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Produktinformationen "Domaine Armand Rousseau Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques 2021"

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Côte de Nuits

100 % Pinot Noir Lavaut Saint-Jacques 1er Cru 2021 0,76 ha in zwei Parzellen Bathonium-Kalk mit Feinschotter 18 Monate · kein neues Holz

Der Domaine Armand Rousseau Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques 2021 stammt aus einem Jahr, das an der Côte d'Or vor allem wegen seiner kleinen Ernte in Erinnerung bleibt. Cyrielle Rousseau sprach von etwa einer halben Ernte – der geringsten, die sie auf der Domaine erlebt hat. Im Glas steht ein Premier Cru im klassischen Maß: kühl, präzise und mineralisch, mit moderatem Alkohol.


Lavaut Saint-Jacques – am Ausgang der Combe Lavaux

Der Premier Cru Lavaut Saint-Jacques – auf manchen Etiketten auch „Lavaux“ geschrieben – umfasst rund 9,5 Hektar westlich des Ortes Gevrey-Chambertin, in etwa 290 bis 320 Metern Höhe und in direkter Nachbarschaft zum Clos Saint-Jacques. Die Lage liegt dort, wo die Combe Lavaux aus den Hochflächen in den Hang mündet, eines Seitentals mit großem Einfluss auf den Weinbau von Gevrey.

Die Domaine besitzt hier 0,76 Hektar in zwei Parzellen im unteren Teil des Hangs, nach Südosten ausgerichtet. Der Boden besteht zu rund einem Drittel aus Kalk, darüber liegen etwa 25 Zentimeter feiner Schotter, den die Combe aus ihrem Schwemmkegel hangabwärts getragen hat. Im oberen Teil wurzeln die Reben auf Prémeaux-Kalkstein, weiter unten auf tonigem Kalk, beides aus dem Bathonium. Die Böden sind flach und dunkel, durchsetzt mit hellen Kalksteinen.

Prägend ist der Luftstrom aus der Combe: Nachts fließt kühle Luft über die Reben und verlängert die Reifezeit. Lavaut Saint-Jacques wird deshalb meist zusammen mit dem Clos Saint-Jacques als letzte Lage der Domaine gelesen. In einem kühlen Jahrgang wie 2021 heißt das: lange Hängezeit, ausgewogene Reife und eine Säure, die das Gerüst trägt.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

Nach einem milden, feuchten Winter brachte ein fast sommerlicher Märzausklang die Reben früh in Gang. In der Nacht des 5. April traf ein großflächiger Frost ganz Burgund, die Temperaturen fielen innerhalb weniger Stunden auf bis zu minus 7 °C. Der Chardonnay verlor vielerorts 50 bis 100 Prozent, der später austreibende Pinot Noir kam glimpflicher davon – blieb aber rund zehn Tage im Wachstum blockiert. Auf einen regenreichen Mai folgte ein warmer, trockener Juni mit rascher Blüte; die Mitte der Pinot-Blüte wurde in der Côte de Nuits um den 18. Juni erreicht. Juli und August blieben lichtarm, Mehltau verlangte das ganze Jahr über volle Aufmerksamkeit.

Die erste Septemberhälfte war sonnig, die zweite brachte Regen. In der Côte de Nuits begann die Lese um den 22. September. Burgund erzeugte insgesamt weniger als eine Million Hektoliter statt der üblichen 1,5 Millionen. Bei Rousseau kamen zum Frost noch Schäden durch Vögel und Wild hinzu; Cyrielle Rousseau bezifferte die Ernte auf etwa die Hälfte eines normalen Jahres. Die Gärungen verliefen regulär, die Weine erreichten 13 bis 13,5 % Alkohol – deutlich weniger als in den warmen Jahren zuvor.

Vinifikation und Ausbau

Die Vinifikation folgt der Hausmethode, die sich seit den ersten Jahrgängen kaum verändert hat: Die Trauben werden weitgehend entrappt und in offenen Edelstahltanks rund 18 bis 20 Tage maischevergoren, mit regelmäßigem Überpumpen und Unterstoßen bei höchstens 31 bis 34 °C. Junge und alte Reben werden gemeinsam verarbeitet, weil jede Generation ihren Teil zum Wein beiträgt. Nach dem Pressen in der pneumatischen Presse läuft der Wein per Schwerkraft in die Fässer, wo der biologische Säureabbau von selbst einsetzt.

Der Ausbau dauert 18 Monate mit zwei Abstichen. Neues Holz behält Rousseau den beiden Chambertins, dem Clos Saint-Jacques und dem Clos des Ruchottes vor; Lavaut Saint-Jacques reift in Fässern aus Allier-Eiche, die bereits einen Wein beherbergt haben. So bleibt die Frucht im Vordergrund. Gefüllt wird in der Regel im April, nach einer leichten Schichtenfiltration und direkt aus dem Fass.

Im Glas

Die Nase wirkt zurückhaltend und ausgesprochen kühl: rote und dunkle Johannisbeere, Himbeere mit floralem Zug, dazu Pflaume, ein Hauch Orangenzeste, Gewürz und erdige Töne. Am Gaumen mittelgewichtig und geradlinig, geschmeidig ohne Fülle, mit pudrigen Tanninen und heller, lebendiger Säure. Gegenüber dem Gevrey-Chambertin Village zeigt der Wein deutlich mehr Mineralität. Der Abgang ist lang und klar gezeichnet, mit würzig-salzigem Nachhall.

2021 ist kein Jahrgang der Fülle, sondern der Zeichnung – und genau darin liegt die Stärke dieser kühlen Lage.

Bei 15 bis 16 °C servieren. In jungen Jahren tut dem Wein eine Karaffe gut, etwa eine Stunde vor dem Essen. Die Domaine ordnet 2021 als Jahrgang mittlerer bis langer Lagerfähigkeit ein und nennt für Lavaut Saint-Jacques in solchen Jahren ein Potenzial von 15 bis 25 Jahren; Burghound sieht den Wein ab 2033 im Trinkfenster.

Am Tisch

Zu Taube oder Perlhuhn mit Jus, zu Kalbsrücken mit Morcheln, zu Wildente mit Sauerkirschen. Die schlanke Art passt auch zu Pilzgerichten im Herbst. Bei Käse eher gereifter Comté oder Brillat-Savarin als kräftige Rotschmierkäse.


Produzent Domaine Armand Rousseau, Gevrey-Chambertin
Rebsorte Pinot Noir
Lage Lavaut Saint-Jacques · 0,76 ha von rund 9,5 ha · zwei Parzellen am unteren Hang · Südost · ca. 290–320 m
Klassifikation AOC Gevrey-Chambertin Premier Cru
Jahrgang 2021 · Frostjahr, etwa halbe Ernte
Vinifikation Weitgehend entrappt · offene Edelstahltanks · 18–20 Tage Maischestandzeit · Säureabbau im Fass
Ausbau 18 Monate in bereits einmal belegten Fässern aus Allier-Eiche · zwei Abstiche · Füllung per Schwerkraft
Trinkempfehlung 2033–2046
Boden Prémeaux-Kalk und toniger Kalk (Bathonium) mit Feinschotter aus der Combe Lavaux
Rebenalter Domaine-Durchschnitt 40–45 Jahre
Alkoholgehalt: 13
Art: Rot
Ausbau: trocken
Jahr: 2021
Land: Frankreich
Rebsorten: Pinot Noir
Region: Burgund

Domaine Armand Rousseau

Domaine Armand Rousseau – Gevrey-Chambertin, Burgund – Grand Crus aus Pinot Noir

Armand Rousseau erbte 1902, mit 18 Jahren, die ersten Rebparzellen in Gevrey-Chambertin. Durch seine Heirat 1909 kamen weitere Weinberge hinzu, dazu Keller und Cuverie im ältesten Teil des Dorfes, am Fuß der Kirche aus dem 13. Jahrhundert – bis heute der Sitz der Domaine. Zunächst verkaufte er offenen Wein an Händler der Region, kaufte dann Parzellen in Charmes-Chambertin, Clos de la Roche und Chambertin und füllte seine besten Crus, unterstützt von Raymond Baudoin, dem Gründer der Revue du Vin de France, selbst ab. Nach dem Ende der Prohibition lieferte er bereits in die USA. Sein Sohn Charles übernahm 1959 sechs Hektar und baute vor allem den Grand-Cru-Besitz aus; heute führen Enkel Eric Rousseau (seit 1982 im Betrieb) und Urenkelin Cyrielle (seit 2014) die Domaine in dritter und vierter Generation.

Liebe Weinfreunde, die Weine der Domaine Armand Rousseau sind rar und werden nur in Kleinstmengen zugeteilt – daher bieten wir sie im Online-Shop nur auf Anfrage und ohne Preisangabe an. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Mail an info@weine-feinkost.de; bei Verfügbarkeit machen wir Ihnen sehr gerne ein Angebot.


Stil & Ausbau

Die Domaine bewirtschaftet 15,33 Hektar in Gevrey-Chambertin und Morey-Saint-Denis: 3 Hektar Village, 3,77 Hektar Premier Cru und 8,51 Hektar Grand Cru – mehr als die Hälfte der Fläche liegt also in Grand-Cru-Lagen. Angebaut wird ausschließlich Pinot Noir, im Schnitt 40 bis 45 Jahre alt, mit 11.000 Stöcken je Hektar im einfachen Guyot-Schnitt. Eric Rousseau führte Grünlese, Entblätterung und mechanische Bodenbearbeitung ohne Insektizide ein; die Erträge liegen bei 30 bis 40 Hektolitern je Hektar. Im Keller hat sich seit den ersten Jahrgängen wenig verändert: Gärung in offenen Edelstahltanks über 18 bis 20 Tage, junge und alte Reben in einer Cuvée, dann 18 Monate Fassreife mit zwei Abstichen und Füllung meist im April. Der einzige Unterschied zwischen den Weinen ist der Anteil neuen Holzes – im Mittel 100 Prozent für Chambertin und Clos de Bèze, 70 bis 80 Prozent für den Clos Saint-Jacques, 30 Prozent für den Clos des Ruchottes, alle übrigen Weine reifen in bereits einmal belegten Fässern. Rund 63.000 Flaschen in elf Weinen entstehen im Jahr, etwa drei Viertel gehen in rund 30 Länder.

Die Weine

  • Chambertin Grand Cru – 2,55 Hektar in drei Parzellen mit Ostexposition und der Parzelle Larrey am Waldrand, teils mit dem Pferd bearbeitet; Ausbau im neuen Holz.
  • Chambertin-Clos de Bèze Grand Cru – 1,42 Hektar, unter Charles Rousseau erworben; wie der Chambertin im Mittel zu 100 Prozent in neuen Fässern ausgebaut.
  • Ruchottes-Chambertin Clos des Ruchottes Grand Cru – 1,06 Hektar im Alleinbesitz (Monopol) der Domaine, ebenfalls eine Erwerbung von Charles Rousseau.
  • Clos de la Roche Grand Cru – 1,48 Hektar in Morey-Saint-Denis, die einzige Lage außerhalb von Gevrey; Parzellen von 1920/21 und 1975.
  • Charmes-Chambertin und Mazy-Chambertin Grand Cru – 1,47 Hektar Charmes (einschließlich Mazoyères, als Charmes-Chambertin abgefüllt) und 0,53 Hektar in Mazy-Bas.
  • Gevrey-Chambertin 1er Cru Clos Saint-Jacques – 2,21 Hektar, auf den Namen von Charles Rousseau erworben; Ausbau zu 70 bis 80 Prozent in neuen Fässern.
  • Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques und Les Cazetiers – 0,76 Hektar in zwei Parzellen am Eingang der Combe Lavaux sowie 0,60 Hektar Cazetiers.
  • Gevrey-Chambertin Clos du Château und Village – Der Clos du Château (1,36 Hektar, Monopol) gehört seit 2012 zur Domaine; der Village-Wein stammt aus mehreren Lieux-dits, ergänzt um deklassierte Premier-Cru-Trauben.

Häufige Fragen zu Domaine Armand Rousseau

Wo liegt die Domaine?

Im ältesten Teil von Gevrey-Chambertin an der Côte de Nuits, am Fuß der Dorfkirche. Die Weinberge liegen in Gevrey-Chambertin und im Nachbardorf Morey-Saint-Denis.

Welche Weine erzeugt Rousseau?

Elf Weine, alle aus Pinot Noir: sechs Grand Crus von Chambertin bis Clos de la Roche, drei Premiers Crus sowie zwei Gevrey-Chambertin-Village-Weine.

Warum sind die Weine so selten?

Die Domaine erzeugt im Schnitt nur rund 63.000 Flaschen im Jahr, etwa drei Viertel davon gehen in den Export. Der Handel erhält die Weine nur in kleinen Zuteilungen.

Wer führt die Domaine heute?

Eric Rousseau, Enkel des Gründers, gemeinsam mit seiner Tochter Cyrielle, die nach Stationen in Oregon, Australien und Neuseeland 2014 zurückkehrte.

Name und Adresse des Erzeugers/Abfüllers:
Domaine Armand Rousseau
1, Rue de l'Aumônerie
21220 Gevrey-Chambertin
Frankreich


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Detailbeschreibung

Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Côte de Nuits

100 % Pinot Noir Lavaut Saint-Jacques 1er Cru 2021 0,76 ha in zwei Parzellen Bathonium-Kalk mit Feinschotter 18 Monate · kein neues Holz

Der Domaine Armand Rousseau Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques 2021 stammt aus einem Jahr, das an der Côte d'Or vor allem wegen seiner kleinen Ernte in Erinnerung bleibt. Cyrielle Rousseau sprach von etwa einer halben Ernte – der geringsten, die sie auf der Domaine erlebt hat. Im Glas steht ein Premier Cru im klassischen Maß: kühl, präzise und mineralisch, mit moderatem Alkohol.


Lavaut Saint-Jacques – am Ausgang der Combe Lavaux

Der Premier Cru Lavaut Saint-Jacques – auf manchen Etiketten auch „Lavaux“ geschrieben – umfasst rund 9,5 Hektar westlich des Ortes Gevrey-Chambertin, in etwa 290 bis 320 Metern Höhe und in direkter Nachbarschaft zum Clos Saint-Jacques. Die Lage liegt dort, wo die Combe Lavaux aus den Hochflächen in den Hang mündet, eines Seitentals mit großem Einfluss auf den Weinbau von Gevrey.

Die Domaine besitzt hier 0,76 Hektar in zwei Parzellen im unteren Teil des Hangs, nach Südosten ausgerichtet. Der Boden besteht zu rund einem Drittel aus Kalk, darüber liegen etwa 25 Zentimeter feiner Schotter, den die Combe aus ihrem Schwemmkegel hangabwärts getragen hat. Im oberen Teil wurzeln die Reben auf Prémeaux-Kalkstein, weiter unten auf tonigem Kalk, beides aus dem Bathonium. Die Böden sind flach und dunkel, durchsetzt mit hellen Kalksteinen.

Prägend ist der Luftstrom aus der Combe: Nachts fließt kühle Luft über die Reben und verlängert die Reifezeit. Lavaut Saint-Jacques wird deshalb meist zusammen mit dem Clos Saint-Jacques als letzte Lage der Domaine gelesen. In einem kühlen Jahrgang wie 2021 heißt das: lange Hängezeit, ausgewogene Reife und eine Säure, die das Gerüst trägt.

Jahrgang 2021 – Côte de Nuits

Nach einem milden, feuchten Winter brachte ein fast sommerlicher Märzausklang die Reben früh in Gang. In der Nacht des 5. April traf ein großflächiger Frost ganz Burgund, die Temperaturen fielen innerhalb weniger Stunden auf bis zu minus 7 °C. Der Chardonnay verlor vielerorts 50 bis 100 Prozent, der später austreibende Pinot Noir kam glimpflicher davon – blieb aber rund zehn Tage im Wachstum blockiert. Auf einen regenreichen Mai folgte ein warmer, trockener Juni mit rascher Blüte; die Mitte der Pinot-Blüte wurde in der Côte de Nuits um den 18. Juni erreicht. Juli und August blieben lichtarm, Mehltau verlangte das ganze Jahr über volle Aufmerksamkeit.

Die erste Septemberhälfte war sonnig, die zweite brachte Regen. In der Côte de Nuits begann die Lese um den 22. September. Burgund erzeugte insgesamt weniger als eine Million Hektoliter statt der üblichen 1,5 Millionen. Bei Rousseau kamen zum Frost noch Schäden durch Vögel und Wild hinzu; Cyrielle Rousseau bezifferte die Ernte auf etwa die Hälfte eines normalen Jahres. Die Gärungen verliefen regulär, die Weine erreichten 13 bis 13,5 % Alkohol – deutlich weniger als in den warmen Jahren zuvor.

Vinifikation und Ausbau

Die Vinifikation folgt der Hausmethode, die sich seit den ersten Jahrgängen kaum verändert hat: Die Trauben werden weitgehend entrappt und in offenen Edelstahltanks rund 18 bis 20 Tage maischevergoren, mit regelmäßigem Überpumpen und Unterstoßen bei höchstens 31 bis 34 °C. Junge und alte Reben werden gemeinsam verarbeitet, weil jede Generation ihren Teil zum Wein beiträgt. Nach dem Pressen in der pneumatischen Presse läuft der Wein per Schwerkraft in die Fässer, wo der biologische Säureabbau von selbst einsetzt.

Der Ausbau dauert 18 Monate mit zwei Abstichen. Neues Holz behält Rousseau den beiden Chambertins, dem Clos Saint-Jacques und dem Clos des Ruchottes vor; Lavaut Saint-Jacques reift in Fässern aus Allier-Eiche, die bereits einen Wein beherbergt haben. So bleibt die Frucht im Vordergrund. Gefüllt wird in der Regel im April, nach einer leichten Schichtenfiltration und direkt aus dem Fass.

Im Glas

Die Nase wirkt zurückhaltend und ausgesprochen kühl: rote und dunkle Johannisbeere, Himbeere mit floralem Zug, dazu Pflaume, ein Hauch Orangenzeste, Gewürz und erdige Töne. Am Gaumen mittelgewichtig und geradlinig, geschmeidig ohne Fülle, mit pudrigen Tanninen und heller, lebendiger Säure. Gegenüber dem Gevrey-Chambertin Village zeigt der Wein deutlich mehr Mineralität. Der Abgang ist lang und klar gezeichnet, mit würzig-salzigem Nachhall.

2021 ist kein Jahrgang der Fülle, sondern der Zeichnung – und genau darin liegt die Stärke dieser kühlen Lage.

Bei 15 bis 16 °C servieren. In jungen Jahren tut dem Wein eine Karaffe gut, etwa eine Stunde vor dem Essen. Die Domaine ordnet 2021 als Jahrgang mittlerer bis langer Lagerfähigkeit ein und nennt für Lavaut Saint-Jacques in solchen Jahren ein Potenzial von 15 bis 25 Jahren; Burghound sieht den Wein ab 2033 im Trinkfenster.

Am Tisch

Zu Taube oder Perlhuhn mit Jus, zu Kalbsrücken mit Morcheln, zu Wildente mit Sauerkirschen. Die schlanke Art passt auch zu Pilzgerichten im Herbst. Bei Käse eher gereifter Comté oder Brillat-Savarin als kräftige Rotschmierkäse.


Produzent Domaine Armand Rousseau, Gevrey-Chambertin
Rebsorte Pinot Noir
Lage Lavaut Saint-Jacques · 0,76 ha von rund 9,5 ha · zwei Parzellen am unteren Hang · Südost · ca. 290–320 m
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Jahrgang 2021 · Frostjahr, etwa halbe Ernte
Vinifikation Weitgehend entrappt · offene Edelstahltanks · 18–20 Tage Maischestandzeit · Säureabbau im Fass
Ausbau 18 Monate in bereits einmal belegten Fässern aus Allier-Eiche · zwei Abstiche · Füllung per Schwerkraft
Trinkempfehlung 2033–2046
Boden Prémeaux-Kalk und toniger Kalk (Bathonium) mit Feinschotter aus der Combe Lavaux
Rebenalter Domaine-Durchschnitt 40–45 Jahre

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Domaine Armand Rousseau

Domaine Armand Rousseau – Gevrey-Chambertin, Burgund – Grand Crus aus Pinot Noir

Armand Rousseau erbte 1902, mit 18 Jahren, die ersten Rebparzellen in Gevrey-Chambertin. Durch seine Heirat 1909 kamen weitere Weinberge hinzu, dazu Keller und Cuverie im ältesten Teil des Dorfes, am Fuß der Kirche aus dem 13. Jahrhundert – bis heute der Sitz der Domaine. Zunächst verkaufte er offenen Wein an Händler der Region, kaufte dann Parzellen in Charmes-Chambertin, Clos de la Roche und Chambertin und füllte seine besten Crus, unterstützt von Raymond Baudoin, dem Gründer der Revue du Vin de France, selbst ab. Nach dem Ende der Prohibition lieferte er bereits in die USA. Sein Sohn Charles übernahm 1959 sechs Hektar und baute vor allem den Grand-Cru-Besitz aus; heute führen Enkel Eric Rousseau (seit 1982 im Betrieb) und Urenkelin Cyrielle (seit 2014) die Domaine in dritter und vierter Generation.

Liebe Weinfreunde, die Weine der Domaine Armand Rousseau sind rar und werden nur in Kleinstmengen zugeteilt – daher bieten wir sie im Online-Shop nur auf Anfrage und ohne Preisangabe an. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine Mail an info@weine-feinkost.de; bei Verfügbarkeit machen wir Ihnen sehr gerne ein Angebot.

Steckbrief

Artikelnr.
A101736998141096
Jahr
2021
Land
Frankreich
Region
Burgund
Art
Rot
Ausbau
trocken
Rebsorten
Pinot Noir
Alkoholgehalt
13% vol
Inhaltsangaben

enthält Sulfite

ZurRebsorte

Pinot Noir

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Rebsorte
Domaine Armand Rousseau Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques 2021

595,00 €

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