Detailbeschreibung
Champagner · Premier Cru · Blanc de Blancs
Carré Frères Le Champ Jeanvrai ist ein Blanc de Blancs aus 100 % Chardonnay von einer einzigen, 1964 bepflanzten Parzelle im Premier-Cru-Dorf Trépail an der Montagne de Reims. Die Brüder Édouard und Victor Carré vergären ihn mit natürlichen Hefen im Eichenfass und füllen ihn aus einem einzigen Jahrgang, ohne Reserveweine. Ein dichter, vielschichtiger Champagner, der trotz seiner Kraft elegant und feinperlig bleibt.
Le Champ Jeanvrai – alte Chardonnay-Reben auf der Kreide von Trépail
Bei Carré Frères wird jede Parzelle wie ein eigener Wein behandelt. Édouard und Victor Carré, deren Familie in Trépail seit mindestens 1894 Reben besitzt, füllen ihre Lagen getrennt und aus einem einzigen Jahrgang – ohne Reserveweine, die Unterschiede zwischen den Jahren glätten würden. Was ein Jahr bringt, steht so im Glas.
Trépail liegt an der Ostflanke der Montagne de Reims und ist als Premier Cru klassifiziert – eines der wenigen Dörfer der Montagne, in denen Chardonnay statt Pinot Noir den Ton angibt. Die Parzelle Le Champ Jeanvrai wurde 1964 bepflanzt und steht auf Kreide.
Die über 60 Jahre alten Reben wurzeln tief in der Kreide, bringen wenig Ertrag und kleine, konzentrierte Beeren. Die Kreide hält die Säure, die kühlere Ostausrichtung der Montagne bremst die Reife. Das Ergebnis ist Chardonnay mit mehr Dichte und Würze als an der Côte des Blancs, aber mit derselben kreidigen Präzision und Länge.
Ernte 2020 – Champagne
Das Jahr begann mit dem nassesten Februar, der je in der Champagne gemessen wurde. Ab Mitte März setzten Wärme und Trockenheit ein, die Reben trieben 16 Tage früher aus als im Zehnjahresmittel und hielten diesen Vorsprung bis zur Lese. Die Reife beschleunigte sich in der Woche vor Lesebeginn noch einmal deutlich.
In den frühesten Lagen begann die Lese am 17. August – so früh wie nie zuvor in der Geschichte der Champagne. Der Höchstertrag war auf 8.000 Kilogramm je Hektar begrenzt, die Trauben waren fast überall gesund. 2020 ist ein warmer, reifer Jahrgang. Die alten Reben und die Kreide von Trépail geben dem Chardonnay dennoch Spannung und Frische.
Eichenfass, Malo und lange Flaschenreife
Reinsortiger Chardonnay aus einer Parzelle und einem Jahrgang, ohne Reserveweine. Die Trauben werden direkt gepresst, die Gärung verläuft mit natürlichen Hefen.
Gärung und Ausbau erfolgen rund zehn bis elf Monate im Eichenfass auf der Feinhefe, mit einem hohen Anteil neuen Holzes und vollständiger malolaktischer Gärung. Nach der Flaschengärung reift der Champagner rund 30 Monate auf der Hefe, bevor er mit 2 g/l als Extra Brut dosiert wird. Die Auflage ist klein: rund 1.500 Flaschen und 50 Magnums.
Im Glas
Schon im Duft vielschichtig: geröstete Noten aus dem Fass, Nuss und Butter, dazu reife dunklere Frucht, die für einen Blanc de Blancs ungewöhnlich ist. Am Gaumen setzt der Wein mit Kraft und Dichte ein. Mit Luft rückt die Frische nach vorn: Zitrone, Limette, Mandarine und ein kühler, fast grüner Kräuterton. Feinperlig und elegant, mit kreidigem, langem Abgang.
Chardonnay von 1964 gepflanzten Reben auf der Kreide von Trépail, ein Jahrgang, keine Reserve: Dichte und Frische aus einer Parzelle.
Bei 10–12 °C in einem großen Weißweinglas servieren. Etwas Luft öffnet den Wein deutlich. Trinkreif, mit Reserve für viele Jahre.
Am Tisch
Als Aperitif sowie zu Hummer und Krustentieren, gebratenem Steinbutt, Bresse-Geflügel, Kalb in heller Sauce und gereiftem Comté oder Chaource.