Quique Dacosta – Dénia – Spanien

Quique Dacosta – Mit dem Duft der Mutter

Quique Dacosta ist einer der bekanntesten Köche Spaniens und er hat es wortwörtlich als Jungspund vom Tellerwäscher zu einem kleinen Restaurant und Catering Imperium gebracht. Auch verschiedene Kochbücher zieren seinen Namen und er kann mit Fug und Recht als extremer Avantgarde Kochkünstler bezeichnet werden.

Der gebürtige Valencianer hat sein Stammhaus, einen Top Gourmet Tempel und erste Ideenschmiede in dem Touristenort Dénia an der Costa Blanca in der Provinz Alicante. Hier in diesem schmucken weißen Gebäude finden maximal zwanzig Gäste Platz, um Quique Dacostas Ideenreichtum auf den Tellern erleben zu dürfen. Sein diesjähriges Menü trägt den provokanten Namen „Cocinar Belleza. ¿Puede un sabor ser bello?“ (Schön kochen. Kann ein Geschmack schön sein?) Dieses Menü besteht aus sechs Akten und der erste Akt wird vor dem Restaurant auf der Terrasse oder in einem direkt hinter dem Terrasseneingang aufgebauten Pavillon gereicht.

Recht mächtig präsentiert sich da schon der zuerst gereichte Krapfen. Gefüllt mit einer flüssigen Kürbiscreme und getoppt mit frischem Trüffel macht das fein frittierte Leckerli schon einmal ordentlich satt. Dies kann man mit einem ordentlichen Schluck aus der Magnum Sherry Manzanilla Flasche gut runterspülen, um dann kurz danach die Kürbis Consommé mit Kürbiskernöl zu schlürfen, und dann direkt den mit zarter Entenmousse gefüllten Teigballen zur nächsten Sättigungsstufe zu verputzen. Das ist schon einmal alles gut und nett, der erhoffte Gaumenkitzel oder besondere Kick hat sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht eingestellt. Kurz vor dem Gang vom Pavillon in den Speiseraum wird dann noch schnell ein geeistes Garnellenbrot mit Chili und Krabbe gereicht. Dieses Konstrukt schmilzt wie Eis in der Sonne im Mund, weckt Begehrlichkeiten nach Erfrischung und den Wunsch, in eine Meeresbrise abzutauchen.

Buñuelo (frittierter Teigkrapfen) gefüllt mit flüssigem Kürbis und Trüffel …
… mit einer Kürbis Consommé und Kürbiskernöl.
Mit Entenleber Mousse gefüllter Teigball.
Geeistes Garnelenbrot mit Chili und Krabbe.

Der zweite Akt beginnt dann in einem modern designten Ambiente mit einer auf Pilzbasis nachempfundenen Abalone (Meeresschnecke) und einer Brennessel Emulsion. Ohne Frage ein provokantes Gericht. Der Hauptdarsteller der Speise wird direkt mit einer leicht pikanten Brennessel Sauce in das Schneckenhaus gelegt und besticht durch eine leicht gummiartige Konsistenz und sehr erdnahe Aromen. Da muss man genau hin schmecken, sich neuen Geschmacksaromen hingeben und sich nach dem Essen erst einmal den Mund abwischen und die Augen reiben.

Eine auf Pilzbasis nachempfundene Abalone (Meeresschnecke). mit Brennessel Emulsion.

Gesitteter, weil einfach etwas klassischer, kommt dann der kalte Hummergang um die Ecke. Großzügig als kalter Salat gereicht, mit klarer Kante und bester Hummerqualität ist dies einer der „normalsten“ Gänge des Menüs.

Hummer plus Hummerkaviar.

Die rote Krabbe aus Dénia ist einer der absoluten Klassiker des Hauses. In diesem Fall wurde die rote Krabbe mittels Kälte gegart, wird dann folgerichtig kalt serviert und mit einer Suppe aus den Kopfinnereien serviert.

Die rote Krabbe aus Dénia …
… mit einer kraftvollen Suppe aus den Krabben „Resten“.
Verschiedene in Salzlake gereifte Thunfischstücke.

Ganz schön nordisch wird es dann mit der Triologie der in Salzlake gereiften Thunfischstücke. So wie die Seemänner auf langer Fahrt früher ihre Lebensmittel konservieren mussten, werden auch hier verschiedene Teile des Thunfischs in Salzlake gereift. Da sind Geschmacksaromen von Lebertran bis Cecina (getrocknetes Rindfleisch) dabei und werden würdevoll und kenntnisreich erklärt und serviert. Ohne Frage ein Schlag in die Fresse und nichts für Leckermäuler. Ein Gang, der Raum für Interpretationen braucht und die Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit des Essens auf Reisen aus längst vergangenen Tagen und der modernen Gastronomie heutzutage aufzeigt.

Die vorzügliche Auster wurde leicht gegrillt und dann mit einer schwarzen Algencreme drapiert. Eine Speise, die sehr lustvoll, sinnlich und warm rüber kommt. Zudem durch den langen Abgang der Meeresaromen und mit einer subtilen Frische grundherum überzeugt.

Gegrillte Auster und Algen.

Quique Dacosta hat mit seiner Speise der fermentierten Erdnüssen mit Aal und Ente eine Hommage an das Naturschutzgebiet Albufera auf die Teller gezaubert. In Anlehnung einiger klassischer Zutaten der Paella wie Aal und Ente und der Idee, diese mit den fermentierten und einer sirupartigen, stark gepfefferten Sauce zu kombinieren, hat er viel Mut und die Schaffung eines neuartigen Geschmacksteppichs bewiesen. Mit solchen Ideen und Gerichten hat er zurecht den Koch Olymp der besten seines Fachs erreicht.

Eine Hommage an das Naturschutzgebiet Albufera: Fermentierte Erdnüsse, Aal und Ente.
Der unbeschrittene Star des Abends! Georg Breuers 2010er Berg Schlossberg Riesling. Ein in Flüssigkeit gemeißelter Traum!

Auch das mehrere Monate in Salzlake gereifte Filet Stück von der Kuh ist ein ungewöhnlicher Gang. Intensiv und vielschichtig im Geschmack, sehr nussig, lang im Nachhall und zart im Schmelz. Provokativ kalt serviert eine neue Art des Fleischkonsums.

Mehrere Monate in Salzlake gereifte Chuleta Scheibe.
Knochenmark von der alten Kuh.

Auch die Käsegänge lassen kein Auge trocken. Verschiedene Texturen, harte Geschmacksnuancen bis zur Grenze der bereits bekannten Geschmackserlebnisse und ein Bravour Ritt zwischen Käse- und Dessert Gang, der es in sich hat.

Schafskäse aus Guirra … in verschiedenen Texturen …
… und …
… Altersstufen.
Honigwabe mit Honig, Zitrusfrüchte und Rosmarin.
Die Schachtel von Quique Dacostas persönlichem Film …
… mit einer Visitenkarte, welche mit dem Parfüm seiner Mutter besprüht wurde. „Gibt es etwas schöneres als die Erinnerung an seine Mutter?“ – wahrscheinlich nicht.
Fartón (längliches valencianisches Hefe-Gebäck) mit Kürbis/Schokolade und ein cremiges Candy mit Himbeeren und Blüten.

Als kleines Fazit kann hier angemerkt werden, dass ein Menü bei Quique Dacosta keine leichte Kost ist. Es ist eher eine absolut moderne Kreativküche, zeitweise entrückt von gängigen Geschmacksmustern, aber immer bemüht Produkte und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung auf eine andere Ebene zu bugsieren. Das ist oft ungewöhnlich und fast nichts ist hier selbsterklärend. Ohne Innovation und Kreativität würde aber alles absolut still stehen und so ist es Quique Dacosta und seinem Team hoch anzurechnen, dass er diesen mutigen Weg immer wieder beschreitet. Dass er dabei häufig die Mittel der Provokation einschlägt, ist nur ein probates Mittel, um seine Gäste und Kritiker mit einem Augenzwinkern an Schein und Realität zu erinnern. Dies gelingt ihm hier in Dénia immer vortrefflich.

Quique Docosta, Carrer Rascassa, 1, 03700 Dénia, Alicante, Spanien, Telefon: +34 965 78 41 79, https://www.quiquedacosta.es/

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2 Gedanken zu „Quique Dacosta – Dénia – Spanien“

  1. Ein schöner Blogeintrag,! Kann es aber sein, dass es da Missverständnisse gab? Ich hatte das exakt selbe Menü, und da war die Abalone keine Abalone, sondern aus Pilz, der Schaum war keine Brennnessel, sondern See-Anemone; die Garnele wurde nicht in Kälte gegart, sondern in Salzwasser; die „Kakaobohnen“ sind Erdnüsse, die wie Bohnen schmecken sollen; das Dessert mit dem Parfum ist keine Hommage an Dacostas Mutter, sondern an die Mutter des Patissiers. Viele Grüße!

    • Hallo Peter W.,

      schön das der Beitrag gefallen hat. Ich habe das gerade noch einmal geprüft und Sie haben mit der Abalone vollkommen recht. Bei uns war es allerdings eine Brennnessel Emulsion. Es ist allerdings durchaus möglich das hier auch noch See-Anemone mit verarbeitet worden ist. Das entzieht sich leider meiner Kenntnis und ich habe auch nicht nachgefragt. Auch liegen Sie mit den Erdnüssen vollkommen richtig. Danke für die Hinweise und Richtigstellung. Ich habe gerade beides geändert und sorry für meine Fake News. ?

      Bei der Kaltgarung der roten Krabbe habe ich allerdings noch einmal nachgehakt, da ich das so noch nicht kannte und auch bei dem Duft der Mutter war in unserem Fall mehrmals die Rede von Quique Dacostas Mutter. Der Patissiers wurde an diesem Abend mit keiner Silbe erwähnt (Wir waren Anfang April 2022 dort) Ob diese Punkte vom Service aus unterschiedlich erklärt worden sind und was nun richtig ist kann ich natürlich nicht beurteilen.

      Wie hat es Ihnen dort gefallen und geschmeckt? Bei uns am Tisch gab es schon ordentliche Diskussionen und unterschiedliche Meinungen.

      Herzliche Grüße Christian Fenske

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Weine

Weinreich Basis Rotwein Cuvée BIO

Wein · Rotwein · Rheinhessen · Deutschland

Weinreich Basis Rotwein Cuvée ist eine ernsthafte, biozertifizierte Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent und Cabernet Mitos. Sie spielt mit viel Frucht, einem strammen Tanningerüst und dem richtigen Schuss Mineralität am Gaumen – eine Basis, die man sich jeden Tag wünscht.


Rheinhessen / Bechtheim

Das Weingut Weinreich (Marc und Jan Weinreich) liegt in Bechtheim im Wonnegau, Rheinhessen, und arbeitet konsequent ökologisch (DE-ÖKO-022). Der Basis Rotwein gehört zur Gutsweinlinie und steht für unkomplizierten, charaktervollen Trinkgenuss.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent und Cabernet Mitos. Merlot bringt Schmelz und Frucht, Dornfelder Farbe und Beerenfrucht, Regent und Cabernet Mitos Struktur und Würze. Der Ausbau bewahrt die fruchtbetonte Stilistik mit klarem Tanningerüst. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes, tiefes Rot. In der Nase viel dunkle und rote Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen fruchtbetont und strukturiert, mit strammem, gut eingebundenem Tannin und einem mineralischen Zug; saftiger, langer Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger, alltagstauglicher Essensbegleiter.

Passt zu: gegrilltem und geschmortem Fleisch, Pasta, Pizza, Eintöpfen und mittelreifem Käse.


Lage: Rheinhessen, Bechtheim (Wonnegau, Deutschland); Weingut Weinreich
Klassifikation: Rotwein – Cuvée aus Merlot, Dornfelder, Regent & Cabernet Mitos, trocken
Ausbau: fruchtbetont, mit klarem Tanningerüst

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Weine

Mauro Vendimia Seleccionada 2022 BIO

Rotwein · Vino de la Tierra de Castilla y León · Tempranillo

Tempranillo VT Castilla y León Tudela de Duero · Traspinedo Bio 26 Monate franz. Eiche 2022 14,50 % vol

Der Mauro Vendimia Seleccionada 2022 ist ein facettenreicher, reinsortiger Tempranillo von Mariano García – konzentriert, balsamisch und tief, mit 26 Monaten Reife in französischer Eiche. Die kompromisslose Spitze des Guts, nur in guten Jahrgängen erzeugt.


Mauro – Mariano García in Tudela de Duero

Bodegas Mauro ist das persönliche Projekt von Mariano García, der 30 Jahre lang technischer Leiter von Vega Sicilia war. Seit 1978 entstehen hier in Tudela de Duero bei Valladolid kleine Mengen großer, lagerfähiger Rotweine, getragen von zwei Säulen: der Identität des Terroirs und dem Ausbau. Da der Ort knapp außerhalb der DO Ribera del Duero liegt, führt Mauro die Klassifikation Vino de la Tierra de Castilla y León – ein reines Etiketten-Detail, keine Frage der Qualität.

Die Vendimia Seleccionada wird nur erzeugt, wenn der Jahrgang es zulässt, aus eigens nach Konzentration und Reife ausgewählten Parzellen in Tudela de Duero und Traspinedo. Die Reben stehen auf leichten, gut durchlässigen, tonig-kalkigen Böden; bewirtschaftet wird ökologisch zertifiziert, ohne Herbizide.

Jahrgang 2022 – Castilla y León

2022 war im Duero-Tal ein herausfordernder, sehr trockener und heißer Jahrgang mit ausgeprägter Sommerhitze. Das zeigt sich im strukturierten, kraftvollen Profil des Weins und in der reifen, dunklen Frucht. Sorgfältige Lagenauswahl und strenge Selektion bewahren dennoch Frische und Balance – ein konzentrierter, aber fließender Wein mit großem Lagerpotenzial.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo aus dem Jahrgang 2022, 14,50 % vol.

Handlese in 15-kg-Kisten, minutiöse Selektion am Sortiertisch, Spontangärung mit eigenen Hefen und zwei bis drei Wochen Maischestandzeit. Anschließend 26 Monate Reife in Fässern aus französischer Eiche, danach unfiltrierte Füllung. Bio-zertifiziert (ES-ECO-031-CL).

Im Glas

In der Nase balsamische Noten über reifer, dunkler Frucht. Am Gaumen eine Aromenvielfalt von Kakao und dunklen Früchten bis zu Graphit, getragen von solider Struktur. Vollmundig im Abgang, mit reifen, zugleich feinen und flexiblen Tanninen – kraftvoll, konzentriert und doch elegant.

Voll, rund und fleischig – die kompromisslose Spitze von Mauro, ganz aus dem Charakter ihres Terroirs.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert deutlich von einer Karaffe. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu kastilischen Braten, zu rotem Fleisch und Lammkoteletts vom Grill, zu Ibérico-Schwein sowie zu gereiften Hartkäsen.


Lage: Vino de la Tierra de Castilla y León, Tudela de Duero und Traspinedo (Spanien); leichte, gut durchlässige, tonig-kalkige Böden
Klassifikation: VT Castilla y León, Tempranillo (trocken)
Ausbau: Tempranillo; 26 Monate französische Eiche, Spontangärung, unfiltriert; Bio (ES-ECO-031-CL)

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Spanien

La Esquirla del Bardallo 2016

Rotwein · Rioja · Spanien

Tempranillo & Viura D.O.Ca. Rioja El Bardallo · San Vicente de la Sonsierra biodynamisch unfiltriert

Der La Esquirla del Bardallo 2016 ist ein biodynamischer Lagenwein des Projekts 3 Viñerones aus der D.O.Ca. Rioja. Die Trauben stammen aus einer einzigen Parzelle im Paraje El Bardallo bei San Vicente de la Sonsierra, die in einem guten Jahr nur rund 3.000 Kilo liefert. Vergoren wird spontan im offenen Bottich, anschließend reift der Wein in großen Barricas. Abgefüllt wird er etwa zwei Jahre nach der Lese, unfiltriert und ohne Kälteschock – ein frischer, eleganter Rioja 


El Bardallo – San Vicente de la Sonsierra, Rioja

Die Parzelle El Bardallo liegt bei San Vicente de la Sonsierra in der Rioja Alta, am Fuße der Sierra de Cantabria nahe Labastida. Der Lagenname geht auf einen lokalen Bach zurück; eine „Esquirla" ist ein neolithisches Steinwerkzeug, wie man es in diesem Barranco findet. Das frische Mikroklima und die Böden aus Lehm und Kalk geben dem Wein Säurespannung, feine Tannine und eine mineralische Textur. Hinter 3 Viñerones stehen drei befreundete Winzer der spanischen Szene; die Lage wird seit Jahren biodynamisch bewirtschaftet – in dieser Region eine gewisse Herausforderung.

Assemblage und Ausbau

Im Glas Tempranillo und Viura, gemeinsam vergoren – die Vielfalt der Rebsorten im Weinberg gibt dem Wein zusätzliche Komplexität. Das Lesegut wird zweimal verlesen, im Weinberg und in der Bodega; die Trauben werden nicht entrappt und im offenen Bottich spontan vergoren. Anschließend reift der Wein in großen Barricas, in denen er auch die malolaktische Gärung durchläuft. Abgefüllt wird etwa zwei Jahre nach der Lese, weder filtriert noch kältegeschockt.

Im Glas

Ein frischer, eleganter Rioja, der nicht grün wirkt. In der Nase reife dunkle Frucht mit feiner Würze. Am Gaumen seidige Textur, geschliffene Tannine und die typische Rioja-Säure, getragen von der Mineralität aus Lehm und Kalk. Ein Wein, bei dem alles an seinem Platz ist – mit Spannung und Länge.

Am Tisch

Klassische Begleitung: Lamm, Wild, Schmorgerichte, gegrilltes rotes Fleisch und Hülsenfrüchte-Eintöpfe. Vor dem Servieren rund eine Stunde dekantieren. Schon trinkreif, bei kühler, dunkler Lagerung gut bis etwa 2030. Serviertemperatur 16–18 °C.



Lage El Bardallo, San Vicente de la Sonsierra · Rioja Alta
Klassifikation D.O.Ca. Rioja
Ausbau Spontangärung im offenen Bottich, Reife in großen Barricas, MLF im Fass

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Spanien

Real Agrado Rioja tinto

Wein · Rotwein · Rioja · Spanien

Real Agrado Rioja Tinto wurde aus Garnacha und Tempranillo gekeltert. Das feine Fruchtaroma von roten Beeren ist gut schmeckbar und gibt dem Wein eine intensive Struktur – erdig, würzig, frisch und aromatisch.


Rioja

Der Wein stammt aus der Rioja, einer der renommiertesten Weinregionen Spaniens. Erzeuger ist Viñedos de Alfaro im östlichen Teil der Rioja. Tempranillo und Garnacha sind die klassischen Rotweinsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Garnacha und Tempranillo. Garnacha bringt reife rote Frucht und Wärme, Tempranillo Struktur und Würze. Der fruchtbetonte Ausbau bewahrt die frische, aromatische Stilistik. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Sattes Rubinrot. In der Nase feine rote Beerenfrucht mit erdig-würzigen Anklängen. Am Gaumen frisch und aromatisch, mit roter Frucht, intensiver Struktur, milden Tanninen und rundem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein vielseitiger, unkomplizierter Essensbegleiter.

Passt zu: Tapas, gegrilltem Fleisch, Pasta, Eintöpfen und mittelreifem Käse.


Lage: Rioja (Spanien); Viñedos de Alfaro
Klassifikation: Rioja – Cuvée aus Garnacha & Tempranillo, trocken
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Rebsorten

Michel Sarrazin Bourgogne Pinot Noir Les Vielles Vignes 2024

Die Trauben stammen aus den Weinbergen der Lage Charnailles in Jambles, die auf klassischen Ton-Kalkstein-Böden (argilo-calcaires) der Côte Chalonnaise wachsen. Die über 50 Jahre alten Pinot Noir Reben liefern besonders konzentrierte und charaktervolle Trauben. Die Parzellen liegen am Rand des Waldes auf über 300 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und profitieren von einem kühlen Mikroklima.

Nach der Handlese werden die Trauben entrappt und mit natürlichen Hefen in offenen Holzgärbottichen vergoren. Der Ausbau erfolgt anschließend über rund zwölf Monate, überwiegend in gebrauchten Eichenfässern von François Frères, ergänzt durch einen kleinen Anteil im Tank. Die Abfüllung erfolgt ungeschönt und unfiltriert.

 

Im Glas zeigt der Wein ein mittleres Rubinrot. In der Nase verbinden sich feine Vanillenoten aus dem Holzfassausbau mit den klassischen Aromen von Kirschen und roten Beeren, die für Pinot Noir aus dieser Region typisch sind. Am Gaumen präsentiert sich der Wein elegant, saftig und fein strukturiert, mit einer knackigen Frische und einem harmonischen, langen Nachhall.

 

Ein klassischer, leichtfüßiger Pinot Noir, der sowohl jung mit seiner Frucht punktet als auch mit einigen Jahren Flaschenreife zusätzliche Tiefe und Komplexität entwickelt. Leicht gekühlt genießen!

 

 

Burgund Jahrgang 2024

 

Das Weinjahr 2024 im Burgund war ein Jahr der Geduld. Schon der Winter zeigte sich ungewöhnlich mild und zugleich ausgesprochen niederschlagsreich. Die Böden waren lange gesättigt, und die Reben starteten sehr früh in die Vegetationsphase. Ein verfrühter Austrieb brachte den Winzern zunächst Hoffnung auf einen zeitigen und harmonischen Verlauf, doch die Natur wählte 2024 leider einen komplett anderen Rhythmus.

Im Frühjahr wechselten sich feuchte Phasen mit kühlen Abschnitten ab. Wiederholte Regenfälle bestimmten immer wieder das Bild, begleitet von vereinzelten Frostnächten und regional auftretenden Hagelschauern. Die Weinberge verlangten in dieser Zeit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Rebkrankheiten fanden in der feuchten Witterung ideale Bedingungen, sodass die Pflege der Reben viel Einsatz und Beharrlichkeit erforderte. Der Arbeitsaufwand war überdurchschnittlich, und die Ertragserwartungen sanken Schritt für Schritt.

 

Während der Blüte zeigte sich, wie sensibel die Rebe auf das Klima reagiert. Nicht jede Blüte entwickelte sich vollständig, und die Trauben wuchsen uneinheitlich heran. Der Sommer brachte schließlich stabilere, trockenere Tage. Wärme und Licht ermöglichten eine allmähliche Reife, auch wenn sie sich langsamer vollzog als in vielen der vergangenen Jahre. Gegen Ende August und zu Beginn des Septembers kehrte der Regen noch einmal lautstark zurück, bevor sich zur Lese hin eine freundlichere Wetterphase einstellte.

Die Ernte begann später als in den letzten, oftmals sehr warmen Jahrgängen. Eine sorgfältige Selektion war entscheidend, um nur vollreifes und gesundes Lesegut zu verarbeiten. Die Erntemengen waren im Vergleich zu normalen Jahrgängen teils um bis zu 60 % reduziert, und je nach Region im Burgund mussten die Winzer auch mit Totalausfällen kämpfen. Die Mostgewichte bewegten sich eher im gemäßigten Bereich, sodass balancierte Alkoholgehalte und insgesamt leichtere Weine gekeltert wurden.

Die Weine des Jahres 2024 zeigen sich in einem klassischen Ausdruck. Die Weißweine wirken klar, fein strukturiert und von pikanter Frische. Sie besitzen eine präzise Linienführung und eine kühle Eleganz, die ihre Herkunft deutlich erkennen lässt. Die Rotweine präsentieren eine saftige Frucht, eine transparente Farbe und eine geschmeidige Tanninstruktur. Sie verbinden Spannung mit Zugänglichkeit und sind deutlich leichter und eleganter als die Vorjahrgänge.

 

Der Jahrgang 2024 ist ein Jahr des Winzers. Die intensive Weinbergsarbeit, das richtige Gespür für die Gegebenheiten und ein sensibles Händchen für den richtigen Moment haben wieder einmal den Unterschied zwischen guten und herausragenden Weinen gezeigt.

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Weine

Kühling- Gillot Nierstein Riesling trocken 1er C 2020 BIO

Weißwein · Nierstein (Rheinhessen) · Riesling (Ortswein)

Riesling Nierstein VDP.Ortswein Kühling-Gillot Roter Hang · Nierstein roter Tonschiefer (Rotliegendes) trocken BIO (DE-ÖKO-006) · 2020

Der Kühling-Gillot Nierstein Riesling 2020 ist der Ortswein von der Rheinterrasse – der „genius loci" von Nierstein im Glas. Reife gelbe Frucht, hoher Extrakt und gebündelte Mineralität vom Rotliegenden des Roten Hangs.


Nierstein – der genius loci der Rheinterrasse

Das biologisch arbeitende Weingut Kühling-Gillot von Carolin Spanier-Gillot und H. O. Spanier in Bodenheim zählt zu den führenden Adressen am Roten Hang (DE-ÖKO-006). 2006 gab das Gut seinem Ortswein wieder den Namen Niersteins zurück – des wohl bekanntesten Weinorts der Rheinterrasse, in dessen Gemarkung ein Großteil der Rebflächen liegt.

Der steinig-poröse Tonschieferboden des Roten Hangs öffnet den Wein und gibt ihm Straffheit und Finesse; das Rotliegende drückt sich exemplarisch ab. Die Reife der Rieslingtrauben führt zu einem mächtigen Körper, getragen von reifer gelber Frucht, hohem Extrakt und gebündelter Mineralität.

Jahrgang 2020 – Roter Hang (Rheinhessen)

2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der rote Tonschiefer bewahrte Extrakt, Straffheit und salzige Mineralität – mächtiger Körper und Finesse im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling, VDP.Ortswein aus Nierstein, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von rotem Tonschiefer des Roten Hangs.

Der Wein wird herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf mächtigen Körper, Extrakt und die gebündelte Mineralität des Rotliegenden ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).

Im Glas

Ein kraftvoller Riesling vom Roten Schiefer: reife gelbe Frucht, dazu Zitrus, Orangenzeste, würzige Steinaromen und eine gebündelte, salzig-mineralische Ader. Am Gaumen mächtig und zugleich straff, mit hohem Extrakt, feiner Finesse, lebendiger Säure und einem langen, würzig-mineralischen Nachhall.

Reife gelbe Frucht über Zitrus, Orangenzeste und würzigen Steinaromen, mit gebündelter, salzig-mineralischer Ader – mächtig und straff zugleich, mit hohem Extrakt, Finesse und langem Nachhall.

Ein kraftvoller Rotliegend-Riesling mit Potential; ein Langstreckenläufer. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu kräftigem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in würziger Sauce, zu asiatischer Küche sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Nierstein, Roter Hang, Rheinhessen; steinig-poröser roter Tonschiefer (Rotliegendes)
Klassifikation: Riesling, VDP.Ortswein, Rheinhessen (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: herkunftsbetonte Vergärung und Ausbau im Stil des Guts; biologisch, DE-ÖKO-006

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Feinkost

Conservas Rosara Kirschpaprika gefüllt mit Thunfisch

Feinkost · Tapa · gefüllte Paprika · Spanien

Conservas Rosara Kirschpaprika gefüllt mit Thunfisch ist eine spanische Tapa-Spezialität in Manufakturqualität von Conservas Artesanas Rosara. Kleine, rundliche Kirschpaprika werden mit einer Thunfischfüllung kombiniert – fertig zum Genuss, ideal für die schnelle Tapa.


Herkunft

Conservas Artesanas Rosara ist eine traditionsreiche Manufaktur aus Navarra im Norden Spaniens, bekannt für handwerklich hergestellte Paprika- und Gemüse-Spezialitäten. Die Kirschpaprika stammt aus dieser Tradition.

Anbau und Verarbeitung

Die kleinen, rundlichen Kirschpaprika werden mit einer Thunfischfüllung gefüllt und schonend konserviert. Eine sorgfältige, handwerkliche Verarbeitung sorgt für die fertige Tapa.

Geschmack

Leuchtend rote Schoten mit heller Füllung. Mild-würzige Kirschpaprika trifft auf den feinen Geschmack des Thunfischs – ausgewogen und herzhaft. Zart in der Textur.

Am Tisch

Direkt als Tapa servieren – pur, auf Brot oder als Teil einer Vorspeisenplatte.

Klassische Verwendung: Tapas, Antipasti, Apéro-Platten und Fingerfood.


Hersteller: Conservas Artesanas Rosara
Produkt: Kirschpaprika gefüllt mit Thunfisch
Art: gefüllte Paprika (Tapa)
Herkunft: Navarra (Spanien)
Verarbeitung: Manufakturqualität, gefüllt mit Thunfisch
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.12.2028

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Weine

Chartogne-Taillet Cuvée Sainte Anne extra brut

Champagner · Merfy · Chardonnay & Pinot Noir · Extra Brut

Chartogne-Taillet Cuvée Sainte-Anne Extra Brut ist die Basis-Cuvée des renommierten Hauses Chartogne-Taillet aus Merfy in der Champagne. Sie vereint Chardonnay und Pinot Noir und steht für die sanften Hügel und sonnenverwöhnten Weinberge der Region. Im Glas ein opulenter, vollmundiger Champagner mit seidiger Textur und feiner Perlage.


Merfy

Merfy liegt im nördlichen Teil der Champagne (Massif de Saint-Thierry). Das kühle Klima und die kalkgeprägten Böden verleihen den Weinen Frische und Finesse. Chartogne-Taillet zählt zu den herausragenden Winzerhäusern der Region.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Chardonnay und Pinot Noir und wird als Extra Brut mit geringer Dosage ausgebaut. Behutsame Vinifikation und Reifung auf der Hefe geben ihr eine cremige, geschmeidige Textur.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase frische Blüten und reife Früchte. Am Gaumen opulent und vollmundig, seidig, cremig und sehr geschmeidig. Der Abgang ist lang und elegant.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter zu vielen Gelegenheiten.

Klassische Begleitung: Meeresfrüchte, Fisch, Geflügel und feine Vorspeisen.


Lage: Merfy (Champagne)
Klassifikation: Champagne AOC – Extra Brut
Ausbau: Chardonnay/Pinot Noir, Flaschengärung, Hefelager, geringe Dosage

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