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Christian Fenske

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Schaumweine

Girard-Bonnet Au Bout du Chemin Premier Cru Extra Brut

Der Girard-Bonnet Au Bout du Chemin Premier Cru Extra Brut heißt „am Ende des Weges“: Seine Trauben wachsen in Vertus und Voipreux, dort, wo die Hügel der Côte des Blancs enden. Tonreichere Böden und viel Sonne machen den Chardonnay hier besonders saftig.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Duft von Birne, reifem Apfel, Zitruszeste und Blüten, dazu etwas Brioche. Im Mund präzise und ausgewogen, mit saftiger Frucht und feiner Kreide. Geschmeidig und frisch, mit einem klaren Abgang.

Mach was draus

Gebratene Jakobsmuscheln, Lachs, helles Geflügel, Fischfrikadellen mit Kräutern oder ein junger Comté. Ein Champagner für den Alltag mit Anspruch – zum Feierabend, zum Sonntagsessen oder als Aperitif. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Au Bout du Chemin ist der zugänglichste Girard-Bonnet. Ich trinke ihn am liebsten in den ersten Jahren, wenn die Frucht noch ganz frisch ist.“

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Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Au Bout du Chemin heißt „am Ende des Weges“. Vertus ist das letzte Dorf, bevor die Côte des Blancs nach Süden ausläuft.

Wie lange sollte ich ihn trinken? Er ist trinkreif und schmeckt innerhalb von etwa sieben Jahren am besten.

100 % Chardonnay · Vertus und Voipreux Premier Cru · Ton und Kalk über Kreide · Wildhefen, überwiegend Stahl, teils Eichenfass · Basisjahrgang plus Reservewein · Restzucker 2 g/l (Extra Brut) · Champagne Girard-Bonnet, Le Mesnil-sur-Oger · Stand: Oktober 2026

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Weine

Galon Crianza 10 meses tinto

Rotwein · DO Toro · Tinta de Toro

100 % Tinta de Toro DO Toro · Kastilien-León Rebenalter 30–50 Jahre quarzitreiche Steinböden Handlese in 15-kg-Kisten 10 Monate französische Eiche Crianza

Galón Crianza ist ein kraftvoller Rotwein aus der D.O. Toro im Nordwesten Spaniens, gekeltert zu 100 % aus Tinta de Toro. Die Reben sind zwischen 30 und 50 Jahre alt und stehen auf steinigen, quarzitreichen Böden. Kontinentales Klima mit großen Tag-Nacht-Unterschieden und heißen, trockenen Sommern bringt tiefdunkle, polyphenolreiche Trauben hervor. Im Glas ein dichter, würziger Tinto mit dunkler Frucht und großem Lagerpotenzial.


Toro – Hochebene am Duero

Die D.O. Toro liegt in der Provinz Zamora am Duero in Kastilien-León, auf einer Hochebene zwischen rund 620 und 750 Metern Höhe. Das Klima ist kontinental mit leichtem ozeanischem Einfluss: bei etwa 12,5 °C Jahresmittel und nur 350 bis 400 Millimetern Niederschlag reifen die Trauben langsam und gleichmäßig aus. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht halten die Säure, während die Höhe die Sommerhitze abmildert.

Die Böden bestehen aus Sanden, Tonen und kalkhaltigem Konglomeratgestein; an der Oberfläche liegen große Quarzitsteine. Sie speichern tagsüber Wärme, geben sie nachts ab und regulieren so die Temperatur in der Traubenzone – das fördert die phenolische Reife, also ausgereifte Gerbstoffe statt harter Kerne. Der hohe Sandanteil ist zugleich der Grund, warum die Reblaus in Toro nie richtig Fuß fasste: In der Region stehen bis heute ungewöhnlich viele alte, wurzelechte Anlagen.

Tinta de Toro ist der lokale Klon des Tempranillo, über Jahrhunderte an diese Bedingungen angepasst. Die Beeren sind kleiner und dickschaliger als anderswo, das Verhältnis von Schale zu Saft ist entsprechend günstiger – daraus kommen die Farbtiefe und die Gerbstoffdichte, die Toro von Rioja oder Ribera del Duero unterscheiden. Reben mit 30 bis 50 Jahren tragen wenig, aber konzentriert.

Handlese, malolaktische Gärung im Fass, 10 Monate Holz

Der Wein besteht zu 100 % aus Tinta de Toro. Die Handlese erfolgt im Oktober in kleinen 15-kg-Kisten, damit die Trauben im Stapel nicht gequetscht werden; sortiert wird anschließend am Tisch.

Ungewöhnlich ist die Kellerarbeit danach: Die malolaktische Gärung läuft nicht im Tank, sondern bei konstanten 26 °C in Eichenfässern ab. Wein und Holz verbinden sich dabei enger als bei einem späteren Umzug ins Fass, die Struktur wird weicher und das Holz weniger als eigene Schicht wahrnehmbar. Danach reift der Wein 10 Monate in französischer Eiche – nicht in amerikanischer, die in Toro traditionell verbreitet ist und deutlich mehr Vanille und Kokos einbringt. Vor der Füllung wird nur leicht filtriert.

Im Glas

Undurchsichtiges Purpurrot. In der Nase Toast, Veilchen, Gewürze, Lakritz, schwarze Johannisbeere und Brombeere; die feinen Eichennoten verbinden sich mit der reifen Frucht. Am Gaumen zart und zugänglich, mit einer Tanninstruktur, die Volumen und Tiefe gibt. Der Abgang ist lang und zeigt, dass der Wein noch jung ist.

Kleine Beeren, dicke Schalen, Quarzit als Wärmespeicher: Toro liefert die Gerbstoffdichte, die zehn Monate Holz überhaupt erst trägt.

Schon zugänglich, gewinnt aber durch ein bis zwei Stunden im Dekanter und reift über viele Jahre weiter. Bei 16–18 °C servieren – wärmer wirkt der Wein alkoholisch, kälter verschließt sich das Tannin.

Am Tisch

Klassische Begleitung: gegrilltes Rind, Lamm, Wild und kräftiger Hartkäse. In der Region selbst steht dazu Lechazo, das Milchlamm aus dem Holzofen; ebenso passen Chorizo, geschmorte Rippe und alles mit Röstaromen. Zu leichten Gerichten ist der Wein zu dicht.


Rebsorte 100 % Tinta de Toro
Lage D.O. Toro, Kastilien-León · quarzitreiche Steinböden · 620 bis 750 m
Klassifikation DO Toro · Crianza
Vinifikation Handlese im Oktober in 15-kg-Kisten · Sortierung am Tisch · malolaktische Gärung bei 26 °C im Eichenfass
Ausbau 10 Monate in französischer Eiche · leicht filtriert
Rebenalter 30 bis 50 Jahre
Trinkempfehlung jetzt bis in die nächsten Jahre

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Rebsorten

Bessin- Tremblay Chablis Montmains 1er Cru 2023

Weißwein · Chablis Premier Cru · Chardonnay

Chardonnay Montmains · 1er Cru 2023 15–18 Monate Feinhefe max. 10% neues Holz

Der Chablis Montmains 1er Cru 2023 der Domaine Bessin-Tremblay stammt von einer Premier-Cru-Lage am linken Ufer des Serein. Reinsortiger Chardonnay, von Hand gelesen und im thermoregulierten Tank auf der Feinhefe ausgebaut. Der Jahrgang 2023 verbindet reife Frucht mit straffer Säure – ein Chablis mit salziger Mineralität und langem Zug.


Montmains – Premier Cru am linken Ufer des Serein

Montmains zählt zu den größten und am höchsten eingestuften Premier-Cru-Lagen auf der linken, südwestlich orientierten Seite des Flusses Serein. Die Reben stehen auf kimmeridgischem Untergrund aus Kalkmergel und hartem Kalkstein, in überwiegend südöstlicher bis östlicher Exposition. Zur Lage gehören die untergeordneten Klimate Les Forêts und Butteaux.

Prägend ist die fossilreiche Mergelformation des Kimmeridgium: eingelagerte Austernschalen (Exogyra virgula) liefern den hohen Kalkanteil, der dem Wein seine salzig-mineralische Linie gibt. Die Lagen des linken Ufers gelten als straffer und reduktiver in der Jugend als die wärmeren Crus der rechten Seite.

Die Domaine Bessin-Tremblay – 1992 von Jean-Claude Bessin und Evelyne Tremblay übernommen, heute mit Sohn Romain geführt – bewirtschaftet rund 12 Hektar in Chablis und gehört im Stilbild der rive gauche zur Spitzengruppe neben Häusern wie Dauvissat und Raveneau.

Jahrgang 2023 – Chablis

Auf einen milden Winter folgte ein kühl-feuchtes Frühjahr mit Austrieb Mitte April. Häufige Niederschläge im April und Anfang Mai hielten den Mehltaudruck hoch und forderten die Winzer im Rebschutz. Ab Mitte Mai wurde es trockener und wärmer, die Blüte setzte Anfang Juni weitgehend störungsfrei ein. Der Sommer brachte viel Sonne und einzelne kräftige Gewitter.

Eine Hitzewelle im August beschleunigte die Reife, Niederschläge Mitte September brachten Frische und Balance zurück. Für Chablis steht 2023 für einen gesunden, mengenmäßig großzügigen Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und tragender Säure – Weißweine mit Birne, Pfirsich und Aprikose bei klarer Struktur.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2023. Handlese mit Selektion innerhalb eines knappen Lesefensters von rund zehn Tagen, um die optimale Reife zu treffen.

Sanfte pneumatische Pressung, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen in thermoregulierten, emaillierten Tanks. Ausbau 15–18 Monate auf der Feinhefe mit höchstens 10% neuem Holz, bei Bedarf leichte Schönung und Filtration. Die Weinberge werden mit reduziertem Pflanzenschutz bewirtschaftet.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichem Reflex. In der Nase Zitruszeste, weißfleischige Steinfrucht, Apfelblüte und feuchter Stein. Am Gaumen geradlinig und salzig, mit kühler Frucht, mittlerem Körper und einem mineralisch-zitronigen Abgang mit Austernschalen-Note.

Ein Chablis vom linken Serein-Ufer: salzige Mineralität, Zitrusfrucht und eine Säure, die den Schmelz des Jahrgangs 2023 trägt.

Jung schon zugänglich, gewinnt der Wein über zwei bis vier Jahre an Tiefe. Im Glas öffnet er sich nach kurzer Belüftung; bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Austern und Plateau de fruits de mer, gegrillte Jakobsmuscheln, Forelle oder Saibling, Geflügel in heller Sauce, junger Comté oder Chaource. Die salzige Säure hält gegen Schalentiere ebenso stand wie gegen Butter und Sahne.


Lage: Montmains, linkes Serein-Ufer; Kimmeridgium (Kalkmergel)
Klassifikation: Chablis Premier Cru
Ausbau: 15–18 Monate auf Feinhefe, max. 10% neues Holz; Handarbeit im Weinberg, reduzierter Pflanzenschutz

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Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Quinta do Noval Vintage Port 2018 wird nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt – nur sehr gute Jahre werden als Vintage deklariert. Die Trauben stammen aus einem einzigen Jahrgang; der Wein reift über Jahre bis Jahrzehnte auf der Flasche zu einem samtigen, dichten Port mit delikater, reiner und sehr ausdrucksstarker Frucht.


Douro

Quinta do Noval ist eines der traditionsreichsten und angesehensten Portweinhäuser im Douro-Tal – einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf den kargen Schieferterrassen gedeihen die autochthonen Rebsorten für diesen aufgespriteten Süßwein. Der Vintage Port ist die anspruchsvollste Kategorie und wird nur in herausragenden Jahrgängen deklariert.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz und Tinta Barroca (u. a.) eines einzigen Jahrgangs. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Nach kurzer Fassreife wird der Vintage früh in die Flasche gefüllt und reift dort über viele Jahre weiter – Geduld wird mit großer Komplexität belohnt.

Im Glas

Tiefes, dichtes Purpurrot. In der Nase delikate, reine Frucht mit Aromen von Zimt, Honig und Nelke. Am Gaumen süß, samtig und dicht, mit feiner fruchtiger Süße, konzentrierter Beerenfrucht, fein eingebundenen Tanninen und sehr langem Abgang. Großes Reifepotenzial.

Zum Genießen

Vor dem Genuss dekantieren und bei 16–18 °C servieren – als Dessert- oder Meditationswein.

Passt zu: Schokoladen- und Nussdesserts, kräftigem Blauschimmelkäse, Trockenfrüchten – oder solo zum Ausklang eines Abends.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Quinta do Noval
Klassifikation: Vintage Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Franca, Tinta Roriz & Tinta Barroca u. a.
Ausbau: kurze Fassreife, anschließend lange Flaschenreife (deklarierter Vintage)
Jahrgang: 2018

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Schaumweine

Pertois-Lebrun Champagne Le Fond Du Bateau Chouilly Grand Cru

Der Pertois-Lebrun Le Fond du Bateau 2013 ist der erste Lagen-Champagner des Hauses: 1,44 Hektar ganz im Süden der Chouilly-Lagen, 1955 vom Großvater gepflanzt. Mindestens neun Jahre lag er auf der Hefe – ein gereifter Blanc de Blancs mit viel Spannung.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Reife Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Ananas, Litschi, eine Spur Vanille, Röstbrot und etwas Lakritz. Im Mund präzise und klar, dabei geschmeidig und cremig. Die Kreide und eine feine Salzigkeit tragen bis zum langen Ausklang.

Mach was draus

Steinbutt mit Beurre blanc, Hummer, Kalbsbries, Bresse-Huhn mit Morcheln oder ein alter Comté. Ein Champagner für ein besonderes Essen – oder für den Moment, in dem man eine reife Flasche mit Freunden teilt. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Nach neun Jahren auf der Hefe ist er cremig und doch frisch. Genau so stelle ich mir gereiften Chardonnay vor.“

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Kurz gefragt

Woher kommt der Name? Le Fond du Bateau ist der Name der Parzelle. Die Reben sind über 50 Jahre alt, nach Osten ausgerichtet und wurzeln tief in kalkreichem Boden.

Wie wird er ausgebaut? Der Grundwein ruht zehn Monate auf der feinen Hefe, etwas mehr als die Hälfte im Stahl, der Rest im Holz. Geschönt und gefiltert wird nicht.

100 % Chardonnay · Lage Le Fond du Bateau, Chouilly Grand Cru · 1,44 ha, gepflanzt 1955, Ostlage · Kreide und Kalk · nur erste Pressung · 10 Monate Feinhefe, 53 % Stahl, 47 % Holz · ungeschönt, unfiltriert · mind. 9 Jahre Hefelager · Jahrgang 2013 · Extra Brut, 2 g/l Restzucker · Champagne Pertois-Lebrun, Cramant · Stand: Oktober 2026

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Portugal

Niepoort Tawny Port

Wein · Portwein · Douro · Portugal

Niepoort Tawny Port ist ein mahagonibrauner Port, der mehrere Jahre im Eichenfass lagerte. Er ist ein Verschnitt verschiedener Grundweine und wird mitunter mit 30 oder 40 Jahre alten Ports assembliert. Wenn er auf den Markt kommt, ist er stets trinkreif – die Tannine sind weich und gut eingebunden.


Douro

Port stammt aus dem Douro-Tal in Portugal, einer der ältesten geschützten Weinbauregionen der Welt. Auf kargen Schieferböden gedeihen die autochthonen Rebsorten, aus denen der aufgespritete Süßwein entsteht. Niepoort zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Portweinhäusern.

Rebsorten und Ausbau

Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela und Sousão. Die Gärung wird durch Zugabe von Weinbrand gestoppt, wodurch die natürliche Restsüße erhalten bleibt. Die mehrjährige Reifung im Eichenfass gibt dem Tawny seine mahagonibraune Farbe und die oxidativen Aromen. Als Verschnitt verschiedener Jahrgänge stets trinkreif.

Im Glas

Mahagonibraun mit bernsteinfarbenen Reflexen. In der Nase Dörrobst (Feige, Dattel, Rosine), Walnuss, Karamell und feine Würze. Am Gaumen süß und samtig, mit Noten von Nuss, Toffee und getrockneten Früchten, weichen, gut eingebundenen Tanninen und langem Abgang.

Zum Genießen

Leicht gekühlt bei 12–14 °C servieren – als Dessert- oder Digestifwein.

Passt zu: Schokoladen- und Nussdesserts, Trockenfrüchten, reifem Hartkäse und Blauschimmelkäse – oder solo als Begleiter eines langen Abends.


Lage: D.O.C. Douro / Porto (Portugal); Niepoort
Klassifikation: Tawny Port – aufgespriteter Süßwein, Cuvée aus Touriga Nacional, Tinta Roriz, Touriga Franca, Tinta Cão, Tinta Francisca, Tinta Amarela & Sousão
Ausbau: mehrjährige Reifung im Eichenfass (Verschnitt verschiedener Jahrgänge)

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Whisky

Ardbeg Ardbog

Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Single Malt Scotch Islay 10 Jahre Bourbon- & Manzanilla-Sherryfässer non chill-filtered Sonderabfüllung Ardbeg Day 2013

Der Ardbeg Ardbog ist eine limitierte Sonderabfüllung der Islay-Destillerie Ardbeg, veröffentlicht zum Ardbeg Day im Juni 2013. Der Name spielt auf die Torfmoore (bogs) Islays an, die dem Whisky seinen Rauch geben. Für den Ardbog wurde rund zehn Jahre gereifter Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern mit Partien aus spanischen Manzanilla-Sherryfässern vermählt – für Ardbeg eine ungewöhnliche Wahl, da sonst meist Oloroso- oder Pedro-Ximénez-Sherry zum Einsatz kommt. Abgefüllt non chill-filtered in kräftiger Stärke.


Islay

Islay ist die südlichste Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands und steht für rauchige, torfgeprägte Single Malts. Die Destillerie Ardbeg liegt seit über 200 Jahren an der Südküste der Insel und zählt zu den am stärksten getorften Brennereien Schottlands. Namensgebend für den Ardbog sind die tiefen Torfmoore der Insel, deren Torf das Malz und damit den Rauch prägt. Atlantik, Torf und Meeresluft bestimmen den maritimen Stil.

Assemblage und Ausbau

Der Ardbog vereint zwei jeweils rund zehn Jahre gereifte Komponenten: Ardbeg aus ehemaligen Bourbon-Fässern aus amerikanischer Eiche für die typische, torfrauchige Intensität und Partien aus Manzanilla-Sherryfässern aus spanischer Eiche, die trockene, salzig-würzige und fruchtige Noten beisteuern. Manzanilla ist ein eher leichter, trockener Sherry und gibt dem Ardbog seinen besonderen Charakter. Abgefüllt wird er ohne Kältefiltration und mit hoher Stärke.

Im Glas

Goldbernstein im Glas. In der Nase rauchiger Torf, Teer und Meeresbrise, dazu Orangen-Vanille-Fudge, Leder und herbe, dunkle Frucht aus dem Manzanilla-Fass. Am Gaumen ölig und kraftvoll: Rauch und Salz treffen auf Rosine, Dattel und Pflaume, Espresso und dunkle Schokolade sowie süße Gewürze. Der Nachhall ist lang und trocken, mit Torfrauch, Meersalz, Nelke und einem Hauch süßem Balsamico.

Am Tisch

Pur bei Zimmertemperatur genießen; wegen der hohen Stärke öffnen einige Tropfen Wasser die Aromen spürbar. Passt zu geräuchertem Fleisch, reifem Hartkäse, dunkler Schokolade und herzhaftem Trockenobst. Ein intensiver Begleiter zum Abschluss eines Essens oder zur Zigarre.


Produzent: Ardbeg Distillery
Rebsorte: gemälzte Gerste (getorft)
Lage: Islay, Schottland
Klassifikation: Single Malt Scotch Whisky, 10 Jahre (limitiert, Ardbeg Day 2013)
Dosage: non chill-filtered
Ausbau: ehemalige Bourbon- und Manzanilla-Sherryfässer, ca. 10 Jahre

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Deutschland

Von Winning Mäushöhle 2023

Weißwein · Deidesheim (Pfalz) · Riesling

Riesling Deidesheimer Mäushöhle VDP.Erste Lage von Winning · Deidesheim Sandstein & Kalk trocken komplett im Holz · ~1 Jahr Feinhefe 2023

Der von Winning Deidesheimer Mäushöhle Riesling trocken 2023 stammt aus einer geschützten, kühlen Tallage in Deidesheim. Straff und fokussiert, mit kühlen Apfelaromen und feiner Kräuterwürze – einer der strafferen, mineralischen Rieslinge aus dem Hause von Winning.


Deidesheimer Mäushöhle – geschützte Tallage

Das Weingut von Winning in Deidesheim wurde 2007 unter Betriebsleiter Stephan Attmann neu ausgerichtet und zählt heute zu den meistdiskutierten Gütern der Pfalz. Prägend ist Attmanns Stilistik, die trockenen Lagen-Rieslinge – ganz im Sinne der Zeit vor 1960 – vollständig im großen Holzfass zu vergären und lange auf der Feinhefe reifen zu lassen, was ihnen Textur, Schmelz und Tiefe verleiht.

Die Deidesheimer Mäushöhle ist eine VDP.Erste Lage: ein etwa 28 Hektar großer, geschützt in einem langgezogenen Tal gelegener Weinberg mit Ost- bis Südost-Ausrichtung. Der Boden ist von Sandstein und Buntsandsteingeröll im Untergrund sowie Kalk im Oberboden geprägt. Durch ihre geschützte, kühle Lage zählt die Mäushöhle seit jeher zu den strafferen, energiegeladenen Weinen des Guts.

Jahrgang 2023 – Pfalz

2023 war in der Pfalz ein Jahrgang mit reifer, aromatischer Frucht und lebendiger Säure. Die kühle, geschützte Tallage der Mäushöhle und der reduktionsarme, herkunftsbetonte Holzfassausbau bewahrten Frische, Straffheit und mineralische Präzision – Kraft und Spannung im Gleichgewicht.

Ausbau

Trockener Riesling aus der VDP.Erste Lage Deidesheimer Mäushöhle, Jahrgang 2023; 100 % Riesling von Sandstein und Kalk.

Wie alle Lagen-Rieslinge bei Stephan Attmann wird auch die Mäushöhle komplett im Holz vergoren und reift für rund ein Jahr auf der Feinhefe. Diese Machart verleiht dem straffen, kühlen Wein Schmelz, seidige Textur und Tiefe, ohne die Frucht mit Holz zu überlagern. Handarbeit im Weinberg.

Im Glas

Ein straffer, fokussierter Riesling: kühle Aromen von grünem Apfel und Steinobst, dazu Zitrus, feine Kräuterwürze und eine steinig-salzige Mineralität aus Sandstein und Kalk. Am Gaumen elektrisierend frisch und präzise, mit lebendiger Säure und – aus dem langen Feinhefeausbau im Holz – seidigem Schmelz und einem langen, mineralischen Nachhall.

Straff und fokussiert: kühler grüner Apfel, Zitrus und feine Kräuterwürze über steinig-salziger Mineralität – elektrisierend frisch und präzise, mit seidigem Schmelz und langem Nachhall.

Ein kühler, langlebiger Erste-Lage-Riesling mit gutem Reifepotenzial. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce, zu würziger asiatischer Küche sowie zu cremigen Gerichten und gereiftem Hartkäse.


Lage: Deidesheimer Mäushöhle (VDP.Erste Lage), Deidesheim, Pfalz; geschützte, langgezogene Tallage; Sandstein und Buntsandsteingeröll mit Kalk
Klassifikation: Riesling, VDP.Erste Lage, Pfalz (trocken); 100 % Riesling
Ausbau: komplett im Holz vergoren, rund ein Jahr auf der Feinhefe; Handarbeit im Weinberg

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