cuvée auf Furmint-Basis, ergänzt um Hárslevelű und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen und eingetrockneten Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen Hotten – zum Grundwein gegeben; fünf Puttonyos stehen für eine hohe, konzentrierte Süße. Die Gärung verläuft langsam über Wochen bis Monate, gefolgt von langer Fassreife im klassisch oxidativen Tokaj-Stil. Daran schließt sich in diesem Fall eine außergewöhnlich lange Flaschenreife von über fünf Jahrzehnten an.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und über fünfzig Jahren Reife lebt dieser Tokajer von tiefer, oxidativer Komplexität: eine bernsteinfarbene bis mahagonibraune Farbe, dazu Aromen von getrockneter Aprikose, Orangenschale, Feige und Dattel, von Karamell, Walnuss, Honig und einem feinen, balsamischen Ton. Am Gaumen edelsüß und dicht, doch von einer bemerkenswert lebendigen, frischen Säure getragen, die den Wein trotz seines Alters straff und lang hält. Nichts wirkt schwer – das Finale ist würzig, nussig und sehr lang.

Bernstein bis Mahagoni, getrocknete Aprikose, Orangenschale, Karamell und Walnuss – edelsüß und dicht, von lebendiger Säure getragen, sehr lang.

Als gereifte Rarität vor dem Genuss aufrecht stehen lassen und behutsam öffnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Solo als meditativer Wein im Glas, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras sowie zu Desserts mit Aprikose, Walnuss oder Karamell.


Lage: Lage Oremus, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; historischer Ursprungsort des Tokaji Aszú
Klassifikation: Tokaji Aszú 5 Puttonyos (edelsüß); Furmint-basierte Cuvée; Erzeugung im Staatsweinbau (Borkombinát/Monimpex)
Ausbau: traditionelle Aszú-Bereitung, lange Fassreife im oxidativen Tokaj-Stil; über 50 Jahre Flaschenreife

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