Luke – Madrid – Spanien

Luke – auf die koreanische Art

Der koreanische Koch Luke Jang hat in Madrid jahrelang ein kleines, sechs Tische Restaurant betrieben, und hat sich nun vor gut einem Jahr an anderer Stelle in Spaniens Hauptstadt vergrössert. „Luke“ heißt sein neues Projekt, und dieses teilt sich in zwei unterschiedliche Konzepte auf. Auf der oberen Etage werden koreanische Tapas gereicht. Hier sitzt der Gast direkt an der Theke, hinter der ein Koch die asiatisch inspirierten Speisen vor den Augen der Gäste zubereitet. Im unteren Bereich gibt es auch eine Theke, an der der Meister Luke Jang seine Meisterwerke höchstpersönlich kunstvoll arrangiert. Hier sitzen die Gäste dann an ein paar kleinen Tischen und können die Küche und Aromen Koreas kennenlernen.

Ein Besuch im oberen „Tapa“ Bereich wirft allerdings die Frage auf, ob sich ein kulinarisches Upgrate in die untere Etage eigentlich lohnt. Die Atmosphäre wirkt in beiden Räumen durch die starke Neonbeleuchtung nicht besonders gemütlich. Auch die Fettabzugshaube hatte an diesem Abend schwer zu kämpfen. Obwohl im ganzen Restaurant nicht wirklich viel los war, schaffte sie es nicht, die Frittier- und Bratgerüche aus dem Schornstein zu blasen.

Das Essen an sich war dann eine bunte Cross Over Küche aus Spanien und Korea. Ohne Frage, ziemlich geschmacklos die Darbietung der Gilda in einem offenen Plastikaffenkopf. Die koreanische Variante dieser klassisch baskischen Tapa konnte leider auch nicht überzeugen. Traniger Thunfisch und saures Kimchi plus Sesam und Pfefferschote machten nicht wirklich mehr Appetit. Die Auster und auch die Tortilla auf die koreanische Art fielen dann dem zu starken Frittieraromen zum Opfer. Seeigel und Reis waren hier an Ort und Stelle noch die schlüssigste Kombination, aber auch diese Speise hat qualitativ noch jede Menge Luft nach oben.

Alles in allem eine recht interessante Erfahrung, die man mit sehr gutem deutschen Riesling „runterspülen“ konnte.

Dieses Ereignis spielte sich noch kurz vor dem Corona Hangover ab. Ich hoffe, dass die Zeiten für alle bald genauso und noch viel besser sein werden. Gesundheit, Zuversicht und genussvolle Freude am Leben!

Chips.
Koreanische Gilda mit rotem Thunfisch, Sesam, baskischer Pfefferschote, eingelegtem Lotus und Kimchie Level 6.
Im Moment gebratene schwarze Auster unter einer Kimchi-Creme und …
… Seetang mit Avocado.

Seeigel auf sautiertem Gemüse mit Wachtelei …
… auf koreanischem Reis mit Gochujang gewürzt.
Koreanische Tortilla mit Ei, rotem Thunfisch und Bonitoflocken.

Luke – Calle Bárbara de Braganza, 2 – 28004 Madrid – Spanien – Telefon: +34 913 19 94 57 – https://lukerestaurante.com/

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Rebsorten

Lafarge Volnay Clos des Chenes 1er Cru 2023

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Volnay · 1er Cru Clos des Chênes 0,9 ha (NE-Ecke) · Reben 1951/1971 Handarbeit im Weinberg · entrappt · sehr wenig neues Holz 2023

Der Volnay Clos des Chênes 1er Cru 2023 der Domaine Michel Lafarge gilt als Primus des Sortiments. Betörend komplex, mit roten Beeren und Gewürzen – komplett, konzentriert und kraftvoll. Noch jung und unentwickelt, lässt er seine künftige Schönheit aber bereits erahnen: ein großer Wein in jeder Beziehung.


Clos des Chênes – Flaggschiff-Lage in Volnay

Clos des Chênes zählt zu den größten und besten Premier Crus von Volnay. Die Lage liegt am oberen Mittelhang auf flachgründigem, steinigem Kalkstein mit dünnem, braun-rotem Ton – das ergibt strukturierte, mineralische und langlebige Weine, die etwas fester ausfallen als ein typischer Volnay. Lafarges 0,9 Hektar liegen in der Nordost-Ecke, am Schnittpunkt der vier großen Volnay-1er-Crus (Caillerets, Taillepieds, Champans), mit Reben aus den Jahren 1951 und 1971.

Es ist die größte Volnay-1er-Cru-Parzelle des Guts und eines seiner Aushängeschilder – schon 1934 zählte Clos des Chênes zu den ersten Eigenabfüllungen. Die Domaine Michel Lafarge gilt als Archetyp des klassischen Volnay; gearbeitet wird von Hand, mit Kompost und Pflanzenpräparaten.

Jahrgang 2023 – Côte de Beaune

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare Frucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand gelesen, streng sortiert und überwiegend entrappt (mit etwas Ganztraube, wenn die Stiele reif sind); Spontangärung und sanfte Extraktion.

Der Ausbau erfolgt rund 14 bis 18 Monate in gebrauchten 228-Liter-Pièces, mit sehr wenig bis keinem neuen Holz und minimalem Abstich; Handarbeit im Weinberg, unfiltriert bzw. nur leicht filtriert.

Im Glas

Betörend komplex: rote Kirsche, Kirschwasser, Cranberry und Pflaume, dazu Veilchen, Gewürze, ein Hauch Kakao und zerriebener Kalkstein. Am Gaumen konzentriert und kraftvoll, mit dichtem, puderigem Tannin und lebhafter Säure – fester als ein typischer Volnay, mit langem Abgang.

Rote Kirsche, Kirschwasser und zerriebener Kalkstein über dichtem, puderigem Tannin – konzentriert, kraftvoll und mit großer Zukunft.

In der Jugend noch verschlossen; das Potenzial reicht über viele Jahre, oft zwei Jahrzehnte. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Clos des Chênes (1er Cru), Volnay (Côte de Beaune); Oberhang, flachgründiger Kalkstein mit dünnem Ton; Lafarge 0,9 ha (Nordost-Ecke), Reben 1951/1971
Klassifikation: Volnay Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, überwiegend entrappt; 14–18 Monate gebrauchte 228-l-Pièces, sehr wenig/kein neues Holz; Handarbeit im Weinberg

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Spirituosen

Cassissée Creme de Cassis de Dijon

Spirituose · Likör · Burgund · Frankreich

L'Héritier-Guyot Cassissée ist ein original französischer schwarzer Johannisbeerlikör. Frische schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne prägen den natürlich-fruchtigen Geschmack dieser Crème de Cassis de Dijon.


Herkunft / Dijon

L'Héritier-Guyot ist ein traditionsreiches Haus aus Dijon im Burgund und einer der Spezialisten für Crème de Cassis. „Crème de Cassis de Dijon" ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, die für höchste Qualität und einen besonders hohen Fruchtanteil steht.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus frischen schwarzen Johannisbeeren der Burgunder Spitzensorte Noir de Bourgogne, die für ihr intensives Aroma bekannt ist. Die Beeren werden mazeriert, um ihren natürlich-fruchtigen Geschmack und die tiefdunkle Farbe zu gewinnen.

Im Glas

Tiefes Dunkelviolett. In der Nase intensive, frische schwarze Johannisbeere. Am Gaumen vollmundig und fruchtig, mit der typischen Süße und Säurefrische der Cassisbeere und einem lang anhaltenden Beerenaroma.

Pur und im Drink

Klassisch im Kir (mit Weißwein) oder Kir Royal (mit Champagner oder Crémant) – oder über Desserts.

Ideal: für Kir und Kir Royal, in Cocktails, über Eis und Desserts oder zum Verfeinern.


Herkunft: Dijon, Burgund (Frankreich); L'Héritier-Guyot
Art: Crème de Cassis de Dijon (schwarzer Johannisbeerlikör), geschützte Herkunftsbezeichnung
Zutaten: schwarze Johannisbeeren der Sorte Noir de Bourgogne

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Spanien

Jade Gross Piano, piano 2022

Rotwein · Rioja · Tempranillo

Tempranillo DOCa Rioja San Vicente de la Sonsierra Einzellage (0,5 ha) alte Buschreben (43 J.) 12 Monate franz. Eiche nur 1.493 Flaschen 2022

Der Jade Gross Piano, piano 2022 ist ein großartiger, wilder Naturwein aus 100 % Tempranillo von einer 0,5 Hektar großen Einzellage in San Vicente de la Sonsierra – mit Kirsche, Waldbeeren und mediterranen Gewürzen, getragen von einer straffen Säure mit Druck und Länge.


Piano, piano – Einzellage in San Vicente

Jade Gross, in Hongkong geborene chinesisch-amerikanische Quereinsteigerin aus der Spitzengastronomie, begann ihr Rioja-Projekt 2019 unter der Mentorschaft von Abel Mendoza. „Piano, piano" – italienisch für „langsam, langsam" – ist der erste Wein, den sie zu Beginn ihres Projekts erzeugte; der Name verweist zugleich auf ihr Klavierspiel und auf das geduldige Lernen Schritt für Schritt.

Eine 0,5 Hektar große Parzelle mit einem 43 Jahre alten Weinberg, der sich auf 480 Meter über dem Meeresspiegel in der kleinen Rioja-Ortschaft San Vicente de la Sonsierra erhebt, bietet das Grundgerüst für diesen 100-prozentigen Tempranillo.

Jahrgang 2022 – Rioja

Das Weinjahr 2022 brachte in der Rioja durchgängig warme Temperaturen und erforderte ein sensibles Gespür für die richtige Laubarbeit. Die Weine präsentieren sich daher schon in einer eher reiferen, genussreiferen Phase. Höhenlagen mit altem Rebbestand profitierten klar vor den Tallagen; Tempranillo schnitt besonders in höheren Lagen besser ab. Trotz der sengenden Sommerhitze und aller Besorgnis im Vorfeld übertreffen die Weine die Erwartungen bei Weitem.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2022, trocken.

70 % der selektiv geernteten Trauben wurden sorgfältig entrappt, um dann unter Beimischung der eigenen Stiele mit den restlichen 30 % des Rebmaterials vergoren zu werden – wodurch mehr natürliche Gerbstoffe extrahiert und dem Wein zusätzliche Substanz und Tiefe verliehen werden. Der Ausbau erfolgte über 12 Monate in gebrauchten 500-Liter-Fässern aus französischer Eiche, gefolgt von einer einjährigen Flaschenlagerung. Gesamtproduktion: 1.493 Flaschen.

Im Glas

Großartiger Tempranillo mit Aromen von Kirsche, Waldbeeren und Himbeeren. Mediterrane Gewürze gesellen sich hinzu, und eine straffe Säure sorgt für Druck und Länge am Gaumen. Ein wilder Naturwein, der erst ganz am Anfang seiner Entwicklung steht.

Ein wilder Naturwein, der erst ganz am Anfang seiner Entwicklung steht.

Schon jetzt mit viel Trinkfreude, mit großem Reifepotenzial; profitiert von etwas Luft. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem und geschmortem rotem Fleisch, zu Lamm und Ibérico-Schwein, zu kräftigen Eintöpfen sowie zu gereiftem Manchego.


Lage: DOCa Rioja, San Vicente de la Sonsierra (Spanien); Einzellage 0,5 ha, ~480 m, 43 J. alter Weinberg
Klassifikation: DOCa Rioja, Tempranillo (trocken); nur 1.493 Flaschen
Ausbau: Tempranillo; 70 % entrappt, 30 % mit eigenen Stielen vergoren; 12 Monate gebrauchte franz. Eiche (500 l) + 1 Jahr Flaschenreife; Naturwein, handwerklich

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Weine

Kompassus Baga Reserva 2020 tinto

Rotwein · Bairrada · Baga

Baga DOC Bairrada Reserva alte Reben (bis 90 J.) Kompassus · João Póvoa 18 Monate franz. Barrique 2020

Der Kompassus Baga Reserva 2020 ist ein reinsortiger Baga-Rotwein, der nur so vor Kraft strotzt – aus bis zu 90 Jahre alten Reben der Bairrada, 18 Monate in französischer Eiche gereift. Ein kraftvoller, tiefgründiger Ausdruck einer großen, oft unterschätzten Rebsorte.


Kompassus – Baga-Spezialist aus der Bairrada

Kompassus ist das Boutique-Weingut von João Póvoa in der portugiesischen DOC Bairrada – Augenarzt von Beruf, Winzer aus Leidenschaft. Seit 1991 erzeugt er Wein, seit 2005 unter dem Namen Kompassus; die Baga, die große rote Sorte der Bairrada, ist die Basis all seiner Rot- und Schaumweine. Die Reben in Cordinhã wachsen auf tonig-kalkigen Böden mit starker Südexposition und minimal-invasiv bewirtschaftet. Seit 2012 verantwortet Anselmo Mendes, einer der besten Önologen Portugals, die Kellerarbeit.

„Baga" ist eine autochthone Rebsorte aus Portugal, die kaum Beachtung findet. Oft wurde sie nur im Verschnitt verwendet, um dem Wein mehr Komplexität, Struktur und Farbe zu verleihen. Dieser reinsortige Reserva zeigt, welches Potenzial in ihr steckt: Das Lesegut stammt von bis zu 90 Jahre alten Reben.

Jahrgang 2020 – Bairrada

Der Jahrgang 2020 bringt im Baga Reserva einen kraftvollen, dicht strukturierten Rotwein mit dunkler Frucht und der für die Sorte typischen festen Tanninstruktur. Die alten Reben und die kühl-atlantisch geprägte Bairrada sorgen dabei für Frische und Spannung, die der Kraft des Weins Balance verleihen.

Ausbau

Reinsortiger Baga aus dem Jahrgang 2020, Reserva, trocken.

Der Wein reift 18 Monate in 700-Liter-Barriques aus französischer Eiche, was ihm noch mehr Struktur, Tiefe und Ausdruck verleiht. Die Produktion ist auf 5.000 Flaschen pro Jahrgang reduziert.

Im Glas

Ein kraftvoller, ausdrucksstarker Baga: tiefe dunkle Frucht (Brombeere, dunkle Kirsche), ergänzt um würzige und erdige Noten sowie feine, vom Barrique getragene Würze. Am Gaumen dicht und strukturiert, mit der für die Sorte typischen festen, griffigen Tanninstruktur und einer frischen Säure, die Kraft und Tiefe in Balance hält.

Dieser aus 100 % Baga vinifizierte Reserva strotzt nur so vor Kraft.

Mit großem Reifepotenzial; profitiert deutlich vom Dekantieren. Am besten bei 18 °C servieren.

Am Tisch

Zur traditionellen Bairrada-Küche (Spanferkel/Leitão), zu geschmortem und gegrilltem rotem Fleisch, zu Wild und Lamm sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: DOC Bairrada, Cordinhã (Portugal); tonig-kalkige Böden, Südexposition, alte Baga-Reben (bis 90 Jahre)
Klassifikation: DOC Bairrada, Baga Reserva (trocken); ca. 5.000 Flaschen
Ausbau: 100 % Baga; 18 Monate in 700-l-Barriques aus französischer Eiche

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Rebsorten

Weiss Simod Cabernet Sauvignon Zweigelt

Rotwein · Burgenland · Cuvée

Cabernet Sauvignon & Zweigelt Riede Siebenmath · Apetlon Neusiedlersee · Seewinkel Schwarzerde, Schotter, Sand rund 12 Monate Barrique trocken

Weiss Simod ist eine Barrique-Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Zweigelt vom Weingut Manfred Weiss in Apetlon am Neusiedlersee. Der Name steht für die Riede Siebenmath, eine der besten Lagen des Guts. In der Nase Kirsche und Vanille, dazu gereifte Töne von Trockenfrucht, Leder und Tabak; am Gaumen leicht rauchig, harmonisch, mit feiner Holzwürze im Abgang.


Riede Siebenmath im Seewinkel

Das Weingut Manfred Weiss bewirtschaftet rund 15 Hektar in Apetlon, im Seewinkel östlich des Neusiedler Sees und am Rand des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel. Die Landschaft ist flach, durchzogen von kleinen Salzlacken, und gehört zu den wärmsten Weinbauzonen Österreichs. Das pannonische Klima bringt heiße, trockene Sommer; der See und die Lacken speichern Wärme und dämpfen zugleich die Extreme.

Die Böden wechseln kleinräumig zwischen Schwarzerde, Schotter und Sand. Die humusreiche Schwarzerde gibt Körper und Kraft, Schotter und Sand drainieren und erwärmen sich schnell – ideale Bedingungen für spät reifende Sorten wie Cabernet Sauvignon, die im kühleren Österreich sonst selten ganz ausreifen.

„Simod" ist die mundartliche Bezeichnung für die Riede Siebenmath, eine der besten Lagen des Guts. Dass die Cuvée den Namen der Lage trägt und nicht den der Rebsorten, zeigt, worauf das Weingut Wert legt: Herkunft vor Sortenetikett.

Cabernet und Zweigelt im Barrique

Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Zweigelt. Die beiden Sorten ergänzen sich: Cabernet liefert Struktur, festes Tannin und dunkle Frucht, Zweigelt – die in Österreich 1922 gezüchtete Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent – bringt Kirschfrucht, Saftigkeit und Geschmeidigkeit.

Der Wein reift rund 12 Monate im Barrique. Das kleine Fass gibt Vanille und Röstaromen ab und rundet über den Sauerstoffkontakt die Gerbstoffe des Cabernet. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot mit reifen, leicht ziegelfarbenen Reflexen. In der Nase Kirsche und Vanille, dazu gereifte Aromen von getrockneten Früchten, Leder, Tabak und dunkler Schokolade. Am Gaumen leicht rauchig, vielschichtig und harmonisch, mit reifen, weichen Tanninen und feiner Holzwürze im langen Abgang.

Cabernet für das Gerüst, Zweigelt für die Kirsche, zwölf Monate Barrique für die Würze – und Zeit in der Flasche für Leder und Tabak.

Bei 16–18 °C servieren. Eine halbe bis ganze Stunde vorher öffnen oder dekantieren; bei gereiften Flaschen ist ein leichtes Depot möglich.

Am Tisch

Passt zu rotem Fleisch, Wild, Schmorgerichten, Gegrilltem und gereiftem Käse. Ebenso zu Rinderbraten, Hirschragout, Gulasch und Bergkäse – ein kraftvoller Begleiter für herzhafte Küche.


Produzent Weingut Manfred Weiss, Apetlon (Burgenland)
Rebsorte Cabernet Sauvignon und Zweigelt
Lage Riede Siebenmath, Apetlon · Seewinkel am Neusiedlersee, Österreich · Schwarzerde, Schotter und Sand
Klassifikation Qualitätswein · trocken
Ausbau rund 12 Monate im Barrique
Trinkempfehlung jetzt trinken

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Rebsorten

Chevillon Nuits St. Georges Les Roncieres 1er Cru 2021

Rotwein · Nuits-Saint-Georges Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Roncières · 1er Cru Nuits-Saint-Georges 1,06 ha · 250–300 m 2021

Der Nuits-Saint-Georges Les Roncières 1er Cru 2021 der Domaine Chevillon ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer 1,06 Hektar großen Premier-Cru-Parzelle. Mittel- bis vollmundig, fleischig und facettenreich, mit dunkler Frucht, Lakritz und einer klaren, frischen Struktur.


Les Roncières – Premier Cru in Nuits-Saint-Georges

Die Parzelle Les Roncières erstreckt sich über 1,06 Hektar in Nuits-Saint-Georges in der Côte de Nuits. Mit ost-südöstlicher Ausrichtung und einer Höhenlage von 250 bis 300 Metern bietet das Terroir gute Bedingungen für Pinot Noir und prägt den Wein deutlich.

Nuits-Saint-Georges steht für strukturierte, tiefe Rotweine. Die Domaine Robert Chevillon zählt zu den führenden Adressen der Gemeinde.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres Wetter im August und September sicherte die Reife. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021.

Der Wein reift im Holzfass, im traditionellen Stil des Guts – auf einen klaren Lagen- und Fruchtausdruck ausgerichtet.

Im Glas

Intensive Farbe und reiche Frucht. Feine Nuancen von Lakritz und vegetabilen Aromen geben elegante Komplexität. Am Gaumen mittel- bis vollmundig, fleischig und facettenreich, mit Brombeere, Maulbeere, dunkler Schokolade und erdigen Noten, getragen von sanften Tanninen und pikanter Säure.

Brombeere, Maulbeere und dunkle Schokolade über erdigen Noten – fleischig, facettenreich, mit pikanter Säure und Biss.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Les Roncières (1er Cru), Nuits-Saint-Georges (Côte de Nuits); Ost-Südost, 250–300 m, 1,06 ha
Klassifikation: Nuits-Saint-Georges Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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Feinkost

Vigilante Sardinas den aceite vegetal - Sardinen in Pflanzenöl

Feinkost · Sardinen · Spanien

Vigilante Sardinas en Aceite Vegetal sind Sardinen in Pflanzenöl – ein herzhafter, unkomplizierter Klassiker der Vorratskammer.


Herkunft / Spanien

Konservierte Sardinen gehören zu den beliebten Meereskonserven Spaniens. In Pflanzenöl eingelegt, bleiben sie saftig und sind vielseitig einsetzbar. Hier von der Marke Vigilante.

Zutaten und Herstellung

Hergestellt aus Sardinen, eingelegt in Pflanzenöl. Das Öl hält den Fisch saftig und bewahrt sein kräftiges, meeriges Aroma. (Genaue Zutatenliste laut Etikett.)

Geschmack

Herzhaft und vollmundig, mit dem typisch kräftigen Sardinenaroma. Saftige, zarte Textur, abgerundet vom Öl.

In der Küche

Direkt aus der Dose oder kurz erwärmt genießen.

Ideal: auf geröstetem Brot, in Salaten, zu Reis und Kartoffeln, in Pasta oder als herzhafte Tapa.


Hersteller: Vigilante (Spanien)
Produkt: Sardinas en Aceite Vegetal – Sardinen in Pflanzenöl
Zutaten: Sardinen, Pflanzenöl, Salz (genaue Liste laut Etikett)
Herkunft: Spanien
Mindesthaltbarkeit (MHD): 01.01.2028

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Spanien

Allegranza Tempranillo

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla · Tempranillo

100 % Tempranillo Vino de la Tierra de Castilla 600 bis 800 m Reben über 30 Jahre Handlese 3 Monate französische Eiche vegan

Hammeken Cellars Allegranza Tempranillo ist ein trockener Rotwein aus Zentralspanien. Der reinsortige Tempranillo von über 30 Jahre alten Reben wächst auf der Hochebene von Kastilien-La Mancha und reift rund drei Monate in französischer Eiche. Im Glas klares Rubinrot mit violetten Reflexen, ein intensives Bukett aus roten Beeren, Pflaumen und schwarzen Kirschen – vollmundig, mit weichen Tanninen.


Die Hochebene von Kastilien-La Mancha

Der Allegranza trägt die Herkunftsangabe Vino de la Tierra de Castilla, die die Weinbaugebiete von Kastilien-La Mancha südöstlich von Madrid umfasst – die größte zusammenhängende Rebfläche der Welt. Die Reben stehen auf der zentralspanischen Meseta zwischen 600 und 800 Metern Höhe.

Das Klima ist ausgeprägt kontinental: heiße, trockene Sommer mit Temperaturen über 35 Grad, kalte Winter mit Frost, dazwischen kaum Niederschlag. Was diese Bedingungen erträglich macht, ist die Höhe. Sie sorgt für kühle Nächte und damit für große Tag-Nacht-Unterschiede – die Trauben reifen in der Sonne aus, behalten in der Nacht aber ihre Säure. Die kalkhaltigen Ton- und Sandböden speichern die Winterfeuchte und geben sie über den regenlosen Sommer an die Wurzeln ab.

Tempranillo heißt in dieser Region traditionell Cencibel und ist hier seit Jahrhunderten die bestimmende rote Sorte. Alte Anlagen stehen oft als Buschreben ohne Bewässerung; sie tragen wenig, aber konzentriert. Die Trauben für diesen Wein stammen von Stöcken mit über dreißig Jahren. Hammeken Cellars wurde 1996 vom Dänen Nicholas Hammeken gegründet, sitzt in Jávea in der Provinz Alicante und arbeitet mit Partnerbetrieben in zahlreichen spanischen Anbaugebieten.

Handlese, Stahlgärung, drei Monate Holz

Reinsortiger Tempranillo, von Hand gelesen. Die Gärung erfolgt temperaturkontrolliert im Edelstahl – kühl geführt, damit die Frucht im Wein bleibt und nicht in der Gärluft verloren geht.

Es folgen rund drei Monate in französischer Eiche. Diese kurze Zeit ist bewusst gewählt: Sie rundet die Gerbstoffe und legt eine feine Röstnote an, ohne die Frucht zu überdecken – das Gegenteil des klassischen spanischen Barriqueausbaus über ein oder zwei Jahre. Französische statt amerikanischer Eiche verstärkt diesen Effekt, weil sie weniger Vanille und Kokos abgibt. Geschönt wird ohne tierische Hilfsstoffe, der Wein ist vegan.

Im Glas

Klares Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives Bukett aus roten Beeren, Pflaume und schwarzer Kirsche, dazu Gewürze und eine markante Eukalyptusnote. Am Gaumen vollmundig und dicht, mit saftiger Frucht, feinen Röstnoten und weichen Tanninen. Langer Abgang.

Drei Monate Holz statt zwölf: gerade genug, um die Tannine zu runden, zu wenig, um die Frucht zuzudecken.

Bei 16–18 °C servieren. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde offen im Glas reicht. Jung zu trinken, solange die Frucht im Vordergrund steht.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lammragout, Schmorgerichte, Couscous mit Fleisch und Hartkäse. Ebenso zu Gegrilltem, Chorizo, Paprikagemüse und allem mit Röstaromen – ein zugänglicher, fruchtbetonter Tempranillo für herzhafte Küche, nicht für filigrane Gerichte.


Produzent Hammeken Cellars, Jávea, Provinz Alicante
Rebsorte 100 % Tempranillo
Lage Kastilien-La Mancha · Hochebene auf 600 bis 800 m · kalkhaltige Ton- und Sandböden
Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla · trocken
Vinifikation Handlese · temperaturkontrollierte Gärung im Edelstahl · vegan
Ausbau rund drei Monate in französischer Eiche
Rebenalter über 30 Jahre
Trinkempfehlung jung trinken

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