Detailbeschreibung
Champagner · Grand Cru · Extra Brut
Der Jérôme Prévost La Closerie Grand Cru LC23 ist die Cuvée, mit der Prévost über Gueux und den Meunier hinausgeht: Chardonnay aus Le Mesnil-sur-Oger an der Côte des Blancs und Pinot Noir aus Puisieulx in der Montagne de Reims – beides Grand-Cru-Gemeinden. Das Kürzel LC23 steht für La Closerie und den Basisjahrgang 2023.
Le Mesnil-sur-Oger und Puisieulx – zwei Grand Crus
Le Mesnil-sur-Oger im Süden der Côte des Blancs steht auf reiner Belemnitenkreide und bringt straffen, salzigen Chardonnay mit viel Säure. Puisieulx liegt am Nordrand der Montagne de Reims nahe Sillery und liefert Pinot Noir mit Struktur und roter Frucht. Beide Gemeinden sind als Grand Cru klassifiziert.
Den Grand Cru gibt es erst seit dem Basisjahrgang 2019. Das Verhältnis von Chardonnay und Pinot Noir wechselt von Release zu Release.
Jérôme Prévost übernahm die Parzelle Les Béguines in Gueux von seiner Großmutter 1987. Ab 1998 vinifizierte er mit Unterstützung von Anselme Selosse in dessen Keller in Avize; seit 2001 arbeitet er in Gueux. Heute führt er La Closerie gemeinsam mit Agnès Prévost.
Jahrgang 2023 – Champagne
2023 brachte der Champagne eine sehr große Ernte. Der Mehltau blieb bis zum Farbumschlag weitgehend unter Kontrolle. Ende Juli setzte starker Regen ein, eine kühle, nasse Phase dauerte bis Mitte August und brachte erste Botrytis. Danach stiegen die Temperaturen wieder, Anfang September folgte eine Hitzewelle. Die Lese lief in den meisten Lagen vom 4. bis 20. September.
Die Trauben waren im Schnitt 220 Gramm schwer – ein Rekord für die Champagne. Erlaubt waren 11.400 kg/ha, die Winzer konnten also streng auslesen. Der Chardonnay kam gesund und reif herein, beim Pinot Noir war die Reife ungleichmäßiger und verlangte genaue Selektion. 2023 ergibt saftige, fruchtbetonte Grundweine mit moderatem Alkohol.
Im Holz vergoren, ohne Zusätze
Die Trauben werden spät und von Hand gelesen. Der Most gärt spontan mit wilden Hefen in gebrauchten Burgunderfässern und reift dort auf der Hefe. Nach der Flaschengärung wird der Champagner als Extra Brut mit sehr wenig Dosage gefüllt.
Im Glas
Hellgold, feine Perlage. In der Nase Zitruszeste, weiße Blüten und Birne, dazu Marzipan, Minze und ein Hauch weißer Pfeffer. Am Gaumen straff und präzise: Der Chardonnay aus Le Mesnil gibt Kreide und Säure, der Pinot Noir aus Puisieulx Tiefe und Griff; der Jahrgang 2023 bringt saftige Frucht. Der Abgang ist salzig, kreidig und lang.
Kreide aus Le Mesnil, Pinot Noir aus Puisieulx, im Burgunderfass vergoren: Prévosts Blick auf die großen Lagen der Champagne.
Bei 10–12 °C im großen Weißweinglas servieren und ihm Zeit geben. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2034.
Am Tisch
Zu Jakobsmuscheln, Steinbutt in Beurre blanc, Hummer oder Bresse-Huhn mit Morcheln. Beim Käse zu gereiftem Comté oder Beaufort.