Detailbeschreibung
Rotwein · Gevrey-Chambertin AOC · Pinot Noir
Der Domaine Duroché Gevrey-Chambertin Le Clos 2023 stammt aus einer winzigen Parzelle von weniger als 0,4 Hektar im Lieu-dit Le Clos, gepflanzt 1998 auf Ton und Kalk. Pierre Duroché vergärt mit wilden Hefen im offenen Bottich, baut mit wenig neuem Holz aus und füllt unfiltriert. Der warme, großzügige Jahrgang 2023 gibt dem Ortswein saftige Frucht und feines Tannin.
Le Clos – kleine Parzelle auf Ton und Kalk in Gevrey
Le Clos ist ein Lieu-dit der Ortsappellation Gevrey-Chambertin. Die Parzelle von Duroché ist mit weniger als 0,4 Hektar winzig. Der Boden besteht aus Ton und Kalk: Der Ton gibt Fülle und speichert Wasser, der Kalk sorgt für Spannung und eine kreidige Tanninstruktur.
Die Reben wurden 1998 gepflanzt und sind heute gut 25 Jahre alt – alt genug für Tiefe, jung genug für eine klare, fruchtbetonte Art. Duroché füllt Le Clos getrennt ab, um die Herkunft dieser Parzelle zu zeigen.
Die Familie Duroché füllt seit 1933 eigenen Wein ab. Pierre Duroché stieg 2003 in den Betrieb ein und führt ihn seit 2005 in fünfter Generation. Die Domaine bewirtschaftet 8,25 Hektar, ausschließlich in Gevrey-Chambertin, darunter Lavaut Saint-Jacques und vier Grands Crus. Im Weinberg setzt Duroché nur Schwefel und Kupfer ein; gelesen wird von Hand.
Jahrgang 2023 – Côte de Nuits
Nach einem trockenen, milden Winter trieben die Reben um den 10. April aus; Frost Ende März und Anfang April blieb ohne große Wirkung. Die Blüte Anfang Juni verlief schnell und gleichmäßig, die Reben setzten sehr viele, große Trauben an. Der Juni war der heißeste und sonnigste seit 2003, Juli und August dann kühler mit ausreichend Regen. Ab dem 20. August folgte eine erste Hitzewelle, ab dem 6. September eine zweite mit Temperaturen nahe 40 °C.
In der Côte de Nuits begann die Lese meist um den 7. September; in Gevrey wurde zwischen dem 5. und 16. September gelesen. Die meisten Betriebe ernteten die erlaubte Höchstmenge, viele rund 45 hl/ha; am Sortiertisch mussten Sonnenbrand und eingeschrumpfte Beeren aussortiert werden. Die Rotweine 2023 gelten als saftig, zugänglich und elegant, mit feinem Tannin und reifer Frucht.
Offener Bottich, wilde Hefen, wenig neues Holz
Der Wein ist ein reinsortiger Pinot Noir aus dem Jahrgang 2023. Die Trauben werden entrappt und gären spontan mit wilden Hefen in offenen Bottichen. Extrahiert wird sanft: zuerst durch Pigeage, später durch Remontage.
Danach reift der Wein 15 bis 16 Monate auf der Feinhefe in französischen Eichenfässern mit höchstens 15 % neuem Holz, meist ohne Abstich. Bis auf eine kleine Menge Schwefel nach der malolaktischen Gärung kommen keine Zusätze in den Wein. Gefüllt wird ungeschönt und unfiltriert.
Im Glas
Mittleres Rubinrot. In der Nase Kirsche, rote Johannisbeere und Himbeere, dazu zerstoßener Stein, etwas Erde und Veilchen. Am Gaumen mittel- bis vollgewichtig und präzise: Die Frucht des Jahrgangs ist saftig, die feinkörnigen, kreidigen Tannine geben Struktur. Der Abgang ist frisch und steinig.
Pinot Noir von unter 0,4 Hektar auf Ton und Kalk, spontan vergoren und mit höchstens 15 % neuem Holz: Gevrey mit Kalk im Tannin.
Eine halbe Stunde im Dekanter öffnet ihn. Bei 15–16 °C im Burgunderglas servieren. Unsere Trinkempfehlung: 2027 bis 2035.
Am Tisch
Zu Coq au Vin, Ente mit Kirschen, Perlhuhn, Kalbsbraten und Pilzrisotto. Beim Käse zu Époisses, Cîteaux oder mildem Comté.