Quique Dacosta – Dénia – Spanien

Quique Dacosta – Mit dem Duft der Mutter

Quique Dacosta ist einer der bekanntesten Köche Spaniens und er hat es wortwörtlich als Jungspund vom Tellerwäscher zu einem kleinen Restaurant und Catering Imperium gebracht. Auch verschiedene Kochbücher zieren seinen Namen und er kann mit Fug und Recht als extremer Avantgarde Kochkünstler bezeichnet werden.

Der gebürtige Valencianer hat sein Stammhaus, einen Top Gourmet Tempel und erste Ideenschmiede in dem Touristenort Dénia an der Costa Blanca in der Provinz Alicante. Hier in diesem schmucken weißen Gebäude finden maximal zwanzig Gäste Platz, um Quique Dacostas Ideenreichtum auf den Tellern erleben zu dürfen. Sein diesjähriges Menü trägt den provokanten Namen „Cocinar Belleza. ¿Puede un sabor ser bello?“ (Schön kochen. Kann ein Geschmack schön sein?) Dieses Menü besteht aus sechs Akten und der erste Akt wird vor dem Restaurant auf der Terrasse oder in einem direkt hinter dem Terrasseneingang aufgebauten Pavillon gereicht.

Recht mächtig präsentiert sich da schon der zuerst gereichte Krapfen. Gefüllt mit einer flüssigen Kürbiscreme und getoppt mit frischem Trüffel macht das fein frittierte Leckerli schon einmal ordentlich satt. Dies kann man mit einem ordentlichen Schluck aus der Magnum Sherry Manzanilla Flasche gut runterspülen, um dann kurz danach die Kürbis Consommé mit Kürbiskernöl zu schlürfen, und dann direkt den mit zarter Entenmousse gefüllten Teigballen zur nächsten Sättigungsstufe zu verputzen. Das ist schon einmal alles gut und nett, der erhoffte Gaumenkitzel oder besondere Kick hat sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht eingestellt. Kurz vor dem Gang vom Pavillon in den Speiseraum wird dann noch schnell ein geeistes Garnellenbrot mit Chili und Krabbe gereicht. Dieses Konstrukt schmilzt wie Eis in der Sonne im Mund, weckt Begehrlichkeiten nach Erfrischung und den Wunsch, in eine Meeresbrise abzutauchen.

Buñuelo (frittierter Teigkrapfen) gefüllt mit flüssigem Kürbis und Trüffel …
… mit einer Kürbis Consommé und Kürbiskernöl.
Mit Entenleber Mousse gefüllter Teigball.
Geeistes Garnelenbrot mit Chili und Krabbe.

Der zweite Akt beginnt dann in einem modern designten Ambiente mit einer auf Pilzbasis nachempfundenen Abalone (Meeresschnecke) und einer Brennessel Emulsion. Ohne Frage ein provokantes Gericht. Der Hauptdarsteller der Speise wird direkt mit einer leicht pikanten Brennessel Sauce in das Schneckenhaus gelegt und besticht durch eine leicht gummiartige Konsistenz und sehr erdnahe Aromen. Da muss man genau hin schmecken, sich neuen Geschmacksaromen hingeben und sich nach dem Essen erst einmal den Mund abwischen und die Augen reiben.

Eine auf Pilzbasis nachempfundene Abalone (Meeresschnecke). mit Brennessel Emulsion.

Gesitteter, weil einfach etwas klassischer, kommt dann der kalte Hummergang um die Ecke. Großzügig als kalter Salat gereicht, mit klarer Kante und bester Hummerqualität ist dies einer der „normalsten“ Gänge des Menüs.

Hummer plus Hummerkaviar.

Die rote Krabbe aus Dénia ist einer der absoluten Klassiker des Hauses. In diesem Fall wurde die rote Krabbe mittels Kälte gegart, wird dann folgerichtig kalt serviert und mit einer Suppe aus den Kopfinnereien serviert.

Die rote Krabbe aus Dénia …
… mit einer kraftvollen Suppe aus den Krabben „Resten“.
Verschiedene in Salzlake gereifte Thunfischstücke.

Ganz schön nordisch wird es dann mit der Triologie der in Salzlake gereiften Thunfischstücke. So wie die Seemänner auf langer Fahrt früher ihre Lebensmittel konservieren mussten, werden auch hier verschiedene Teile des Thunfischs in Salzlake gereift. Da sind Geschmacksaromen von Lebertran bis Cecina (getrocknetes Rindfleisch) dabei und werden würdevoll und kenntnisreich erklärt und serviert. Ohne Frage ein Schlag in die Fresse und nichts für Leckermäuler. Ein Gang, der Raum für Interpretationen braucht und die Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit des Essens auf Reisen aus längst vergangenen Tagen und der modernen Gastronomie heutzutage aufzeigt.

Die vorzügliche Auster wurde leicht gegrillt und dann mit einer schwarzen Algencreme drapiert. Eine Speise, die sehr lustvoll, sinnlich und warm rüber kommt. Zudem durch den langen Abgang der Meeresaromen und mit einer subtilen Frische grundherum überzeugt.

Gegrillte Auster und Algen.

Quique Dacosta hat mit seiner Speise der fermentierten Erdnüssen mit Aal und Ente eine Hommage an das Naturschutzgebiet Albufera auf die Teller gezaubert. In Anlehnung einiger klassischer Zutaten der Paella wie Aal und Ente und der Idee, diese mit den fermentierten und einer sirupartigen, stark gepfefferten Sauce zu kombinieren, hat er viel Mut und die Schaffung eines neuartigen Geschmacksteppichs bewiesen. Mit solchen Ideen und Gerichten hat er zurecht den Koch Olymp der besten seines Fachs erreicht.

Eine Hommage an das Naturschutzgebiet Albufera: Fermentierte Erdnüsse, Aal und Ente.
Der unbeschrittene Star des Abends! Georg Breuers 2010er Berg Schlossberg Riesling. Ein in Flüssigkeit gemeißelter Traum!

Auch das mehrere Monate in Salzlake gereifte Filet Stück von der Kuh ist ein ungewöhnlicher Gang. Intensiv und vielschichtig im Geschmack, sehr nussig, lang im Nachhall und zart im Schmelz. Provokativ kalt serviert eine neue Art des Fleischkonsums.

Mehrere Monate in Salzlake gereifte Chuleta Scheibe.
Knochenmark von der alten Kuh.

Auch die Käsegänge lassen kein Auge trocken. Verschiedene Texturen, harte Geschmacksnuancen bis zur Grenze der bereits bekannten Geschmackserlebnisse und ein Bravour Ritt zwischen Käse- und Dessert Gang, der es in sich hat.

Schafskäse aus Guirra … in verschiedenen Texturen …
… und …
… Altersstufen.
Honigwabe mit Honig, Zitrusfrüchte und Rosmarin.
Die Schachtel von Quique Dacostas persönlichem Film …
… mit einer Visitenkarte, welche mit dem Parfüm seiner Mutter besprüht wurde. „Gibt es etwas schöneres als die Erinnerung an seine Mutter?“ – wahrscheinlich nicht.
Fartón (längliches valencianisches Hefe-Gebäck) mit Kürbis/Schokolade und ein cremiges Candy mit Himbeeren und Blüten.

Als kleines Fazit kann hier angemerkt werden, dass ein Menü bei Quique Dacosta keine leichte Kost ist. Es ist eher eine absolut moderne Kreativküche, zeitweise entrückt von gängigen Geschmacksmustern, aber immer bemüht Produkte und Ideen aus der unmittelbaren Umgebung auf eine andere Ebene zu bugsieren. Das ist oft ungewöhnlich und fast nichts ist hier selbsterklärend. Ohne Innovation und Kreativität würde aber alles absolut still stehen und so ist es Quique Dacosta und seinem Team hoch anzurechnen, dass er diesen mutigen Weg immer wieder beschreitet. Dass er dabei häufig die Mittel der Provokation einschlägt, ist nur ein probates Mittel, um seine Gäste und Kritiker mit einem Augenzwinkern an Schein und Realität zu erinnern. Dies gelingt ihm hier in Dénia immer vortrefflich.

Quique Docosta, Carrer Rascassa, 1, 03700 Dénia, Alicante, Spanien, Telefon: +34 965 78 41 79, https://www.quiquedacosta.es/

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2 Gedanken zu „Quique Dacosta – Dénia – Spanien“

  1. Ein schöner Blogeintrag,! Kann es aber sein, dass es da Missverständnisse gab? Ich hatte das exakt selbe Menü, und da war die Abalone keine Abalone, sondern aus Pilz, der Schaum war keine Brennnessel, sondern See-Anemone; die Garnele wurde nicht in Kälte gegart, sondern in Salzwasser; die „Kakaobohnen“ sind Erdnüsse, die wie Bohnen schmecken sollen; das Dessert mit dem Parfum ist keine Hommage an Dacostas Mutter, sondern an die Mutter des Patissiers. Viele Grüße!

    • Hallo Peter W.,

      schön das der Beitrag gefallen hat. Ich habe das gerade noch einmal geprüft und Sie haben mit der Abalone vollkommen recht. Bei uns war es allerdings eine Brennnessel Emulsion. Es ist allerdings durchaus möglich das hier auch noch See-Anemone mit verarbeitet worden ist. Das entzieht sich leider meiner Kenntnis und ich habe auch nicht nachgefragt. Auch liegen Sie mit den Erdnüssen vollkommen richtig. Danke für die Hinweise und Richtigstellung. Ich habe gerade beides geändert und sorry für meine Fake News. ?

      Bei der Kaltgarung der roten Krabbe habe ich allerdings noch einmal nachgehakt, da ich das so noch nicht kannte und auch bei dem Duft der Mutter war in unserem Fall mehrmals die Rede von Quique Dacostas Mutter. Der Patissiers wurde an diesem Abend mit keiner Silbe erwähnt (Wir waren Anfang April 2022 dort) Ob diese Punkte vom Service aus unterschiedlich erklärt worden sind und was nun richtig ist kann ich natürlich nicht beurteilen.

      Wie hat es Ihnen dort gefallen und geschmeckt? Bei uns am Tisch gab es schon ordentliche Diskussionen und unterschiedliche Meinungen.

      Herzliche Grüße Christian Fenske

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Weine

Metzger Rosé Zéro

Alkoholfrei · Rosé · entalkoholisiert · Pfalz

Metzger Rosé Zéro Berrig ist ein fruchtiger alkoholfreier Rosé aus entalkoholisiertem Wein vom Weingut Metzger aus der Pfalz. „Berrig" ist Pfälzer Mundart für richtig lecker – und genau so präsentiert sich dieser Rosé: saftig, fruchtbetont und unbeschwert. Ein Genuss ohne Alkohol für jede Gelegenheit.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands. Grundlage ist ein fruchtiger Rosé, dem nach der Vinifikation schonend der Alkohol entzogen wird.

Herstellung

Zunächst entsteht ein klassischer Rosé, der anschließend schonend entalkoholisiert wird. So bleibt die fruchtbetonte Aromatik erhalten, während der Wein alkoholfrei wird.

Geschmack

Helles Rosé. Fruchtig und saftig, mit Noten roter Beeren. Am Gaumen frisch und unbeschwert.

Zum Genuss

Gut gekühlt bei 6–8 °C servieren, pur oder als Basis für alkoholfreie Aperitifs.

Klassische Begleitung: Salate, leichte Sommerküche, Gegrilltes oder solo.


Herkunft: Pfalz (Deutschland)
Art: Alkoholfreier Rosé (entalkoholisierter Wein)
Mindesthaltbarkeit (MHD): 09/2026

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Weine

Ellermann Spiegel Grauburgunder

Weißwein · Grauburgunder · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Grauburgunder ist ein trockener, saftiger Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Grauburgunder mit typisch erdigen Noten, harmonisch und weich, mit mineralischem Spiel, leichter Nussigkeit und Aromen von Stachelbeere und Birne.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Grauburgunder gehört zu den Aushängeschildern des Hauses.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Grauburgunder. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank, um die sortentypische Frucht und Frische zu bewahren. So entsteht ein zugänglicher, fruchtbetonter Weißwein mit cremigem Schmelz.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Birne und Apfel mit erdigen, leicht nussigen Noten und einem Hauch Stachelbeere. Am Gaumen saftig, harmonisch und weich, mit gut eingebundener Säure und mineralischem Spiel. Runder, anhaltender Abgang.

Am Tisch

Bei 8–10 °C servieren. Ein vielseitiger Essensbegleiter – ebenso solo als Terrassenwein.

Klassische Begleitung: Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Spargel und milder Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein (Gutswein) – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Weine

Coto de Hayas Garnacha Centenaria 5,00 Liter

Rotwein · Garnacha · Campo de Borja · Spanien · 5 l

Coto de Hayas Garnacha Centenaria ist ein komplexer Rotwein aus über 100 Jahre alten Garnacha-Rebstöcken von Bodegas Aragonesas – hier in der 5,0-Liter-Flasche. Nach der Gärung reift er in französischen Barriquefässern. Im Glas eine dichte Himbeerfrucht mit samtiger Holzwürze.


Campo de Borja

Coto de Hayas stammt aus Campo de Borja in Aragón im Nordosten Spaniens – einer der besten Garnacha-Regionen des Landes. Die alten Rebstöcke (über 100 Jahre) und das kontinentale Klima bringen konzentrierte, ausdrucksstarke Weine hervor.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht zu 100 % aus Garnacha von über 100 Jahre alten Rebstöcken. Nach der Gärung reift er in französischen Barriquefässern, die ihm samtige Holzwürze und Vanillearomen verleihen.

Im Glas

Tiefes Rot. Sehr komplex, mit einer schönen, dichten Himbeerfrucht. Samtige Holzwürze und Vanillearomen runden den Geschmack ab. Der Nachhall ist harmonisch und lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; das 5-Liter-Format eignet sich besonders für größere Runden und Feste.

Klassische Begleitung: Grillfleisch, Lamm, Schmorgerichte und gereifter Käse.


Lage: Campo de Borja, Aragón (Spanien); alte Reben
Klassifikation: Campo de Borja DO – Garnacha
Ausbau: 100 % Garnacha (Altreben), französisches Barrique; 5,0 l

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Feinkost

Gocce Italiane Crema di Balsamico Erdbeere

Feinkost · Balsamico-Creme · Italien

Gocce Italiane Crema di Balsamico Erdbeere ist eine cremige Balsamessig-Reduktion mit Erdbeeraroma. Der fein säuerlich-fruchtige Erdbeergeschmack kombiniert mit der Balsamico-Creme ist ideal für Desserts und Salatdressings.


Herkunft

Gocce Italiane steht für italienische Feinkost-Spezialitäten. Die Crema di Balsamico ist eine eingedickte Balsamico-Creme, wie sie in der italienischen Küche zum Garnieren und Verfeinern verwendet wird – hier mit fruchtigem Erdbeeraroma.

Zutaten und Herstellung

Basis ist italienischer Balsamessig, eingedickt mit Traubenmost zu einer streichfähigen, sirupartigen Creme. Verfeinert mit Erdbeeraroma, das eine fein säuerlich-fruchtige Note beisteuert.

Geschmack

Dunkel und glänzend, dickflüssig-sirupartig. Im Geschmack süß-säuerlich, mit der typischen Balsamico-Tiefe und einer fruchtigen Erdbeernote. Intensiv – schon wenige Tropfen genügen.

In der Küche

Ideal für Desserts und als fruchtige Komponente in Salatdressings. Ebenso zu Eis, frischen Früchten, Käse oder als dekorativer Spiegel auf dem Teller. Sparsam dosieren.

Passt zu: Desserts, Salaten, Eis, frischen Früchten und Käse.


Hersteller: Gocce Italiane (Italien)
Produkt: Balsamico-Creme (Crema di Balsamico)
Geschmack: Erdbeere
Herkunft: Italien
Verarbeitung: eingedickte Balsamico-Creme
Mindesthaltbarkeit (MHD): 31.01.2029

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Spanien

Envinate Benje tinto 2024

Rotwein · Teneriffa · D.O. Ycoden-Daute-Isora · Listán Prieto

Listán Prieto mit etwas Tintilla D.O. Ycoden-Daute-Isora Santiago del Teide Envínate Vulkanboden · ~1.000–1.100 m Beton & gebrauchte Barriques 2024

Der Envínate Benje Tinto 2024 ist ein schlanker, eleganter Cool-Climate-Rotwein aus Vulkanhöhe bei Santiago del Teide – hauptsächlich aus der autochthonen Listán Prieto, mit etwas Tintilla. Leicht und doch fest und lang, mit prägnanter, vulkanisch tanzender Säure.


Benje – Cool-Climate-Rot aus Santiago del Teide

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff. „Benje" ist das Guanchen-Wort für den nahen Krater.

Die D.O. Ycoden-Daute-Isora liegt im Nordwesten Teneriffas; die Böden sind vulkanischen Ursprungs. Die mit wurzelechten Reben bepflanzten Weinterrassen liegen spektakulär bis rund 1.100 Meter über dem Meeresspiegel, werden täglich von straffen Atlantikwinden umweht und wurzeln auf steinigem Vulkangeröll. Der Benje stammt aus solchen alten, ungezogenen Buschreben rund um Santiago del Teide.

Jahrgang 2024 – Teneriffa

Das subtropische Atlantikklima und die hohen Vulkanlagen prägen 2024 einen schlanken, frischen Cool-Climate-Rotwein mit klarer, fast unreif-roter Frucht, feiner Würze und lebendiger, prägnanter Säure. Die kühle Höhe hält den Alkohol moderat und betont die spannungsreiche, herkunftsgenaue Stilistik.

Assemblage und Ausbau

Hauptsächlich Listán Prieto, abgerundet durch eine kleine Coupage Tintilla, aus dem Jahrgang 2024, D.O. Ycoden-Daute-Isora, trocken.

Der Ausbau erfolgt zunächst in Zementtanks und danach über ein halbes Jahr in gebrauchten Barriquefässern – im minimal-invasiven Stil des Hauses.

Im Glas

Gewürze, Teer, laktische Noten und unreife rote Früchte begeistern im Geruchsbild. Leicht und doch fest und lang mundet dieser außergewöhnliche Rotwein. Die Säure ist prägnant und tanzt wie ein ausbrechender Vulkan im Mund auf und ab. Für alle Weintrinker, die einmal einen außergewöhnlichen „Cool Climate"-Wein erforschen möchten, ist dies genau der richtige Tropfen.

Leicht und doch fest und lang – Gewürz, Teer, rote Frucht und eine Säure, die wie ein Vulkan im Mund tanzt.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, D.O. Ycoden-Daute-Isora, Santiago del Teide (Kanaren, Spanien); ~1.000–1.100 m, steiniges Vulkangeröll; wurzelechte, ungezogene Altreben
Klassifikation: D.O. Ycoden-Daute-Isora; hauptsächlich Listán Prieto mit etwas Tintilla (trocken)
Ausbau: Gärung/Ausbau im Zementtank, anschließend ~6 Monate in gebrauchten Barriques; organischer Anbau

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Weine

Wittmann Westhofen Brunnenhäuschen Riesling Großes Gewächs 2023 Magnum BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofen Brunnenhäuschen VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Tonmergel · Kalkstein Magnum 1,5 l 2023

Das Wittmann Westhofen Brunnenhäuschen Riesling Großes Gewächs 2023 ist ein präziser, dichter Bio-Riesling von einer der hochwertigsten Lagen Rheinhessens – geprägt von Kalkstein und einer cremigen Mineralität, mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial. In der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Brunnenhäuschen – VDP.Grosse Lage in Westhofen

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge Rheinhessens aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Wenngleich die Lage Brunnenhäuschen, östlich vom Morstein gelegen, rein nach Süden ausgerichtet ist, bringt sie doch sehr späte Reife. Das liegt an der hohen Lage bis 240 Meter über NN und der Exposition zum Westwind, der trotz intensivem Sonnenlicht die Temperatur immer kühl hält. Tonmergel mit Kalkstein sowie Kalksteinfelsen definieren den präzisen, dichten Charakter des Weines. Dazu kommen partielle Teile von Terra Rossa – rote Böden mit hohem Eisenoxidanteil –, die den Rieslingen eine cremige Mineralität verleihen.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. In der hohen, kühl belüfteten Lage Brunnenhäuschen mit ihrer späten Reife entsteht so ein besonders klarer, dichter und mineralischer Wein – Spannung und Tiefe statt bloßer Opulenz. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein feines, klares Bukett von Zitrus (Grapefruit, Limette), weißem Pfirsich und Quitte, dazu weiße Blüten, Kräuter und ein deutlicher, kalkig-mineralischer Zug. Am Gaumen präzise und dicht, mit straffer, animierender Säure und der für die Terra Rossa typischen cremigen Mineralität – fokussiert, salzig und sehr lang im Abgang.

Präziser, dichter Charakter vom Kalkstein – mit cremiger Mineralität und besonderem Reifepotenzial.

Schon jetzt zugänglich, gewinnt aber mit einigen Jahren Kellerreife deutlich an Tiefe – in der Magnum umso mehr; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Rheinhessen, Westhofen Brunnenhäuschen (Deutschland); Südlage bis 240 m, westwindgekühlt, Tonmergel mit Kalkstein und Kalksteinfelsen, partiell Terra Rossa; VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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Weine

Marguet Les Bermonts 2020 Grand Cru Brut Nature BIO

Champagner · Ambonnay Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Marguet Les Bermonts Grand Cru Brut Nature ist ein Einzellagen-Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus einer nur 0,47 Hektar großen Parzelle in Ambonnay, bepflanzt 1952. Er zeigt, dass Ambonnay nicht nur mit Pinot Noir, sondern auch mit Chardonnay große Champagner hervorbringt. Im Glas kraftvoll, dicht und präzise.


Ambonnay Grand Cru

Die Lage Les Bermonts liegt im Grand-Cru-Dorf Ambonnay (Montagne de Reims) auf rund 110 Metern Höhe, von Nordost bis West exponiert. Beigefarbener Ton und Kalk über weißer Santonien-Kreide ab rund 75 Zentimetern Tiefe prägen die salzige Mineralität. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus der Einzellage Les Bermonts. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase vielschichtig und noch jugendlich zurückhaltend: Limette, Orange, leicht kandierte Zitrusfrüchte, Mandeln und geröstete Nüsse. Am Gaumen kraftvoll und dicht, zugleich strukturiert und präzise, mit feiner Salzigkeit. Das Finale ist bemerkenswert lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; ein großzügiges Glas betont die Aromatik. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, edler Fisch, Meeresfrüchte und Geflügel.


Lage: Les Bermonts, Ambonnay Grand Cru, Montagne de Reims (Champagne); Ton/Kalk über Santonien-Kreide, 110 m
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs (Einzellage)
Ausbau: 100 % Chardonnay, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Weine

Domaine Thierry Mortet Bourgogne Cuvée Les Terroirs de Daix 2022 BIO

Weißwein · Bourgogne (Daix) · Chardonnay

Chardonnay Bourgogne · Les Terroirs de Daix Côte de Dijon 2022 Bio 13,00 % vol

Der Thierry Mortet Bourgogne „Les Terroirs de Daix" 2022 ist ein reinsortiger Bio-Chardonnay aus zwei Parzellen oberhalb von Daix an der wiederentdeckten Côte de Dijon – vielschichtig, cremig und von mineralischer Präzision.


Les Terroirs de Daix – die Lage

Diese Bourgogne-Blanc-Cuvée stammt aus zwei Parzellen mit insgesamt 0,83 Hektar Rebfläche in der Gemeinde Daix an der Côte de Dijon. Die erste Parzelle ist rund 45 Jahre alt und wurzelt in ton- und kalkhaltigen Böden mit Mergelanteil, die zweite, etwa 30 Jahre alte Parzelle steht auf reinem Kalkstein. Diese Kombination verleiht dem Wein sowohl Struktur als auch Frische und mineralische Präzision.

Die Reben liegen auf rund 300 Metern Höhe, ostexponiert und gut belüftet – ein frisches Mikroklima, das die natürliche Säure bewahrt und den mineralischen Charakter betont. Daix gehört zum historischen Weinbau rund um Dijon, der seit September 2023 als eigene geografische Bezeichnung „Bourgogne Dijon" von der INAO anerkannt ist.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 brachte im Burgund nach mildem Start einen warmen, sonnenreichen Sommer mit gesunden, reifen Trauben und – dank rechtzeitiger Niederschläge – guter Balance.

Die Weißweine zeigen reife Frucht und runde Fülle, gehalten von erfreulicher Frische; ein zugänglicher, ausgewogener Jahrgang.

Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2022, 13,00 % vol.

Nach schonender Pressung klärt sich der Most über eine natürliche Vorklärung von 24 Stunden, anschließend wird er abgezogen. Die alkoholische Gärung setzt spontan ein und verläuft temperaturkontrolliert zwischen 18 und 24 °C. Danach reift der Wein zu zwei Dritteln im Holzfass und zu einem Drittel im Edelstahltank über rund elf Monate; nach der malolaktischen Gärung bringen die unterschiedlich ausgebauten Partien je eigene Nuancen ein, die sich nach der Assemblage harmonisch verbinden. Eine leichte Schönung mit Bentonit sorgt für Stabilität und Klarheit. Der Ertrag liegt bei etwa 50 hl/ha (rund 5.000 Flaschen).

Bio-zertifiziert (FR-BIO-01).

Im Glas

Vielschichtig und fein: In Nase und am Gaumen entfaltet er komplexe Aromen zwischen cremiger Fülle und Frische – reifer Pfirsich, Zitrusfrüchte, feine Vanillenoten sowie ein elegantes mineralisches Finale.

Ein charaktervoller, ausgewogener Bourgogne Blanc mit Tiefe, Eleganz und terroirtypischer Handschrift.

Trinkreif nach einigen Monaten Flaschenruhe, mit Reifepotenzial von vier bis fünf Jahren. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem oder gedünstetem Fisch (Kabeljau, Forelle, Seeteufel), zu hellem Fleisch in Rahmsauce, zu Krustentieren und Garnelen mit Zitrus sowie zu frischem Ziegenkäse.


Lage: Les Terroirs de Daix, Côte de Dijon, Bourgogne (Frankreich); 2 Parzellen (0,83 ha), Ton-Kalk mit Mergel (~45 J.) und reiner Kalkstein (~30 J.), ~300 m
Klassifikation: Bourgogne AOC (Dénomination Dijon), Chardonnay (trocken)
Ausbau: Chardonnay; ⅔ Holzfass, ⅓ Edelstahltank, ~11 Monate; Bio (FR-BIO-01)

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