Detailbeschreibung
Champagner · Premier Cru · Extra Brut
Der Emmanuel Brochet Les Hautes Vignes 2018 ist die Cuvée aus den ältesten Reben der Domaine: Meunier und Chardonnay, 1962 als Massenselektion im oberen Teil der Lage Le Mont Benoit in Villers-aux-Nœuds gepflanzt. Alle Trauben stammen aus der warmen, reifen Lese 2018; auf dem Etikett ist der Wein dennoch als „non millésimé“ ausgewiesen. Elf Monate im Fass auf der Feinhefe, danach sechs Jahre auf der Hefe in der Flasche gereift und mit nur 2 g/l Dosage verschlossen.
Les Hautes Vignes – die alten Reben am Oberhang des Mont Benoit
Le Mont Benoit in Villers-aux-Nœuds, Premier Cru an der Montagne de Reims, ist ein sanfter Südosthang auf 90 bis 150 Metern Höhe. Im oberen Teil – daher „Les Hautes Vignes“ – ist die Auflage aus Schluff, Ton und Kalk nur rund 20 cm dick; darunter steht direkt die Kreide an. Die Wurzeln reichen tief hinein, der Wein bekommt Spannung und eine salzige Linie.
Hier stehen die ältesten Reben der Domaine: Meunier und Chardonnay, 1962 als Massenselektion gepflanzt, dicht mit rund 6.000 Stöcken je Hektar. Alte Reben in hoher Dichte auf magerer Auflage tragen wenig, aber konzentriert.
Emmanuel Brochet übernahm die Rebfläche der Familie 1997 und füllte 2002 seinen ersten eigenen Champagner. Er bewirtschaftet 2,5 Hektar, nahezu alles in Handarbeit. Die Domaine ist Bio-zertifiziert (Ecocert), FR-BIO-01.
Jahrgang 2018 – Champagne
Ein regenreiches Frühjahr verlangte viel Arbeit gegen Falschen und Echten Mehltau. Danach folgte ein früher, heißer und sonniger Sommer; vereinzelte Schauer milderten den Trockenstress, sodass die Trauben gleichmäßig reiften. Hagel richtete nur lokal Schäden an, vor allem in der Côte des Bar.
Die Lese begann sehr früh, am 20. August. Erlaubt waren 10.800 kg/ha, die Ernte war großzügig, die Trauben reif und gesund. Meunier erreichte in der Hitze eine bemerkenswerte Reife; der Chardonnay hatte mehr Mühe, seine Säure zu halten. 2018 ergibt dichte, reife Champagner, die wenig Dosage brauchen – passend für einen Extra Brut.
Fassgärung und sechs Jahre auf der Hefe
Les Hautes Vignes besteht zu je 50 % aus Meunier und Chardonnay, beide aus der Lese 2018. Die Trauben werden von Hand gelesen und in kleinen Partien auf einer traditionellen Vertikalpresse gepresst. Der Most gärt spontan mit wilden Hefen im Barrique und reift dort elf Monate auf der Feinhefe.
Nach der Füllung lag der Champagner sechs Jahre auf der Hefe, bevor er im November 2025 degorgiert und als Extra Brut mit 2 g/l Dosage verschlossen wurde. Gefüllt wird unfiltriert und ungeschönt; erzeugt wurden 4.919 Flaschen. Für die zweite Gärung nutzt Brochet seine eigenen Hefen; Schwefel setzt er nur in kleinen Mengen zu.
Im Glas
Goldgelb mit feiner Perlage. In der Nase reife Birne, Quitte und Mirabelle, dazu Haselnuss, Brioche, Honigwabe und eine kreidige Note. Am Gaumen dicht und cremig, der reife Jahrgang gibt Fülle, die Kreide des Oberhangs die Frische. Die lange Hefelagerung bringt Tiefe, der Abgang ist salzig und lang.
Wir empfehlen, ihn bei 10–12 °C im großen Weißweinglas zu servieren und ihm Zeit im Glas zu geben. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2035.
Meunier und Chardonnay von 1962 auf dünner Auflage über Kreide, aus dem reifen Jahr 2018 und sechs Jahre auf der Hefe: Brochets Spitzencuvée vom Oberhang.
Am Tisch
Zu Steinbutt mit Beurre blanc, Hummer, Kalbsbries mit Morcheln und Bresse-Huhn in Rahmsauce. Beim Käse zu gereiftem Comté oder Beaufort. Ein Champagner für den Hauptgang.