Das Weinland Spanien

Die Geschichte Spaniens, was kommt einem da in den Sinn? Ein maurischer Gelehrter im Hof der Alhambra? Der Mönch eines gotischen Klosters in grober Kutte? Ein Seefahrer wie Kolumbus? Oder der fleißige Bauer irgendwo in einem abgelegenen Gebirgsdorf? Alles richtig, und jeder von ihnen hatte seinen gewissen Anteil am Weinbau in Spanien. Dieser ist wahrscheinlich viele tausend Jahre alt, auch wenn sich dafür bisher noch keine endgültigen Beweise finden ließen. Als sicher gilt, dass die von der Levanteküste stammenden Phönizier und später auch die Griechen die Techniken der Rebenziehung importierten und dort Siedlungen errichteten, die bekannteste ist das 1100 v. Chr. als Gadir gegründete heutige Cádiz. Die Römer bauten auf diesen Fundamenten auf und stellten schnell fest, dass die Weine aus den Regionen Andalusien und Katalonien zum Besten gehörten, was das Römische Reich zu bieten hatte. Ein abruptes Ende fand diese erste große Blütezeit mit der Invasion der Mauren im 8. Jahrhundert. Da Alkoholkonsum für die muslimischen Eroberer als sündhaft galt, wurden die meisten Rebstöcke herausgerissen; man verschonte nur einen kleinen Teil zwecks Rosinenproduktion und Herstellung von Duftstoffen mittels der von den Arabern erfundenen Technik der Destillation. Während die nördlichen Teile der Iberischen Halbinsel relativ schnell von den Christen zurückgewonnen werden konnten, dauerte es in den Gebieten des Kalifats von Cordoba 500 und denen des Emirats Granada ganz im Süden sogar über 700 Jahre, bis wieder Wein gekeltert werden konnte.

Wie es im übrigen Europa schon seit dem frühen Mittelalter üblich war, übernahmen jetzt auch in Spanien die Klöster die führende Rolle im Weinbau – in erster Linie zur Herstellung von Messwein, aber natürlich auch zu Genusszwecken – und machten sich zunutze, dass mit der Entdeckung der Neuen Welt im Jahr 1492 neue Absatzmärkte in der Ferne entstanden. Um nicht dauerhaft tausende Fässer um die halbe Welt schippern zu müssen, kam man recht bald auf die Idee, einfach einige Rebstöcke mitzunehmen und sie in den Kolonien selbst anzupflanzen – damit legte man den Grundstein für den Weinbau Südamerikas. Von dort brachte man auch etwas zurück, das sich noch als sehr nützlich erweisen sollte: die Unterlagsreben, die man später mit Trieben der heimischen Trauben veredelte. Das Wissen um diese Technik ließ Spanien die Reblauskatastrophe am Ende des 19. Jahrhunderts vergleichsweise gut überstehen. Ganz anders als im benachbarten Frankreich: hier schlug die Plage komplett durch und vernichtete nahezu den gesamten Bestand. Dieser Einschnitt im Weinbau nördlich der Pyrenäen sollte sich für Spanien als überaus vorteilhaft erweisen: zum einen eröffnete sich ein riesiger Exportmarkt, zum anderen immigrierten viele französische Winzer aus wirtschaftlicher Not und brachten wertvolle Kenntnisse aus der Kellertechnik mit. In diese Zeit fällt der Aufstieg der Rioja zum bekanntesten Weinbaugebiet des Landes, nachdem lange Zeit nur die Herkunft der besonders in England geschätzten Likörweine Sherry und Málaga international ein Begriff gewesen war. Diese waren denn auch die einzigen, die sich einigermaßen behaupten konnten, als in den 30ern mit dem Bürgerkrieg eine große Zäsur über das Land kam. Viele Weingüter wurden verwüstet, der Weinbau lag jahrzehntelang danieder, auch exportierte man kaum. Als es dann in den 60ern wieder langsam bergauf ging, setzte man auf Masse statt Klasse und überschwemmte den Weltmarkt mit charakterloser Bückware. Diese Entwicklung wirkt teils bis zum heutigen Tage nach, obwohl viele junge Winzer auf ihren Bodegas, wie die Weingüter hier genannt werden, den Stil der Zukunft entscheidend mitprägen.

Spanien wird landläufig als Rotwein-Nation betrachtet, doch so groß ist dessen Dominanz gar nicht, 58 Prozent der Gesamtmenge sind es. Und mit den verbliebenen 42 ist das Land der größte Weißweinproduzent weltweit. Früher waren weiße Trauben bei Winzern unbeliebt, da man im Verarbeitungsprozess die Temperaturen nicht wirklich regulieren konnte – dies ist erst seit der Einführung der großen Edelstahltanks möglich -, trauten sich viele Winzer an den Anbau von Weißwein nicht heran, weil er schon kippte, bevor er überhaupt abgefüllt worden war. Die Hitze stellt manchen von ihnen immer noch vor Herausforderungen; der Verdejo etwa wird, wenn er Spitzenqualitäten erreichen soll, nach wie vor in den kälteren Nächten gelesen. Sowohl Klima als auch Geografie machen den Weinbau hier also nicht gerade zu einem Kinderspiel: das Land gehört zu den gebirgigsten Europas und im Sommer ist es gerade im Süden mit seinen wüstenähnlichen Landstrichen nahezu unerträglich heiß und trocken. Diesen Ursachen ist es geschuldet, dass das Land mit der weltweit größten Rebfläche von einer Million Hektar – zehnmal soviel wie in Deutschland – nur auf Platz drei nach Gesamtproduktion liegt.

So riesig wie in kaum einer anderen Weinbau-Nation ist die Spannbreite zwischen Weltklasseweinen und billiger Massenproduktion. Dieser Umstand spiegelt sich in der Verschiedenheit der Rebflächen wider: knorrige Uralt-Reben, die sehr geringe, dafür unglaublich geschmacksintensive Erträge liefern, stehen riesige Pflanzungen gegenüber, deren Erträge nur für mitteleuropäische Discounter-Regale produziert werden. Dieser Umstand birgt allerdings den Vorteil, dass spanischer Wein im Schnitt sehr preiswert ist – kaum internationale Spekulationsobjekte, laufen auch die edleren Tropfen oft unter dem Radar, und „die“ weltbekannten Weingüter im Sinne der großen französischen Chateaus gibt es hier ohnehin nicht. In der Tat muss man sich ein wenig auskennen, um die verborgenen Juwelen zu entdecken. Insgesamt zählt man mehrere hundert Rebsorten in Spanien, die meisten von ihnen autochthon, aber nur ein Bruchteil davon findet in größerem kommerziellen Maßstab Verwendung. Die Rebsorten spielen, anders als in Mitteleuropa, allerdings ohnehin eher eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist den Spaniern die Herkunft. Bis das Land ein verlässliches Klassifikationssystem erhielt, wie es etwa im benachbarten Frankreich schon seit Ewigkeiten üblich war, verging jedoch viel Zeit. Während der Franco-Ära hatte Weinbau keinen sonderlich hohen Stellenwert, und erst im Jahr 1970 etablierte man die Unterscheidung zwischen dem einfachen Tischwein Vino de Mesa, dem besseren Landwein IGP und zuoberst den unter DOP subsumierten Qualitätsweinen, deren Anteil bei etwa 70 Prozent liegt.

Unterschieden werden 17 Anbauregionen, die sich wiederum in einzelne Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung auffächern und in ihrer Größe sehr stark variieren: von La Mancha, das nahezu die Hälfte der Gesamtfläche einnimmt, bis zu Kantabrien und Asturien, wo nur jeweils 100 Hektar bebaut werden. Diese Regionen verteilen sich über das gesamte Land, von Galicien ganz im Westen nach Katalonien im Osten, vom Baskenland im Norden nach Andalusien im Süden. Grob gesagt lassen sich dabei drei klimatische Zonen ausmachen: ozeanisch, mediterran und kontinental. Konkret zum einen die Atlantikküste mit milden Temperaturen im Norden, durch den außerordentlichen Regenreichtum ein sehr grüner Landstrich, auf dessen fruchtbaren Böden leichte und verspielte Weißweine gedeihen, etwa der beliebte Albariño. Heiß und sehr trocken hingegen ist es an der Mittelmeerküste im Osten und Süden des Landes, zumindest am Tag, während es nachts bitterkalt wird. Die kargen kristallinen Böden, vor allem aus Schiefer, speichern kaum Wasser, sodass die Erträge gering sind, dafür jedoch meist von außerordentlicher Güte – hier liegt etwa das berühmte Priorat. Reben, die sich an den steilen Hanglagen behaupten wollen, müssen wahre Kämpfernaturen sein – tagsüber werden die Trauben von der Sonne geradezu gekocht, nachts schlagartig heruntergekühlt. Nur in direkter Nähe zum Mittelmeer wirkt sich das Seeklima  mildernd aus. Ebenfalls geprägt durch starke Temperaturschwankungen ist die Meseta, die große, bis auf über 1000 Meter ansteigende Hochebene im Landesinneren mit ihren sandigen, schottrigen Böden. Mineralisch und mit einer zupackenden Säure ausgestattet präsentieren sich die Weine aus La Mancha und der Extremadura, den beiden größten Weinbaugebieten hier in Zentralspanien. Manchmal kommen die Klimazonen nicht idealtypisch vor, sondern bilden gewisse Schnittmengen – an diesen liegen die interessantesten Anbaugebiete wie etwa die Rioja. Nicht unterschlagen werden sollte, dass auch auf den spanischen Inseln Weinbau betrieben wird. Insbesondere die Kanaren bieten mit ihren schwarzen Vulkanböden ganz eigene geschmackliche Eindrücke, während Mallorca mit vielen Rebsorten aufwarten kann, die ausschließlich dort gedeihen.


Obwohl kaum reinsortige Weine erzeugt werden, sondern die Cuvee als Maß aller Dinge gilt, ist es durchaus sinnvoll, sich mit den wichtigsten Sorten vertraut zu machen. Auf der roten Seite sind es der eher einfache Bobal, der edle Monastrell und der weltbekannte Grenache, der hier Garnacha heißt. An ihren jeweiligen Eigenschaften wird der Vorteil des Verschnitts miteinander deutlich: oft geht ein hoher Alkoholgehalt mit blasser Erscheinung einher, den man dann durch einen leichten, aber tiefdunklen Wein ergänzt. Als die spanische Rebe schlechthin gilt der Tempranillo, der den größten Anteil in den bekannten Weinen aus der Rioja hat und nur hier in Spanien Weine von Weltruf hervorbringt. Er steht mengenmäßig – wohl auch wegen seines hohen Anspruchs an Umgebung und Pflege – allerdings nur auf Platz zwei, hinter dem weißen Airén, einem hitzeresistenten und anspruchslosen Massenträger, dessen spritig schmeckender Most meist nur für billigste Kaufhausweine oder gar als medizinischer Alkohol verwendet werden. Sein Anteil ist allerdings seit Jahren rückläufig – ein Zeichen dafür, dass viele Winzer mittlerweile den Anspruch haben, hochwertige Weine ins Glas zu bringen. Weitere bekannte Weiße – und von höherer Qualität – sind der Macabeo, aus man den Cava, den katalanischen Schaumwein, erzeugt, und der Palomino, der vor allem für höherprozentige Erzeugnisse verwendet wird. Außer für Wein im klassischen Sinne – und das meint immer trocken ausgebaut – ist Spanien nämlich für zwei weitere alkoholische Getränke bekannt: den Sherry und den Brandy. Beide werden hauptsächlich in der Region um das andalusische Jerez mit seinen sehr kalkhaltigen Böden erzeugt. Üblich ist dabei das Solera-Verfahren: mehrere Fässer lagern übereinander, im obersten der jüngste, ganz unten der älteste Wein. Entnimmt man nun dem untersten Fass etwas, füllt man es mit der entsprechenden Menge aus dem darüberliegenden wieder auf, und dieses wiederum mit dem noch jüngeren und so weiter. So wandert der Wein langsam von oben nach unten, eine ausgeklügelte Verschnitttechnik, die eine gleichbleibende Qualität garantiert. Ähnlich wie diese werden viele spanische Weine im Fass ausgebaut, und es ist allgemein Sitte, sie erst dann in den Handel zu bringen, wenn sie Trinkreife erlangt haben. Man unterscheidet die Stufen Joven für Weine gänzlich ohne oder mit höchstens sechsmonatiger Fassreife, Crianza für mindestens zwei Jahre gereifte Weine, davon ein Viertel der Zeit im Fass, und Reserva für eine Reifezeit von drei Jahren, wovon ein Drittel im Fass erfolgen muss. Darüber hinaus existiert mittlerweile auch die Stufe Gran Reserva für richtig schwere Tropfen.

Wein ist in Spanien absolutes Alltagsgetränk und darauf ist ein nicht geringer Teil des Rebensaftes auch ausgelegt. Er gehört wie selbstverständlich zum Essen, zumal die Hauptmahlzeit des Tages ohnehin am Abend eingenommen wird. Oft haben sich in den jeweiligen Landstrichen optimale Paarungen aus regionaltypischen Speisen und Weinen gebildet. Ein Fehler, den Touristen gern machen, ist es, zu allen ansatzweise gehaltvolleren Speisen sofort den kräftigsten Rotwein zu verlangen. Tatsächlich tut es zur beliebten Paella eher ein blasserer und geschmacklich leichter Roter, während zu vielen Tapas wie Gambas al ajillo, Patatas, Pimientos und Boquerones sogar eher ein frischer Weiß- oder Schaumwein die beste Wahl ist. Alles Geschmacksache natürlich – aber zum Glück kann man sicher sein, dass in Spanien für jeden Geschmack was dabei ist. So vielfältig wie die spanische Landschaft mit ihrem zerklüfteten Gebirgsketten, sonnenumglänzten Küsten und fruchtbaren Flusstälern, so breit gefächert ist auch die Weinpalette. Ob die Weltklasse-Rotweine aus Ribera del Duero und dem Priorat, leichte und spritzige Weiße aus dem Baskenland und der Rueda oder fruchtige, unkomplizierte Rosés für den lauen Sommerabend – das Land hat für jeden Gaumen und jede Gelegenheit etwas zu bieten.

Bei alldem hat man sich eine gewisse Urwüchsigkeit erhalten, die weder etwas von der leichten Eitelkeit der französischen noch vom kitschigen Postkartenidyll der italienischen Winzer hat. Es ist eher die wilde Don-Quichote-Romantik einer Nation, deren historisches Erbe so reichhaltig ist, dass sie den letzten Schritt in die Moderne noch nicht gewagt hat – ein ehrliches, herzliches Land mit Weinen, die immer schmecken wie für gute Freunde gemacht. So erscheint es mehr als nur poetisch, dass die Spanier eines ihrer beliebtesten Sommergetränke „Sangria“, Aderlass, genannt haben – der rote Wein scheint in der Tat ihr Lebenselixier zu sein und direkt aus ihrem Herzen zu strömen. Text: Dario Sellmeier

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Südafrika

Steenberg Catharina

Wein · Rotwein · Constantia · Südafrika

Steenberg Catharina ist die Bordeaux-Cuvée des Hauses, benannt nach der Gründerin Catharina Ras. Sie besticht mit Aromen von Pflaume, schwarzer Johannisbeere und dunkler Schokolade, getragen von dichten, samtigen Tanninen.


Constantia / Südafrika

Das Weingut Steenberg liegt im Constantia-Tal bei Kapstadt und ist das älteste Weingut der Region (1682 von Catharina Ras gegründet, der diese Cuvée ihren Namen verdankt). Das kühle, maritim geprägte Klima sorgt für langsame Reife und elegante, strukturierte Rotweine.

Assemblage und Ausbau

Eine Bordeaux-Cuvée auf Basis von Merlot und Cabernet Sauvignon, je nach Jahrgang ergänzt durch weitere Bordeaux-Sorten wie Cabernet Franc oder Malbec – eine Fassselektion der besten Partien. 19 Monate Reife in französischer Eiche verleihen Noten von Rauch, mediterranen Gewürzen und Zeder. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Tiefes Rot. In der Nase Pflaume, schwarze Johannisbeere und dunkle Schokolade, dazu Brombeere, Rauch, mediterrane Gewürze und Zeder aus dem Holzausbau. Am Gaumen elegante Frucht mit dichten, samtigen Tanninen – reif und harmonisch, auf den Punkt gereift.

Am Tisch

Bei rund 18 °C servieren, jung am besten karaffieren – ein kraftvoller Begleiter zu herzhaften Gerichten.

Passt zu: rotem Fleisch, Lamm, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Käse.


Lage: Constantia, Kapstadt (Südafrika)
Klassifikation: Wine of Origin Constantia – Bordeaux-Cuvée (überwiegend Merlot & Cabernet Sauvignon), trocken
Ausbau: 19 Monate Reife in französischer Eiche

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Frankreich

Château Pontet-Canet Paulliac 2010

Rotwein · Pauillac · Cabernet Sauvignon · Grand Cru Classé

Château Pontet-Canet Pauillac zählt zu den bekanntesten Médoc-Weinen aus Pauillac – ein Grand Cru Classé am linken Ufer der Gironde, direkt benachbart zu Mouton Rothschild. Das Weingut zählt im Bordeaux zu den Vorreitern der Arbeit mit Pferdezug und Kompostwirtschaft. Die Assemblage wird von Cabernet Sauvignon dominiert. Im Glas rubinrot bis fast schwarz, kraftvoll und elegant.


Pauillac

Pauillac ist die Heimat einiger der berühmtesten Weine des Médoc. Château Pontet-Canet liegt auf einem Kiesplateau in unmittelbarer Nachbarschaft zu Mouton Rothschild. Die kiesgeprägten Böden verleihen dem Wein Struktur und Terroir-Präsenz. Das Gut wird mit Pferdezug und Kompostwirtschaft bewirtschaftet und ist ein Cinquième Grand Cru Classé (1855).

Assemblage und Ausbau

Die Assemblage wird von Cabernet Sauvignon dominiert, ergänzt um Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Der Ausbau erfolgt im Barrique sowie zum Teil in Beton-Amphoren (Dolia), was Frucht und Terroir besonders rein zum Ausdruck bringt.

Im Glas

Rubinrot, fast schwarz. In der Nase ein charakteristisches Bouquet aus schwarzen Beeren, vor allem Cassis, dazu Lakritz, Pflaume, Feige, Zeder und Kakao. Am Gaumen verbinden sich Kraft, Eleganz und Dichte mit einer sehr feinen Tanninstruktur und großer Terroir-Präsenz. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine lange Belüftung im Dekanter ist zu empfehlen. Mit großem Reifepotenzial über Jahrzehnte.

Klassische Begleitung: Lamm, Rind, Wild und gereifter Hartkäse.


Lage: Pauillac, Médoc (Bordeaux); Kiesböden
Klassifikation: Pauillac AOC – Cinquième Grand Cru Classé (1855)
Ausbau: Cabernet Sauvignon-dominiert, Barrique + Beton-Amphoren; Handarbeit im Weinberg

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Weine

Nerone Negroamaro Primitivo Bag in Box 3 Liter

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Nerone Bag-in-Box ist eine apulische Rotwein-Cuvée, in der sich Negroamaro und Primitivo die Klinke in die Hand geben. Rote Beerenfrucht trifft auf schwarze Beerenfrucht, getragen von einer warmen, cremigen Art – mit leichten Anklängen von Rosinen, dezenter Würze und rundem Finish. Praktisch in der 3-Liter-Bag-in-Box.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die beiden prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro und Primitivo. Negroamaro bringt rote Beerenfrucht und feine Würze, Primitivo dunkle Beerenfrucht, Wärme und cremige Fülle. Abgefüllt in der 3-Liter-Bag-in-Box: Der Beutel zieht sich beim Zapfen zusammen, sodass kein Sauerstoff an den Wein gelangt – nach dem Anbruch bleibt er mehrere Wochen frisch.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote und schwarze Beerenfrucht mit leichten Anklängen von getrockneten Rosinen und dezenter Würze. Am Gaumen warm, cremig und rund, mit weicher Frucht, milden Tanninen und rundem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Feierabendwein, ideal glasweise dank Bag-in-Box.

Passt zu: Pastagerichten, Pizza, gegrilltem Fleisch und mittelreifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Nerone (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro & Primitivo
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau
Gebinde: Bag-in-Box, 3,0 Liter

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Rebsorten

Metzger Riesling Liter

Weißwein · Riesling · Pfalz · 1 Liter

Metzger Riesling ist der trockene Pfälzer Riesling für jeden Tag vom Weingut Metzger – hier in der 1-Liter-Flasche. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Im Mund von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall.


Pfalz

Das Weingut Metzger liegt in der Pfalz im Südwesten Deutschlands, einer der besten Riesling-Regionen. Das Klima bringt fruchtbetonte, frische Rieslinge hervor – Grundlage für diesen unkomplizierten Alltagswein.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Riesling. Er wird trocken und fruchtbetont ausgebaut, was die klare Zitrus- und Steinobstaromatik in den Vordergrund stellt.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase reife Melone und Pfirsich mit leicht nussigen Anklängen. Am Gaumen von trockenem Charakter, mit viel Zitrus im Nachhall. Frisch und klar, mit saftigem Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren, als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel, Salate und leichte Gerichte.


Lage: Pfalz (Deutschland)
Klassifikation: Pfalz – Weißwein (Riesling), trocken
Ausbau: Riesling, fruchtbetont; 1,0 l

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Weine

Arnaud Mortet Mazoyères-Chambertin Grand Cru 2021

Rotwein · Mazoyères-Chambertin Grand Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Mazoyères-Chambertin · Grand Cru Gevrey-Chambertin ~1,82 ha 2021

Der Mazoyères-Chambertin Grand Cru 2021 von Arnaud Mortet ist ein reinsortiger Pinot Noir aus einer kleinen Grand-Cru-Parzelle von rund 1,82 Hektar in Gevrey-Chambertin. Am Gaumen kraftvoll, opulent und elegant, mit komplexem Körper – im klassischen, frischen Stil des Jahrgangs 2021.


Mazoyères-Chambertin – Grand Cru in Gevrey-Chambertin

Mazoyères-Chambertin ist einer der Grand Crus von Gevrey-Chambertin und liegt an der Route des Grands Crus, die von Gevrey-Chambertin bis Morey-Saint-Denis verläuft, auf bis zu 280 Metern Höhe. Die Lage ist ausschließlich mit Pinot Noir bepflanzt; Mortet bewirtschaftet hier rund 1,82 Hektar.

Den Untergrund prägt steiniges Material: in den oberen Lagen kiesreich, an den Hängen Kalkstein mit wechselndem Tongehalt. Zahlreiche Fossilien zeugen von einem Urmeer, das vor rund 150 Millionen Jahren hier lag. Arnaud Mortet führt die Domaine (Denis Mortet) in Gevrey-Chambertin, eine der Spitzenadressen des Ortes.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war im Burgund ein Wechselbad: Auf eine frühe Frühlingswärme folgte ab dem 6. April ein wochenlanger, schwerer Frost mit Schnee und Tiefstwerten bis −8 °C, der einen Großteil der Ernte vernichtete. Eine kühle, trockene Phase bis in den Mai verzögerte die Erholung der Pinot-Reben; danach brachten atlantische Regenfälle hohen Mehltaudruck.

Stabileres, wenn auch nicht heißes Wetter im August und September ließ die Trauben reifen, sorgfältige Arbeit war gegen Fäulnis nötig. Für die roten Burgunder steht 2021 für kleine Erträge und einen klassischen, frischen Stil mit feiner Struktur und moderatem Alkohol.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, von einer rund 1,82 Hektar großen Grand-Cru-Parzelle.

Der Wein reift im Eichenfass, ganz im Sinne der auf Finesse und Terroir-Ausdruck ausgerichteten Handschrift des Guts.

Im Glas

Die Farbe reicht von dunklem Rubin bis zu tiefer schwarzer Kirsche. Im Bukett Himbeere und Johannisbeere, ergänzt um Lakritz und Gewürze, dazu feine Anklänge von Rose, Veilchen, Moos und Unterholz. Am Gaumen kraftvoll, opulent und elegant, mit komplexem, üppigem Körper.

Himbeere und Johannisbeere, Lakritz und Veilchen – am Gaumen kraftvoll, opulent und zugleich elegant.

In der Jugend zugänglich, entfaltet der Wein sein Potenzial über viele Jahre Flaschenreife. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung im Dekanter lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Rind, Gerichte mit Trüffel oder Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für den großen Anlass.


Lage: Mazoyères-Chambertin, Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); steiniger Kalk-/Kiesboden mit Fossilien, bis 280 m, ~1,82 ha
Klassifikation: Mazoyères-Chambertin Grand Cru
Ausbau: Pinot Noir; Holzfassausbau

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USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2019

Rotwein · Tempranillo · Walla Walla Valley · USA

Cayuse Impulsivo Tempranillo 2019 stammt aus einem etwas kühleren Jahrgang und zeigt mehr Finesse und lebendige Säure als sein üppiger Vorgänger: rauchige Brombeere, Graphit, Veilchen und Kakao über salziger Mineralität – dicht, elegant und lang.


En Chamberlin, Walla Walla Valley

Impulsivo stammt aus der Lage En Chamberlin im Rocks District of Milton-Freewater, dem steinigen Teil des Walla Walla Valley. Die Reben stehen auf rund 270 Metern Höhe in einer dünnen Schicht schluffigen Lehms über runden Basaltkieseln, die tagsüber Wärme speichern und nachts abgeben. Christophe Baron, der aus einer Champagner-Familie stammt, bewirtschaftet die Reben mit Pferdezug und Handarbeit.

Rebsorte und Ausbau

100 % Tempranillo aus dem Jahrgang 2019. Der Wein reifte in Demi-Muids, Foudres und Barriques aus französischer Eiche, rund zur Hälfte neu. Das Holz bleibt ein Akzent – im Vordergrund steht der Charakter der Rebsorte.

Im Glas

Tiefes Rubin- bis Pflaumenrot. In der Nase rauchige Brombeere, gegrilltes Fleisch, Graphit, Veilchen und Zedernholz, dazu Kakao, Salbei und balsamische Kräuter. Am Gaumen seidig und saftig, mit lebendiger Säure, würzigen roten Beeren und salziger Mineralität; die Tannine sind fest, aber fein. Langes Finale mit Lakritz.

Am Tisch

Schon zugänglich, gewinnt aber mit weiterer Flaschenreife; trinkt sich bis etwa 2033 hervorragend. Vorher dekantieren und bei 16–18 °C servieren.

Klassische Begleitung: Steak, Rind, Wild und Gerichte mit Pilzen.


Lage: En Chamberlin, Rocks District, Walla Walla Valley (USA); Basaltkiesel
Klassifikation: Walla Walla Valley AVA – Tempranillo
Jahrgang: 2019 (etwas kühlerer Jahrgang)
Ausbau: 100 % Tempranillo; Demi-Muids, Foudres und Barriques aus französischer Eiche, ca. 50 % neu

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Schaumweine

Franck Bonville Champagner Unisson Grand Cru Blanc de Blancs

Der Franck Bonville Unisson Grand Cru Blanc de Blancs bringt Avize und Oger in einer Flasche zusammen. Weich, buttrig und frisch zugleich – der Champagner für alle, die Brioche lieber mögen als Zitronenschärfe.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlage. In der Nase frisch gebackene Brioche, Butter und Mandel, darunter kühle Kreide. Am Gaumen weich und rund, fast cremig. Eine lebendige Frische zieht sich bis in das lange Finale und verhindert, dass er jemals schwer wirkt.

Mach was draus

Ein Hummerbrötchen, Fish and Chips mit Trüffelmayo oder Hähnchen-Fingerfood beim Afterwork. Zu Geflügel in Sahnesoße passt er ebenso. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Er ist mein Aperitif-Champagner für Gäste, die Champagner sonst zu sauer finden. Und wenn es danach Fisch oder Geflügel gibt, bleibt er einfach im Glas.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Ist Unisson Brut oder Extra Brut? Extra Brut: Der Steckbrief nennt nur 2,5 g Restzucker pro Liter. Die Cremigkeit kommt aus der Hefereife, nicht aus Zucker.

Was unterscheidet ihn vom Grand Cru Blanc de Blancs Brut? Unisson ist eine Auswahl der besten Chardonnay-Partien aus Avize und Oger und trockener dosiert. Der Brut ist der klassische Einstieg ins Haus.

100 % Chardonnay · Grand Cru Avize und Oger · Méthode Traditionnelle · Extra Brut, 2,5 g/l Restzucker · Champagne Franck Bonville, Avize · Stand: Oktober 2026

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Weine

1928 Martinez Gutierrez Gran Reserva

Generoso · sherryartig · trocken · Spanien

1928 Martínez Gutiérrez Gran Reserva ist ein sherryartig ausgebauter, trockener Altwein aus Spanien von Bodegas del Señorío. Bernsteinfarben eignet er sich als perfekter, trockener Apéritif. Er ist trinkfertig und entwickelt sich nicht mehr durch weitere Flaschenlagerung.


Spanien

Bodegas del Señorío erzeugt diesen Wein in Spanien im sherryartigen, oxidativen Stil. Die lange Reife prägt seinen Charakter als trockener, gereifter Generoso-Wein.

Herstellung und Reifung

Der Wein ist sherryartig (oxidativ) ausgebaut und über lange Zeit gereift, woraus seine bernsteinfarbene Tönung und der trockene, gereifte Charakter resultieren. Der Alkoholgehalt liegt bei Er ist trinkfertig.

Im Glas

Bernsteinfarben. In der Nase und am Gaumen trocken und gereift, mit nussigen, oxidativen Noten im sherryartigen Stil. Vollmundig und ausdrucksstark, mit langem Abgang.

Zum Genuss

Leicht gekühlt servieren – ein perfekter, trockener Apéritif. Trinkfertig.

Klassische Begleitung: Tapas, Oliven, Mandeln, Schinken und gereifter Käse.


Herkunft: Spanien
Art: sherryartiger Generoso (trocken).
Reifung: oxidativ, lange gereift (Gran Reserva)

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