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Christian Fenske

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Das Weinbaugebiet Languedoc

Von historischer Bedeutung und moderner Vielfalt: Die faszinierende Weinwelt des Languedoc Größe ist nicht alles, klar. Aber gewisse Vorteile bringt sie schon mit sich –

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Taku – Köln – Deutschland

Von königlichen Anfängen bis zur ostasiatischen Finesse: Die glanzvolle Geschichte des Excelsior Hotel Ernst in Köln Das Excelsior Hotel Ernst in Köln wurde 1863 von

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Winterlicher Salat

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Bagatelle – Trier – Deutschland

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Steins Traube – Mainz – Deutschland

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Feinkost

Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 3

Feinkost · Balsamico · Emilia-Romagna

Der Bertoni Aceto Balsamico di Modena Scudo 3 ist ein Aceto Balsamico di Modena IGP der Acetaia del Casato Bertoni mit rund acht bis neun Jahren Fassreife. „Scudo 3" steht für die höchste Stufe der Bertoni-Reifeskala – eine harmonische Verbindung aus Körper und Süße. Er entsteht aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig, was ihm Tiefe und Komplexität gibt. Mit Noten frischer Früchte und deutlichem Traubenaroma.


Herkunft

Die Acetaia del Casato Bertoni liegt in Casalgrande in der Provinz Reggio Emilia, im Herzen der Emilia-Romagna. Seit 1936 stellt die Familie Bertoni hier in drei Generationen Balsamico-Essige her, heute geführt von Lelio Bertoni mit seinen Söhnen Milo und Roberto. Der Aceto Balsamico di Modena IGP entsteht hier aus gekochtem Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig und reift in Holzfässern.

Anbau und Verarbeitung

Gekochter Traubenmost mit einem kleinen Anteil Weinessig reift rund acht bis neun Jahre in Holzfässern. Der hohe Mostanteil und die lange Reife geben „Scudo 3" seine Geschmackstiefe und Komplexität. Zutaten: gekochter Traubenmost, Weinessig. Enthält Sulfite.

Geschmack

Tiefdunkel und glänzend, mit dichter Viskosität. Im Geschmack harmonisch ausbalanciert zwischen Körper und Süße, reich an Noten frischer Früchte und mit deutlichem Traubenaroma. Der Abgang ist lang und vielschichtig.

Am Tisch

Roh genießen – ideal für frische Salate, italienische Gemüse-Dips und gereiften Parmigiano Reggiano oder Grana Padano, deren Geschmack er hervorhebt. Tropfenweise als Finish über das fertige Gericht. Kühl und dunkel lagern.


Hersteller Acetaia del Casato Bertoni, Casalgrande (Reggio Emilia, Italien)
Produkt Aceto Balsamico di Modena IGP, Stufe „Scudo 3"
Zutaten gekochter Traubenmost, Weinessig (enthält Sulfite)
Herkunft Modena / Emilia-Romagna (Italien)
Verarbeitung 8–9 Jahre Reifung in Holzfässern
Mindesthaltbarkeit (MHD): 2036

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Rebsorten

Le Moine Chambolle Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020

Rotwein · Chambolle-Musigny 1er Cru · Pinot Noir

Pinot Noir Chambolle-Musigny 1er Cru Les Amoureuses Côte de Nuits Lucien Le Moine Élevage auf Vollhefe 100 % neues Holz · unfiltriert 2020

Der Lucien Le Moine Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru 2020 stammt aus dem berühmtesten Premier Cru von Chambolle-Musigny – einer Lage von Grand-Cru-Format. Ein feiner, parfümierter Pinot Noir voller Eleganz und seidigem Tannin. Lange auf der Vollhefe ausgebaut, vom Fass unfiltriert gefüllt. Eine echte Rarität in winziger Stückzahl.


Les Amoureuses – „Die Liebenden" von Chambolle

Les Amoureuses („Die Liebenden") ist der berühmteste der Premiers Crus von Chambolle-Musigny und gilt vielen als einer der besten Weinberge der Welt – mit dem Potenzial, neben Musigny und Bonnes-Mares zur dritten Grand-Cru-Lage des Dorfes aufzusteigen. Die Lage liegt am südlichen Ende der Gemeinde, direkt unterhalb des Grand Cru Le Musigny und oberhalb von Vougeot. Ihre Weine stehen für Feinheit und Intensität, erdigen Charakter und feste, zugleich seidige Tannine.

Das Terroir ist hier besonders leicht: eine dünne Schicht felsigen Oberbodens über hartem Kalksteinunterboden, der frei entwässert und die Wurzeln in die Felsritzen zwingt – das ergibt kleine, konzentrierte Beeren. Die meist südöstlich ausgerichtete, stufenförmige Hanglage bringt viel Sonne bei kühlem Klima, sodass die Reife nie auf Kosten der Säure geht.

Jahrgang 2020 – Côte de Nuits

2020 gilt an der Côte de Nuits als herausragender Rotwein-Jahrgang: warm und reif, brachte er besonders konzentrierte, dichte und zugleich balancierte Pinot Noirs mit tiefer Frucht, samtigem Tannin und großem Reifepotenzial. In einer feinen, parfümierten Lage wie Les Amoureuses ergibt das einen besonders eleganten, vielschichtigen Grand-Cru-würdigen Wein mit Tiefe und Frische – im reinen, texturbetonten Stil des Hauses.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2020, Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, trocken.

Lucien Le Moine ist ein reiner Élevage-Spezialist: Der fertig vergorene Wein wird von einem ausgesuchten Erzeuger übernommen und lange auf der Vollhefe ausgebaut – ohne Abstich, mit später, hinausgezögerter malolaktischer Gärung und minimalem Schwefel; Mounir Saouma lässt dem Élevage gern „zwei Sommer" Zeit. Ausbau in 100 % neuem Holz (feinporige Jupilles-Eiche), Abfüllung direkt vom Fass ohne Schönung und Filtration. Die Mengen sind winzig: oft nur ein einziges Fass je Cru.

Im Glas

Vom leichten, felsigen Kalkboden am Fuß des Musigny lebt dieser Chambolle von Parfüm und Finesse: helle rote Frucht wie Kirsche und Himbeere, ausgeprägte florale Anklänge von Rose und Veilchen und eine feine, würzige Tiefe. Aus dem reifen Jahrgang 2020 gewinnt er Dichte und samtiges Tannin, die das lange Vollhefelager und das neue Holz in eine seidige, vielschichtige Textur und feine Röstwürze einbinden. Am Gaumen elegant und intensiv zugleich, mit feinem, seidigem Tannin, lebendiger Säure und langem, mineralischem Nachhall.

Parfümiert und fein – helle rote Frucht, Rose und Veilchen, seidig und intensiv mit langer, mineralischer Tiefe.

Benötigt Zeit; in der Jugend großzügig dekantieren. Großes Reifepotenzial über viele Jahre. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ente und Wildgeflügel, zu Reh und Lamm in feiner Sauce, zu Trüffel- und Pilzgerichten sowie zu gereiftem Weichkäse.


Lage: Chambolle-Musigny Les Amoureuses 1er Cru, Côte de Nuits (Burgund, Frankreich); südliches Gemeindeende unterhalb Le Musigny; dünner felsiger Oberboden über hartem Kalkstein, südöstliche Ausrichtung
Klassifikation: Premier Cru, Pinot Noir (trocken); gilt als Lage von Grand-Cru-Format
Ausbau: reiner Élevage (Micro-Négoce); lange auf der Vollhefe ohne Abstich, späte Malo, minimaler Schwefel, 100 % neues Holz (Jupilles), unfiltriert vom Fass; winzige Menge

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Rebsorten

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling trocken 2021

Wein · Weißwein · Pfalz · Deutschland

Schwedhelm Schwarzer Herrgott Riesling 2021 stammt aus der bekanntesten und einer der ältesten Lagen des Zellertals. Er besticht durch herrliche Weißfrüchte, mineralische Kalknoten und eine kräftige Würze, die in einem wahrlich druckvollen Abgang münden.


Pfalz / Schwarzer Herrgott

Das Weingut Schwedhelm ist im Zellertal in der Nordpfalz beheimatet. Der Schwarzer Herrgott ist die bekannteste und eine der ältesten Lagen des Zellertals. Das Zellertal hat die höchsten Berge der Pfalz; die Reben tun sich an der Oberfläche schwer und suchen sich den Weg tief in die Erde, wo sie auf Tonmergel- und Kalkschichten stoßen.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Riesling. Durch eine lange Feinhefelagerung und die Selektion der besten Trauben besitzt dieser Riesling ein sehr langes Lagerpotenzial und entwickelt sein volles Potenzial erst nach mehreren Jahren. Trocken ausgebaut.

Im Glas

Helles Grüngelb. In der Nase herrliche Weißfrüchte und mineralische Kalknoten. Am Gaumen mineralisch und kräftig gewürzt, mit klarer Frucht, feiner Struktur und einem druckvollen, langen Abgang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 10–12 °C servieren – als gehobener Speisebegleiter.

Passt zu: edlem Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Spargel und gereiftem Käse.


Lage: Pfalz, Zellertal, Schwarzer Herrgott (Deutschland); Weingut Schwedhelm
Klassifikation: Lagenwein – 100 % Riesling, trocken
Ausbau: lange Feinhefelagerung, Traubenselektion; Tonmergel und Kalk; langes Lagerpotenzial
Jahrgang: 2021

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Schaumweine

Clandestin Les Passagers Fiole 2022 Brut Nature

Der ClanDestin Les Passagers Fiole 2022 Brut Nature ist eine einmalige Abfüllung: Chardonnay von Fiole, einer hoch liegenden Nordparzelle bei Ville-sur-Arce mit Kimmeridge-Kalk im Untergrund. Ungefiltert und ohne Dosage – ein kühler, reiner Blanc de Blancs.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen, eine kühle, fast schwebende Aromatik. Im Mund straff und fein gezeichnet, knochentrocken, klar und mit sanftem Druck, lebendiger Frische und leiser Komplexität. Ein langer, mineralischer Abgang, der lange nachklingt und Lust auf den nächsten Schluck macht.

Mach was draus

Austern, Langustinen, roher Fisch, Muscheln oder ein Frühlingsgericht mit Spargel. Ein Champagner für Entdecker – und für alle, die eine Flasche suchen, die es so wohl nicht noch einmal geben wird. Servier ihn bei 8 bis 10 °C im großen Glas und gib ihm ein paar Minuten Luft.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Les Passagers sind Gäste auf Zeit. Wer Fiole probieren will, sollte nicht zu lange warten.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was bedeutet „Les Passagers“? Die Passagiere – einmalige Abfüllungen aus einzelnen Lagen, die nicht jedes Jahr wiederkommen.

Wie wird er ausgebaut? Wilde Hefen vergären den Most, der dann etwa zehn Monate in Fässern zu je 600 Litern liegt. In der Flasche folgen 24 Monate Reife auf der Feinhefe. Ungefiltert und ohne Dosage.

100 % Chardonnay · Parzelle Fiole bei Ville-sur-Arce (Côte des Bar) · hoch gelegene Nordlage · Kimmeridge-Kalk · Spontangärung · Ausbau ca. 10 Monate im 600-Liter-Fass · 24 Monate auf der Feinhefe · unfiltriert · Jahrgang 2022 · Brut Nature, ohne Dosage · Champagne ClanDestin, Landreville · Stand: Oktober 2026

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Frankreich

Maison des Ardoisières Silice IGP Allobroges 2023

Wein · Weißwein · Savoyen · Frankreich

Maison des Ardoisières Silice 2023 besteht zu 100 % aus der Savoyer Rebsorte Jacquère. Schlank, rassig und salzig, mit beispielloser Frische und niedrigem Alkohol – ein genial bereiteter Bergwein aus einer alpinen Region.


Savoyen / Allobroges

Jacquère ist eine vor allem in Savoyen beheimatete weiße Rebsorte; ihre Weine sind meist schlank, rassig und von frischer Säure geprägt. Die Maison des Ardoisières unter Brice Omont zählt zu den großen Namen der Region. Anders als die Gutsweine entsteht der Silice aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Jahrgang 2023 brachte in Savoyen einen gesunden, großzügigen Jahrgang mit reifen Trauben aus einem warmen Sommer – klare Frucht bei frischer Säure und moderatem Alkohol.

Rebsorte und Ausbau

Reinsortig aus Jacquère, aus zugekauftem Lesegut befreundeter Winzer. Der Ausbau ist konsequent auf den Erhalt von Frische, Salzigkeit und Leichtigkeit ausgerichtet, ohne die Frucht zu überdecken. Trocken ausgebaut, mit bewusst niedrigem Alkohol.

Im Glas

Helles Strohgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase Limette, Blumenwiese und grüner Tee. Am Gaumen leichtfüßig und präzise, mit ausgeprägter Frische und Salzigkeit, niedrigem Alkohol und einem langen, stimmigen und facettenreichen Finish.

Am Tisch

Jung schon zugänglich und sehr trinkfreudig. Gut gekühlt bei 9–11 °C servieren.

Passt zu: Austern und Meeresfrüchten, Schalentieren, gegrilltem Fisch, Ziegenkäse sowie klassisch savoyardisch zu Fondue und Raclette.


Lage: Savoyen, alpine Bergregion (Frankreich); Maison des Ardoisières
Klassifikation: IGP Vin des Allobroges – 100 % Jacquère, trocken
Ausbau: frische- und salzbewahrend; aus zugekauftem Lesegut
Jahrgang: 2023

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Whisky

Kilchoman Islay Vintage 2013 Tequila Single Cask 52,30 %

Spirituose · Single Malt Whisky · Islay · Schottland

Kilchoman Islay Vintage 2013 Tequila Single Cask ist ein getorfter Islay Single Malt der Kilchoman-Farmdestillerie mit Tequila-Finish. Gebrannt 2013 – hier trifft der maritime Torfrauch Islays auf den Agave-Charakter mexikanischer Tequila-Fässer.


Herkunft

Kilchoman ist eine Farmdestillerie an der Westküste der Insel Islay (gegründet 2005, bei Machir Bay) – die erste neue Brennerei Islays seit 124 Jahren. Sie verfolgt das Prinzip „100 % Islay – barley to bottle" und brennt getorfte, küstenwürzige Malts (rund 50 ppm).

Destillation und Reifung

Getorfter Islay Single Malt, gebrannt 2013. Als Single Cask der „Uniquely Islay Series" reifte er zunächst im Ex-Bourbon-Fass und wurde anschließend in einem Tequila-Fass aus Mexiko finished – möglich seit der Regeländerung von 2019. Naturbelassen: ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert. Tequila und Islay-Whisky ergänzen sich über ihre würzig-süßen, agavigen bzw. rauchigen Noten.

Im Glas

Helles Gold. In der Nase Torfrauch und Zitrus, dazu Agave, Limette und ein vegetabiler Tequila-Touch. Am Gaumen cremig und würzig, mit süßem Rauch, Vanille, Zitrus und einer feinen Agavennote. Langer Abgang mit Torf und fruchtiger Süße.

Pur genießen

Pur aus dem Nosing-Glas, bei Bedarf mit wenigen Tropfen Wasser, das die Aromen öffnet. Ein seltenes, experimentelles Einzelfass für Liebhaber getorfter Islay-Malts und Agave-Spirituosen – ideal als Digestif.

Klassisch solo: pur, mit etwas Wasser, als Digestif.


Herkunft: Islay (Schottland); Destillerie Kilchoman
Art: Islay Single Malt Whisky (getorft), Single Cask – Uniquely Islay Series
Reifung: Ex-Bourbon, Finish im Tequila-Fass (Mexiko); ohne Farbstoff, nicht kühlgefiltert
Edition: Destillation 2013

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Frankreich

Lafarge Volnay Cinq Climats 1er Cru 2021

Rotwein · Volnay Premier Cru · Pinot Noir

100 % Pinot Noir Cinq Climats · fünf Premiers Crus Volnay 1er Cru AOC vollständig entrappt rund 5 % neues Holz elf Fässer 2021

Der Michel Lafarge Volnay Cinq Climats 1er Cru 2021 ist ein Wein, den es nur gibt, weil der Frost ihn erzwungen hat: Im Jahrgang 2021 verlor die Domaine rund 80 Prozent ihrer Ernte, und zum ersten Mal in ihrer Geschichte assemblierte Frédéric Lafarge alle fünf Volnay-Premier-Cru-Lagen des Hauses in einer einzigen Cuvée. Das Ergebnis füllte gerade elf Fässer.


Cinq Climats – fünf Premiers Crus in einem Wein

Volnay liegt in der Côte de Beaune zwischen Pommard und Meursault und hat eine der dichtesten Reihen an Premiers Crus der Côte. Die Lagen ziehen sich über die Hangmitte, auf Kalkstein mit wechselndem Tonanteil: Weiter oben ist der Boden dünn und steinig, die Weine werden straffer und duftiger; weiter unten nimmt der Ton zu, die Weine gewinnen an Fülle. Jede Premier-Cru-Lage hat dadurch ihr eigenes Profil – deshalb werden sie normalerweise getrennt abgefüllt.

2021 reichten die Mengen dafür nicht. Aus keiner der fünf Lagen wäre genug Wein für eine eigene Abfüllung gekommen. Frédéric Lafarge führte sie deshalb zusammen – ein Schritt, der in Burgund bei Premiers Crus dieses Rangs selten ist. Er selbst beschreibt den Wein als einen, der die Großzügigkeit, die Mineralität und die Noblesse seiner Premiers Crus zugleich zeigt. Der Name Cinq Climats – „fünf Lagen" – sagt genau das.

Die Domaine Michel Lafarge gehört zu den klassischen Adressen des Ortes. Frédéric und Chantal Lafarge bewirtschaften rund zwölf Hektar; der Stil des Hauses setzt auf Transparenz, entrappte Trauben und wenig neues Holz.

Jahrgang 2021 – Volnay

Der Jahrgang 2021 begann mit einer Falle. Ungewöhnlich warme Tage Ende März ließen die Reben früh austreiben; Anfang April folgten Schnee und mehrere Frostnächte, die die jungen Triebe erfrieren ließen. Kaum ein Gebiet Burgunds blieb verschont. Bei Lafarge fielen rund 80 Prozent der Ernte aus.

Der Sommer blieb kühl und feucht, der Pilzdruck hoch. Gelesen wurde spät, nach einem freundlicheren September. Was in den Keller kam, war wenig, aber gesund und ohne Fäulnis. Die Rotweine des Jahrgangs sind klassisch gebaut: mittelgewichtig, frisch, mit präziser Säure und feinem Tannin – ein Profil, das an die kühlen Burgunder-Jahre vor der Serie warmer Jahrgänge erinnert.

Gemeinsam vergoren, wenig neues Holz

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2021. Die Trauben aller fünf Lagen wurden von Hand vollständig entrappt und gemeinsam in einem Tank vergoren – die Assemblage entstand also nicht am Ende, sondern von Anfang an. Ohne Stiele bleibt die Frucht im Vordergrund, die Gerbstoffe fallen weicher aus.

Ausgebaut wurde in überwiegend gebrauchten Fässern, mit nur rund 5 Prozent neuem Holz. Gefüllt wurde ohne Schönung und ohne Filtration. Insgesamt entstanden elf Fässer.

Im Glas

Mittleres, leuchtendes Rubin. In der Nase rote Beeren und Kirsche, dazu Brombeerranke, zerstoßener Stein und eine feine, pfeffrige Note. Am Gaumen mittelgewichtig, mit feinkörnigen Tanninen und frischer Säure; die fünf Lagen verbinden sich zu einem geschlossenen Bild. Der Abgang ist saftig und lang.

Ein Frostjahr mit 80 Prozent Ausfall – und daraus der einzige Wein, in dem alle fünf Volnay-Premiers-Crus von Lafarge zusammenkommen.

Bei 15–17 °C servieren. Eine halbe Stunde offen genügt; jung zugänglich, mit Potenzial für viele Jahre.

Am Tisch

Zu Ente, Reh, Taube, gegrilltem Lamm, Gerichten mit Pilzen oder mittelreifem Weichkäse. Die frische Säure des Jahrgangs passt besonders zu Geflügel mit Kirschen, Kalbsbries mit Morcheln und Époisses.


Produzent Domaine Michel Lafarge, Frédéric und Chantal Lafarge, Volnay
Rebsorte 100 % Pinot Noir
Lage Assemblage der fünf Volnay-Premier-Cru-Lagen der Domaine, Côte de Beaune · Kalkstein mit wechselndem Tonanteil
Klassifikation Volnay 1er Cru AOC · trocken
Jahrgang 2021
Vinifikation von Hand vollständig entrappt · gemeinsame Gärung aller fünf Lagen in einem Tank
Ausbau überwiegend gebrauchte Fässer, rund 5 % neues Holz · ohne Schönung und Filtration
Trinkempfehlung jetzt bis 2036
Auflage elf Fässer

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Weine

Morey-Coffinet Bourgogne Côte d’Or Pinot Noir 2022 BIO

Rotwein · Bourgogne Côte d'Or · Pinot Noir

Pinot Noir Bourgogne Côte d'Or AOC Côte de Beaune Morey-Coffinet alte Reben (1968/1978) Bio / Biodynamie (FR-BIO-01) 2022

Der Morey-Coffinet Bourgogne Côte d'Or Pinot Noir 2022 ist ein klassischer, eleganter Bio-Pinot aus dem Burgund – mit Veilchen, einem Hauch Leder und Waldfrüchten. Am Gaumen mittelschwer, zart und frisch. Ein Einstieg ins Sortiment auf hohem Niveau.


Côte d'Or – Pinot Noir aus Chassagne

Die Domaine Morey-Coffinet zählt zu den Referenz-Adressen von Chassagne-Montrachet. Heute führt Thibault Morey – ein „rising star" der Appellation, aus den großen Familiennamen Pillot, Morey und Coffinet – das Gut und arbeitet seit 2015 biodynamisch zertifiziert (Ecocert, FR-BIO-01). Auch wenn die Côte de Beaune vor allem für Weißweine berühmt ist: Thibault beherrscht Pinot Noir und Chardonnay gleichermaßen.

Der Bourgogne Côte d'Or stammt aus 0,81 Hektar mit 1968 und 1978 gepflanzten Reben, aus Parzellen am Rand von Chassagne Richtung Santenay und Puligny – die eine auf tiefem, kompaktem Ton, die andere feiner und kalkhaltiger. Die Appellation Bourgogne Côte d'Or (seit 2017) hebt diese Herkunft von der Côte d'Or eigens hervor: Hangterroirs, die stilistisch klar über generischem Bourgogne stehen.

Jahrgang 2022 – Bourgogne

2022 verlief an der Côte de Beaune warm und sonnig, dank guter Wasserreserven aber ausgewogen: Die Rotweine zeigen reife, klar definierte Frucht bei seidiger Textur und animierender Frische. Im Bourgogne Côte d'Or ergibt das einen zugänglichen, eleganten Pinot mit feiner Säurestruktur.

Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2022, Bourgogne Côte d'Or AOC, trocken.

Ausbau über rund 10 Monate in 228-Liter-Eichenfässern mit etwa 30 % Neuholzanteil – im präzisen, terroirbetonten Stil des Hauses. Biodynamischer Anbau (Ecocert), FR-BIO-01.

Im Glas

Ein klassischer, eleganter Pinot Noir aus dem Burgund: Noten von Veilchen, ein Hauch von Leder und unreifen Waldfrüchten zeichnen ihn aus. Seine Vielfalt besticht durch Eleganz. Am Gaumen präsentiert er sich mittelschwer, zart, mit einer kraftvollen und frischen Säurestruktur.

Klassisch und elegant – mittelschwer und zart, mit kraftvoller, frischer Säurestruktur.

Schon jung mit viel Trinkfreude; profitiert von einem kräftigen Karaffieren (15–30 Min.) in der Jugend. Bei 15–16 °C servieren.

Am Tisch

Zu Geflügel und Kalb, zu gebratenem Fisch mit Fleischjus (z. B. Wolfsbarsch), zu Pilzgerichten sowie zu mittelreifem Weichkäse.


Lage: Bourgogne Côte d'Or, Côte de Beaune (Burgund, Frankreich); 0,81 ha am Rand von Chassagne (Richtung Santenay/Puligny), tiefer Ton bzw. feinerer, kalkhaltiger Boden; Reben 1968/1978
Klassifikation: Bourgogne Côte d'Or AOC, Pinot Noir (trocken)
Ausbau: Pinot Noir; ~10 Monate in 228-l-Eichenfässern (ca. 30 % neu); biodynamisch (Ecocert), FR-BIO-01

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