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Produktinformationen "Julian Haart Pinot Noir 2024"

Rotwein · Pinot Noir · Trocken

Pinot Noir Mosel 2024 Rotwein trocken Devonschiefer Junge Reben Sehr kleine Menge

Der Julian Haart Pinot Noir 2024 ist die Ausnahme im Sortiment eines Guts, das sonst ausschließlich Riesling erzeugt. Julian Haart bewirtschaftet rund fünf Hektar in Piesport an der Mittelmosel. Die Pinot-Parzelle füllte er zunächst als Rosé ab; erst mit zunehmendem Alter der Reben entschied er sich für die erste Rotweinabfüllung. Die Mengen sind entsprechend klein.


Pinot Noir auf Mosel-Devonschiefer

Die Mosel ist Rieslingland: 94 Prozent der Rebfläche entfallen auf weiße Sorten, Rotwein ist die Randerscheinung. Was Pinot Noir hier trotzdem interessant macht, ist der Untergrund. Devonschiefer speichert Tageswärme und gibt sie nachts zurück, ist mager und wasserdurchlässig und zwingt die Wurzeln tief. Für eine dünnhäutige, früh reifende Sorte wie Pinot Noir bedeutet das: geringe Beerengröße, hohe Schalenanteile, wenig überschüssige Vegetation.

Der zweite Faktor ist die Temperatur. Die Mittelmosel liegt kühler als die etablierten deutschen Pinot-Regionen an Ahr, Baden oder in der Pfalz. Das begrenzt die Zuckerreife und damit den Alkohol, erhält aber Säure und Aromatik – ein Profil, das eher in Richtung burgundischer Kühle geht als zu dichten, extraktreichen deutschen Spätburgundern. In warmen Jahren wird dieser Standortnachteil zum Vorteil.

Julian Haarts Pinot-Reben sind jung – gepflanzt in der Phase, in der er den Betrieb ab 2010 aufbaute. Die ersten Jahrgänge gingen bewusst in den Rosé, weil das Traubenmaterial für einen Rotwein noch nicht die nötige Struktur hatte. Der Wechsel zur Rotweinabfüllung war eine Entscheidung über den Reifezustand der Anlage, nicht über die Nachfrage.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein Jahr der Schadensbegrenzung. Auf den Austrieb folgte im April ein Frosteinbruch, im Mai großflächiger Hagel. Von Frühjahr bis Herbst fielen häufige Niederschläge, die Peronospora und Oidium ideale Bedingungen boten – der Pflanzenschutz- und Laubarbeitsaufwand lag weit über dem Normalmaß. In Saar, Ruwer und im Raum Trier fiel die Ernte teilweise vollständig aus. Julian Haarts Lagen an der Mittelmosel blieben vom Frost verschont.

Die Reben entwickelten sich verzögert, die Lese zog sich über gut zwei Monate von Ende August bis Ende Oktober; die Burgundersorten wurden ab Mitte September gelesen. Die Erntemenge des Anbaugebiets lag bei rund 510.000 Hektolitern – 30 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt und die kleinste Ernte seit fünfzig Jahren. Bei den roten Sorten fiel die Bilanz noch deutlicher aus: Die Rotmostmenge sank auf etwa 30.000 Hektoliter, weniger als die Hälfte des Vorjahres. Qualitativ gilt 2024 als klassischer, kühler Moseljahrgang mit moderatem Alkohol – für Pinot Noir heißt das helle Farbe, klare Frucht, tragende Säure statt Wucht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir von der Mosel, Jahrgang 2024, trocken ausgebaut. Die Bewirtschaftung erfolgt nach organischen Prinzipien, gelesen wird von Hand. Aus dem Jahrgang steht nur eine sehr kleine Menge zur Verfügung – eine Folge sowohl der jungen Rebanlage als auch der Ertragssituation des Jahres.

Die Gärung startet spontan mit der weinbergseigenen Hefeflora, der Ausbau erfolgt im gebrauchten Holzfass ohne Neuholzeinfluss – dieselbe Handschrift wie bei den Rieslingen des Guts: das Fass als Sauerstoffregler, nicht als Aromaquelle. Ziel ist ein Rotwein, der die Kühle des Standorts abbildet, statt sie durch Extraktion oder Holz zu überdecken.

Im Glas

Helles Rubinrot mit leicht durchscheinendem Rand – die Farbe eines kühlen Standorts, nicht eines extraktarmen Weins. In der Nase Sauerkirsche, Himbeere und Preiselbeere, dahinter Rosenblatt, ein erdiger Ton und der rauchige Schieferzug. Am Gaumen schlank gebaut, feinkörniges Tannin, die Säure führt und hält den Wein straff. Wenig Süße, kein Holzaroma, mittlerer Abgang mit salzigem Nachhall.

2024 sank die Rotmostmenge an der Mosel auf rund 30.000 Hektoliter – weniger als die Hälfte des Vorjahres.

Bei 14 bis 16 °C servieren, kühler als üblich für Pinot Noir. Eine halbe Stunde im Glas oder eine kurze Karaffierung öffnet die Frucht. Trinkreif ab sofort, mit Entwicklungspotenzial über die nächsten acht bis zehn Jahre.

Am Tisch

Zu gebratenem Geflügel, Kalbsbraten und Schweinefilet, zu Pilzgerichten, zu kräftigem Fisch wie Rotbarbe oder gebratenem Thunfisch. Auch zu Tomatensaucen und gebratenem Gemüse, wo die Säure gegenhält. Kein Wein für schwere Schmorgerichte – seine Stärke liegt in mitteltiefen Aromen und kühler Serviertemperatur.


Produzent Weingut Julian Haart, Piesport an der Mosel
Rebsorte Pinot Noir
Herkunft Mosel
Klassifikation Rotwein trocken
Jahrgang 2024
Vinifikation Handlese · Spontangärung
Ausbau Gebrauchtes Holzfass · kein neues Holz
Trinkempfehlung 2026–2034
Boden Devonschiefer
Bewirtschaftung Organische Praxis · junge Rebanlage
Alkoholgehalt: 13
Art: Rot
Ausbau: trocken
Brennwert / 100 ml: 318 kj, 77 kcal
Eiweiß / 100 ml: < 0,1g
Fett / 100 ml: < 0,1 g
Jahr: 2024
Kohlenhydrate / 100 ml: 1,0 g
Land: Deutschland
Rebsorten: Pinot Noir
Region: Mosel
Salz / 100 ml: unter 0,01g
Zucker / 100 ml: 0g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml: unter 0,1g

Weingut Julian Haart

Weingut Julian Haart – Piesport, Mittelmosel – Riesling vom Schiefer-Wunderkind

Seit dem Jahrgang 2010 ernten Julian und Nadine Haart ihre Riesling-Trauben rund um die malerische Ortschaft Piesport. In den spektakulären Mosel-Schiefer-Steillagen bewirtschaften sie gerade einmal fünf Hektar. Julian Haart gilt als „Wunderkind" der deutschen Weinbauszene – seine Lehrjahre bei Emrich-Schönleber (Nahe), Heymann-Löwenstein (Mosel), Egon Müller (Saar) und Klaus-Peter Keller (Rheinhessen) legten den Grundstein seines Wirkens.


Stil

Riesling, Riesling, Riesling – und ein klein wenig Pinot Noir (natürlich aus Burgunder-Klonen) sind Julians Steckenpferde. Seine Weine wirken kraftvoller als andere Mittelmosel-Weine, sind cremiger und besitzen neben Volumen und Schiefermineralität eine spektakuläre Eleganz und Tiefe. Es sind klassische Lagerweine, für die die Mosel so berühmt ist – Weine zum Entdecken, Sinnieren, Genießen und Trinken.

Die Weine

  • Gutsriesling & Ortsweine – Der frische, schiefergeprägte Einstieg in den Haart-Stil.
  • Piesporter Goldtröpfchen – Die berühmte Steillage – kraftvoll, cremig und tiefgründig.
  • Wintricher Ohligsberg – Mineralischer, eleganter Lagen-Riesling.
  • Piesporter Schubertslay – Die rare Spitze von uralten, wurzelechten Reben.
  • Pinot Noir – Der feine, kleine Rotwein-Anteil aus Burgunder-Klonen.
  • Fruchtsüße & weitere – Fruchtsüße Prädikate und ergänzende Abfüllungen.

Häufige Fragen zum Weingut Julian Haart

Wo liegt das Weingut?

In Piesport an der Mittelmosel, mit Lagen wie dem Piesporter Goldtröpfchen.

Wer führt das Weingut?

Julian und Nadine Haart, seit dem Jahrgang 2010.

Was zeichnet die Weine aus?

Kraft, Cremigkeit und Schiefermineralität bei zugleich großer Eleganz und Tiefe – klassische Mosel-Lagerweine.

Name und Adresse des Herstellers/Abfüllers:
Weingut Julian Haart
Trevererstraße 12
54498 Piesport
Deutschland


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Detailbeschreibung

Rotwein · Pinot Noir · Trocken

Pinot Noir Mosel 2024 Rotwein trocken Devonschiefer Junge Reben Sehr kleine Menge

Der Julian Haart Pinot Noir 2024 ist die Ausnahme im Sortiment eines Guts, das sonst ausschließlich Riesling erzeugt. Julian Haart bewirtschaftet rund fünf Hektar in Piesport an der Mittelmosel. Die Pinot-Parzelle füllte er zunächst als Rosé ab; erst mit zunehmendem Alter der Reben entschied er sich für die erste Rotweinabfüllung. Die Mengen sind entsprechend klein.


Pinot Noir auf Mosel-Devonschiefer

Die Mosel ist Rieslingland: 94 Prozent der Rebfläche entfallen auf weiße Sorten, Rotwein ist die Randerscheinung. Was Pinot Noir hier trotzdem interessant macht, ist der Untergrund. Devonschiefer speichert Tageswärme und gibt sie nachts zurück, ist mager und wasserdurchlässig und zwingt die Wurzeln tief. Für eine dünnhäutige, früh reifende Sorte wie Pinot Noir bedeutet das: geringe Beerengröße, hohe Schalenanteile, wenig überschüssige Vegetation.

Der zweite Faktor ist die Temperatur. Die Mittelmosel liegt kühler als die etablierten deutschen Pinot-Regionen an Ahr, Baden oder in der Pfalz. Das begrenzt die Zuckerreife und damit den Alkohol, erhält aber Säure und Aromatik – ein Profil, das eher in Richtung burgundischer Kühle geht als zu dichten, extraktreichen deutschen Spätburgundern. In warmen Jahren wird dieser Standortnachteil zum Vorteil.

Julian Haarts Pinot-Reben sind jung – gepflanzt in der Phase, in der er den Betrieb ab 2010 aufbaute. Die ersten Jahrgänge gingen bewusst in den Rosé, weil das Traubenmaterial für einen Rotwein noch nicht die nötige Struktur hatte. Der Wechsel zur Rotweinabfüllung war eine Entscheidung über den Reifezustand der Anlage, nicht über die Nachfrage.

Jahrgang 2024 – Mosel

2024 war an der Mosel ein Jahr der Schadensbegrenzung. Auf den Austrieb folgte im April ein Frosteinbruch, im Mai großflächiger Hagel. Von Frühjahr bis Herbst fielen häufige Niederschläge, die Peronospora und Oidium ideale Bedingungen boten – der Pflanzenschutz- und Laubarbeitsaufwand lag weit über dem Normalmaß. In Saar, Ruwer und im Raum Trier fiel die Ernte teilweise vollständig aus. Julian Haarts Lagen an der Mittelmosel blieben vom Frost verschont.

Die Reben entwickelten sich verzögert, die Lese zog sich über gut zwei Monate von Ende August bis Ende Oktober; die Burgundersorten wurden ab Mitte September gelesen. Die Erntemenge des Anbaugebiets lag bei rund 510.000 Hektolitern – 30 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt und die kleinste Ernte seit fünfzig Jahren. Bei den roten Sorten fiel die Bilanz noch deutlicher aus: Die Rotmostmenge sank auf etwa 30.000 Hektoliter, weniger als die Hälfte des Vorjahres. Qualitativ gilt 2024 als klassischer, kühler Moseljahrgang mit moderatem Alkohol – für Pinot Noir heißt das helle Farbe, klare Frucht, tragende Säure statt Wucht.

Assemblage und Ausbau

Reinsortiger Pinot Noir von der Mosel, Jahrgang 2024, trocken ausgebaut. Die Bewirtschaftung erfolgt nach organischen Prinzipien, gelesen wird von Hand. Aus dem Jahrgang steht nur eine sehr kleine Menge zur Verfügung – eine Folge sowohl der jungen Rebanlage als auch der Ertragssituation des Jahres.

Die Gärung startet spontan mit der weinbergseigenen Hefeflora, der Ausbau erfolgt im gebrauchten Holzfass ohne Neuholzeinfluss – dieselbe Handschrift wie bei den Rieslingen des Guts: das Fass als Sauerstoffregler, nicht als Aromaquelle. Ziel ist ein Rotwein, der die Kühle des Standorts abbildet, statt sie durch Extraktion oder Holz zu überdecken.

Im Glas

Helles Rubinrot mit leicht durchscheinendem Rand – die Farbe eines kühlen Standorts, nicht eines extraktarmen Weins. In der Nase Sauerkirsche, Himbeere und Preiselbeere, dahinter Rosenblatt, ein erdiger Ton und der rauchige Schieferzug. Am Gaumen schlank gebaut, feinkörniges Tannin, die Säure führt und hält den Wein straff. Wenig Süße, kein Holzaroma, mittlerer Abgang mit salzigem Nachhall.

2024 sank die Rotmostmenge an der Mosel auf rund 30.000 Hektoliter – weniger als die Hälfte des Vorjahres.

Bei 14 bis 16 °C servieren, kühler als üblich für Pinot Noir. Eine halbe Stunde im Glas oder eine kurze Karaffierung öffnet die Frucht. Trinkreif ab sofort, mit Entwicklungspotenzial über die nächsten acht bis zehn Jahre.

Am Tisch

Zu gebratenem Geflügel, Kalbsbraten und Schweinefilet, zu Pilzgerichten, zu kräftigem Fisch wie Rotbarbe oder gebratenem Thunfisch. Auch zu Tomatensaucen und gebratenem Gemüse, wo die Säure gegenhält. Kein Wein für schwere Schmorgerichte – seine Stärke liegt in mitteltiefen Aromen und kühler Serviertemperatur.


Produzent Weingut Julian Haart, Piesport an der Mosel
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Herkunft Mosel
Klassifikation Rotwein trocken
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Ausbau Gebrauchtes Holzfass · kein neues Holz
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Weingut Julian Haart

Weingut Julian Haart

Weingut Julian Haart – Piesport, Mittelmosel – Riesling vom Schiefer-Wunderkind

Seit dem Jahrgang 2010 ernten Julian und Nadine Haart ihre Riesling-Trauben rund um die malerische Ortschaft Piesport. In den spektakulären Mosel-Schiefer-Steillagen bewirtschaften sie gerade einmal fünf Hektar. Julian Haart gilt als „Wunderkind" der deutschen Weinbauszene – seine Lehrjahre bei Emrich-Schönleber (Nahe), Heymann-Löwenstein (Mosel), Egon Müller (Saar) und Klaus-Peter Keller (Rheinhessen) legten den Grundstein seines Wirkens.

Steckbrief

Artikelnr.
SW12821
Jahr
2024
Land
Deutschland
Region
Mosel
Art
Rot
Ausbau
trocken
Rebsorten
Pinot Noir
Alkoholgehalt
13% vol
Brennwert / 100 ml
318 kj, 77 kcal
Eiweiß / 100 ml
< 0,1g
gesättigte Fettsäuren / 100 ml
unter 0,1g
Kohlenhydrate / 100 ml
1,0 g
Fett / 100 ml
< 0,1 g
Zucker / 100 ml
0g
Salz / 100 ml
unter 0,01g
Inhaltsangaben

Zutaten: Trauben, Saccharose, Antioxidantien: Sulfite; Säureregulatoren: Weinsäure

enthält Sulfite

ZurRebsorte

Pinot Noir

Pinot Noir Wein kaufen heißt vor allem, Burgund zu kaufen. An der Côte d’Or, zwischen Dijon und Santenay, bringt die Sorte auf einem schmalen Hang aus Kalk und Mergel einige der gesuchtesten Rotweine der Welt hervor. Pinot Noir ist eine der ältesten Kultursorten, dünnschalig und anspruchsvoll, und zeigt Unterschiede im Boden deshalb besonders deutlich. Typisch sind Kirsche, Himbeere, Waldboden und Gewürze bei feinem Tannin. Außerhalb Burgunds wächst er in der Champagne, in Oregon, Neuseeland und Kalifornien.

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Rebsorte
Julian Haart Pinot Noir 2024

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