„Die mit Champagnerkelchen bewaffnete Kampagne gegen die Mehrheit der biertrinkenden Deutschen geht weiter“, verkündete die Pressesprecherin Carola Perle-Knobold, Mitglied der berüchtigten Champagner-Bande, die immer noch auf freiem Fuß ist und vom Verfassungsschutz als besonders gefährlich und radikal eingestuft wird.
Nach dem letzten Coup der Champagner-Bande, bei dem sich die drei mutmaßlichen Mitglieder Rainer Kalkstein, Balthasar Mousse und Tatjana Dossage-Zero unberechtigt Zutritt zum Bayrischen Hofbräukeller verschafften und sämtliche Bierfässer mit feinsten, leicht perlenden Champagner-Einzellagen aus dem Jahrgang 2008 tauschten, um den ahnungslosen Gästen dieses Traditionslokals ein völlig neues und verblüffendes Geschmackserlebnis zu bieten.
Nach der anfänglichen Verwirrung der anwesenden Gäste und dem darauffolgenden großen Tumult unter der Geschäftsleitung des Hofbräukellers soll ein ausschweifendes Fest bis in die frühen Morgenstunden stattgefunden haben.
Es wird berichtet, dass sich wildfremde Menschen in den Armen lagen und dass eimerweise Kaviar aus einem nahegelegenen, bekannten Feinkostgeschäft herangeschafft wurde. Wilde Tanzeinlagen, Szenen der Verbrüderung und Verschwesterung, ausgelassene Freudensbekundungen und gemeinsame Arien führten zu einem besonderen Fest der Leidenschaft und Sinnlichkeit.
„Es hat keinen Zweck, den Leuten das Richtige erklären zu wollen. Das haben wir lange genug getan. Wir handeln jetzt und geben dem Volk, was ihm zusteht“, verkündete Carola Perle-Knobold im Namen der Champagner-Bande in einem vor Ort aufgefundenen Bekennerschreiben.
Die Fahndung nach der Champagner-Bande läuft auf Hochtouren und wurde nun auch auf die benachbarten Länder ausgeweitet.