Das Weinbaugebiet Baden

Die Grenze zu Frankreich ist nah, das Klima milder, die Sonnenstunden zahlreicher:

Weine aus Baden kommen geschmacklich auf deutlich sanfteren Pfoten daher als jene aus nördlicheren Gefilden. Nicht umsonst genießt Baden eine rechtliche Sonderstellung und darf sich als einziges deutsches Gebiet der exklusiven EU-Weinbauzone B zurechnen, der ansonsten honorige Landstriche wie die Champagne, das Tal der Loire oder das Elsass angehören. Mit dem Slogan „Der Garten Deutschlands“ wirbt der dortige Weinbauverband, und das völlig zu recht, denn während Südhänge meist den Reben vorbehalten sind, gedeihen Richtung Norden Obstplantagen. Eine perfekte Aufteilung also, und für die Winzer oft auch eine Notwendigkeit.

Denn obwohl mit knapp 16000 Hektar das drittgrößte Gebiet in Deutschland, sind die Parzellen oft zu klein, um sie wirklich gewinnbringend zu vermarkten. Aus diesem Grund blüht in Baden nach wie vor das Genossenschaftswesen, und das muss keineswegs heißen, dass es sich bei deren Erzeugnissen um langweilige Massenware handelt. Da die Winzergenossenschaft nicht selten der einzige Erzeuger am Ort ist – 80 Prozent des badischen Weines wird genossenschaftlich gekeltert -, landen dort eben nicht nur die durchschnittlichen Trauben, sondern auch die sehr guten.

Beim Begriff „Weinbaugebiet“ müssen wir direkt einhaken, ist er doch vielleicht nicht ganz zutreffend: Baden ist ein vergleichsweise unzusammenhängendes Territorium, und von der nördlichen Grenze an der Bergstraße auf Höhe Mannheim bis zur südlichen am Bodensee und bei Lörrach sind es fast 400 Kilometer. Bodensee? Ja, kaum ein Weingebiet ist auch touristisch so beliebt wie Baden. Ob Heidelberg, der Kaiserstuhl, der Breisgau mit seinem Zentrum Freiburg – auf natürliche Weise hegen Rhein und Schwarzwald sanft die Weinberge ein, aus denen der Rebensaft oft nur ein paar Kilometer zurücklegen muss, bevor er in der feinen Küche ein Hauptgericht abrunden darf. Denn nirgendwo in Deutschland gibt es mehr Sterne-Restaurants als hier und auch aufgrund der hohen Dichte an gehobener Gastronomie kreieren die Winzer Tropfen, die sich als perfekte Begleiter für eine große Zahl von Gerichten eignen.

Dei Königsrebsorte – Spätburgunder

Waren es zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch an die 200 Rebsorten, machen nun noch sieben den allergrößten Teil des Ertrags aus. Bekannt ist Deutschlands südlichstes Weinbaugebiet vor allem für zwei Sorten: den Müller-Thurgau und den Spätburgunder. Insbesondere letzterer ist als Rebe mit seinem Gebiet verschmolzen wie sonst wahrscheinlich nur der Riesling mit der Mosel. Nicht verwunderlich, dass er hier ein Drittel der gesamten Anbaufläche für sich in Anspruch nehmen darf, in Hektar mehr als etwa in Neuseeland oder Australien. Er liebt die Wärme, besonders an der Grenze zu Frankreich, wo es die höchsten Durchschnittstemperaturen in Deutschland hat. Seinen internationalen Namen Pinot Noir verdankt der Wein der länglichen Form der Trauben, die an einen Kiefernzapfen – französisch „pin“ – erinnern sollen. Sehr alt ist diese gelegentlich als „König der Rotweine“ bezeichnete Rebsorte, schon vor 2000 Jahren wurde sie von Menschen kultiviert. Typisch ist die geringe Farbintensität und die Fruchtbetontheit in den ersten Jahren, die sich später in Aromen wie Haselnuss und Bittermandel wandeln kann. Und in Baden der für deutsche Weine recht hohe Alkoholgehalt, welcher aus dem vorgeschriebenen höheren Mostgewicht resultiert. Wahrscheinlich aus diesem Grund sind seit einigen Jahren auch andere kräftige Weine wie etwa der Südtiroler Lagrein, der aus Österreich stammende Zweigelt und auch der sonnenverwöhnte Tempranillo amtlich zugelassen.

Unsere Weinempfehlung:

Im äußersten Nordosten Badens, in Taubenfranken, beginnen wir unsere Reise. Ehrlicherweise muss man sagen, dass die 600 Hektar am Unterlauf der Tauber wohl eher zum benachbarten Gebiet Franken gehört hätten, lägen sie nicht schon im Bundesland Baden-Württemberg. Einer robusten Rebe wie dem Müller-Thurgau verleiht der kalkreiche Boden denn auch einen erdigen Charakter wie „drüben“, und zusätzlich darf dieser auch noch auf die Bocksbeutelflasche gezogen werden, wie es sonst nur in Franken gestattet ist. Recht kühl kann es hier werden, gerade im Frühjahr für den Wein auch noch gefährlich frostig – was für die besondere Spezialität dieses Gebietes, den Schwarzriesling, aber kein Problem darstellt. Der deutsche Name ist ein wenig irreführend, denn mit Riesling hat er nichts zu tun. Er ist – der französische Name Pinot Meunier verrät es – eine rote Burgundersorte und teilt als solche die beerige Duftigkeit ihrer Verwandten.

Ein wenig weiter südwestlich scheint uns diese dann gleichsam entgegenzuwehen, atmen wir doch fast schon italienische Luft. Die Badische Bergstraße wird gern mal als „deutsche Riviera“ bezeichnet, und wenn man in der Region um Heidelberg herum Mandel- und Pfirsichbäume blühen sieht, versteht man warum. Die Liebe zum Rebensaft hat sich in vielen Ortsbezeichnungen erhalten: Weinheim und Weingarten geben mit ihren Namen Zeugnis von der über zweitausendjährigen Geschichte der Weinkultur südlich des Limes. Die Böden hier sind sehr vielfältig, durch Abtragungsprozesse wurde an manchen Stellen die in Baden typische Lösslehmschicht weggespült und der darunter liegende Buntsandstein freigelegt. Hin und wieder ist auch dieser nicht mehr vorhanden und die Reben wachsen direkt auf Urgestein. Während sich Silvaner und Riesling auf den Verwitterungsböden mit Anteilen von Quarzporphyr und Granit natürlich wie zuhause fühlen, kitzelt der Untergrund aus dem Spätburgunder eine beeindruckende dichte Mineralität heraus, die ihm normalerweise gar nicht eigen ist. Mit einer weiteren badischen Spezialität wartet der etwas südlicher liegende Kraichgau auf. Der Auxerrois, auch ein Vertreter der illustren Burgunderfamilie, vermag mit reichem Bukett und sehr viel Frucht diejenigen zu überzeugen, denen der klassische Weißburgunder zu säurebetont ist. In der nach wie vor sehr landwirtschaftlich geprägten Region mit ihren vielen Bauerngärten herrschen Keuper- und Muschelkalkböden vor, auf denen die wohl leichtesten Weine Badens gedeihen.

Fahren wir östlich an Karlsruhe vorbei Richtung Baden-Baden, gelangen wir in die Ortenau. Die mondäne Region südlich des weltbekannten Kurorts lässt Wein-Enthusiasten gern mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Das liegt zum einen daran, dass die Region mit Auszeichnungen und Preisen überschüttet wird wie kaum eine andere in Deutschland. Und zum anderen an den sehr steilen Hängen, die entsprechend schwierig zu bewirtschaften sind. Zwar wurden ab den 80ern einige in Terrassenlagen umgewandelt, aber immer noch können Freunde der Weinbau-Extreme hier die steilste Weinlage Europas besuchen, die nicht etwa an der Mosel zu finden ist, sondern in Bühlertal. Unglaubliche 75 Grad ist die Lage Engelsfelsen geneigt und natürlich wird hier auch kein Riesling kultiviert, sondern typisch badisch Spätburgunder – obwohl die Ortenau das südlichste Riesling-Anbaugebiet in Deutschland ist. Besonders gute stammen aus Durbach. Der beschauliche 4000-Einwohner-Ort wartet mit 14 privaten Weingütern – mehr als in irgendeinem anderen Ort im Bundesland – und einer großen Winzergenossenschaft auf, die aus den Gneis- und Granitböden Weine erzeugen, die bei einer Blindverkostung auch als Pfälzer durchgehen könnten, wären sie mit ihrer Säure nicht so vornehm zurückhaltend.

Diese elegante Milde lässt sich am Kaiserstuhl aber durchaus noch steigern. Obwohl das Gebiet sich auf der nur recht geringen Fläche zwischen Freiburg und dem Rhein erstreckt, wird hier gut jeder dritte badische Wein erzeugt – meist eben deutlich säureärmer als die Vertreter aus den nördlichen Gebieten. Will man das wohltuende Klima der Region mal auf der eigenen Haut spüren, setzt man sich am besten auf ein Gläschen in eine Wirtschaft in Ihringen, den wärmsten Ort Deutschlands mit gleich zwei Winzergenossenschaften und drei VDP-Weingütern. Man sitzt hier auf dunkelgrauem, fast schwarzem vulkanischem Boden, denn genau das war der Kaiserstuhl vor sehr langer Zeit mal, ein Vulkan. Seine Oberfläche kann sich während der 1800 Sonnenstunden jährlich gern schon mal bis auf 70 Grad erhitzen. Die Spätburgunder hier nehmen die Feurigkeit begierig auf und haben deutlich mehr Temperament und auch einen kräftigeren Rotton als etwa im benachbarten Breisgau. 

Den Hochschwarzwald im Osten, in der Ferne schon allmählich die Schweiz erahnend, geht es weiter Richtung Basel. Der Spätburgunder ist hier deutlich schwächer auf der Brust als am Kaiserstuhl, dafür machen wir Bekanntschaft mit einer neuen Rebsorte, die quasi die Visitenkarte des Markgräflerlandes ist. Aus dem Namen Gutedel spricht noch die Wertschätzung, die man ihm entgegenbrachte, als er Ende des 18. Jahrhunderts aus der Schweiz eingeführt und erstmals angepflanzt wurde – dort kennt man ihn unter dem Namen Chasselas. Cremig-süffige, aber doch sehr fruchtbetonte Vertreter gedeihen auf den Böden mit ihrer oft meterdicken Lössauflage, die Regenwasser hervorragend speichert. Apropos Wasser: den Bodensee, 100 Kilometer weiter östlich, hat Baden nicht allein. Auch Württemberg baut hier Wein an, genauso wie die Schweiz und Österreich. Nirgendwo ist Baden ursprünglicher als am Ufer des größten deutschen Sees: die vorherrschenden Rebsorten sind die badischen Klassiker Müller-Thurgau und Spätburgunder. Letzterer durfte hier zum ersten Mal seine Wurzeln in deutschen Boden graben – im Jahre 884 pflanzte König Karl der Dicke einige Reben an und wiederbegründete damit quasi den Weinbau in Deutschland, der mit dem Abzug der Römer für einige Jahrhunderte in einen Winterschlaf gefallen war. Doch Tradition allein macht Weinbau nicht unbedingt einfacher – der recht häufige Regen und die herbstlichen Nebelschwaden vom See her bergen die Gefahr von Fäulnis. Die Trauben müssen also recht früh im Jahr gelesen werden und ergeben daher farblich eher helle Rotweine. Einfacher haben es die Winzer, die sich in höhere Gegenden zurückgezogen haben: die am Hohentwiel gelegene Lage Elisabethenberg gilt mit einer Anbauhöhe von 562 Metern als der höchste Weinberg Deutschlands. Andererseits hat eine direkte Seelage auch Vorteile: das Wasser dient als Wärmespeicher und strahlt in kühlen Nächten die Wärme des Tages ab.

Unsere Weinempfehlung:

Höher, steiler, sonniger – Baden ist ein deutsches Weinbaugebiet der Superlative.

Besonders wenn es um Burgunder in allen Erscheinungsformen geht, kann ihm kaum ein anderes das Wasser reichen. Vor dem großen Nachbarn Frankreich muss man sich auch nicht mehr verstecken: von ihm hat man vor noch nicht langer Zeit sowohl den Anbau von Chardonnay übernommen – den offiziellen, muss man dazu sagen. Denn obwohl erst seit 1994 zugelassen, wachsen schon seit den 70ern entsprechende Rebstöcke in Baden, die man damals bei ihrer Überführung aus dem Elsass schlicht für Weißburgunder hielt. Und auch der Barrique-Ausbau ist ein erfolgversprechender Import aus Frankreich. Dass Baden mittlerweile auch hier deutschlandweit die Nase vorn hat, versteht sich von selbst.

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Rebsorten

Michel Lafarge Bourgogne Pinot Noir 2022

Rotwein · Bourgogne · Pinot Noir

Pinot Noir Côte de Beaune Bourgogne (Frankreich) 2022 Biodynamie · 13,00 % vol

Der Michel Lafarge Bourgogne Pinot Noir 2022 ist ein echter Charmeur von der Top-Domaine in Volnay – ein „Baby-Volnay" von alten Reben am Fuß des Volnay-Hügels, voller Finesse, Klarheit und seidiger Eleganz.


Volnay-Hang – die Herkunft

Der Bourgogne Pinot Noir stammt von über 40 Jahre alten Reben am unteren Volnay-Hang, an der Grenze zwischen der Village-Appellation Volnay und der regionalen Bourgogne-Appellation – darunter die Parzelle Petit Pré, die früher als Volnay klassifiziert war. Kalkstein- und Tonböden prägen den Wein und geben ihm seinen Volnay-typischen Charakter, weshalb er gern als „Baby-Volnay" bezeichnet wird.

Die Domaine Michel Lafarge zählt zu den großen Adressen Volnays. Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften die rund zwölf Hektar seit dem Jahr 2000 biodynamisch (Demeter) – ein Wegbereiter dieser Bewegung an der Côte de Beaune.

Jahrgang 2022 – Burgund

2022 zählt im Burgund zu den heißesten und trockensten Jahrgängen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und ist dennoch ein bemerkenswerter, großer Jahrgang. Trotz extremer Bedingungen gelangen elegante, frische und tiefgründige Weine, die an große warme Jahrgänge des 20. Jahrhunderts erinnern.

Die Lese begann ungewöhnlich früh; bei Lafarge fiel der Startschuss am 26. August. Die Trauben kamen gesund, aromatisch und mit ausgewogener Balance zwischen Zucker und Säure in den Keller.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, 13,00 % vol.

Wie bei Lafarge üblich wurden die Trauben vollständig entrappt, teils von Hand. Der Ausbau erfolgt in überwiegend gebrauchten Fässern mit nur geringem Neuholzanteil, mit dem domänentypischen Abstich unter Luft, ohne Schönung oder Filtration.

Im Glas

Betörende Aromen reifer Kirschen, saftiger Pflaumen und feinster Beerenfrucht – wie aus dem Bilderbuch eines klassischen Burgunders. Am Gaumen virulente Frische, seidige Textur und eine feingliedrige Struktur, ganz die Handschrift dieser Domaine. Ein Pinot Noir voller Finesse, Klarheit und Eleganz.

Ein kleiner (großer) Bourgogne mit großer Klasse – Finesse, Klarheit und Eleganz.

Bereitet schon jetzt viel Freude und hat zugleich Potenzial für einige Jahre Reife. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel, Kalb, Schweinebraten, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Ein vielseitiger, feiner Begleiter.


Lage: Alte Reben am unteren Volnay-Hang (u. a. Petit Pré), Côte de Beaune, Bourgogne (Frankreich); Kalkstein und Ton
Klassifikation: Bourgogne AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; vollständig entrappt; überwiegend gebrauchte Fässer; biodynamisch (Demeter); 13,00 % vol

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USA

Margerum M5 White 2019

Wein · Weißwein · Santa Barbara · USA

Margerum M5 White ist eine weiße Rhône-Cuvée im Stil eines Châteauneuf-du-Pape Blanc. Eine wunderbare Nase nach weißem Pfirsich, Mirabelle, Birne, Geißblatt und etwas Orangenschale, verwoben mit feiner Mineralität. Am Gaumen klar und fokussiert – mit feinem Schmelz statt Öligkeit.


Santa Barbara County / Kalifornien

Die Margerum Wine Company (gegründet von Doug Margerum) arbeitet im Santa Barbara County (Los Olivos District) an Kaliforniens Central Coast. Kühle Pazifik-Einflüsse sowie die Kalk- und Schotterböden des Estate-Weinbergs, der ausschließlich mit Rhône-Sorten bepflanzt ist, sorgen für Frische und Spannung.

Assemblage und Ausbau

„M" für Margerum, „5" für fünf weiße Rhône-Sorten: Grenache Blanc (Basis), Marsanne, Roussanne, Viognier und Picpoul Blanc. Der Ausbau erfolgt überwiegend in neutralem französischem Holz (Barriques und Puncheons), das dem Wein Schmelz verleiht, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase weißer Pfirsich, Mirabelle, Birne und Nashibirne, dazu Geißblatt, Zitrus und etwas Orangenschale über feiner Mineralität. Am Gaumen klar und fokussiert, nicht breit, mit einem Hauch Honigschmelz und einem leicht walnussigen Griff. Einer der schönsten Weißweinabgänge – lang und nachhallend, eigenständig zwischen Rhône und Kalifornien.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als Aperitif oder zum Essen.

Passt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, cremigen Gerichten und mittelreifem Käse.


Lage: Santa Barbara County (Los Olivos District, Kalifornien, USA); Margerum Wine Company
Klassifikation: weiße Rhône-Cuvée – Grenache Blanc, Marsanne, Roussanne, Viognier, Picpoul Blanc, trocken
Ausbau: überwiegend neutrales französisches Holz (Barriques/Puncheons)

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Italien

Vesevo Campania Falanghina

Weißwein · Falanghina · Kampanien · Italien

Vesevo Falanghina ist ein trockener Weißwein der Fantini Group aus Kampanien. Reinsortige Falanghina mit Aromen frischer, reifer Südfrüchte wie Mandarine und Pfirsich – am Gaumen komplexer, mit Mandel, Litschi, leichter Mineralität und weichem Schmelz.


Kampanien

Die Trauben stammen aus Kampanien im Süden Italiens. Falanghina ist eine der traditionsreichsten autochthonen Weißweinsorten der Region. Hinter dem Wein steht Fantini by Farnese, einer der bekanntesten Erzeuger Süditaliens.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortige Falanghina. Der Ausbau im Edelstahltank bewahrt die frische, fruchtbetonte Aromatik und die leichte Mineralität. So entsteht ein eleganter, zugänglicher Weißwein.

Im Glas

Helles Gelb. In der Nase frische, reife Südfrüchte wie Mandarine und Pfirsich. Am Gaumen komplexer, mit Mandel, erneut Mandarine und Litschi, gut eingebunden in eine leichte Mineralität und einen weichen Schmelz. Frischer Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren – als Aperitif oder zu leichter Küche.

Klassische Begleitung: Fisch, Meeresfrüchte, Antipasti und Geflügel.


Lage: Kampanien (Italien)
Klassifikation: Campania IGT – Weißwein (trocken)
Ausbau: Edelstahltank

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Portugal

Vinha Da Fonte Touriga Nacional

Rotwein · Península de Setúbal · Touriga Nacional · Portugal

Vinha da Fonte Touriga Nacional ist ein körperreicher, vielschichtiger Rotwein von Casa Ermelinda Freitas aus der Península de Setúbal. Er entsteht aus der autochthonen Rebsorte Touriga Nacional, die auch für die Portweinproduktion verwendet wird. Sehr konzentriert, saftig und würzig, mit intensiven Aromen von Pflaume, Cassis, dunklen Beeren und Vanille. Die Tannine sind dicht und weich.


Península de Setúbal

Das Weingut Casa Ermelinda Freitas liegt in Fernando Pó auf der Halbinsel Setúbal, südlich von Lissabon. Sandige Böden und die kühlende Atlantikbrise geben den Weinen Eleganz und Frische. Touriga Nacional gilt als edelste Rotweinsorte Portugals und zeigt hier ihr Potenzial außerhalb des Douro.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein basiert auf Touriga Nacional. Nach der Gärung im Edelstahltank und langer Maischestandzeit reift er im Holzfass aus französischer und amerikanischer Eiche, was ihm Würze und feine Vanillenoten gibt, ohne die dichte Frucht zu überdecken.

Im Glas

Tiefes, fast undurchsichtiges Rubinrot. In der Nase Pflaume, Cassis und dunkle Beeren, dazu Veilchen, süße Gewürze und Vanille. Am Gaumen kraftvoll, saftig und würzig, mit dichten, weichen Tanninen. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; etwas Luft im Dekanter tut ihm gut, und er reift über einige Jahre weiter.

Klassische Begleitung: Wild, Lamm, kräftige Fleischgerichte und würziger, gereifter Käse.


Lage: Península de Setúbal (Fernando Pó/Palmela), Portugal
Klassifikation: Vinho Regional Península de Setúbal
Ausbau: Edelstahl + Holzfass (französische/amerikanische Eiche)

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Länder/Regionen

Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo

Rotwein · Montepulciano · Abruzzen · Italien

Casale Vecchio Montepulciano d'Abruzzo ist ein trockener Rotwein der Fantini Group aus den Abruzzen. Reinsortiger Montepulciano, der rubinrot im Glas glänzt – mit einem duftenden Bukett nach Lakritze, Blumen und Pflaume, vollem Körper und mildem, lang anhaltendem Abgang.


Abruzzen

Fantini by Farnese mit Sitz in Ortona (Abruzzen) zählt zu den bekanntesten Erzeugern Süditaliens. Die Trauben für den Casale Vecchio stammen aus Küstenlagen im Norden der Abruzzen auf Kalk-Ton-Böden; geringe Erträge sorgen für Konzentration.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortiger Montepulciano d'Abruzzo. Nach mehrtägiger Maischegärung erfolgt die malolaktische Gärung im Holz; anschließend reift der Wein rund sechs Monate in amerikanischen Barriques, was ihm Tiefe und seine weiche Art verleiht.

Im Glas

Tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase ein intensives Bukett aus Lakritze, Pflaume und blumigen Noten, dazu Amaretto, Marzipan und süße Gewürze. Am Gaumen vollmundig und warm, weich und ausgewogen, mit feinen Tanninen und langem, mildem Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren. Ein kraftvoller, zugänglicher Rotwein zu herzhafter Küche.

Klassische Begleitung: kräftige Pastagerichte, rotes Fleisch, Lamm und gereifter Käse.


Lage: Abruzzen (Italien)
Klassifikation: Montepulciano d'Abruzzo DOC – Rotwein (trocken)
Ausbau: ~6 Monate in amerikanischen Barriques

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Feinkost

Croix Verte Huile d´Avocat Avocadoöl

Feinkost · Avocadoöl · Frankreich

La Tourangelle Croix Verte Huile d'Avocat ist ein Avocadoöl aus dem Hause La Tourangelle in Frankreich. Aus dem Fruchtfleisch reifer Avocados gewonnen – mild und vielseitig, ideal für Mayonnaise, Krabbensalat und zum Verfeinern von Pasta und Tomate-Mozzarella-Salat.


Herkunft

La Tourangelle ist ein Familienunternehmen aus dem Loire-Tal in Frankreich und stellt seit über 150 Jahren handwerkliche Speiseöle her – darunter dieses Avocadoöl der Linie „Croix Verte".

Gewinnung und Herstellung

Gewonnen aus dem Fruchtfleisch reifer Avocados und schonend gepresst – 100 % Avocadoöl, ohne Zusätze. Durch seinen vergleichsweise hohen Rauchpunkt eignet es sich sowohl zum Verfeinern als auch zum Erhitzen.

Geschmack

Grünlich-goldene Farbe. Im Geschmack mild und fein, mit dezent buttriger, avocadotypischer Note. Zurückhaltend genug, um Speisen zu verfeinern, ohne sie zu überdecken.

In der Küche

Kalt zum Verfeinern von Mayonnaise, Krabbensalat, Pasta und Tomate-Mozzarella-Salat. Dank des hohen Rauchpunkts auch zum Anbraten und für warme Gerichte geeignet.

Passt zu: Mayonnaise, Krabben- und Tomate-Mozzarella-Salat, Pasta und zum Braten.


Hersteller: La Tourangelle (Frankreich)
Produkt: Avocadoöl (Huile d'Avocat), Linie „Croix Verte"
Zutat: 100 % Avocadoöl (aus dem Fruchtfleisch)
Herkunft: Loire-Tal (Frankreich)
Verarbeitung: aus dem Fruchtfleisch schonend gepresst
Mindesthaltbarkeit (MHD): 04.11.2027

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Spirituosen

Marquis de Saint-Loup Calvados Selection

Calvados · Normandie · Apfelbrand · Selection

Marquis de Saint-Loup Calvados Selection ist ein normannischer Apfelbrand aus dem Hause Marquis de Saint-Loup, das seit Generationen Cidre und Calvados erzeugt. Für diese Abfüllung werden ausgesuchte Apfelsorten verwendet und der Brand zwei bis drei Jahre in sehr alten Holzfässern gereift. Das verleiht ihm sein typisches Aroma. Im Glas ein weicher Calvados mit feinen Apfel- und Birnenaromen.


Normandie

Calvados ist der klassische Apfelbrand der Normandie und eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Apfelgärten und das maritime, milde Klima prägen die Region. Die Früchte für diesen Calvados werden reif gelesen und sorgfältig ausgewählt.

Herstellung und Reifung

Der Cidre aus ausgesuchten Apfelsorten wird zunächst vergoren und anschließend zweifach destilliert. Danach reift der Calvados zwei bis drei Jahre in sehr alten Eichenfässern, häufig ehemaligen Port- und Sherryfässern, die für ein rundes, harmonisches Aroma sorgen.

Im Glas

Goldgelb. In der Nase feine Apfel- und Birnenaromen. Am Gaumen weich und rund, mit klarer Fruchtigkeit und dezenter Fasswürze. Der Abgang ist sanft und unkompliziert.

Zum Genuss

Pur als Digestif genießen, ebenso als Basis für Cocktails oder klassisch als „trou normand". Auch zum Verfeinern von Gerichten mit Schwein, Geflügel oder Wild geeignet.

Passt außerdem zu reifem Käse und Apfeldesserts.


Herkunft: Normandie (Frankreich)
Art: Calvados AOC, Selection
Reifung: 2–3 Jahre in alten Eichenfässern

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Rebsorten

Ziereisen Hard Chardonnay 2023

Wein · Weißwein · Baden · Deutschland

Ziereisen Hard Chardonnay 2023 ist ein Landwein Oberrhein vom Weingut Ziereisen aus Efringen-Kirchen am Dreiländereck. Handgelesene Trauben bilden die Basis; der Wein reifte 20 Monate auf der Hefe und wurde ohne Filtration abgefüllt – knochentrocken, straff und mineralisch.


Markgräflerland / Oberrhein

Efringen-Kirchen liegt im südlichen Markgräflerland in Baden, zwischen Schwarzwald und Rhein. Die Böden wechseln zwischen Muschelkalk, Keuper und Lösslehm; das milde Klima am Dreiländereck D/F/CH sorgt für gleichmäßige Reife. Die Klassifikation Landwein Oberrhein gibt Ziereisen maximale Freiheit in Anbau und Ausbau.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Chardonnay. Vergoren wurde zu 5 % in neuen und zu 95 % in gebrauchten 225-l-Aßmann-Holzgebinden, gefolgt von 20 Monaten Hefelager. Anschließend unfiltriert abgefüllt – ein kleines Depot oder leichte Trübung sind produktionstypisch. Knochentrocken ausgebaut.

Im Glas

Die Nase zeigt Feuerstein und Kreide, dazu verhaltene Birne und Quitte. Am Gaumen gelbe Früchte mit fest eingebundener, frischer Säure – kein Butterkaramell, keine Überreife. Das Holz ist nach 20 Monaten in gebrauchten Fässern vollständig integriert; der Abgang bleibt straff und mineralisch.

Am Tisch

Jetzt trinkbereit; mit guter Kellerlagerung (12–14 °C, liegend) bis voraussichtlich 2030–2033 entwicklungsfähig. Kein Dekantieren nötig, Flasche vor dem Öffnen ruhig stellen.

Passt zu: gebratenem Süßwasserfisch, Jakobsmuscheln, Kalbsbries und Ziegenkäse – trägt auch kräftigere Gerichte mit Buttersauce oder weißem Trüffel.


Lage: Markgräflerland, Efringen-Kirchen am Dreiländereck (Baden, Deutschland); Weingut Ziereisen
Klassifikation: Landwein Oberrhein – 100 % Chardonnay, trocken
Ausbau: 5 % neues / 95 % gebrauchtes 225-l-Holz, 20 Monate Hefelager, unfiltriert
Jahrgang: 2023

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