Detailbeschreibung
Weißwein · Zellertal (Rheinhessen) · Riesling (Großes Gewächs)
Der Battenfeld-Spanier Zellerweg am Schwarzen Herrgott Riesling GG 2020 wächst auf reinem Kalkfels an der Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. Ein den Schatten abgetrotzter Lichtwein – tiefgründig und tänzelnd zugleich, von einzigartiger Präzision.
Schwarzer Herrgott – Kalkfels an einer steilen Bruchkante
Das biologisch arbeitende Weingut Battenfeld-Spanier von H. O. Spanier zählt zu den führenden Adressen im rheinhessischen Wonnegau und ist für seine kalkgeprägten, präzisen Rieslinge bekannt (DE-ÖKO-006). Der Schwarze Herrgott liegt am Beginn des Zellertaler Beckens, das mit dem Frauenberg seinen Abschluss findet; hier wie dort herrscht reine Kalkfelsunterlage vor.
Den Unterschied macht das Mikroklima: Während der Frauenberg offen und windexponiert liegt, befindet sich der Schwarze Herrgott an einer steilen, engen Bruchkante, die die Lage zusätzlich vor Regen und der vollen Härte des Lichteinfalls schützt. Es ist eine der ältesten und berühmtesten Weinlagen Deutschlands – bereits im 8. Jahrhundert urkundlich als Weinberg erwähnt. Mitten hindurch verläuft die Grenze zwischen Rheinhessen und der nördlichen Pfalz; mit dem Jahrgang 2010 hat das Gut die Lage wiederbelebt.
Der Schwarze Herrgott in H. O. Spaniers Zellertal
H. O. Spaniers Weg ins Zellertal begann 1994 mit einer ersten Parzelle im benachbarten Frauenberg. Über die Jahre kamen weitere Lagen hinzu – darunter der Zellerweg am Schwarzen Herrgott. Das Tal beschreibt er als offener und rauer als den Wonnegau: viel Luft, viel Licht, Wind und unter den Füßen immer wieder heller, karger Kalk.
Schon als Junge war er mit seinem Großvater hier unterwegs. Die großen Gutshöfe rund um Wachenheim deutete er früh als Zeichen, dass im Tal einmal Weine entstanden, die weit über die Region hinaus gefragt waren – ein Erbe, das er mit seinen Lagen wieder sichtbar machen will.
Jahrgang 2020 – Zellertal (Rheinhessen)
2020 war in Rheinhessen ein Jahrgang mit reifer, gesunder Frucht und frischer, präziser Säure. Der reine Kalkfels und die geschützte Bruchkantenlage sicherten reifes, gesundes Lesegut, während der Jahrgang Frische, salzige Spannung und lichthafte Eleganz betonte.
Ausbau
Trockener Riesling, VDP.Großes Gewächs aus dem Zellerweg am Schwarzen Herrgott, Jahrgang 2020; 100 % Riesling von reinem Kalkfels.
Nach selektiver Handlese wird der Wein herkunftsbetont im Stil des Guts vergoren und ausgebaut, ganz auf Präzision, würzige Steinaromen und lichthafte Eleganz ausgerichtet. Biologischer Anbau (DE-ÖKO-006).
Im Glas
Ein präziser, kalkgeprägter Riesling: Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Quitte, würzige Steinaromen und eine markante, salzig-mineralische Kalksteinnote. Am Gaumen tiefgründig und tänzelnd zugleich, straff und schwebend, mit lebendiger Säure, kühler Struktur und einem langen, salzig-mineralischen Nachhall.
Zitrus und weißer Pfirsich über Quitte, würzigen Steinaromen und salzig-mineralischer Kalksteinnote – tiefgründig und tänzelnd zugleich, straff und schwebend, mit lebendiger Säure und langem Nachhall.
Ein präziser, sehr langlebiger Kalkstein-Riesling; jung gern dekantieren. Bei 11–13 °C servieren.
Am Tisch
Zu edlem Fisch und Meeresfrüchten, zu Hummer und Jakobsmuscheln, zu Geflügel und Kalb in heller Sauce sowie zu gereiftem Hartkäse.
Kurz gefragt
Wie kam Battenfeld-Spanier ins Zellertal? H. O. Spanier begann 1994 mit 3.000 Quadratmetern Riesling im Frauenberg. Nach und nach kamen weitere Parzellen und Lagen dazu, darunter der Zellerweg am Schwarzen Herrgott.
Warum liegt der Schwarze Herrgott an einer Grenze? Mitten durch die Lage verläuft die Grenze zwischen Rheinhessen und der Pfalz. H. O. Spanier widmet ihr in seinem Winzerbrief ein eigenes Kapitel: „Der Schwarze Herrgott und die willkürliche Grenze“.