Das Weinland Spanien

Die Geschichte Spaniens, was kommt einem da in den Sinn? Ein maurischer Gelehrter im Hof der Alhambra? Der Mönch eines gotischen Klosters in grober Kutte? Ein Seefahrer wie Kolumbus? Oder der fleißige Bauer irgendwo in einem abgelegenen Gebirgsdorf? Alles richtig, und jeder von ihnen hatte seinen gewissen Anteil am Weinbau in Spanien. Dieser ist wahrscheinlich viele tausend Jahre alt, auch wenn sich dafür bisher noch keine endgültigen Beweise finden ließen. Als sicher gilt, dass die von der Levanteküste stammenden Phönizier und später auch die Griechen die Techniken der Rebenziehung importierten und dort Siedlungen errichteten, die bekannteste ist das 1100 v. Chr. als Gadir gegründete heutige Cádiz. Die Römer bauten auf diesen Fundamenten auf und stellten schnell fest, dass die Weine aus den Regionen Andalusien und Katalonien zum Besten gehörten, was das Römische Reich zu bieten hatte. Ein abruptes Ende fand diese erste große Blütezeit mit der Invasion der Mauren im 8. Jahrhundert. Da Alkoholkonsum für die muslimischen Eroberer als sündhaft galt, wurden die meisten Rebstöcke herausgerissen; man verschonte nur einen kleinen Teil zwecks Rosinenproduktion und Herstellung von Duftstoffen mittels der von den Arabern erfundenen Technik der Destillation. Während die nördlichen Teile der Iberischen Halbinsel relativ schnell von den Christen zurückgewonnen werden konnten, dauerte es in den Gebieten des Kalifats von Cordoba 500 und denen des Emirats Granada ganz im Süden sogar über 700 Jahre, bis wieder Wein gekeltert werden konnte.

Wie es im übrigen Europa schon seit dem frühen Mittelalter üblich war, übernahmen jetzt auch in Spanien die Klöster die führende Rolle im Weinbau – in erster Linie zur Herstellung von Messwein, aber natürlich auch zu Genusszwecken – und machten sich zunutze, dass mit der Entdeckung der Neuen Welt im Jahr 1492 neue Absatzmärkte in der Ferne entstanden. Um nicht dauerhaft tausende Fässer um die halbe Welt schippern zu müssen, kam man recht bald auf die Idee, einfach einige Rebstöcke mitzunehmen und sie in den Kolonien selbst anzupflanzen – damit legte man den Grundstein für den Weinbau Südamerikas. Von dort brachte man auch etwas zurück, das sich noch als sehr nützlich erweisen sollte: die Unterlagsreben, die man später mit Trieben der heimischen Trauben veredelte. Das Wissen um diese Technik ließ Spanien die Reblauskatastrophe am Ende des 19. Jahrhunderts vergleichsweise gut überstehen. Ganz anders als im benachbarten Frankreich: hier schlug die Plage komplett durch und vernichtete nahezu den gesamten Bestand. Dieser Einschnitt im Weinbau nördlich der Pyrenäen sollte sich für Spanien als überaus vorteilhaft erweisen: zum einen eröffnete sich ein riesiger Exportmarkt, zum anderen immigrierten viele französische Winzer aus wirtschaftlicher Not und brachten wertvolle Kenntnisse aus der Kellertechnik mit. In diese Zeit fällt der Aufstieg der Rioja zum bekanntesten Weinbaugebiet des Landes, nachdem lange Zeit nur die Herkunft der besonders in England geschätzten Likörweine Sherry und Málaga international ein Begriff gewesen war. Diese waren denn auch die einzigen, die sich einigermaßen behaupten konnten, als in den 30ern mit dem Bürgerkrieg eine große Zäsur über das Land kam. Viele Weingüter wurden verwüstet, der Weinbau lag jahrzehntelang danieder, auch exportierte man kaum. Als es dann in den 60ern wieder langsam bergauf ging, setzte man auf Masse statt Klasse und überschwemmte den Weltmarkt mit charakterloser Bückware. Diese Entwicklung wirkt teils bis zum heutigen Tage nach, obwohl viele junge Winzer auf ihren Bodegas, wie die Weingüter hier genannt werden, den Stil der Zukunft entscheidend mitprägen.

Spanien wird landläufig als Rotwein-Nation betrachtet, doch so groß ist dessen Dominanz gar nicht, 58 Prozent der Gesamtmenge sind es. Und mit den verbliebenen 42 ist das Land der größte Weißweinproduzent weltweit. Früher waren weiße Trauben bei Winzern unbeliebt, da man im Verarbeitungsprozess die Temperaturen nicht wirklich regulieren konnte – dies ist erst seit der Einführung der großen Edelstahltanks möglich -, trauten sich viele Winzer an den Anbau von Weißwein nicht heran, weil er schon kippte, bevor er überhaupt abgefüllt worden war. Die Hitze stellt manchen von ihnen immer noch vor Herausforderungen; der Verdejo etwa wird, wenn er Spitzenqualitäten erreichen soll, nach wie vor in den kälteren Nächten gelesen. Sowohl Klima als auch Geografie machen den Weinbau hier also nicht gerade zu einem Kinderspiel: das Land gehört zu den gebirgigsten Europas und im Sommer ist es gerade im Süden mit seinen wüstenähnlichen Landstrichen nahezu unerträglich heiß und trocken. Diesen Ursachen ist es geschuldet, dass das Land mit der weltweit größten Rebfläche von einer Million Hektar – zehnmal soviel wie in Deutschland – nur auf Platz drei nach Gesamtproduktion liegt.

So riesig wie in kaum einer anderen Weinbau-Nation ist die Spannbreite zwischen Weltklasseweinen und billiger Massenproduktion. Dieser Umstand spiegelt sich in der Verschiedenheit der Rebflächen wider: knorrige Uralt-Reben, die sehr geringe, dafür unglaublich geschmacksintensive Erträge liefern, stehen riesige Pflanzungen gegenüber, deren Erträge nur für mitteleuropäische Discounter-Regale produziert werden. Dieser Umstand birgt allerdings den Vorteil, dass spanischer Wein im Schnitt sehr preiswert ist – kaum internationale Spekulationsobjekte, laufen auch die edleren Tropfen oft unter dem Radar, und „die“ weltbekannten Weingüter im Sinne der großen französischen Chateaus gibt es hier ohnehin nicht. In der Tat muss man sich ein wenig auskennen, um die verborgenen Juwelen zu entdecken. Insgesamt zählt man mehrere hundert Rebsorten in Spanien, die meisten von ihnen autochthon, aber nur ein Bruchteil davon findet in größerem kommerziellen Maßstab Verwendung. Die Rebsorten spielen, anders als in Mitteleuropa, allerdings ohnehin eher eine untergeordnete Rolle, wichtiger ist den Spaniern die Herkunft. Bis das Land ein verlässliches Klassifikationssystem erhielt, wie es etwa im benachbarten Frankreich schon seit Ewigkeiten üblich war, verging jedoch viel Zeit. Während der Franco-Ära hatte Weinbau keinen sonderlich hohen Stellenwert, und erst im Jahr 1970 etablierte man die Unterscheidung zwischen dem einfachen Tischwein Vino de Mesa, dem besseren Landwein IGP und zuoberst den unter DOP subsumierten Qualitätsweinen, deren Anteil bei etwa 70 Prozent liegt.

Unterschieden werden 17 Anbauregionen, die sich wiederum in einzelne Gebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung auffächern und in ihrer Größe sehr stark variieren: von La Mancha, das nahezu die Hälfte der Gesamtfläche einnimmt, bis zu Kantabrien und Asturien, wo nur jeweils 100 Hektar bebaut werden. Diese Regionen verteilen sich über das gesamte Land, von Galicien ganz im Westen nach Katalonien im Osten, vom Baskenland im Norden nach Andalusien im Süden. Grob gesagt lassen sich dabei drei klimatische Zonen ausmachen: ozeanisch, mediterran und kontinental. Konkret zum einen die Atlantikküste mit milden Temperaturen im Norden, durch den außerordentlichen Regenreichtum ein sehr grüner Landstrich, auf dessen fruchtbaren Böden leichte und verspielte Weißweine gedeihen, etwa der beliebte Albariño. Heiß und sehr trocken hingegen ist es an der Mittelmeerküste im Osten und Süden des Landes, zumindest am Tag, während es nachts bitterkalt wird. Die kargen kristallinen Böden, vor allem aus Schiefer, speichern kaum Wasser, sodass die Erträge gering sind, dafür jedoch meist von außerordentlicher Güte – hier liegt etwa das berühmte Priorat. Reben, die sich an den steilen Hanglagen behaupten wollen, müssen wahre Kämpfernaturen sein – tagsüber werden die Trauben von der Sonne geradezu gekocht, nachts schlagartig heruntergekühlt. Nur in direkter Nähe zum Mittelmeer wirkt sich das Seeklima  mildernd aus. Ebenfalls geprägt durch starke Temperaturschwankungen ist die Meseta, die große, bis auf über 1000 Meter ansteigende Hochebene im Landesinneren mit ihren sandigen, schottrigen Böden. Mineralisch und mit einer zupackenden Säure ausgestattet präsentieren sich die Weine aus La Mancha und der Extremadura, den beiden größten Weinbaugebieten hier in Zentralspanien. Manchmal kommen die Klimazonen nicht idealtypisch vor, sondern bilden gewisse Schnittmengen – an diesen liegen die interessantesten Anbaugebiete wie etwa die Rioja. Nicht unterschlagen werden sollte, dass auch auf den spanischen Inseln Weinbau betrieben wird. Insbesondere die Kanaren bieten mit ihren schwarzen Vulkanböden ganz eigene geschmackliche Eindrücke, während Mallorca mit vielen Rebsorten aufwarten kann, die ausschließlich dort gedeihen.


Obwohl kaum reinsortige Weine erzeugt werden, sondern die Cuvee als Maß aller Dinge gilt, ist es durchaus sinnvoll, sich mit den wichtigsten Sorten vertraut zu machen. Auf der roten Seite sind es der eher einfache Bobal, der edle Monastrell und der weltbekannte Grenache, der hier Garnacha heißt. An ihren jeweiligen Eigenschaften wird der Vorteil des Verschnitts miteinander deutlich: oft geht ein hoher Alkoholgehalt mit blasser Erscheinung einher, den man dann durch einen leichten, aber tiefdunklen Wein ergänzt. Als die spanische Rebe schlechthin gilt der Tempranillo, der den größten Anteil in den bekannten Weinen aus der Rioja hat und nur hier in Spanien Weine von Weltruf hervorbringt. Er steht mengenmäßig – wohl auch wegen seines hohen Anspruchs an Umgebung und Pflege – allerdings nur auf Platz zwei, hinter dem weißen Airén, einem hitzeresistenten und anspruchslosen Massenträger, dessen spritig schmeckender Most meist nur für billigste Kaufhausweine oder gar als medizinischer Alkohol verwendet werden. Sein Anteil ist allerdings seit Jahren rückläufig – ein Zeichen dafür, dass viele Winzer mittlerweile den Anspruch haben, hochwertige Weine ins Glas zu bringen. Weitere bekannte Weiße – und von höherer Qualität – sind der Macabeo, aus man den Cava, den katalanischen Schaumwein, erzeugt, und der Palomino, der vor allem für höherprozentige Erzeugnisse verwendet wird. Außer für Wein im klassischen Sinne – und das meint immer trocken ausgebaut – ist Spanien nämlich für zwei weitere alkoholische Getränke bekannt: den Sherry und den Brandy. Beide werden hauptsächlich in der Region um das andalusische Jerez mit seinen sehr kalkhaltigen Böden erzeugt. Üblich ist dabei das Solera-Verfahren: mehrere Fässer lagern übereinander, im obersten der jüngste, ganz unten der älteste Wein. Entnimmt man nun dem untersten Fass etwas, füllt man es mit der entsprechenden Menge aus dem darüberliegenden wieder auf, und dieses wiederum mit dem noch jüngeren und so weiter. So wandert der Wein langsam von oben nach unten, eine ausgeklügelte Verschnitttechnik, die eine gleichbleibende Qualität garantiert. Ähnlich wie diese werden viele spanische Weine im Fass ausgebaut, und es ist allgemein Sitte, sie erst dann in den Handel zu bringen, wenn sie Trinkreife erlangt haben. Man unterscheidet die Stufen Joven für Weine gänzlich ohne oder mit höchstens sechsmonatiger Fassreife, Crianza für mindestens zwei Jahre gereifte Weine, davon ein Viertel der Zeit im Fass, und Reserva für eine Reifezeit von drei Jahren, wovon ein Drittel im Fass erfolgen muss. Darüber hinaus existiert mittlerweile auch die Stufe Gran Reserva für richtig schwere Tropfen.

Wein ist in Spanien absolutes Alltagsgetränk und darauf ist ein nicht geringer Teil des Rebensaftes auch ausgelegt. Er gehört wie selbstverständlich zum Essen, zumal die Hauptmahlzeit des Tages ohnehin am Abend eingenommen wird. Oft haben sich in den jeweiligen Landstrichen optimale Paarungen aus regionaltypischen Speisen und Weinen gebildet. Ein Fehler, den Touristen gern machen, ist es, zu allen ansatzweise gehaltvolleren Speisen sofort den kräftigsten Rotwein zu verlangen. Tatsächlich tut es zur beliebten Paella eher ein blasserer und geschmacklich leichter Roter, während zu vielen Tapas wie Gambas al ajillo, Patatas, Pimientos und Boquerones sogar eher ein frischer Weiß- oder Schaumwein die beste Wahl ist. Alles Geschmacksache natürlich – aber zum Glück kann man sicher sein, dass in Spanien für jeden Geschmack was dabei ist. So vielfältig wie die spanische Landschaft mit ihrem zerklüfteten Gebirgsketten, sonnenumglänzten Küsten und fruchtbaren Flusstälern, so breit gefächert ist auch die Weinpalette. Ob die Weltklasse-Rotweine aus Ribera del Duero und dem Priorat, leichte und spritzige Weiße aus dem Baskenland und der Rueda oder fruchtige, unkomplizierte Rosés für den lauen Sommerabend – das Land hat für jeden Gaumen und jede Gelegenheit etwas zu bieten.

Bei alldem hat man sich eine gewisse Urwüchsigkeit erhalten, die weder etwas von der leichten Eitelkeit der französischen noch vom kitschigen Postkartenidyll der italienischen Winzer hat. Es ist eher die wilde Don-Quichote-Romantik einer Nation, deren historisches Erbe so reichhaltig ist, dass sie den letzten Schritt in die Moderne noch nicht gewagt hat – ein ehrliches, herzliches Land mit Weinen, die immer schmecken wie für gute Freunde gemacht. So erscheint es mehr als nur poetisch, dass die Spanier eines ihrer beliebtesten Sommergetränke „Sangria“, Aderlass, genannt haben – der rote Wein scheint in der Tat ihr Lebenselixier zu sein und direkt aus ihrem Herzen zu strömen. Text: Dario Sellmeier

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Weine

Ellermann Spiegel Auxerrois

Weißwein · Auxerrois · Pfalz · Deutschland

Ellermann-Spiegel Auxerrois ist ein bukettreicher, intensiv fruchtiger Weißwein vom Weingut Ellermann-Spiegel aus der Pfalz. Reinsortiger Auxerrois mit Aromen von Aprikose, Honig und Blüten – sehr saftig, weich und mit fruchtsüßem Eindruck.


Pfalz

Das Weingut Ellermann-Spiegel liegt in Kleinfischlingen an der Südlichen Weinstraße. Winzer Frank Spiegel keltert moderne, fruchtbetonte Weine nach dem Motto „Dir muss ES schmecken". Der Auxerrois ist eine seltene Spezialität im Sortiment.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Auxerrois, eine seltene, mit dem Weißburgunder verwandte Rebsorte. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die feine, aromatische Frucht. Die von Natur aus milde Säure gibt dem Wein seinen weichen, fast fruchtsüßen Charakter.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase ein reiches Bukett aus Aprikose, Honig und blumigen Noten. Am Gaumen sehr saftig und weich, fruchtbetont mit einem fast fruchtsüßen Eindruck und feinem Schmelz. Harmonischer, runder Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – solo als unkomplizierter Genuss oder zu leicht würziger Küche.

Klassische Begleitung: Geflügel, pikanter Fisch, asiatische Küche und mittelkräftiger Käse.


Lage: Pfalz – Südliche Weinstraße (Deutschland)
Klassifikation: Qualitätswein – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Rebsorten

Groffier Chambolle Musigny Hauts Doix 1er Cru 2021

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Les Hauts Doix Chambolle-Musigny 1er Cru (Frankreich) 2021 13,50 % vol

Der Robert Groffier Chambolle-Musigny Les Hauts Doix 1er Cru 2021 stammt von rund 70 Jahre alten Reben aus einer der kleinsten und begehrtesten Lagen der Domaine – im kühlen Jahrgang 2021 ein parfümierter, feinkörniger und präziser Pinot Noir.


Les Hauts Doix – die Lage

Les Hauts Doix liegt eingebettet zwischen den Premiers Crus Les Amoureuses und Les Charmes am Südende von Chambolle-Musigny. Der sandige, kalk- und tonhaltige Boden entwässert frei und erhält nur am Morgen direkte Sonne – kühl, aber trocken. Das ergibt rassige, tief gefärbte Chambolles von Eleganz und Präzision.

Groffier zählt zu den führenden Erzeugern der Côte de Nuits; unter Nicolas Groffier wird der Neuholzeinsatz je nach Jahrgang feinjustiert und nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen. Les Hauts Doix gehört wegen der winzigen Menge zu den gesuchtesten Cuvées des Hauses.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

2021 war in der Côte de Nuits ein kühler, von Frost geprägter Jahrgang mit kleinen Erträgen.

Was gesund in den Keller kam, ergab klassische, frische und präzise Pinot Noirs mit feiner Säure und parfümierter Aromatik.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021, 13,50 % vol.

Vergoren mit 100 % Ganztrauben, ausgebaut in 40 % neuem Holz (Tronçais), auf der Hefe gereift, unfiltriert. Im Stil der Domaine wird der Wein nur einmal am Ende des Ausbaus abgestochen.

Im Glas

Eine parfümierte, breit angelegte Aromatik mit fast kreidigem Zug über roter Frucht, getragen von der würzigen Note der Ganztrauben. Am Gaumen sehr feinkörnige Tannine, die den Geschmack rahmen, ohne je trocken zu wirken – ein ernsthafter, präziser Wein, dessen Holz vollständig eingebunden ist.

Parfümiert, kreidig und feinkörnig – ein ernsthafter Wein ohne sichtbare Tannine.

Jung noch verschlossen: profitiert von Luft und Kellerzeit. Bei 16–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Entenbrust, Kalb, Taube, Reh, Gerichten mit Trüffel oder Pilzen sowie mittelreifem Weichkäse. Ein eleganter Begleiter für feine Küche.


Lage: Les Hauts Doix, Chambolle-Musigny 1er Cru, Côte de Nuits, Bourgogne (Frankreich); sandig-kalkhaltiger Boden, ca. 70 Jahre alte Reben
Klassifikation: Chambolle-Musigny 1er Cru AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; 100 % Ganztrauben; 40 % Neuholz (Tronçais); Ausbau auf der Hefe; ein Abstich; 13,50 % vol

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Rebsorten

Tramin Sauvignon Blanc

Weißwein · Südtirol · Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc Kellerei Tramin Südtirol · Alto Adige DOC Hügellage 350–500 m kalkhaltiger, schottriger Lehm frisch · mineralisch trocken · Edelstahl

Der Tramin Sauvignon Blanc trocken ist ein sortenreiner Weißwein aus 100 % Sauvignon Blanc der Kellerei Tramin in Südtirol. Die Trauben stammen aus Hügellagen rund um Tramin und Montan. Der Wein zeigt das typische Sortenbukett, getragen von Frische und herzhafter Mineralität.


Sauvignon Blanc aus Südtirol – Tramin und Montan

Die Reben wachsen in Hügellagen zwischen 350 und 500 Metern Meereshöhe rund um Tramin und Montan. Kalkhaltige, schottrige Lehmböden geben dem Sauvignon seine mineralische Kontur.

Die Kellerei Tramin zählt zu den renommiertesten Erzeugern Südtirols und bündelt die Trauben zahlreicher Mitglieder aus den umliegenden Lagen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus 100 % Sauvignon Blanc. Nach schonender Pressung vergärt der Wein temperaturkontrolliert im Edelstahltank – das bewahrt Frucht, Frische und das klare Sortenbukett.

Ausgebaut ist der Wein trocken. Der Verzicht auf Holz stellt die Rebsorte und die mineralische Prägung der Lage in den Vordergrund.

Im Glas

Grünlichgelbe Farbe. In der Nase blumig, dazu das sortentypische Bukett nach Brennnessel und Holunder, ergänzt um Noten von grüner Paprika und Stachelbeere. Am Gaumen frisch und klar, mit salzig anmutender Mineralität und trockenem Abgang.

Holunder und Brennnessel, verbunden mit einer salzigen, kalkgeprägten Mineralität.

Jung und gut gekühlt zu genießen; die Aromatik zeigt sich am klarsten in den ersten Jahren nach der Füllung.

Am Tisch

Zu leicht gewürztem weißem Fleisch, zu Meeresfrüchten und gegrilltem Fisch sowie zu Spargel und Antipasti. Gut gekühlt bei 10 bis 12 °C servieren.


Lage: Hügellagen um Tramin und Montan (350–500 m); kalkhaltiger, schottriger Lehm
Klassifikation: Südtirol/Alto Adige DOC, trocken
Ausbau: schonende Pressung, Gärung im Edelstahltank

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Spanien

Envinate La Santa de Ursula tinto 2022

Rotwein · Teneriffa · Santa Úrsula · Field Blend

Negramoll · Listán Negro · Listán Blanco Teneriffa · Santa Úrsula Envínate Vulkangestein · Höhenlage uralte Reben 2022

Der Envínate La Santa de Úrsula Tinto 2022 ist ein blumig-frischer Vulkan-Rotwein aus dem Norden Teneriffas – eine Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas Listán Blanco. Von ungeheurer Frische und Mineralität, mit balsamischem, langem Nachhall: Grip, Länge, Klasse – und dem Verlangen nach dem nächsten Schluck.


Santa Úrsula – Vulkanrot aus Nordteneriffa

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez –, die Atlantik-geprägte Terroirs in der Ribeira Sacra, auf den Kanaren und in Almansa erkunden. Ihre Philosophie: jede Parzelle möglichst pur zum Ausdruck bringen – ohne Chemie im Weinberg, mit Handlese, Wildhefen und minimalem Eingriff.

Für den La Santa de Úrsula konnte das Team seine Weinbergsfläche rund um die Gemeinde Santa Úrsula im Norden Teneriffas etwas vergrößern und so insgesamt mehr Wein von der Insel produzieren. Die Höhenlage der uralten Weinberge, das atlantische Klima und die Vulkangesteinsböden tragen zu der ungeheuren empfundenen Frische und Mineralität dieses Rotweins bei.

Jahrgang 2022 – Teneriffa

2022 war hier ein sehr guter Jahrgang mit idealem Vegetationswachstum, das die Trauben vor der Sonne schützte. Das Jahr zeichnete sich durch gute Reife sowie feinere und elegantere Weine aus – im La Santa de Úrsula ergibt das eine besonders frische, blumige und mineralisch geprägte Cuvée.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negramoll, Listán Negro und etwas weißer Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2022, Teneriffa, trocken.

Im minimal-invasiven Stil des Hauses vinifiziert: Handlese von uralten Höhenreben, Spontangärung mit Wildhefen, schonender Ausbau – für maximale Frische und Herkunftstreue.

Im Glas

Er begeistert spontan mit seinem sehr blumigen Bukett und Noten von gerade geernteten roten Früchten. Lakritze, Anklänge von weißem Pfeffer und Teer ergänzen das Geschmacksbild. Die Höhenlage, das atlantische Klima und die Vulkanböden schenken ungeheure Frische und Mineralität bei jedem Schluck. Balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse – und einem Verlangen nach dem nächsten Schluck.

Blumig, frisch und mineralisch – balsamischer, langer Nachhall mit Grip, Länge und Klasse.

Leicht gekühlt servieren; profitiert von etwas Luft. Bei 14–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu gegrilltem Fisch und hellem Fleisch, zu Geflügel, zur würzig-mediterranen Küche sowie zu Tapas und mittelreifem Käse.


Lage: Teneriffa, Santa Úrsula (Nordhang, Kanaren, Spanien); Höhenlagen, Vulkangesteinsböden; uralte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; Negramoll, Listán Negro, etwas Listán Blanco (trocken)
Ausbau: Handlese, Spontangärung mit Wildhefen, schonender minimal-invasiver Ausbau; organischer Anbau

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USA

Sine Qua Non Distenta V Syrah 2023

Rotwein · Central Coast · Syrah

Syrah-Cuvée Central Coast Kalifornien (USA) 2023 15,50 % vol

Der Sine Qua Non Distenta V Syrah 2023 ist ein kalifornischer Kult-Syrah von Manfred und Elaine Krankl – jeder Jahrgang ein eigenständiger Wein mit eigenem Namen und eigenem Etikett. Dicht und kraftvoll, zugleich erstaunlich zugänglich, mit dunkler Frucht, schwarzem Pfeffer und rauchig-würziger Tiefe.


Central Coast – die Lagen von Sine Qua Non

Sine Qua Non keltert seine Weine im eigenen Keller in Ventura nördlich von Los Angeles, mit Trauben von den estate-eigenen Rhône-Weinbergen an der kalifornischen Central Coast. Der Distenta V 2023 stammt aus den Lagen The Third Twin, Cumulus und Eleven Confessions; rund die Hälfte der Ernte kam 2023 vom Third Twin Vineyard, was dem Wein Spannung und Frische verleiht.

Manfred und Elaine Krankl gründeten das Weingut 1994 und zählen heute zu den meistgesuchten Erzeugern Kaliforniens – kompromisslose Handarbeit, winzige Mengen, kaum Schönung oder Filtration.

Jahrgang 2023 – Kalifornien

2023 gilt an der kalifornischen Central Coast als kühler, später und langer Jahrgang.

Das Ergebnis sind frischere, fokussierte Weine mit klarer Kontur und lebendiger Spannung – Eigenschaften, die sich auch im Distenta V wiederfinden.

Cuvée und Ausbau

Der Distenta V 2023 ist eine Syrah-dominierte Cuvée: 85,8 % Syrah, 5,5 % Grenache, 3,7 % Petite Sirah, 3,3 % Mourvèdre sowie kleine Anteile Petit Manseng und Muscat.

Vergoren mit 11 % Ganztrauben, ausgebaut über 23 Monate in französischer Eiche, davon 63 % neu.

Im Glas

Dunkle Frucht, schwarzer Pfeffer und eine rauchige, würzige Tiefe. Am Gaumen opulent, geschmeidig und mit großer Intensität, ohne je überladen zu wirken – ein Syrah mit Druck, Struktur und beeindruckender Länge, modern, aber mit klassischer Seele. (Verkostungsnotiz: Manfred Krankl.)

Dicht und kraftvoll, zugleich erstaunlich zugänglich – modern, aber mit klassischer Seele.

Am Tisch

Zu Lammkeule, geschmortem Short Rib, gegrilltem Rind, Wild oder herzhaften mediterranen Gerichten. Ein intensiver Begleiter für kräftige, würzige Küche.


Lage: Estate-Weinberge The Third Twin, Cumulus und Eleven Confessions, Central Coast, Kalifornien (USA)
Klassifikation: California (USA), Syrah-basierte Cuvée (trocken)
Ausbau: Syrah-Cuvée; 11 % Ganztrauben; 23 Monate französische Eiche (63 % neu); 15,50 % vol

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Deutschland

Baum-Barth Ingelheimer Chardonnay 2024

Weißwein · Ingelheim (Rheinhessen) · Chardonnay

Chardonnay Ingelheim Baum-Barth Rheinhessen kalkhaltige Böden trocken französisches Eichenfass 2024

Der Baum-Barth Ingelheimer Chardonnay 2024 stammt aus einer der besten Lagen der Region, geprägt von kalkhaltigen Böden und mildem Klima. Ein deutscher Chardonnay mit harmonischer Balance, rundem Schmelz und tiefer mineralischer Präzision.


Ingelheimer Chardonnay – Kalk und mildes Klima

Das Weingut Baum-Barth in Ingelheim erzeugt Weine aus den kalkgeprägten Lagen rund um die Rotweinstadt am Rande Rheinhessens. Ingelheim gilt mit seinen kalkhaltigen Böden und dem milden Klima als hervorragende Herkunft für Burgundersorten.

Der Chardonnay wächst auf kalkhaltigen Böden, die zusammen mit dem milden Klima ideale Bedingungen für diese Rebsorte schaffen. Die Trauben werden von Hand gelesen, um eine sorgfältige Selektion zu gewährleisten – die Grundlage für Tiefe, Struktur und mineralische Präzision.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, klarer Frucht und lebendiger Säure. Die kalkgeprägten Böden und das milde Ingelheimer Klima bewahrten Frische, Schmelz und mineralische Präzision – reife Frucht und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Chardonnay aus Ingelheim, Jahrgang 2024; 100 % Chardonnay von kalkhaltigen Böden.

Nach der Handlese und einer sanften Pressung erfolgt der Ausbau in hochwertigen französischen Eichenfässern, die dem Wein zusätzliche Tiefe und Struktur verleihen, ohne die Frucht zu überlagern.

Im Glas

Im Glas präsentiert er sich in einem klaren, leicht goldgelben Ton. Das Bukett ist geprägt von reifen Früchten, gelbem Apfel und feinen cremigen Holznuancen, dazu Würz- und geröstete Nussnoten. Am Gaumen zeigt sich eine harmonische Balance aus frischer Säure, rundem Schmelz und tiefer mineralischer Präzision. Der Abgang ist lang, elegant, weich und mineralisch, mit tollem Trinkfluss.

Reife Früchte, gelber Apfel und cremige Holznuancen, dazu Würze und geröstete Nuss – harmonische Balance aus frischer Säure, rundem Schmelz und tiefer mineralischer Präzision, mit langem, elegantem Abgang.

Ein eleganter, holzgereifter Chardonnay mit gutem Trinkfluss. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu cremigen Pasta- und Risottogerichten sowie zu gereiftem Hartkäse.


Herkunft: Ingelheim, Rheinhessen; kalkhaltige Böden, mildes Klima
Klassifikation: Chardonnay, Rheinhessen (trocken); 100 % Chardonnay
Ausbau: Handlese, sanfte Pressung, Ausbau in französischen Eichenfässern

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Rebsorten

Domaine Denis Mortet Gevrey Chambertin Champonnets 1er Cru 2023

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Champonnets · 1er Cru Gevrey-Chambertin 0,30 ha · Reben ~50 Jahre · 1.500 Flaschen 18 Monate Holz · 50% neu

Der Gevrey-Chambertin Champonnets 1er Cru 2023 von Denis Mortet wächst unweit der berühmten Lage Lavaux-Saint-Jacques. Aus einer winzigen Parzelle mit rund 50 Jahre alten Reben entsteht eine kleine, exklusive Produktion: ein frischer, präziser und seidiger Pinot Noir.


Aux Champonnets – Premier Cru in Gevrey-Chambertin

Champonnets liegt unweit von Lavaux-Saint-Jacques auf tonreichen, tiefgründigen Böden am Fuß des Hangs. Gekühlt durch die markante Talsenke der Combe de Lavaux bringt die Lage eine bemerkenswerte Frische und Tiefe hervor.

Die nur 30 Ar (0,30 Hektar) kleine Parzelle mit durchschnittlich 50 Jahre alten Reben liefert rund 1.500 Flaschen. Die Arbeit erfolgt nachhaltig – ohne chemische Düngemittel oder Herbizide, mit mechanischer Bodenbearbeitung und organischem Kompost. Die Domaine Denis Mortet zählt zu den Spitzenadressen von Gevrey-Chambertin.

Jahrgang 2023 – Côte de Nuits

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch; ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer. Die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein, der Sommer verlief überwiegend gut.

Eine Hitzewelle im August konzentrierte die Aromen, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für die roten Burgunder steht 2023 für Tiefe, Farbe und Eleganz – klare dunkle Beerenfrucht, feine Würze und geschliffene Tannine bei großzügiger Erntemenge.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023, von Hand in kleinen Kisten gelesen und im Keller streng selektiert. Die Gärung erfolgt spontan mit natürlichen Hefen.

Ausbau über 18 Monate in Pièces aus französischer Eiche, davon 50 % neu und 50 % einmal belegt. Gesamtproduktion: rund 1.500 Flaschen.

Im Glas

In der Nase elegant und fruchtbetont: reife rote Beeren, kühle Mineralität und ein Hauch floraler Würze. Am Gaumen strukturiert, präzise und geschliffen, getragen von feiner Säure und seidig eingebundenen Tanninen.

Reife rote Beeren und kühle Mineralität über seidigem Tannin – ein frischer, präziser Premier Cru aus winziger Produktion.

In der Jugend zugänglich, mit Flaschenreife über viele Jahre gewinnend. Bei 16 °C servieren; eine Belüftung lohnt sich.

Am Tisch

Wild und Federwild, Ente, Rind, Gerichte mit Pilzen, dazu gereifter Käse. Ein Wein für gehaltvollere Gerichte und den besonderen Anlass.


Lage: Aux Champonnets (1er Cru), Gevrey-Chambertin (Côte de Nuits); tiefer Tonboden am Hangfuß, gekühlt durch die Combe de Lavaux, 0,30 ha, Reben ~50 Jahre
Klassifikation: Gevrey-Chambertin Premier Cru
Ausbau: Pinot Noir, Spontangärung; 18 Monate Holz (50% neu, 50% einmal belegt); naturnahe Bewirtschaftung

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Weine

Wittmann Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2023 Magnum BIO

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen Westhofen Morstein VDP.Grosses Gewächs Bio (Demeter) Tonmergel · Kalkstein Magnum 1,5 l 2023

Das Wittmann Westhofen Morstein Riesling Großes Gewächs 2023 stammt aus der ältesten und berühmtesten Einzellage Westhofens – ein großer, tiefgründiger Bio-Riesling mit elegantem, frischem Aroma nach gelben Früchten und einer klaren, leicht salzigen Mineralität. In der Magnum der ideale Wein für die große Reife.


Morstein – die historische Grosse Lage Westhofens

Das Weingut Wittmann in Westhofen zählt zu den führenden Adressen Rheinhessens und arbeitet seit Langem konsequent biodynamisch (Demeter). Die VDP.Grosse Lage zeichnet die hochwertigsten Weinberge Rheinhessens aus – parzellengenau abgegrenzt; hier reifen die besten Weine mit expressivem Lagencharakter und besonderem Reifepotenzial.

Der reine Südhang des Morstein zieht sich bis auf ein Hochplateau auf 280 Meter über NN hoch und ist die älteste in Westhofen erwähnte Einzellage (1282). Im Mittelstück des Hanges, zwischen 180 und 240 Metern über NN, liegt die VDP.Grosse Lage Morstein mit einer Hangneigung von 20 %. Hier findet man schwere Tonmergelböden mit Kalksteineinlagerungen in der oberen Schicht; der Untergrund wird von wasserführenden Kalksteinfelsschichten dominiert, die eine optimale Nähr- und Mineralstoffversorgung garantieren.

Jahrgang 2023 – Rheinhessen

2023 brachte in Rheinhessen aromatische, reife Rieslinge mit guter Substanz und präziser Säure. Auf den schweren Tonmergel-Kalkstein-Böden des Morstein ergibt das einen besonders tiefgründigen, dichten Wein mit lebendiger Säure, klarer gelber Frucht und feiner, salziger Mineralität – Größe und Spannung statt bloßer Opulenz. Die Magnum bietet dabei ideale Bedingungen für eine besonders langsame, harmonische Entwicklung.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, trocken, VDP.Grosses Gewächs. Abgefüllt in der Magnum (1,5 l).

Handlese, Ganztraubenpressung, Spontangärung mit eigenen Hefen und langer Ausbau auf der Vollhefe – überwiegend im traditionellen großen Holzfass und Edelstahl. Der zurückhaltende Ausbau lässt Frucht und die kalksteingeprägte Mineralität der Lage unverfälscht in den Mittelpunkt treten. Biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022.

Im Glas

Ein elegantes, frisches Bukett von gelben Früchten – reifer Apfel, Birne, gelbe Zitrus –, ergänzt um weiße Blüten, feine Kräuter und einen tiefen, kalkig-mineralischen Zug. Am Gaumen tiefgründig und dicht, mit straffer, animierender Säure und der für den Morstein typischen klaren, leicht salzigen Mineralität – kraftvoll und zugleich elegant, mit großer Länge und Nachhall.

Elegantes, frisches Aroma nach gelben Früchten – mit klarer, leicht salziger Mineralität.

Schon jetzt zugänglich, entfaltet seine ganze Größe aber erst mit einigen Jahren Kellerreife – in der Magnum umso mehr; profitiert vom Dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu Spargel sowie zu kräftigerem Hartkäse. Die Magnum ist der ideale Begleiter für die große Tafel.


Lage: Rheinhessen, Westhofen Morstein (Deutschland); reiner Südhang, 180–240 m (Plateau bis 280 m), 20 % Neigung, schwerer Tonmergel mit Kalksteineinlagerungen über wasserführendem Kalksteinfels; älteste Einzellage Westhofens (1282); VDP.Grosse Lage
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling VDP.Grosses Gewächs (trocken); Magnum 1,5 l
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung, Reife auf der Vollhefe (großes Holzfass/Edelstahl); biodynamisch (Demeter), DE-ÖKO-022

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