Detailbeschreibung
Rotwein · Gevrey-Chambertin Premier Cru · Pinot Noir
Der Domaine Duroché Gevrey-Chambertin 1er Cru Lavaut Saint-Jacques 2024 ist der wichtigste Premier Cru der Domaine: Pinot Noir aus sechs Parzellen mit zusammen rund 1,2 Hektar in der Combe de Lavaux, direkt neben dem Clos Saint-Jacques. Der kühle Wind aus dem Tal lässt die Trauben spät reifen; der kleine, kühle Jahrgang 2024 verstärkt diese straffe Art.
Lavaut Saint-Jacques – Premier Cru am Ausgang der Combe de Lavaux
Lavaut Saint-Jacques liegt westlich des Ortskerns von Gevrey-Chambertin, am Fuß der Combe de Lavaux, einem Seitental, das in die Hügel der Côte de Nuits einschneidet. Die Lage grenzt an den Clos Saint-Jacques und ist nach Süden ausgerichtet. Kühle Luft strömt aus der Combe herab; die Trauben reifen dadurch später als in den Lagen am Hauptgang der Côte.
Duroché besitzt sechs Parzellen mit zusammen 1,2 Hektar. Die Reben wurden zwischen 1923 und 1980 gepflanzt. Die älteste Parzelle von 1923 füllt die Domaine seit 2014 getrennt als Vieilles Vignes ab; die übrigen Parzellen ergeben diesen Premier Cru.
Louis Duroché bewirtschaftete ab 1906 die ersten Parzellen, sein Sohn Émile füllte 1933 die ersten Flaschen. Pierre Duroché stieg 2003 ein und verantwortet die Weine seit dem Jahrgang 2005. Die Domaine bewirtschaftet 8,25 Hektar, ausschließlich in Gevrey-Chambertin. Im Weinberg setzt Duroché nur Schwefel und Kupfer ein; gelesen wird von Hand.
Jahrgang 2024 – Côte de Nuits
Von Oktober 2023 bis März 2024 fiel fast doppelt so viel Regen wie im Mittel, der Winter war rund 2 °C zu warm, der Austrieb kam Anfang April. Bis September lag der Niederschlag über 55 % über dem Durchschnitt, die Sonnenstunden rund 10 % darunter. Von Mai bis Mitte Juni gab es kaum trockene Tage, der Druck durch Falschen Mehltau war enorm – in einer kühlen, feuchten Lage wie Lavaut Saint-Jacques besonders. Die Blüte zog sich hin; die Verrieselung traf vor allem den Norden der Côte de Nuits um Gevrey. Erst der August brachte mit über 300 Sonnenstunden den Ausgleich.
Die meisten Betriebe der Côte de Nuits begannen zwischen dem 12. und 16. September zu lesen. Die Erträge waren sehr niedrig; Duroché konnte einige kleine Cuvées 2024 gar nicht erzeugen. Die Mostgewichte lagen bei 11,5 bis 12,5 % potenziellem Alkohol, die Säure höher als in den warmen Vorjahren. 2024 ergibt kühle, klassisch gebaute Rotweine mit klarer Frucht.
Sanfte Extraktion, ohne Abstich, wenig neues Holz
Der Wein ist ein reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2024. Die Trauben werden von Hand gelesen und sortiert. Die Gärung verläuft zügig und ohne Schwefel bis nach der malolaktischen Gärung; extrahiert wird moderat, zuerst durch Pigeage, später durch Remontage.
Danach reift der Wein über ein Jahr auf der Feinhefe in Fässern mit rund 10 bis 20 % neuem Holz, ohne Abstich. Bis auf eine kleine Menge Schwefel nach der Malo kommen keine Zusätze in den Wein. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.
Im Glas
Mittleres Rubinrot. In der Nase Sauerkirsche, Himbeere und Johannisbeere, dazu Veilchen, Pfingstrose, Gewürze und eine kühle, steinige Note. Am Gaumen straff und präzise, mit hoher Säure und feinkörnigem, griffigem Tannin; das Holz bleibt im Hintergrund. Der Abgang ist lang, frisch und kalkig.
Pinot Noir aus sechs Parzellen am Ausgang der kühlen Combe de Lavaux, neben dem Clos Saint-Jacques: Premier Cru mit Spannung.
In der Jugend braucht er Luft; eine Stunde im Dekanter hilft. Bei 16 °C im Burgunderglas servieren. Unsere Trinkempfehlung: 2029 bis 2040.
Am Tisch
Zu Taube, Wachtel, Rehrücken und Wildente, Rinderfilet mit Rotweinjus und Gerichten mit Trüffel oder Steinpilzen. Beim Käse zu Époisses, Ami du Chambertin oder gereiftem Comté.