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Spanien

Marques de Riscal Baron de Chirel Reserva 1994

Rotwein · Rioja DOCa · Tempranillo-Cabernet-Cuvée

Tempranillo / Cabernet Sauvignon Rioja DOCa Barón de Chirel Reserva Rioja Alavesa alte Reben 26 Monate Eiche 1994

Der Marqués de Riscal Barón de Chirel Reserva 1994 ist eine gereifte Spitzen-Cuvée aus alten Reben der Rioja Alavesa – weich, mit immenser Länge und gekonntem Holzeinsatz. Ein Wein, den man getrunken haben muss, wenn man sich ernsthaft mit der Rioja beschäftigt.


Barón de Chirel – Riscals Spitzen-Cuvée

Marqués de Riscal, 1858 in Elciego gegründet, war die erste Kellerei der Rioja, die nach dem Bordeaux-Vorbild arbeitete – inklusive der historischen Pflanzung von Cabernet Sauvignon, der hier aus genau diesen historischen Gründen bis heute erlaubt ist. Der Barón de Chirel erschien erstmals 1986 als experimentelle Abfüllung aus einer Selektion sehr alter, ertragsarmer Reben und gilt als einer der Wegbereiter des modernen Rioja-Stils.

Er entsteht nur in herausragenden Jahrgängen aus alten Reben der Rioja Alavesa rund um Elciego, auf tonig-kalkigen Böden und Kiesterrassen über Kalkstein in 450 bis 550 Metern Höhe. Die Cuvée verbindet hochgelegenen Tempranillo mit einem markanten Anteil Cabernet Sauvignon – das Beste aus Rioja und Bordeaux in einem Wein.

Jahrgang 1994 – Rioja

1994 gilt als einer der großen Rioja-Jahrgänge der 1990er Jahre – ein hervorragendes Jahr mit gesundem, vollreifem Lesegut und idealen Bedingungen für langlebige, tiefgründige Weine. Über drei Jahrzehnte Flaschenreife haben dem Barón de Chirel seine ganze Komplexität und seidige Reife geschenkt.

Assemblage und Ausbau

Cuvée aus überwiegend Tempranillo mit einem markanten Anteil Cabernet Sauvignon, Jahrgang 1994, trocken.

Selektion sehr alter, ertragsarmer Reben, anschließend rund 26 Monate Reife im Eichenfass, gefolgt von langer Flaschenreife. Der Holzeinsatz ist gekonnt und fein integriert – er stützt die Frucht, ohne sie zu überlagern.

Im Glas

Reife Frucht- und gedörrte Pflaumenaromen entströmen dem Glas schon kurz nach dem Einschenken. Mit etwas Luft gewinnen intensive Aromen dunkler Früchte die Oberhand, und der Wein gewinnt deutlich an Finesse. Ein weicher Wein mit immenser Länge und gekonntem Holzeinsatz, getragen von seidigen, vollständig gereiften Tanninen.

Ein Wein, den man getrunken haben muss, wenn man sich ernsthaft mit Weinen aus der Rioja beschäftigt.

Ein gereifter Wein dieses Alters sollte stehend gelagert, vorsichtig geöffnet und behutsam dekantiert werden. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu Braten und Schmorgerichten, zu rotem Fleisch sowie zu gereiften Hartkäsen – ein Wein für den großen, festlichen Anlass.


Lage: Rioja DOCa, Rioja Alavesa rund um Elciego (Spanien); tonig-kalkige Böden und Kiesterrassen über Kalkstein, 450–550 m, alte Reben
Klassifikation: Rioja DOCa Reserva, Barón de Chirel (trocken)
Ausbau: Tempranillo mit Cabernet Sauvignon; ~26 Monate Eichenfass, lange Flaschenreife

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Italien

Montevertine 2020

Rotwein · Toscana IGT · Sangiovese

Sangiovese mit Canaiolo Toscana IGT Radda in Chianti Montevertine 24 Monate slawonische Eiche 2020

Der Montevertine 2020 ist der gleichnamige Flaggschiff-Wein einer Kult-Adresse aus Radda in Chianti – ein Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, der durch Eleganz und Vielschichtigkeit besticht. Filigran und saftig zugleich. Ein Wein mit Schliff.


Montevertine – Kult-Sangiovese aus Radda

Montevertine liegt rund 3 km südlich von Radda in Chianti, auf einem 425 Meter hohen Hügel mit steinigen, kalk- und mergelreichen Böden (Galestro, Alberese) – ein Terroir, das dem Sangiovese ein besonders frisches, feines Profil verleiht. Sergio Manetti verließ 1981 das Chianti-Classico-Konsortium, weil er keinen Trebbiano in den Verschnitt geben wollte; seither etikettiert das Gut konsequent als Toscana IGT. Heute führt Martino Manetti das Weingut im traditionellen, kompromisslosen Stil weiter.

Der gleichnamige Wein „Montevertine" ist das Aushängeschild des Guts. Die Trauben stammen vor allem aus einer 2,5 Hektar großen, südost- bis südexponierten Parzelle mit überwiegend 1982 gepflanzten Reben unterhalb des Hauses.

Jahrgang 2020 – Toscana

2020 brachte in der Toskana einen ausgewogenen, eher klassisch gefärbten Sangiovese-Jahrgang mit reifer Frucht und feiner Frische. Im Montevertine ergibt das einen eleganten, vielschichtigen Wein mit geschliffener Struktur und harmonischer Balance.

Assemblage und Ausbau

Sangiovese, verschnitten mit Canaiolo, aus dem Jahrgang 2020, Toscana IGT, trocken.

Spontane Gärung mit anschließender Maischestandzeit im Betontank (rund drei Wochen), danach reift der Wein 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Abfüllung traditionell, ungefiltert.

Im Glas

Er besticht durch seine Eleganz und die Vielschichtigkeit der Aromen – rote Kirsche und Himbeere, dazu Kräuter, balsamische Anklänge und feine Lakritznoten. Am Gaumen mundet er filigran und saftig zugleich, mit feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen und vibrierender Frische im langen Abgang. Ein Wein mit Schliff.

Elegant und vielschichtig, filigran und saftig zugleich – ein Wein mit Schliff.

Schon jetzt zugänglich, mit großem Reifepotenzial über viele Jahre; profitiert vom Dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu toskanischen Klassikern wie Bistecca und geschmortem Rind, zu Wild und Lamm, zu Pasta mit Fleischsugo sowie zu gereiftem Pecorino.


Lage: Toscana IGT, Radda in Chianti (Toskana, Italien); ~425 m, steinige Kalk-Mergel-Böden (Galestro/Alberese); Hauptparzelle 2,5 ha, Reben überwiegend 1982
Klassifikation: Toscana IGT, Sangiovese mit Canaiolo (und Colorino) (trocken)
Ausbau: Gärung im Betontank, 24 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, ungefiltert

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Weine

Marguet Oger Grand Cru 2020 Brut Nature BIO

Champagner · Oger Grand Cru · Chardonnay · Brut Nature · Bio

Marguet Oger Grand Cru Brut Nature ist ein reinsortiger Bio-Champagner aus 100 % Chardonnay aus dem Grand-Cru-Dorf Oger. Benoît Marguet zeigt hier erneut sein Gespür für große, kompromisslose Champagner. Bemerkenswert reif und harmonisch für einen Wein ohne Dosage. Im Glas noch jugendlich, kreidig und mineralisch.


Oger Grand Cru

Oger ist eine als Grand Cru klassifizierte Gemeinde der Côte des Blancs, dem Kerngebiet des Chardonnay. Die reinen Kreideböden verleihen dem Wein seine kreidige Mineralität und Spannung. Benoît Marguet arbeitet biodynamisch; der Wein ist Bio-zertifiziert (Öko-Kontrollstelle FR-BIO-01).

Rebsorte und Ausbau

Der Champagner besteht zu 100 % aus Chardonnay (Blanc de Blancs) aus Oger. Der Ausbau folgt der naturnahen Handschrift des Hauses; abgefüllt ohne Dosage als Brut Nature.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. In der Nase noch jugendlich und zurückhaltend, mit Zitronenschale und Kreide. Am Gaumen jung, aber bemerkenswert reif und harmonisch; Zitrusfrucht und Mineralität prägen das Bild, ehe ein feiner, leicht toastiger Abgang folgt. Ein Champagner mit Spannung und Entwicklungspotenzial.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; bereits jetzt sehr gut, mit weiterem Reifepotenzial. Als Apéritif oder als Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: Austern, Meeresfrüchte, Fisch und feine Vorspeisen.


Lage: Oger Grand Cru, Côte des Blancs (Champagne); Kreide
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru, Brut Nature, Blanc de Blancs
Ausbau: 100 % Chardonnay, naturnaher Ausbau, ohne Dosage

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Länder/Regionen

La Baume Cabernet Sauvignon Les Thermes

Rotwein · Cabernet Sauvignon · Languedoc · Frankreich

Domaine de la Baume Les Thermes Cabernet Sauvignon ist ein kräftiger Rotwein aus dem Languedoc in Südfrankreich. Im Farbspiel ein dunkles Rubinrot, mit kräftiger Nase von frischen und gereiften schwarzen Früchten. Im Glas gut strukturiert, mit strammen Tanninen und schöner Länge.


Languedoc

Die Domaine de la Baume liegt im Languedoc in Südfrankreich. Das warme, mediterrane Klima und die vielfältigen Böden bringen reife, kräftige Weine hervor. Der Wein trägt die Bezeichnung Pays d'Oc.

Rebsorte und Ausbau

Der Wein besteht aus Cabernet Sauvignon. Der Ausbau im Holzfass verleiht ihm holzige Noten, Kaffeearomen und eine gut strukturierte Tanninstruktur.

Im Glas

Dunkles Rubinrot. Kräftige Nase von frischen und zugleich gereiften schwarzen Früchten wie Brombeeren und Johannisbeeren, verbunden mit holzigen Noten und Aromen von Kaffeebohnen. Am Gaumen frische schwarze Früchte mit Johannisbeernote, gefolgt von einem gut strukturierten Finish mit strammen Tanninen. Schöne Länge im feinen Abgang.

Am Tisch

Bei 16–18 °C servieren; eine kurze Belüftung tut dem Wein gut.

Klassische Begleitung: Rind, Lamm, Grillfleisch und gereifter Käse.


Lage: Languedoc (Frankreich)
Klassifikation: Pays d'Oc IGP – Cabernet Sauvignon
Ausbau: Cabernet Sauvignon, Holzfassreife

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Schaumweine

Champagne La Closerie Jérôme Prévost Grand Cru LC23

Champagner · Grand Cru · Chardonnay & Pinot Noir · Jahrgang

Jérôme Prévost Grand Cru LC23 ist eine außergewöhnliche Cuvée, die 50 % Chardonnay aus der Grand-Cru-Lage Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs mit 50 % Pinot Noir aus der Grand-Cru-Lage Puisieulx an der Montagne de Reims vereint. Jérôme Prévost stellt ausschließlich Jahrgangschampagner her – echte Unikate. Im Glas tiefe Eleganz und weitreichende Finesse.


Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx

Der Chardonnay stammt aus dem Grand-Cru-Dorf Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs, der Pinot Noir aus der Grand-Cru-Lage Puisieulx an der Montagne de Reims, nahe Verzenay. Beide Lagen zählen zu den renommiertesten der Champagne und verleihen dem Champagner Tiefe und Mineralität.

Assemblage und Ausbau

Die Cuvée vereint 50 % Chardonnay und 50 % Pinot Noir. Die vollreifen Trauben werden so spät wie möglich von Hand gelesen und in Burgunder-Barriques unterschiedlicher Größe vergoren. Gemäß Prévosts Philosophie gibt es keine Zusätze – weder Hefe noch Zucker. Nach der Abfüllung reift der Champagner 18 bis 24 Monate auf der Feinhefe; ohne Dosage.

Im Glas

Helles Gold mit feiner Perlage. Ein vielschichtiger Champagner von tiefer Eleganz und weitreichender Finesse, geprägt von der Komplexität des Holzausbaus und einer feinen mineralischen Spannung. Der Abgang ist lang.

Am Tisch

Gut gekühlt bei 8–10 °C servieren; etwas Zeit im Glas lohnt sich. Als Apéritif oder als anspruchsvoller Speisenbegleiter.

Klassische Begleitung: edler Fisch, Meeresfrüchte, Geflügel und gereifter Käse.


Lage: Le Mesnil-sur-Oger & Puisieulx (Grand Cru), Champagne
Klassifikation: Champagne AOC – Grand Cru (Jahrgang)
Ausbau: Spontangärung, Burgunder-Barriques, 18–24 Monate Feinhefe, ohne Dosage

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Weine

Sierra de Tolono NAHIKUN Tempranillo 2022 BIO

Rotwein · Rioja Alavesa · Tempranillo

100 % Tempranillo Nahikun Sierra de Toloño (Sandra Bravo) Villabuena de Álava · 5 Mikro-Lagen über 80 J. Reben · ~200 g/Stock 1 Jahr gebrauchtes franz. Barrique BIO (ES-ECO-026-VAS) nur 676 Flaschen · 2022

Der Sierra de Toloño Nahikun Tempranillo 2022 ist ein reinsortiger Rioja von über 80 Jahre alten Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava. Ein Wein von Dichte, Eleganz und Feinheit – ein schlafender Riese, der schon heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.


Nahikun Tempranillo – alte Reben aus Villabuena

Sierra de Toloño ist das Projekt von Sandra Bravo. Nach Stationen in Bordeaux, der Toskana, Neuseeland, Kalifornien und sieben Jahren im Priorat kehrte sie in die Rioja Alavesa zurück, um in den höchsten und ältesten Lagen der Region herkunftsgetreue Weine zu erzeugen – minimalistisch, biologisch und biodynamisch, mit schonender Handarbeit und kaum Schwefel.

Die Tempranillo-Reben für den Nahikun wachsen in Villabuena de Álava auf fünf verschiedenen Mikro-Lagen und sind über 80 Jahre alt. Der Ertrag von nur rund 200 Gramm pro Rebstock ist minimal und bildet die Grundlage für die außergewöhnliche Qualität und Konzentration dieses Weins.

Jahrgang 2022 – Rioja Alavesa

2022 brachte in der Rioja durchgängig warme Temperaturen und erforderte ein sensibles Gespür für die richtige Laubarbeit. Höhenlagen mit altem Rebbestand profitierten klar gegenüber den Tallagen; Tempranillo schnitt besonders in höheren Lagen sehr gut ab. Trotz der sengenden Sommerhitze und aller Besorgnis im Vorfeld übertreffen die Weine die Erwartungen bei Weitem – sie präsentieren sich in einer reifen, genussreifen Phase, hier bewahrt durch Höhe und altes Rebmaterial mit Frische und Spannung.

Ausbau

Reinsortiger Tempranillo von über 80-jährigen Reben aus fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Jahrgang 2022, trocken.

Die Trauben werden von Hand gelesen; der Ausbau erfolgt über ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche, ohne prägenden Holzton. Die Reben werden biologisch/biodynamisch bewirtschaftet (ES-ECO-026-VAS). Gesamtproduktion: nur 676 Flaschen.

Im Glas

Der Wein zeichnet sich durch seine Dichte, Eleganz und Feinheit aus. Sehr feine dunkle, rote Früchte, ein Hauch von Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen verschmelzen zu einem einheitlichen Kosmos. Rauchige Noten, Wildheit und harmonische Tannine runden das Profil ab. Eine spielerische, kräftige Säure verleiht Länge und erzeugt ein durstlöschendes Finale. Ein schlafender Riese, der bereits heute die Pracht und Größe eines großen Rotweins aus der Rioja Alavesa zeigt.

Dichte, Eleganz und Feinheit: feine dunkle und rote Früchte, ein Hauch Holzwürze, Wald- und Wiesenaromen, rauchige Noten und harmonische Tannine – eine spielerische Säure verleiht Länge und ein durstlöschendes Finale.

Ein schlafender Riese mit großem Reifepotenzial; jung gern dekantieren. Bei 16–18 °C servieren.

Am Tisch

Zu Lamm und Wild, zu gegrilltem und geschmortem Rind, zu kräftigen Schmorgerichten sowie zu Pilzgerichten und gereiftem Käse.


Lage: fünf Mikro-Lagen in Villabuena de Álava, Rioja Alavesa (Spanien); über 80 Jahre alte Reben; Ertrag nur ~200 g/Rebstock
Klassifikation: DOCa Rioja; 100 % Tempranillo (trocken)
Ausbau: Handlese, ein Jahr in gebrauchten Barriquefässern aus französischer Eiche; biologisch/biodynamisch, ES-ECO-026-VAS; 676 Flaschen

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Weine

Domaine Trapet Schoenenbourg Riesling Grand Cru 2014

Weißwein · Alsace Grand Cru · Riesling

Riesling Alsace Grand Cru Schoenenbourg Riquewihr / Zellenberg Biodynamie (Demeter) 2014 13,00 % vol

Der Domaine Trapet Schoenenbourg Riesling Grand Cru 2014 ist ein außergewöhnlicher, gereifter Elsässer Riesling – noch jugendlich frisch, vollmundig, mit mineralischer Präzision, feiner Würze und beeindruckender Spannung.


Schoenenbourg – Grand Cru über Riquewihr

Die Grand-Cru-Lage Schoenenbourg zieht sich über die sonnenverwöhnten Südhänge oberhalb von Riquewihr und Zellenberg und steigt steil von 265 auf 380 Meter über dem Meeresspiegel an. Mit fast 54 Hektar zählt sie zu den größeren der 51 Grand-Cru-Lagen des Elsass. Die südliche Ausrichtung beschert den Reben Sonne über den ganzen Vormittag und frühen Nachmittag – ideal für optimale Reife.

Die Böden sind vielfältig und prägen den Charakter der Weine: vorherrschend Mergel (lokal Keuper), oft von einer feinen Sandschicht überzogen, durchzogen von Gips – ein Relikt aus der Zeit, als die Region vor über 150 Millionen Jahren vom Meer bedeckt war. Dieser Mix sorgt für die besondere mineralische Note und eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Das kontinentale Klima mit geringen Niederschlägen und dem Schutz der Vogesen macht die Sommer hier zu den trockensten und wärmsten Nordfrankreichs.

Jahrgang 2014 – Elsass

2014 war im Elsass ein kühlerer Jahrgang: nach einem wechselhaften, regnerischen Sommer brachte ein sonniger, trockener Herbst mit kühlen Nächten die Rettung. Gerade beim Riesling entstanden so rassige, präzise Weine mit lebhafter Säure, klarer Frucht und ausgeprägter Mineralität.

Solche Jahrgänge gelten beim Riesling als besonders langlebig. Mit rund einem Jahrzehnt Flaschenreife zeigt der Schoenenbourg seine ganze Tiefe – die jugendliche Frische ist erhalten, ergänzt um reife, vielschichtige Aromen.

Ausbau

Reinsortiger Riesling aus dem Jahrgang 2014, trocken, 13,00 % vol.

Sorgfältige Parzellen-Selektion, langsame Spontangärung mit indigenen Hefen ohne Zusätze, Reife in alten Foudres auf der Feinhefe. Reduzierter Schwefeleinsatz für einen möglichst reinen Ausdruck von Rebsorte und Terroir. Biodynamie (Demeter), FR-BIO-01.

Im Glas

Trotz seiner elf Jahre noch jugendlich frisch und vollmundig, mit dezenten Reifenoten und einem Hauch Honig. Eine offene, einladende Nase von beeindruckender Intensität: gelbe Zitrone und Orange treffen auf duftende weiße Blüten, mit Luft dazu kandierte Ananas und eine feine, rauchig-mineralische Note. Am Gaumen seidig und fast cremig, getragen von kompakter Säure und einer zarten Fruchtrestsüße, die den Wein umspielt, ohne ihn süß wirken zu lassen – er bleibt trocken.

Ein perfekt ausbalancierter Riesling mit Tiefe, Finesse und einem außergewöhnlichen Ausdruck seines Terroirs.

Der lange Abgang ist von mineralischer Präzision und Energie geprägt; die feinen, lagentypischen Bitterstoffe fügen sich harmonisch ein und schaffen beeindruckende Spannung. Bei 11–13 °C servieren.

Am Tisch

Zu Hummer und Langustinen, zu gebratenem Fisch mit feiner Sauce, zu Geflügel oder Kalb mit Pilzen sowie zu mittelreifem Munster oder gereiftem Comté.


Lage: Alsace Grand Cru Schoenenbourg, Riquewihr/Zellenberg (Frankreich); Südhang, 265–380 m Höhe, Keupermergel mit Sand und Gips
Klassifikation: Alsace Grand Cru AOC, Riesling (trocken)
Ausbau: Riesling; Spontangärung mit indigenen Hefen, alte Foudres, Feinhefe, reduzierter Schwefel; Biodynamie (Demeter)

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Spanien

Envinate Táganan Margalagua tinto 2020

Rotwein · Teneriffa · Táganan (Anaga) · Field Blend

Negramoll & Listán Negro (~90 %) 10 % Listán Blanco Teneriffa · Táganan (Anaga) Parcela Margalagua Envínate roter Basalt · eisenhaltig 100 % Ganztraube · ohne Schwefel nur 1.500 Flaschen 2020

Der Envínate Táganan Parcela Margalagua 2020 ist ein Einzellagen-Rotwein aus dem Anaga-Massiv, gewachsen auf seltenem rotem Eisenbasalt. Floral, leicht und elegant, mit salziger Mineralität und feinen Tanninen – ein präziser Vulkan-Rotwein mit nur 12 % vol. Nur 1.500 Flaschen.


Margalagua – Einzellage auf rotem Basalt

Envínate („wine yourself") ist das Kultprojekt von vier befreundeten Önologen – Roberto Santana, Alfonso Torrente, Laura Ramos und José Martínez. Auf Teneriffa arbeitet das Team konsequent im Anaga-Massiv im Nordosten der Insel, einer der ältesten und steilsten Weinregionen der Kanaren – mit uralten, wurzelechten Reben auf alten Terrassen, die die Reben vor den harschen Atlantikwinden schützen.

Die Einzelparzelle Margalagua wird seit 2012 separat ausgebaut, weil sie eine sehr starke Persönlichkeit hat. Sie steht auf rotem Basalt mit hohem Eisengehalt – ungewöhnlich für die sonst schwarzen Vulkanböden der Insel. Das Eisen gibt dem Wein seine Farbe und, so das Team, besonders feine Tannine. Der Charakter ist daher weniger Kraft als Eleganz und Tiefe.

Jahrgang 2020 – Teneriffa

2020 war sehr trocken und ertragsschwach, brachte aber besonders frische Weine: moderate 12 % vol, niedriger pH und höhere Säure sorgen für Spannung und Eleganz. Im Margalagua ergibt das einen besonders floralen, präzisen und vielschichtigen Jahrgang von feiner Tiefe.

Assemblage und Ausbau

Field Blend aus rund 90 % Negramoll und Listán Negro sowie 10 % Listán Blanco, aus dem Jahrgang 2020, Teneriffa (Anaga), trocken.

Gärung mit 100 % Ganztrauben und Wildhefen; anschließend Ausbau auf der Hefe in gebrauchten, neutralen 228-Liter-Eichenfässern – ohne Abstich und ohne Schwefelzusatz. Nur 12 % vol.

Im Glas

Eine helle, durchscheinende Farbe – Ausdruck des roten, eisenhaltigen Basalts und der nur 12 % vol. In der Nase rote Beeren und florale Anklänge, dazu eine feine vulkanische Würze. Am Gaumen leicht und doch fest, mit lebendiger Säure, salzig-mineralischem Zug und feinkörnigen, gut eingebundenen Tanninen. Der Abgang ist klar, frisch und langanhaltend – ein eleganter Höhen-Rotwein, der Trinkfluss und Tiefe verbindet.

Leicht und doch fest – rote Frucht, florale Würze, salzig-mineralischer Zug und feinkörnige Tannine.

In der Jugend 30–45 Minuten dekantieren; mit gutem Reifepotenzial. Bei 15–17 °C servieren.

Am Tisch

Zu Ziegenfrischkäse, zu gegrilltem Fisch mit Haut sowie zu Papas arrugadas con mojo. Funktioniert mit genügend Zeit im Glas auch als Solist.


Lage: Teneriffa, Táganan/Anaga, Parcela Margalagua (Kanaren, Spanien); roter, eisenhaltiger Basalt, alte geschützte Terrassen; uralte wurzelechte Reben
Klassifikation: Rotwein (Field Blend), Teneriffa; ~90 % Negramoll und Listán Negro, 10 % Listán Blanco (trocken); nur 1.500 Flaschen
Ausbau: 100 % Ganztraube, Wildhefen, Ausbau auf der Hefe in gebrauchten neutralen 228-l-Fässern, ohne Abstich und ohne Schwefelzusatz

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