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Weine & Feinkost News

Müllekoven 2008: Fett und kernig.

> HerbstprobeMüllekoven, 15.11.20081. Vintage Port, Dow´s 1977 19,322. Avan, Cepas Centenarias 2006 18,713. Tokaji Aszu 6 Puttonyos Dohany, Bodnar 1998 18,654. Vieux Chateau Certan 1996

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USA

The Walls Les Jeunes Vignes Chardonnay 2020

Wein · Weißwein · Walla Walla Valley · USA

The Walls Les Jeunes Vignes Chardonnay stammt von relativ jungen Rebstöcken und entsteht in der Hand des renommierten Winemakers Todd Alexander. Er eröffnet mit einem Bouquet von reifer Honigmelone, Zitronengras, Pfirsich und einem Hauch Banane, das sich sehr harmonisch im Glas entwickelt.


Walla Walla / Washington

The Walls Vineyards aus dem Walla Walla Valley (Washington) zählt zu den spannenden Adressen des pazifischen Nordwestens; die Weine entstehen unter Winemaker Todd Alexander. Der Name „Les Jeunes Vignes" – „die jungen Reben" – verweist auf das jugendliche Rebmaterial dieses Chardonnays.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay von jungen Reben. Hier wurde nur das feinste Lesegut verarbeitet; der Wein wird im Fass vergoren, ohne dass das Holz die strahlende Chardonnayfrucht überdeckt. Die Fassgärung bringt lediglich etwas mehr Körper. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Strohgelb. In der Nase Honigmelone, Zitronengras, Pfirsich und ein Hauch Banane. Am Gaumen klare zitrische Frucht, die im Abgang sanft in eine Vanillenote übergeht – frisch und zugleich weich, mit feinem Nachhall. Ein Chardonnay, der sich in der Jugend leicht trinkt, aber auch einige Jahre Freude bereitet.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren – als unkomplizierter Feierabend- und Terrassenwein oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel und hellen Saucen.


Lage: Walla Walla Valley (Washington, USA); The Walls Vineyards
Klassifikation: Walla Walla Valley – 100 % Chardonnay (junge Reben), trocken
Ausbau: Fassgärung mit zurückhaltendem Holzeinsatz

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Whisky

Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt

Single Malt Scotch Whisky · Highland (Speyside) · Sherryfass-Reifung

Single Malt Scotch Whisky Highland (Speyside) Glenfarclas 25 Jahre Oloroso-Sherryfass 43 % vol 0,7 l

Der Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt ist einer der großen Klassiker der Familienbrennerei – ein Vierteljahrhundert Reife in Sherryfässern schenkt ihm eine reiche, würzige Sherry-Prägung mit Trockenfrüchten, Nuss und feiner Eichenwürze. Ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.


Glenfarclas – Highland-Brennerei der Familie Grant

Glenfarclas liegt in Ballindalloch im Herzen der Speyside und wird seit 1865 ununterbrochen von der Familie Grant geführt – heute in sechster Generation und damit eine der wenigen wirklich unabhängigen Brennereien Schottlands. Der Name bedeutet „Tal des grünen Grases".

Die Brennblasen von Glenfarclas sind die größten der Speyside und werden – eine Seltenheit – noch direkt mit Gasflammen befeuert. Aus diesem kraftvollen, öligen Destillat entsteht ein traditioneller Highland-Malt mit ausgeprägter Sherry-Prägung. Auf dem Gelände lagern rund 68.000 Fässer in klassischen Dunnage-Warehouses, mit Beständen aus jedem Jahrgang seit 1953.

Sherry-Stil aus dem Dunnage-Warehouse

Der Charakter von Glenfarclas entsteht im Fass: Gereift wird vorrangig in Sherryfässern (Oloroso), in feuchten, kühlen Dunnage-Lagerhäusern, in denen die Fässer nur wenige Lagen hoch gestapelt liegen. Diese langsame, gleichmäßige Reife über ein Vierteljahrhundert verleiht dem 25-Jährigen seine reiche, vielschichtige Sherry-Würze bei perfekter Balance zwischen Frucht, Nuss und Eiche.

Reifung – 25 Jahre im Sherryfass

Single Malt Scotch Whisky, mindestens 25 Jahre gereift, 43 % vol, 0,7 l.

Vermählung sorgfältig ausgewählter, mindestens 25 Jahre alter Sherryfässer aus den Lagerhäusern der Brennerei, abgefüllt mit 43 % vol in der klassischen Ausstattung der Glenfarclas-Range.

Im Glas

In der Nase reiche Sherry-Süße mit Rosinen, Sultaninen und Feigen, dazu Toffee, Walnuss und Haselnuss, warme Gewürze und ein Hauch alter Eiche und Leder. Am Gaumen vollmundig und ölig, mit Trockenfrüchten und dunkler Schokolade, Orangenmarmelade, Nuss und feiner Würze – getragen von einer ruhigen, gereiften Eichenstruktur.

Ein Vierteljahrhundert im Sherryfass – reich, würzig und perfekt ausbalanciert, ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.

Der lange, warme Abgang klingt mit Sherry, Nuss und sanfter Gewürzwürze aus.

Zum Genuss

Pur bei Raumtemperatur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas genießen, ohne Eis. Ein paar Tropfen stilles Wasser können die Aromatik zusätzlich öffnen. Ein Whisky für den besonderen Moment – als Digestif oder zur Zigarre.


Brennerei / Region: Glenfarclas, Ballindalloch, Highland (Speyside), Schottland; familiengeführt seit 1865
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky, 25 Jahre; 43 % vol, 0,7 l
Reifung: mindestens 25 Jahre in Oloroso-Sherryfässern, Dunnage-Warehouse; direkt befeuerte Brennblasen

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Rebsorten

Nerone Negroamaro Primitivo

Wein · Rotwein · Apulien · Italien

Nerone ist eine apulische Rotwein-Cuvée, in der sich Negroamaro und Primitivo die Klinke in die Hand geben. Rote Beerenfrucht trifft auf schwarze Beerenfrucht, getragen von einer warmen, cremigen Art – mit leichten Anklängen von Rosinen, dezenter Würze und rundem Finish.


Apulien / Salento

Apulien, der Stiefelabsatz Italiens, und besonders der Salento stehen für kraftvolle, sonnengereifte Rotweine. Das heiße mediterrane Klima sorgt für üppige, reife Frucht. Negroamaro und Primitivo sind die beiden prägenden Rebsorten der Region.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus Negroamaro und Primitivo. Negroamaro bringt rote Beerenfrucht und feine Würze, Primitivo dunkle Beerenfrucht, Wärme und cremige Fülle. Zusammen ergeben sie einen weichen, zugänglichen Rotwein mit reifer Frucht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot. In der Nase rote und schwarze Beerenfrucht mit leichten Anklängen von getrockneten Rosinen und dezenter Würze. Am Gaumen warm, cremig und rund, mit weicher Frucht, milden Tanninen und rundem Finish.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren – ein unkomplizierter Feierabendwein.

Passt zu: Pastagerichten, Pizza, gegrilltem Fleisch und mittelreifem Käse.


Lage: Apulien / Salento (Italien); Nerone (Globus Wine)
Klassifikation: Apulien IGT – Cuvée aus Negroamaro & Primitivo
Ausbau: fruchtbetonter Ausbau

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Ungarn

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016

Oremus Tokaji 3 Puttonyos 2016.

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Rebsorten

Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012

Rotwein · Langhorne Creek · Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Langhorne Creek Reserve Fruit Trees · Main Road Block Drew Noon MW franz. Barrique 2012

Der Noon Reserve Cabernet Sauvignon 2012 ist die kultige Cabernet-Spitze des Hauses – ein reinsortiger Cabernet aus Langhorne Creek mit klarer Cassisfrucht, einem frischen Lift und einer wundervollen Balance, die schon jetzt großen Trinkgenuss bietet.


Noon – Kult aus McLaren Vale

Noon gehört zu den absoluten Old-School-Weingütern – schon immer handgemacht. Drew Noon, einer der wenigen Masters of Wine Australiens, übernahm das Gut 1996 und gibt zu jeder Ernte ganz klar an, was „Mother Nature" ihm beschert hat. Sein Ansatz: Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit manueller Stampfung, Korbpresse, minimaler Eingriff im Keller, ungeschönt und ungefiltert.

Während der Eclipse von den estate-eigenen Grenache-Reben in McLaren Vale stammt, kommen die Trauben für die Reserve-Weine aus dem etwas südlicher gelegenen Langhorne Creek – seit dem ersten Reserve Cabernet 1996 stets aus den Blocks Fruit Trees und Main Road des Borrett-Vineyards. Die Reben (gepflanzt 1972) wachsen auf tiefen, alluvialen Lehmböden der Bremer-River-Flutebene, deren gute Wasserspeicherung eine langsame, vollständige Reife ermöglicht.

Jahrgang 2012 – Langhorne Creek

Der Reserve Cabernet ist bewusst ein reiferer Cabernet-Stil, der die Cassis- und Brombeerfrucht über kräutrige Noten stellt. Der 2012er zeigt diese Handschrift mit satter Frucht und großer Klarheit, getragen von einem feinen, eher zurückhaltenden Tannin und einer frischen Note, die dem Wein einen schönen Lift und eine wundervolle Balance verleiht.

Ausbau

Reinsortiger Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2012, trocken.

Handlese, Gärung in kleinen offenen Bottichen mit ständigem Handstampfen zur schonenden Farb- und Tanninextraktion, anschließend Pressung von Hand in der Korbpresse. Reife rund 16 bis 18 Monate in französischen Barriques (225 l), bei einem moderaten Anteil neuer Fässer. Crushen, Gären, Reifen und Abfüllen erfolgen auf dem Gut; ungeschönt und ungefiltert.

Im Glas

Seit jeher einer der liebsten Noons – endlich unter Schraubverschluss, was sich direkt in der Nase mit ganz klaren Cassisbeeren zeigt, dazu etwas Rumtopfwürze. Im Mund dann satte Frucht: Cassis pur, schwarzer Fliederbeersaft, Kokosschoko, Nelke – jedoch keine extreme Konzentration, sondern ein Übergang in eine frische Note, vielleicht Minze, die dem Wein einen schönen Lift verleiht. Die Tannine sind vorhanden, aber eher im Hintergrund, dabei sehr lang; klar, dass der Wein altern kann. Eine wundervolle Balance schon jetzt.

Wundervolle Balance schon jetzt – diese Flasche war von allen als erste leer getrunken.

(Verkostungsnotiz: Jeanine Hildebrand.) Schon jetzt ein Genuss, klassisch zu gegrilltem Lamm, mit gutem Reifepotenzial; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu char-gegrilltem Lamm, zu rotem Fleisch und Steak, zu Wild sowie zu gereiftem Hartkäse.


Lage: Langhorne Creek (South Australia, Australien); Borrett-Vineyard, Blocks Fruit Trees und Main Road, tiefe alluviale Lehmböden (Bremer-River-Flutebene), Reben seit 1972
Klassifikation: Langhorne Creek, Cabernet Sauvignon (Reserve), trocken
Ausbau: 100 % Cabernet Sauvignon; Handlese, Gärung in offenen Bottichen mit Handstampfen, Korbpresse, ~16–18 Monate franz. Barrique; ungeschönt, ungefiltert

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Rebsorten

Huber Spätburgunder Alte Reben trocken 2023

Rotwein · Malterdingen (Baden) · Spätburgunder

Spätburgunder Alte Reben (gehobener Ortswein) Bernhard Huber Malterdingen · Baden Reben ~30–70 Jahre Muschelkalk Maischegärung · ~⅓ neues Barrique unfiltriert · 2023

Der Bernhard Huber Spätburgunder Alte Reben 2023 ist ein gehobener Ortswein aus den ältesten Malterdinger Parzellen – schon unter Bernhard Huber einer der großen deutschen Pinots. Dicht und kraftvoll, zugleich elegant und mineralisch.


Alte Reben – die ältesten Malterdinger Parzellen

Das VDP-Weingut Bernhard Huber in Malterdingen (Breisgau, Baden) zählt zu den führenden Spätburgunder-Erzeugern Deutschlands; nach dem frühen Tod Bernhard Hubers 2014 führt Sohn Julian mit seiner Mutter Barbara das Gut. Schon vor über 700 Jahren brachten Zisterziensermönche den Spätburgunder aus dem Burgund nach Malterdingen, weil sie hier denselben verwitterten Muschelkalk vorfanden.

In den „Alte Reben" fließen viele Parzellen unmittelbar neben dem Bienenberg GG – allesamt Malterdinger Lagen, dazu abgestufte Bienenberg-Fässer. Die Reben sind zwischen rund 30 und fast 70 Jahre alt und wurzeln auf kalk- und muschelkalkreichen Böden. Ihre geringen Erträge verleihen dem Wein besondere Tiefe und Konzentration.

Jahrgang 2023 – Baden

Nach dem trockenen 2022 füllten reiche Winterniederschläge die Wasserreserven; die älteren Reben kamen gesund durch den heißen, trockenen Frühsommer. Ein regenreicher August brachte die Wende und sicherte Frische und Balance. 2023 verbindet aromatische Dichte mit rassiger Kühle – ideale Voraussetzungen für einen dichten, zugleich transparenten Pinot.

Ausbau

Trockener Spätburgunder (gehobener VDP.Ortswein) aus Malterdingen, Jahrgang 2023; 100 % Spätburgunder von alten Reben auf Muschelkalk.

Traditionelle Maischegärung, 2023 komplett entrappt; im herausfordernden Jahr wurde etwas kräftiger extrahiert (sechs- bis achtmal untergestoßen), um Dichte und Gerbstoff zu gewinnen. Der Ausbau erfolgt rund 16 bis 18 Monate in burgundischen Barriques, davon etwa ein Drittel neues Holz. Unfiltrierte Füllung.

Im Glas

Ein dichter, zugleich transparenter Pinot: rote Kirsche und Himbeere, dazu Cassis und Cranberry, feine Kräuter- und Gewürznoten sowie eine rauchig-mineralische Nuance und ein Hauch Holz. Am Gaumen mittelkräftig bis kräftig, saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem, leicht würzigem Tannin, lebendiger Säure und einem salzig-frischen, langen Nachhall.

Rote Kirsche, Himbeere und Cranberry über Cassis, feiner Würze und rauchiger Mineralität – saftig und klar strukturiert, mit feinkörnigem Tannin, lebendiger Säure und langem, salzig-frischem Nachhall.

Ein dichter, langlebiger Pinot mit gutem Reifepotenzial; jung gern karaffieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wild, zu Lamm und Kalb, zu Gerichten mit Pilzen sowie zu gereiftem Käse.


Herkunft: Malterdingen, Breisgau (Baden); alte Reben (~30–70 Jahre) auf kalk-/muschelkalkreichen Böden, u. a. neben dem Bienenberg
Klassifikation: Spätburgunder, gehobener VDP.Ortswein (trocken); 100 % Spätburgunder
Ausbau: traditionelle Maischegärung, komplett entrappt, ~16–18 Monate in burgundischen Barriques (~⅓ neu), unfiltrierte Füllung

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Ungarn

Oremus Tokaji Aszu 5 Puttonyos 1972

Edelsüßer Weißwein · Tokaji Aszú · Furmint-Cuvée

Furmint-Cuvée Tokaji Aszú 5 Puttonyos Tokaj-Hegyalja · Ungarn Lage Oremus edelsüß · Botrytis über 50 Jahre Reife 1972

Der Oremus Tokaji Aszú 5 Puttonyos 1972 ist eine seltene, über fünfzig Jahre gereifte Rarität aus der berühmtesten Süßwein-Region der Welt. Er trägt den Namen der historischen Lage Oremus – jener Wiege des Tokaji Aszú – und stammt aus der Ära des ungarischen Staatsweinbaus. Ein edelsüßer, botrytisgeprägter Tokajer von tiefer Reife und lebendiger Säure.


Tokaj-Hegyalja und die historische Lage Oremus

Tokaj-Hegyalja im Nordosten Ungarns ist die klassische Heimat des Tokaji Aszú – des „Weins der Könige". Am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza sorgt feuchtfeuchter Herbstnebel zuverlässig für die Edelfäule (Botrytis cinerea), während die vulkanischen Böden und das kontinentale Klima den Trauben Würze und Säure geben. Seit 2002 ist die Region UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Lage Oremus bei Tolcsva gilt als Ursprungsort des Tokaji Aszú: Hier wurde im frühen 17. Jahrhundert erstmals die Herstellung dieses botrytisierten Süßweins dokumentiert. Der Lagenname trägt dieses Erbe bis heute – auch auf historischen Flaschen wie dieser.

Jahrgang 1972 – Tokaj im Staatsweinbau

Der Jahrgang 1972 stammt aus der Zeit des ungarischen Staatsmonopols: Zwischen 1949 und 1990 wurde der Tokajer zentral von der staatlichen Kombinat-Kellerei (Borkombinát) erzeugt und ausschließlich über die Außenhandelsgesellschaft Monimpex exportiert. Diese historischen Flaschen tragen den Lagennamen Oremus und entstanden Jahrzehnte vor der Gründung des heutigen, gleichnamigen Weinguts (1993). Mit über fünfzig Jahren Flaschenreife ist der Wein eine echte Rarität – ein lebendiges Stück Tokaj-Geschichte, dessen Charakter durch die lange Reife geprägt ist.

Aszú 5 Puttonyos – Herstellung und Reife

Edelsüßer Tokaji Aszú aus dem Jahrgang 1972, Stufe 5 Puttonyos – traditionell eine Cuvée auf Furmint-Basis, ergänzt um Hárslevelű und Sárga Muskotály.

Für den Aszú werden die einzeln verlesenen, edelfaulen und eingetrockneten Beeren – gemessen in „Puttonyos", den traditionellen Hotten – zum Grundwein gegeben; fünf Puttonyos stehen für eine hohe, konzentrierte Süße. Die Gärung verläuft langsam über Wochen bis Monate, gefolgt von langer Fassreife im klassisch oxidativen Tokaj-Stil. Daran schließt sich in diesem Fall eine außergewöhnlich lange Flaschenreife von über fünf Jahrzehnten an.

Im Glas

Aus Botrytis-Konzentration und über fünfzig Jahren Reife lebt dieser Tokajer von tiefer, oxidativer Komplexität: eine bernsteinfarbene bis mahagonibraune Farbe, dazu Aromen von getrockneter Aprikose, Orangenschale, Feige und Dattel, von Karamell, Walnuss, Honig und einem feinen, balsamischen Ton. Am Gaumen edelsüß und dicht, doch von einer bemerkenswert lebendigen, frischen Säure getragen, die den Wein trotz seines Alters straff und lang hält. Nichts wirkt schwer – das Finale ist würzig, nussig und sehr lang.

Bernstein bis Mahagoni, getrocknete Aprikose, Orangenschale, Karamell und Walnuss – edelsüß und dicht, von lebendiger Säure getragen, sehr lang.

Als gereifte Rarität vor dem Genuss aufrecht stehen lassen und behutsam öffnen. Bei 12–14 °C servieren.

Am Tisch

Solo als meditativer Wein im Glas, zu Blauschimmel- und gereiftem Hartkäse, zu Foie gras sowie zu Desserts mit Aprikose, Walnuss oder Karamell.


Lage: Lage Oremus, Tokaj-Hegyalja (Ungarn); vulkanische Böden am Zusammenfluss von Bodrog und Tisza; historischer Ursprungsort des Tokaji Aszú
Klassifikation: Tokaji Aszú 5 Puttonyos (edelsüß); Furmint-basierte Cuvée; Erzeugung im Staatsweinbau (Borkombinát/Monimpex)
Ausbau: traditionelle Aszú-Bereitung, lange Fassreife im oxidativen Tokaj-Stil; über 50 Jahre Flaschenreife

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Italien

Ca dei Frati Rosa dei Frati

Roséwein · Riviera del Garda · Gardasee · trocken

Ca' dei Frati Rosa dei Frati ist ein frischer, eleganter Rosé vom Südufer des Gardasees. Das Weingut Ca' dei Frati keltert ihn als trockenen Chiaretto aus den lombardischen Rebsorten Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera. Die Reben stehen rund um Sirmione und Desenzano nahe dem See. Im Glas ein lachsrosa Rosé mit Aromen von Blüten, Apfel, Mandel und reifer Kirsche.


Riviera del Garda

Der Rosa dei Frati stammt vom Südufer des Gardasees, aus der DOC Riviera del Garda Classico. Die moränischen Böden aus Kalk, Ton, Schluff und Sand und das milde Seeklima prägen den Stil. Die Trauben werden bei später Reife rund um Sirmione und Desenzano gelesen.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera. Nach kurzem Schalenkontakt zur Farbgewinnung vergärt der Wein kühl im Edelstahltank, ohne malolaktische Gärung. Anschließend reift er rund sechs Monate auf der Feinhefe und zwei Monate in der Flasche, was ihm Tiefe und cremige Textur gibt.

Im Glas

Zartes Lachsrosa. In der Nase Blüten wie Weißdorn, dazu grüner Apfel, Mandel und reife Kirsche. Am Gaumen saftig und vollmundig, frisch und salzig zugleich, mit vielschichtigem Charakter. Der Abgang macht Lust auf das nächste Glas.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren, als Apéritif oder zum Essen; jung zu genießen.

Klassische Begleitung: Vorspeisen, Salate, Fisch, helles Fleisch und Risotto.


Lage: Südufer Gardasee (Sirmione/Desenzano), Lombardei
Klassifikation: Riviera del Garda Classico DOC – Rosé
Ausbau: Edelstahl, kurze Maischestandzeit, 6 Monate Feinhefe, keine malolaktische Gärung

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