Blog

Weine

Blog per E-Mail abonnieren

Keine Beiträge mehr verpassen.

Entdecke unsere Weine

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Steffen Trittenheimer Apotheke Riesling Auslese

Weißwein edelsüß · Mosel · Riesling

Riesling Trittenheimer Apotheke Mittelmosel Auslese · edelsüß 2023

Die Steffen Trittenheimer Apotheke Riesling Auslese 2023 ist der Inbegriff eines feinen, eleganten, klassischen Rieslings von der Mittelmosel – edelsüß ausgebaut, mit hellem Kernobst, Akazienhonig und einem herumwirbelnden Säurespiel. Der perfekte Wein zum Dessert.


Trittenheimer Apotheke – Steillage am Schiefer

Das Weinhaus Gebrüder Steffen wurde 1794 in Trittenheim an der Mittelmosel gegründet und zählt nach über 200 Jahren zu den etablierten Namen der Region. Die Trittenheimer Apotheke gehört zu den besten und VDP-klassifizierten Lagen der Mosel – in einer Liga mit Wehlener Sonnenuhr und Bernkasteler Doctor.

Die extreme Steillage – teils bis zu 70 % Neigung – ist nach Südwesten ausgerichtet und von blau-grauem Schiefer geprägt. Das Gestein speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts an die Reben zurück; so erhält der spät reifende Riesling genügend Zeit, Mineralien, Extrakt und Frucht aufzubauen. Das Ergebnis: charaktervolle, filigrane und langlebige Rieslinge von kraftvoller Eleganz.

Jahrgang 2023 – Mosel

2023 brachte an der Mosel reife, aromatische Rieslinge mit gutem Süße-Säure-Spiel. Für edelsüße Prädikatsweine waren die Bedingungen günstig: vollreifes, gesundes Lesegut mit der nötigen Konzentration, getragen von der für die Mosel typischen frischen Säurestruktur.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2023, Prädikat Auslese, edelsüß.

Ausschließlich Handlese in der Steillage, ausgesuchtes, vollreifes Traubengut, behutsame Selektion im Presshaus. Schonende Kaltgärung im Edelstahltank bewahrt Frucht, Frische und das filigrane Süße-Säure-Spiel.

Im Glas

Leuchtendes Hellgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase ein intensives, langanhaltendes Bouquet: frisches Kernobst, reifer Apfel und Quitte, dazu Aprikose, ein Hauch Akazienhonig, zarte florale Noten von Jasmin und Akazienblüte sowie viel helle Frucht. Untermalt wird das Ganze von der typischen mineralischen Note des blau-grauen Schiefers – sonnenwarmes Gestein und ein feiner Zug von Feuerstein. Am Gaumen begeistert die „Apotheke" mit sehr vielen Facetten: dicht und vollmundig im Geschmack, saftig und fein gewoben, mit reifer Frucht, die von einem herumwirbelnden Säurespiel umtanzt wird, das nie langweilig wird.

Dicht, lang und mit nie langweiligem Säurespiel – der perfekte Wein zum Dessert.

Lang im Abgang, getragen von schiefriger Mineralität und feiner Süße-Säure-Balance. Gut reifungsfähig über viele Jahre. Bei 9–11 °C servieren.

Am Tisch

Als klassischer Dessertwein zu Obstkuchen und Crème brûlée, zu Foie gras, zu kräftigem Blauschimmelkäse sowie als Solist nach dem Essen.


Lage: Trittenheimer Apotheke, Mittelmosel (Deutschland); VDP-klassifizierte Steillage, blau-grauer Schiefer, Südwest, bis 70 % Neigung
Klassifikation: Mosel, Riesling Auslese, edelsüß (Prädikatswein)
Ausbau: Riesling; Handlese, Kaltgärung im Edelstahltank, edelsüß

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Whisky

Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt

Single Malt Scotch Whisky · Highland (Speyside) · Sherryfass-Reifung

Single Malt Scotch Whisky Highland (Speyside) Glenfarclas 25 Jahre Oloroso-Sherryfass 0,7 l

Der Glenfarclas 25 Jahre Highland Single Malt ist einer der großen Klassiker der Familienbrennerei – ein Vierteljahrhundert Reife in Sherryfässern schenkt ihm eine reiche, würzige Sherry-Prägung mit Trockenfrüchten, Nuss und feiner Eichenwürze. Ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.


Glenfarclas – Highland-Brennerei der Familie Grant

Glenfarclas liegt in Ballindalloch im Herzen der Speyside und wird seit 1865 ununterbrochen von der Familie Grant geführt – heute in sechster Generation und damit eine der wenigen wirklich unabhängigen Brennereien Schottlands. Der Name bedeutet „Tal des grünen Grases".

Die Brennblasen von Glenfarclas sind die größten der Speyside und werden – eine Seltenheit – noch direkt mit Gasflammen befeuert. Aus diesem kraftvollen, öligen Destillat entsteht ein traditioneller Highland-Malt mit ausgeprägter Sherry-Prägung. Auf dem Gelände lagern rund 68.000 Fässer in klassischen Dunnage-Warehouses, mit Beständen aus jedem Jahrgang seit 1953.

Sherry-Stil aus dem Dunnage-Warehouse

Der Charakter von Glenfarclas entsteht im Fass: Gereift wird vorrangig in Sherryfässern (Oloroso), in feuchten, kühlen Dunnage-Lagerhäusern, in denen die Fässer nur wenige Lagen hoch gestapelt liegen. Diese langsame, gleichmäßige Reife über ein Vierteljahrhundert verleiht dem 25-Jährigen seine reiche, vielschichtige Sherry-Würze bei perfekter Balance zwischen Frucht, Nuss und Eiche.

Reifung – 25 Jahre im Sherryfass

Single Malt Scotch Whisky, mindestens 25 Jahre gereift, 0,7 l.

Vermählung sorgfältig ausgewählter, mindestens 25 Jahre alter Sherryfässer aus den Lagerhäusern der Brennerei, abgefüllt in der klassischen Ausstattung der Glenfarclas-Range.

Im Glas

In der Nase reiche Sherry-Süße mit Rosinen, Sultaninen und Feigen, dazu Toffee, Walnuss und Haselnuss, warme Gewürze und ein Hauch alter Eiche und Leder. Am Gaumen vollmundig und ölig, mit Trockenfrüchten und dunkler Schokolade, Orangenmarmelade, Nuss und feiner Würze – getragen von einer ruhigen, gereiften Eichenstruktur.

Ein Vierteljahrhundert im Sherryfass – reich, würzig und perfekt ausbalanciert, ein Inbegriff des Glenfarclas-Stils.

Der lange, warme Abgang klingt mit Sherry, Nuss und sanfter Gewürzwürze aus.

Zum Genuss

Pur bei Raumtemperatur in einem tulpenförmigen Nosing-Glas genießen, ohne Eis. Ein paar Tropfen stilles Wasser können die Aromatik zusätzlich öffnen. Ein Whisky für den besonderen Moment – als Digestif oder zur Zigarre.


Brennerei / Region: Glenfarclas, Ballindalloch, Highland (Speyside), Schottland; familiengeführt seit 1865
Kategorie: Single Malt Scotch Whisky, 25 Jahre, 0,7 l
Reifung: mindestens 25 Jahre in Oloroso-Sherryfässern, Dunnage-Warehouse; direkt befeuerte Brennblasen

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Rebsorten

Keller Riesling von der Fels 2024

Weißwein · Rheinhessen · Riesling

Riesling Rheinhessen von der Fels Kalkstein / Grosse Lagen trocken 2024

Der Keller Riesling von der Fels 2024 ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und eigentlich auch schmecken sollte. Hier trifft Frische auf Rasse, Kraft auf Mineralität und feinste Spannung.


Von der Fels – Kalkstein aus den Grossen Lagen

Das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim zählt unter Klaus-Peter Keller zu den weltweit gefeierten Adressen für trockenen Riesling – akribische Weinbergsarbeit, niedrige Erträge, Spontanvergärung und langes Hefelager sind die Grundlagen dieser Spitzenqualität.

Für den „von der Fels" – zu Deutsch „vom Fels" – verwendet Keller die jüngeren Reben (im Schnitt 20–25 Jahre) seiner besten Kalkstein-Parzellen, die allesamt als Grosse Lagen klassifiziert sind, allen voran rund um den Dalsheimer Hubacker. Diese Reben bilden gleichsam die Vorstufe zu den Großen Gewächsen eines jeden Jahrgangs. Die Parzellen bestehen aus Tonböden auf Kalkstein – die Quelle der salzigen Frische und mineralischen Spannung des Weins.

Jahrgang 2024 – Rheinhessen

2024 war ein kühlerer, klassischer Jahrgang, der Rieslinge von großer Frische und Präzision hervorbrachte. Auf den Kalkstein-Parzellen ergibt das einen besonders rassigen, mineralischen Wein mit lebendiger Säure und klarer Frucht – Spannung und Eleganz statt Opulenz.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2024, trocken.

Handlese, Ganztraubenpressung nach kurzer Maischestandzeit von einigen Stunden, anschließend Spontangärung mit eigenen Hefen – überwiegend im Holzfass (Fuder), zu kleinen Teilen im Edelstahl. Reife auf der Vollhefe, gefolgt von einer leichten Filtration vor der Füllung.

Im Glas

Ein nobles Bukett von Weinbergspfirsich, Quitte, Marille und reifem Apfel, dazu Wildkräuter, Zitronengras und ein Hauch Minze. Am Gaumen rassig und mit viel Substanz: Die Länge ist frappierend, die Säure wirbelt wie ein Sturm durch den Mund, und die Frucht bleibt stets präsent – getragen von einer herrlich erfrischenden, verführerischen Kalkstein-Mineralität.

Ein Musterbeispiel dafür, wie ein Riesling schmecken kann – und schmecken sollte.

Schon jung ein Genuss („der liebste Zechwein" des Winzers), zugleich über viele Jahre lagerfähig. Bei 10–12 °C servieren.

Am Tisch

Zu gebratenem Fisch und Meeresfrüchten, zu Geflügel und Kalb, zu Spargel sowie zu mild-würziger asiatischer Küche.


Lage: Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim; jüngere Reben der besten Kalkstein-Parzellen (Grosse Lagen, u. a. Dalsheimer Hubacker), Tonböden auf Kalkstein
Klassifikation: Rheinhessen, Riesling trocken (Gutswein-Stufe aus Grosse-Lagen-Parzellen)
Ausbau: Riesling; Ganztraubenpressung, Spontangärung überwiegend im Fuder, Reife auf der Vollhefe, leichte Filtration

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Georges Laval Garennes 13-23 Extra Brut BIO

Der Georges Laval Garennes 13-23 Extra Brut ist der zugänglichste Laval: Meunier, Pinot Noir und Chardonnay aus Cumières und Nachbarlagen, gestützt auf eine fortlaufende Reserve über viele Jahrgänge. Viele Jahre in einer Flasche.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Klar und rein in der Nase, die Reserve gibt Tiefe. Am Gaumen pur und mineralisch, mit präziser Säure und einer Tiefe, die man in einem Einstiegs-Champagner selten findet. Lang und klar im Abgang.

Mach was draus

Ein Aperitif mit Gougères, Muscheln, gebratener Fisch oder ein Brathähnchen. Auch zu Ziegenkäse passt er gut. Ein Champagner für den Freitagabend oder ein entspanntes Essen mit Freunden – und ein guter Einstieg, wenn du Laval kennenlernen willst. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Garennes ist mein Tipp für alle, die Laval zum ersten Mal probieren. Er zeigt den Stil, ohne gleich alles zu verlangen.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Was ist eine fortlaufende Reserve? Jedes Jahr kommt ein Teil des neuen Weins zur Reserve dazu, ein Teil wird entnommen. So reichen ältere Jahrgänge bis in die aktuelle Flasche.

Woher kommen die Trauben? Aus Parzellen in Chambrecy, Cumières und Hautvillers, alle im Marnetal.

Meunier, Pinot Noir, Chardonnay · Lagen in Chambrecy, Cumières, Hautvillers · fortlaufende Reserve · Extra Brut, 1 g/l Restzucker · Champagne Georges Laval, Cumières · Bio, FR-BIO-01 · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Schaumweine

Clandestin Boréal 2022

Der ClanDestin Boréal 2022 Brut Nature ist Pinot Noir von nach Norden ausgerichteten Hängen der Côte des Bar. Die Reben sind 20 bis 35 Jahre alt und stehen auf Kimmeridge-Kalk. Kühle Lage, kein Zucker – ein Blanc de Noirs mit viel Spannung, gekeltert von Benoît Doussot in Landreville.

Im Glas

Helles Gold, feine Perlen. Duft nach grünem Apfel, Birne und Zitrusfrüchten, im Hintergrund Haselnuss und geröstetes Brot. Im Mund seidig und straff zugleich, mit knackiger Säure und viel Salz. Ein langer, gerader Abgang von großer Klarheit.

Mach was draus

Austern, Sushi, Ceviche, gegrillte Garnelen oder ein feiner Ziegenkäse. Er ist ein Aperitif für Kenner und passt auch zum ersten Gang. Schön für einen Abend, an dem man Champagner einmal ganz pur erleben möchte. Servier ihn bei 8 bis 10 °C.

Janus FenskeJanus empfiehlt

„Boréal ist der kühlere der beiden Pinot Noirs. Zu Austern finde ich ihn großartig.“

Mehr über Janus, unseren Sommelier

Kurz gefragt

Wie wird er ausgebaut? Von Hand gelesen, als ganze Trauben gepresst und spontan in gebrauchten französischen Eichenfässern vergoren. Anschließend reift er 24 Monate auf der Feinhefe.

Was heißt Boréal? Boréal bedeutet „nördlich“. Die Trauben stammen von nach Norden ausgerichteten Lagen.

100 % Pinot Noir · Côte des Bar, Nordlagen · Kimmeridge-Kalk · Reben 20–35 Jahre · Ganztraubenpressung · Spontangärung im gebrauchten Eichenfass · 24 Monate Hefelager · Jahrgang 2022 · Brut Nature, ohne Dosage · Champagne ClanDestin, Landreville · Stand: Oktober 2026

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Spanien

Barbadillo Cream Sherry

Der fertige Oloroso wird mit dem Süßwein Moscatel oder Pedro Ximénez verschnitten. Der Cream von Barbadillo gehört zu den Feinsten und überzeugt durch seine elegante und lang anhaltende Art.

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Portugal

Feuerheerds Colheita 2011

Portwein · Douro (Portugal) · Colheita

Colheita Port (jahrgangsrein) Douro / Porto (Portugal) fassgereift (mind. 7 Jahre) süß · aufgespritet · 0,5 l 2011

Der Feuerheerd's Colheita 2011 von Barão de Vilar ist ein jahrgangsreiner, im Fass gereifter Tawny-Port aus dem Douro. Ein süßer, aufgespriteter Wein mit verschwenderischem Bukett, intensivem Gaumen und ewig langem Nachhall – in der 0,5-Liter-Flasche.


Colheita – jahrgangsreiner Tawny aus dem Douro

Colheita ist das portugiesische Wort für „Jahrgang"; Colheita-Portweine sind aufgespritete Rotweine aus einem einzigen Jahrgang. Von Gesetz wegen müssen sie mindestens sieben Jahre im Holzfass reifen, bevor sie gefüllt werden – viele Häuser lassen ihre besten Partien jedoch deutlich länger in alten, großen Fässern, bis sie ihre ideale Trinkreife erreicht haben.

So schlummern in den ehrwürdigen Kellern in Porto bemerkenswerte Schätze. Barão de Vilar führt diese Tradition mit der Marke Feuerheerd's fort.

Jahrgang 2011 – Douro

Herbst- und Winterregen des Vorjahres hatten die Bodenwasserspeicher gut auf den heißen, trockenen Sommer vorbereitet; die Wachstumsperiode verlief weitgehend problemlos. Der Hochsommer brachte jedoch sehr hohe Temperaturen bis nahe an einen Dürrezustand; einige Trauben gingen durch Sonnenbrand oder Rosinenbildung verloren. Erleichternde Regenfälle kamen Ende August bis Anfang September.

Ein fantastischer Altweibersommer brachte die Trauben zur vollen phenolischen Reife. Trotz reduzierter Erntemenge war die Qualität herausragend: hohe Fruchtkonzentration, ausgefeilte Tannine und eine grandiose Struktur prägen den 2011er.

Assemblage und Ausbau

Aufgespriteter Portwein aus traditionellen Douro-Rebsorten, Jahrgang 2011.

Die lange Reife in alten, großen Holzfässern verleiht dem Wein die typische Tawny-Aromatik und eine seidige Textur, bevor er gefüllt wird.

Im Glas

Bernsteinfarben mit Reife. In der Nase getrocknete Feigen, Datteln und Rosinen, Karamell und Toffee, Walnuss und Mandel, Orangenzeste und feine Gewürze. Am Gaumen süß und seidig, mit intensivem Geschmacksbild und einem ewig langen, delikaten Nachhall.

Getrocknete Früchte, Karamell und Walnuss über seidiger Süße – ein verschwenderisches Bukett mit ewig langem Nachhall.

Bei 14–16 °C servieren; nach dem Öffnen über Wochen haltbar. Für besondere Momente.

Am Tisch

Zu kräftigem und blauem Käse, dunkler Schokolade, Desserts und Nüssen – oder solo als Digestif. Ein Gaumenschmeichler für besondere Anlässe.


Lage: Douro / Porto (Portugal)
Klassifikation: Porto DOP – Colheita (jahrgangsreiner Tawny)
Ausbau: aufgespritet; jahrgangsrein, lange Reife im großen Holzfass

Mehr erfahren ...

Mehr erfahren ...
Produkt Bild

Weine

Domaine du Triptyque Bourgogne Chardonnay 2025 BIO

Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay

100 % Chardonnay Nördliches Yonne Ton-Kalk-Böden Handlese Spontangärung Bio-zertifiziert seit 2022

Bourgogne Chardonnay 2025 ist der zugänglichste Wein der Domaine du Triptyque – und der erste, der in einem frühen, heißen Jahr gewachsen ist. Nach dem Frost-Hagel-Mehltau-Jahr 2024 brachte 2025 die umgekehrte Belastungsprobe: Rekordfrüher Austrieb, zwei Hitzewellen um 40 °C, Lesebeginn im Chablisien bereits ab dem 18. August. Tommy Chevallier arbeitet hier mit denselben Mitteln wie bei seinen Chablis: Handlese, weinbergseigene Hefen, kaum Eingriffe.


Chardonnay im nördlichen Yonne

Die regionale Appellation Bourgogne ist im Yonne kein Restposten, sondern die historische Basis: Vor der Reblaus lieferte das Departement zwei Drittel aller burgundischen Weine, verschifft über Yonne und Seine nach Paris. Erst im 20. Jahrhundert schrumpfte die Fläche auf einen Bruchteil. Venoy, wo die Domaine du Triptyque ihren Sitz im Weiler Montallery hat, bekam das Recht auf die AOC Bourgogne 1988 zurück – der Ort liegt im Auxerrois, westlich der abgegrenzten Chablis-Parzellen, auf 120 bis knapp 290 Metern Höhe.

Geologisch ist es dieselbe Welt wie in Chablis: Sedimente des Oberjura, Mergel und Kalk, entstanden in einem flachen warmen Meer. Wo der tonreiche Kimmeridge ansteht, bleibt Wasser länger verfügbar; wo der härtere Portland-Kalk die Plateaus deckelt, sind die Böden flach und steinig. Beides hält die Wurzelzone kühl – der entscheidende Faktor auf knapp 48 Grad nördlicher Breite, wo Chardonnay spät reift und Säure behält.

Chevallier bewirtschaftet rund acht Hektar; zehn sind seine selbstgesetzte Obergrenze. Geschnitten wird nach Guyot Poussard, um die Saftbahnen zu schonen, ausgebrochen bewusst spät als Schutz gegen Spätfrost. Der Boden wird mechanisch bearbeitet, Herbizide kommen nicht zum Einsatz, der Pflanzenschutz beschränkt sich auf Schwefel und Kupfer, der Kompost stammt aus dem eigenen Betrieb. Entlaubt wird zurückhaltend, damit die Laubwand in Hitzephasen Schatten wirft – 2025 war genau das entscheidend. Gelesen wird von Hand, während im Chablisien rund neun von zehn Hektar maschinell geerntet werden.

Jahrgang 2025 – Chablisien und Auxerrois

Anders als es die Erzählung vom „schon wieder kleinen Jahrgang" nahelegt, gab es 2025 im nördlichen Burgund keinen nennenswerten Frühjahrsfrost. Der Austrieb setzte in den wärmsten Lagen schon Anfang April ein, ein kühlerer Mai bremste kurz, die Blüte lief dann um den 26. Mai in wenigen Tagen durch.

Der Ertragsverlust entstand danach. Ende Juni traf eine erste Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 °C in die Blütephase: Verrieselung und Millerandage, ungleichmäßiger Beerenansatz, lockere Trauben, teils winzige Beeren ohne Reifepotenzial. Die zweite Hitzewelle folgte vom 8. bis 18. August, ebenfalls um 40 °C. Die Beeren blieben klein, die Schalen dick, der Reifeverlauf beschleunigte sich stark. Véraison war bereits in der ersten Juliwoche zu sehen, die Lese begann ab dem 18. August – eine Frühreife, die im Chablisien kaum jemand aus der eigenen Laufbahn kannte. Hagelzellen Ende Juli trafen Teile des Grand Auxerrois; das Chablisien blieb weitgehend verschont.

Der letzte Einschnitt kam zum Monatswechsel: 120 bis 130 Millimeter Regen in 36 Stunden auf bereits reife Beeren. Schalen platzten, auf exponierten Parzellen setzte sich Botrytis fest. Wer früh gelesen hatte, brachte gesundes Material herein; wer auf mehr Substanz wartete, zahlte dafür. Die offizielle Bilanz nennt für Chablis rund 300.000 Hektoliter und Erträge um 50 bis 55 hl/ha, einzelne Güter meldeten unter 40 hl/ha – nach 2021 und 2024 die dritte kleine Ernte in fünf Jahren.

Das Ergebnis teilt sich nach Lesezeitpunkt: früh geerntete Partien mit frischer Frucht und tragender Säure, späte runder und mit exotischerem Ton. Der Gesundheitszustand des eingebrachten Leseguts wird überwiegend als gut beschrieben.

Handlese, weinbergseigene Hefen, Ausbau ohne Holzprägung

Die Trauben gehen in den 2023 fertiggestellten Keller in Venoy, einen Holzbau mit Miscanthus-Dämmung und Photovoltaik auf dem Dach. Die alkoholische Gärung startet mit den Hefen, die von den Trauben mitkommen; Schwefel setzt Chevallier sehr sparsam ein, weitere Zusätze verwendet er nicht.

Im Keller stehen Edelstahltank, Holzfass, Betontank, Betonei und Terrakotta-Amphore nebeneinander – Beton bevorzugt er wegen der thermischen Trägheit und der langsamen Sauerstoffzufuhr, ohne dass Aroma ins Spiel kommt. Der Bourgogne blanc ist im Sortiment der Wein für den frühen Zugriff: keine erkennbare Holzprägung, kürzere Reife als bei den Chablis-Cuvées, Fokus auf Frucht und Säurestruktur.

Im Glas

Helles Gelb mit grünlichem Schimmer. In der Nase Zitrone und weißer Pfirsich, dahinter eine knappe kreidige Note – die Frucht ist deutlicher ausgeprägt als bei den Chablis des Guts, was dem warmen Jahr entspricht.

Am Gaumen schlank gebaut, mit klarer Kontur und einer Säure, die den Wein trotz der Reife des Jahrgangs zusammenhält. Die dickeren Beerenschalen von 2025 geben dem Mundgefühl eine leichte Griffigkeit, ohne dass Phenolik hervortritt. Der Abgang bleibt trocken und salzig, mit moderater Länge.

Ein Chardonnay aus einem heißen Jahr, dem die frühe Lese die Säure gerettet hat – nicht breit, sondern gerade.

Am Tisch

Der Wein für den Alltag, nicht für den Anlass: Gougères, Quiche, Flammkuchen, Räucherforelle, Geflügelsalat. Zu Fisch passt alles Gebratene mit Zitrone, weniger die schweren Sahnesaucen. Auch Spargel mit Butter funktioniert, weil die Säure gegen die Süße der Stangen arbeitet.

Beim Käse Richtung Ziegenkäse aus dem Yonne oder junger Comté. Serviert bei 10 bis 12 °C, geöffnet ohne Dekanter – der Wein zeigt sich sofort.


Produzent Domaine du Triptyque, Tommy Chevallier, Venoy

Rebsorte 100 % Chardonnay

Lage Chardonnay-Parzellen im nördlichen Yonne, Ton-Kalk-Böden des Oberjura

Klassifikation AOC Bourgogne

Jahrgang 2025

Vinifikation Handlese, Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, sehr niedrige Schwefelgaben

Ausbau ohne prägenden Holzeinsatz, frühe Füllung

Flaschengröße 0,75 l

Trinkempfehlung 2026 bis 2029

Zertifizierung biologischer Anbau, zertifiziert seit 2022, FR-BIO-10

Mehr erfahren ...