Detailbeschreibung
Weißwein · Bourgogne AOC · Chardonnay
Der Domaine Jean Chartron Bourgogne Chardonnay Vieilles Vignes 2024 stammt aus einer Parzelle von 2,14 Hektar auf Ton und Kalk in Puligny, mit Reben, die zum Teil schon 1944 gepflanzt wurden. Vergoren wird vollständig in ein- bis fünfjährigen Barriques. Der kühle Jahrgang 2024 gibt dem Wein eine klare, frische Linie.
Puligny – alte Chardonnay-Reben auf Ton und Kalk
Die Trauben stammen aus einer Parzelle von 2,14 Hektar auf der Gemarkung Puligny-Montrachet in der Côte de Beaune, eingestuft als Bourgogne. Der Boden besteht aus Ton und Kalk: Der Ton gibt Fülle, der Kalk Spannung und eine salzige Note.
Die ältesten Reben wurden 1944 gepflanzt. Alte Stöcke tragen wenig, aber konzentriert; sie heben diesen Bourgogne über das übliche Niveau der Kategorie.
Die Domaine Jean Chartron in Puligny-Montrachet wurde 1859 von Jean-Edouard Dupard, einem Küfergesellen, gegründet. Heute führen die Geschwister Jean-Michel Chartron (Keller) und Anne-Laure Chartron (Weinberg) das Haus in fünfter Generation. Sie bewirtschaften 14,5 Hektar in Puligny und den Nachbargemeinden, darunter die Premiers Crus Clos du Cailleret und Clos de la Pucelle.
Jahrgang 2024 – Côte de Beaune
2024 war ein kühles, nasses Jahr. Von Oktober 2023 bis März 2024 fiel fast doppelt so viel Regen wie im Mittel, der milde Winter brachte einen frühen Austrieb Anfang April. Zwischen dem 18. und 23. April folgten Frostnächte, die vor allem im Süden der Côte de Beaune Schäden anrichteten. Von Mai bis Mitte Juni gab es kaum trockene Tage, der Druck durch Falschen Mehltau war so hoch wie seit zehn Jahren nicht. Die Blüte zog sich hin, Verrieselung kostete zusätzlich Menge. Erst der August brachte mit über 300 Sonnenstunden die Reife voran.
Die Lese der weißen Trauben begann meist um Mitte September, in einem trockenen Zeitfenster von rund zwei Wochen. Die Erträge lagen vielerorts weit unter dem Normalmaß. Die Mostgewichte erreichten 11,5 bis 12,5 % potenziellen Alkohol, die Säure lag höher als in den warmen Vorjahren. Die weißen Burgunder 2024 gelten als klar, fein und frisch – erfolgreicher als die Roten des Jahrgangs.
Barrique, Feinhefe, Edelstahl
Der Wein ist ein reinsortiger Chardonnay aus dem Jahrgang 2024. Er gärt zu 100 % in Barriques, die ein bis fünf Jahre alt sind – neues Holz kommt nicht zum Einsatz.
Danach reift der Wein acht Monate auf der Feinhefe und ruht anschließend noch drei Monate im Edelstahltank, bevor er abgefüllt wird.
Im Glas
Hellgelb mit grünlichen Reflexen. In der Nase frische Blüten, Zitrus und weißer Pfirsich, dazu Haselnuss und frisches Brot. Am Gaumen cremig und zugleich straff, die Säure des kühlen Jahrgangs gibt Frische. Der Abgang ist salzig und klar.
Chardonnay von Reben ab 1944 auf Ton und Kalk in Puligny, vergoren in gebrauchten Barriques: Bourgogne mit Puligny-Herkunft.
Bei 11–12 °C im Weißweinglas servieren. Unsere Trinkempfehlung: jetzt bis 2030.
Am Tisch
Zu Fisch und Meeresfrüchten, Geflügel in heller Sauce, Kalbsschnitzel, Gougères und Ziegenkäse. Auch als Aperitif.