Detailbeschreibung
Weißwein · VDP.Ortswein · Trocken
Der Bernhard Huber Malterdinger Chardonnay 2022 ist der Einstieg in die Weißweine eines Weinguts, das in Deutschland für burgundische Stilistik steht. Julian Huber, der das Weingut in Malterdingen nach dem Tod seines Vaters Bernhard im Jahr 2014 weiterführt, setzt auch hier auf Salzigkeit, Klarheit und ein präzise eingebundenes Holz.
Lage – Malterdingen, Muschelkalk in Baden
Das Weingut Bernhard Huber liegt in Malterdingen in Baden und gehört seit 1995 dem VDP an. Die Reben wachsen auf verwittertem Muschelkalk. Der Betrieb bewirtschaftet rund 28 Hektar, davon rund 15 Prozent Chardonnay; den größten Anteil macht der Spätburgunder mit 70 Prozent aus. Die Arbeit orientiert sich an den Burgundersorten, das Motto von Julian Huber lautet „Less is more“.
Die Geschichte des Weinbaus in Malterdingen reicht über 700 Jahre zurück. Bernhard Huber übernahm in den 1980er-Jahren den Betrieb der Familie mit fünf Hektar; bis 1987 gehörte das Gut einer Genossenschaft, danach vermarktete es seine Weine selbst. Zum Gut gehören alte Chardonnay-Reben, die in den 1950er-Jahren inoffiziell gepflanzt wurden und zu den ältesten in Deutschland zählen.
Jahrgang 2022 – Baden
Für Baden gilt 2022 als guter Jahrgang in Qualität und Menge. Der Sommer war trocken und heiß, die Hauptlese begann ein bis zwei Wochen vor dem langjährigen Schnitt. Die trockene Witterung senkte den Druck durch Pilzkrankheiten, und die Niederschläge in den letzten zwei Wochen vor der Lese halfen den Reben noch einmal. Die Regenfälle waren gut verteilt, auch im August, und die Temperaturen während der mehrwöchigen Lese kühl.
Die Erntemenge lag bei etwa 1,35 Millionen Hektolitern – 13 Prozent über dem langjährigen Schnitt und 50 Prozent über dem Vorjahr. Die Burgundersorten profitierten besonders; zu erwarten waren moderate Alkohol- und Säurewerte bei guter Aromatik.
Assemblage und Ausbau
Der Malterdinger Chardonnay wird reinsortig aus Chardonnay erzeugt und im Holz ausgebaut. Der Wein vergärt spontan und reift auf der Feinhefe in kleinen Eichenfässern, von denen etwa ein Drittel neu ist.
Im Glas
Der Wein ist hell und jugendlich, die Nase leicht reduktiv und mineralisch, mit Birne, Quitte und einem Hauch von Röstaromen und Rauch. Am Gaumen cremig und zugleich straff, mit Zitrus, weißen Steinfrüchten und einer salzig-kalkigen Spur, die lange nachklingt.
Burgundisch gedacht, in Baden gewachsen: Salz und Kalk statt Butter und Vanille.
Wir empfehlen, ihn bei 10 bis 12 °C zu servieren, nicht zu kalt. Der Wein ist schon jung zugänglich; unsere Trinkempfehlung: jetzt und in den kommenden Jahren.
Am Tisch
Zu gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, hellem Fleisch und milden bis mittelkräftigen Käsesorten. Auch zu Pasta mit Sahne- oder Zitronensauce und zu Vitello tonnato.